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Kommentar - Neues Kirchenverständnis


 
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Autor Nachricht
Pascal Bührig
Newcomer


Anmeldungsdatum: 25.02.2011
Beiträge: 4
Wohnort: Zürich, Schweiz

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BeitragVerfasst am: 27 Feb 2011 5:31    Titel: Kommentar - Neues Kirchenverständnis Antworten mit Zitat

(wird in den nächsten Tagen in einigen Medien über die NAK hoffentlich zu lesen sein)
Religionskritisch-freidenkerischer Kontrast zu den bisherigen Kommentaren zum neuen Kirchenverständnis

In diesen Tagen scheinen ein neues NAK-Kirchenverständnis mit klassischen Inhalten und ein Bezirksältester aus Hannover, der öffentlich eine Gegenposition zu den Lehräusserungen der Kirchenleitung einnimmt, für viel Furore zu sorgen. Zu diesem Kirchenverständnis und Feils Kritik hat man sich bereits aus „protestantischer“, „katholischer“ und „original apostolischer“ Perspektive innerhalb der Kirche geäussert. Nun soll eine weitere Gegendarstellung folgen, die sich nicht für einen Glaubens-Mainstream innerhalb der NAK ausspricht, sondern unabhängig davon den Dogmatismus der Kirchenleitung thematisiert.

Einstieg eines theistischen Agnostikers
Für die Autoren der bisherigen Reaktionen auf das neue Kirchenverständnis spielte die Glaubensausrichtung, die man sich für die NAK am meisten wünscht und die man im neuen Kirchenverständnis eben mehr oder weniger reflektiert sieht, die grösste Rolle. Da gibt es die „Protestanten“ in der NAK, die sich den Wunsch nach Reformen auf die Fahne schreiben und den individuellen Glauben an Christus betonen; die „Katholiken“, die die NAK als ebenbürtige Konkurrenz zur römisch-katholischen Kirche betrachten und genauso gerne bei exklusiven Kirchenpositionen auf die RKK verweisen; und last but not least die Apostoliker, die die NAK in der Tradition der apostolischen Ursprungsbewegung wissen wollen und sich offenbar trotz ökumenischer Ausrichtung mit den Positionen der Kirche zufrieden geben.
Als freies Individuum irgendwo zwischen eigenem Gottglauben und agnostischer Religionsverleugnung gehöre ich zu keinem dieser Ströme – natürlich am ehesten dessen, der real ähnliche Positionen und Forderungen vertritt. Das muss nicht heissen, dass ich mir in dieser Gegendarstellung der thematischen Ebene vollends entziehe. Im Gegenteil: In meiner Gegendarstellung will ich die doch immer lauter werdenden Rufe nach mehr Glaubensfreiheit und weniger Dogmatismus hörbar werden lassen, die zumindest meiner Meinung nach punkto Kritik an der Exklusivität der Kirche wichtiger ist, als die theologische Ausrichtung.

Deshalb frage ich mich nicht einfach nur, inwiefern die Lehren der NAK (nicht mehr) mit dem ökumenischen Grundgedanken vereinen lassen, sondern woher sich die Kirchenleitung die Autorität nimmt, über die Frage nach der Erlösung durch Gott so klare Lehrentscheidungen zu treffen und wie sie es legitimiert, eine klare Linie zwischen rechtschaffenem und falschen Glauben zu ziehen. Mich interessiert nicht, wie viel Heiligen Geist die NAK-Apostel den anderen Christen vom Podest aus lauter Nächstenliebe zusprechen, sondern was für den geistgewirkten Glauben eines Christen wirklich zählt – und ob sich die Kirchenleitung danach richtet. Meine Hauptmotivation ist deshalb Religionskritik im Sinne davon, Freiheit zu schaffen. Freiheit von einer Dogmatik, die doch schon seit den Zeiten Jesu (siehe Pharisäer) durch die Kirchengeschichte hindurch deshalb in Kritik stehen, weil sie einem freiheitlichen Glauben – wie in die religiöse Ethik vorsähe – im Wege steht.

Kritikpunkte am neuen alten Kirchenverständnis
Für die sogenannten Liberalen sollte, so hat es Kirchensprecher Johanning schon angestimmt, das neue KV eher ein Fortschritt als ein weiterer Affront darstellen: das Kirchenverständnis sei angeblich viel „weiter“. Eine dieser „Erweiterungen“ scheint wohl die Unterscheidung der sichtbaren von der unsichtbaren Kirche aus der modernen Theologie zu sein. In den Sonderausgaben unterscheidet die Kirchenleitung zwischen der unsichtbaren Kirche (die Gemeinschaft der gläubigen und getauften Christen) und der sichtbaren Kirche (alle kirchlichen Institutionen mit der NAK als eine unter vielen). Die unsichtbare Kirche verfügt komplementär vollständig über die Kennzeichen der Kirche Christi (Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität), während die sichtbaren Kirchen als historische Erscheinungen dieser nicht vollständig sind. Auf den ersten Blick also mag sich die NAK – manche mögen sagen: „endlich“ – auf das gleiche Treppchen wie andere Kirchen setzen und sich damit im Gegensatz zur bisherigen Exklusivitätspolitik in Demut üben. Doch der Schein trügt.
Man mag sich schon im ersten Abschnitt zur Grundlage der christlichen Kirche fragen, wieso die NAK der Ernennung der Apostel wieder besondere Aufmerksamkeit schenkt. Für eine apostolische Kirche nicht weiter verwunderlich – doch bei den weiteren Ausführungen zum Apostelamt scheint der Haken zur augenscheinlich progressiv-ökumenischen Haltung zu sein. Apostolizität bedeutet für die NAK, dass in der christlichen Kirche ein Apostolat mit ausschliesslichen Vollmachten und Sakramentsaufträgen wirkt und dieses in der Neuapostolischen Kirche unter dem Stammapostel real erfahrbar wird. Dieses Apostolat nimmt trotz Unvollkommenheit eine derart grosse Rolle ein, so dass die Christen vor der Erweckungsbewegung in England nicht über die rechte Sakramentsverwaltung und Abendmahlsfeier mit Jesu Präsenz verfügt hätten; diese sei beim Stammapostel zu finden!

Die NAK stellt unter allen Kirchen also doch eine Besonderheit dar, denn im sechsten Abschnitt wird sie uns als „das Werk Gottes“ vorgestellt, das im Besitz des Apostolats und der rechten Sakramentsverwaltung ist, und somit praktischerweise ihrem Auftrag der Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi bestens nachkommen kann. Die NAK verfüge über alle Mittel, die ein Christ der unsichtbaren Kirche braucht, um ein Gotteskind zu werden.

Bis soweit haben andere entgegnet, dass diese Aussagen keineswegs die Heilsamkeit der anderen Kirche in Frage stellen würde. Ich kann dazu nur sagen: Ist es nicht klar genug dadurch, dass der Heilsauftrag anderer Kirchen gar nicht erwähnt bzw. wahrgenommen wird; dadurch, dass der Zugehörigkeit anderer zur Kirche Christi gar keine theologische Geltung zugesprochen wird; dadurch, dass die Mittel um laut NAK erlöst zu werden auch ausschliesslich dort zu finden sind. Man muss nicht scharf nachdenken, um zu merken, dass die NAK hier wieder einen Tacho mit ausgeprägtem Sendungsbewusstsein und Alleinigkeitscharakter durchgibt!

Ein weiteres Problemfeld ist die willkürliche Legitimation dieser Lehren mit Bibelstellen, wenn diese überhaupt vorhanden sein sollten. Dass der Stammapostel vor 2000 Jahren als Petrus eingesetzt wurde und die NAK per se als Werk Gottes legitimiert, mag auch mit der konservativen Auslegung von Matthäus 16,18 nicht halten. Dass die Vollmacht zur Sündenvergebung an die Apostel einen Absolutheitsanspruch der NAK in Sachen Absolution legitimieren würde, hätte schon Apostel Paulus im Blick auf mehrere Bibelstellen wie Jak. 5,15 widersprochen. Auch dass das Gedächtnismahl nur im exklusiv apostolischen Kreis durch das Amt an Wirkung findet, soll mir bitte biblisch vorgelegt werden. Zum alles entscheidenden NAK-Matchplayer, der heiligen Versiegelung – tatsächlich ein Sakrament der apostolischen Urkirche mit besonderem Charakter – will ich Apostel Petrus aus einer Zeit sprechen lassen, als es die Versieglung noch nicht einmal gab:

Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. (Apg 2,38)

Wahrscheinlich die beste Bibelstelle, um nahezulegen, dass die Bedingungen von Glauben und Gnade zur Erlösung auch in den Sakramentsfragen ihren Ausdruck finden.

Kurzer Input zu Mathias Eberles Darstellung
Meiner Meinung nach mit gekonnter Quellenintegration und fester Argumentationslinie macht uns Mathias Eberle vom Netzwerk Apostolische Geschichte in seiner Gegendarstellung (blog.casurium.de) darauf aufmerksam, dass das Kirchenverständnis der NAK durchaus den Vorstellungen im apostolischen Testimonium über Ekklesiologie und Apostolizität entspricht. Auch macht er kritisch darauf aufmerksam, dass die NAK wahrscheinlich einen Schritt weiter geht und mit dem göttlichen Apostolat sich selbst als göttlich vollkommene Kirche legitimiert. Ich frage: Hatten die Apostel damals wirklich ein Kirchenverständnis, in dem es um ein Werk Gottes unter vielen christlichen Kirchen geht, dass letztendlich alleine über die Mittel zur Erlösung verfügt? Wem die apostolischen Wurzeln etwas bedeuten, von denen sich die NAK in den letzten Jahrzehnten ohne Frage entfernt hat, sollte sich das grosse Testimonium zur Lektüre auf das Nachttischlein legen. Ich sage nämlich, dass die Apostel in England das Christentum zum gemeinsamen Glauben vereinen wollten und keine dogmatistische Abspaltung vorhatten, auch wenn sie fest hinter ihren Grundsätzen standen.

Solidarität mit Thomas Feil
Ob man Thomas Feils Kritik am neuen alten Kirchenverständnis nun wieder als protestantischen Wink betrachten mag oder als eine Autoritätshinterfragung im Rahmen der neuapostolischen Lehre, so hat er in seinem Hauptkritikpunkt Recht und von allen Seiten Solidarität verdient:
Der Hannoveraner führt in seiner Kritik zuerst an, dass er die positive Formulierung der NAK im Kirchenverständnis als Herabsetzung anderer Kirchen interpretiert, in denen kein geistliches Amt wirkt und Jesus nicht beim Gedächtnismahl anwesend ist. Wie gesagt im zweiten Abschnitt, gibt es mit Sicherheit keine Alternative zu dieser Interpretation. Er stellt ausserdem korrekt fest, dass sich die Aussagen mit den Erläuterungen zu den neuen Glaubensartikeln decken, was im Hinblick auf den 8. Artikel und dessen Erläuterungen erneut seine Interpretation untermauert.
Seine Hauptkritik folgt nun mit der Aussage:

Aus meiner Sicht darf es in mündlichen oder in schriftlichen Äußerungen der Kirche und ihrer leitenden Amtsträger keinen Zweifel geben, dass die Souveränität Gottes in all seinen Entscheidungen über allem steht. Das bedeutet konkret für die hier vorliegenden Formulierungen, dass weder unsere Kirche, noch die Kirchenleitung oder die Apostel abschließend eine Aussage dazu treffen können, ob und in welchem Umfang in anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften ein geistliches Amt wirkt. Gott allein entscheidet über diese Frage. Uns steht es nicht an, hierüber abschließend und ausgrenzend zu befinden. Gleiches gilt für die Wirksamkeit des Heiligen Abendmahls.

Über die Meinung, dass das die NAK eben nicht volle und alleinige Autorität über die Heilsmittel verfügt, muss man nicht einverstanden sein – das ist jeder und jedem in ihrer oder seiner Verantwortung selbst überlassen – doch Feil spricht diesen Punkt nicht umsonst an: In den letzten Jahren kamen vom Stammapostel zu den heissen Themen (Heilsnotwendigkeit des Apostolats, Sakramente, Sündenvergebung) immer wieder Relativierungen – auch „Schärfungen“ genannt – laut denen das letzte Urteil Gott vorenthalten ist, was der NAK einen Exklusivitäts-, aber keinen umstrittenen Absolutheitsanspruch einbringen würde (http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/stellungnahme-heil-exklusivitaet-de-240106.pdf). In den offiziellen Verlautbarungen zum neuen Katechismus, der – wie ich am EJT und letzte Woche auch wieder von Johanning hörte – ein „weiteres“ Verständnis aufweisen soll, wird von dieser so wahnsinnig demütigen Haltung und der Respektierung der Ausnahmeregelung „Gottes Souveränität“ zugunsten einer positiv-exklusivistischen Dogmatik abgesehen. Die Einsprüche des Stammapostels von wegen Gottes Souveränität scheinen sich deshalb so klar als ärgerliche Beschwichtigung für die kritischen Kräfte herausgestellt haben – blosse Fassade, nicht mehr als eine exotische Nuance im NAK-Einheitsbrei, um auch den Liberalen, Reformwilligen und Kritikern einen Knochen vor die Füsse zu werfen. Und über ein derartig politisches Kalkül der Kirchenleitung sollten sich bei allem Respekt und Meinungstoleranz nun wirklich alle empören!

Ein Kampf zwischen liberal und konservativ?
Kurz möchte ich noch auf die langjährige Behauptung eingehen, in der NAK tobe ein Kampf zwischen „liberal“ und „konservativ“. Für den einen oder anderen mag es jetzt als Klugscheisserei erscheinen, wenn ich erstmal darauf bestehe, diese Worte deshalb als falsch abzutun, weil die beiden Flügel der NAK nichts mit dem historisch-politischen (Neo-)Liberalismus bzw. Konservatismus zu tun hat – oder hat die NAK auch sozialistische und faschistische Kräfte?

Meine satirische Anmerkung hat aber mehr Tiefgang zu bieten: Unter einem konservativen NAK-Christen stelle ich mir logischerweise jemanden vor, der ursprüngliche Bibelauslegung und historische Wurzeln (in dem Fall die apostolischen) bewahren will und nur dann Änderungen befürwortet, wenn sie diesem Ziel dienen. Das ist aber nicht der vermeidliche Sieger in der NAK, der angeblich seit Jahrzehnten einen Kampf gegen den progressiven Flügel (passendere Wortwahl) führt. In der NAK herrscht ein Kampf zwischen Dogmentreue und den Anhängern christlich-ökumenischer Ausrichtung, zwischen Autoritätslegitimierung des Apostolats der NAK und christlicher Freiheit in der Gestaltung des Glaubenslebens. Für mich aus meinem subjektiven Blickwinkel– ein Kampf zwischen christlichen und sektiererischen Kräften – und aus dem Blickwinkel eines Dogmentreuen – ein Kampf um die wahre Lehre gegen den drohenden Zeitgeist aus der Aussenwelt. Gerade deshalb fokussierte sich mein Kommentar auch auf den Dogmatismus.

Schlussfolgerung
So oder so ist für mich seit Erscheinen der neuen Glaubensartikel und des neuen Kirchenverständnisses klar, was man von den neuapostolischen Grundsätzen zu halten hat. Die Kirchenleitung will sie nicht in Frage gestellt sehen – da sie letztendlich doch einen ausgeprägten Absolutheitsanspruch legitimieren, denn das auf Dogmatismus aufgebaute Selbstverständnis zielt auf die Unterscheidung der NAK vom Rest der Christenheit ab. Natürlich ist das meine Meinung als Agnostiker, der religiöse Strukturen als nutzlos betrachtet und in der alleinigen Wahrheitssuche und transzendentalen Erfahrung, wenn überhaupt, eine Chance auf Erlösung sieht. Auch wenn ich damit keinen Schulterschluss mit der Theologe übe, dürfte aus meiner eben religionswissenschaftlichen Sicht klar sein, dass man es beim historischen Phänomen NAK mit einer Versektung (Terminus der ev. Theologie, der seinen Weg auch in die Religionsphänomenologie gefunden hat) zu tun hat, die sich in der Lehre durch eindeutige „Sektenmerkmale“ kennzeichnet – völlig unwichtig, dass und ob auch andere Kirchen und Religionen diese durchaus mitsichbringen können. Ob man damit die intransparente Hierarchie, den praktischen Absolutheitsanspruch oder das eigenbrötlerische und bestimmende Verhalten des Apostelkreises meint, spielt ebenso keine Rolle – weil sie immer wie auf das Leben des neuapostolischen Christen genauso gleichmässig Einfluss auf die Lehre der NAK nehmen.

Für mich ist klar, dass ich nicht länger Mitglied der NAK bleiben kann; denn wenn es in meinem Menschen- und Gottesbild überhaupt einen unumstrittenen Glaubensgrundsatz geben darf, ist es die mit Füssen getretene „Souveränität Gottes“, die für die Kirchenleitung eben nicht mehr als ein eleganter Vorwand ist.

Aufruf zur Ehrlichkeit gegenüber sich selbst
Heute habe ich das erste Mal den Begriff „Patch-Work Glauben“ gelesen, der meint, dass sich die Kirchenleitung doch nur gegen die Hybris gewisser Kritiker wehre, die mit allen Mitteln persönliche Grundsätze durchringen möchten.

Leidet die Kirchenleitung der NAK nicht genauso an einer Hybris, wenn sie umstrittene Lehrpassagen gegen interne Kritik einfach durchsetzt und als dogmatisch verbindlich anschaut? Ist die Evolution des neuapostolischen Glaubens in den mehr als hundert vergangenen Jahren etwa weniger Patch-Work als der jedes einzelnen Christen? Und hat die Kirche das Vorrecht vor dem individuellen Gläubigen sich ein Kirchenverständnis zusammenzubasteln?

Ich rufe dazu auf, die für euch richtige Entscheidung zu treffen. Ich rufe nicht zum Austritt aus der NAK, denn das muss eine Konsequenz des Glaubens und Handelns in der Verantwortung jedes einzelnen bleiben. Ich rufe stattdessen auf, nun endlich Farbe zu bekennen! Ich fordere alle, die mir in meiner kritischen Gesinnung folgen, dazu auf, sich dem Protest von Thomas Feil anzuschliessen – ob Mitglied oder nicht mehr. Modernisierung in unserem Sinne gibt es nur Hand in Hand! Wenn die Kirchenleitung gemeinsam mit der Mitgliederbasis die Lehre gestalten und sich dabei alle etwas mehr auf die absolute Autorität Gottes, um den es ja schliesslich gehen soll, ausrichten würden, könnte eine gerechtere NAK geschaffen werden. Wunschdenken, aber wem etwas an den Menschen (in der NAK) liegt und Missstände in den Religionen nicht scheut, sollte sich nun aufrappeln und die Überwindung dogmatistischer und autoritärer Strukturen ins Auge fassen. Wer sich dagegen wehrt, soll ehrlich zum Alleinigkeitsanspruch der Kirche stehen und sich der Verantwortung, viele Mitmenschen einfach abblitzen zu lassen, stellen! Ich werde denen, die sich für den Mut zur Veränderung entscheiden, auch als Aussteiger beistehen und mit vollstem Engagement unterstützen.

Mit freundlichen Grüssen an alle Leser
Pascal Bührig (18) aus Zürich

Ich freue mich über direkte Rückmeldungen: p.buehrig@bluewin.ch
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