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Als Kommunist in der NAK


 
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Autor Nachricht
Olaf Wieland
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 272
Wohnort: Hamburg

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BeitragVerfasst am: 21 Feb 2011 21:39    Titel: Als Kommunist in der NAK Antworten mit Zitat

In einer "Analyse über die Neuapostolische Kirche im Kreis Borna" gab der "Prediger in Borna" über sich Auskunft:

"Um nicht verhaftet zu werden, trat er 1933 in die Neuapostolische Kirche ein. Er wäre nach wie vor Kommunist. Sein Glaube und die Ziele des Sozialismus sind keine Gegensätze. Ob es einen Gott gibt oder nicht - er hätte durch seinen Glauben und die Kameradschaft in dieser Glaubensrichtung einen Halt gefunden."

( Rat des Kreises Borna, Referat Kirchenfragen, 09. 11. 1964 )
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 21 Feb 2011 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Dann hatte wohl die NAK damals tatsächlich den Ruf, staatsfreundlich zu sein, bedingt durch die sehr zeitige Mitgliedschaft des Bischoff-Sohnes in der NSDAP?

Oder gab es noch andere Gründe? Dass sie judenfeindlich waren, das habe ich schon in zitierten Dokumenten hier im Forum gelesen. Aber das war damals wohl eher üblich in der Allgemeinheit, keine Besonderheit der NAK.

Wer weiß denn noch was von seinen Eltern oder Großeltern, wie die NAK bei den NAZIs angesehen war?

Vor ner Weile hörte ich sogar von einem heute ca 60 jährigen strengen NAKI, dass es logisch ist, dass die Juden verfolgt werden müssten, schließlich stünde das ja in der Schrift. Also diese Pest überlebt durch Überlieferung länger, als gedacht.

_________________
Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
No Hell below us
Above us only sky.

(John Lennon)
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

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BeitragVerfasst am: 22 Feb 2011 8:21    Titel: Antworten mit Zitat

gug hat folgendes geschrieben:
Vor ner Weile hörte ich sogar von einem heute ca 60 jährigen strengen NAKI, dass es logisch ist, dass die Juden verfolgt werden müssten, schließlich stünde das ja in der Schrift.


wobei ich zugegebenermasen diesem volk gegenüber auch etwas skeptisch bin. ... allerdings bedingt nur durch info's aus den medien. so z.b. was die siedlungspolitik im westjordanland angeht, oder z.b. was die zusammensetzung beim zentralrat mit dem mitglied hr. michael friedmann angeht.

wobei ein gewisses maß an skesis man sowieso generell anlegen sollte, leider kam dies, ... was ja auch einen "gesunden menschenverstand" angeht, bei mancher regieden weltfremden-nak-erziehung oft zu kurz.

lg
ulrich

_________________
Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. ( unbekannter Autor )
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Olaf Wieland
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 272
Wohnort: Hamburg

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BeitragVerfasst am: 22 Feb 2011 9:58    Titel: Antworten mit Zitat

Die NAK wird wohl nicht begeistert über die Mitgliedschaft von Kommunisten in ihren Reihen gewesen sein.

In weiteren Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit ( HA XX ) las ich in diesem Zusammenhang u.a.:

"Besonders ausgeprägt ist bei der NAK die Bibelauslegung "Sei untertan der Obrigkeit". Sie halten sich im gewissen Sinne auch danach. (...)
Nach Ansicht einflußreicher Kreise der NAK ist der Satan in Verkleidung des Kommunisten vorhanden."

Die Reaktion der NAK, um "die Stube sauberzuhalten" war dann dieses Anpassungsverhalten:

"In einem Rundschreiben an die Amtsträger vom 25. April 1933 heißt es, dass es bei Eintrittsgesuchen von Mitgliedern aufgelöster staatsfeindlicher und freidenkerischer Organisationen in Zweifelsfällen gut sein werde, „die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen“ und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung der NSDAP zu vollziehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Bischoff
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 22 Feb 2011 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Reaktion der NAK, um "die Stube sauberzuhalten"

Dein Beitrag scheint mir 2 Zeitebenen in verkehrter Reihenfolge durcheinander zu bringen. Die Reaktion auf etwas in der DDR-Zeit ("Staatssicherheit") kann wohl kaum in der Nazizeit erfolgen.

Ach so, du meinst wohl die "Stasi" bei den Nazis, also die GeStaPo.

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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der Gärtner
Großmeister


Anmeldungsdatum: 16.02.2008
Beiträge: 434
Wohnort: rostock

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BeitragVerfasst am: 22 Feb 2011 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

lorez ich glaub er meint sowohl die einen wie auch die anderen.Die NAK hat es schon immer verstanden sich den jeweils herschenden Systemen anzupassen und ihre vorteile daraus zu ziehen.Auf gut deutsch:man ist jedem in den Ar... gekrochen egal wie dunkel es dort war,hauptsache man hatte sein Auskommen mit dem Einkommen.Und wenn es gar nicht anders ging hat man den Herschenden auch mal ein wenig abgegeben.
_________________
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.
Heiner Geissler
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 22 Feb 2011 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Sie haben halt das Beste daraus gemacht... Also das, was ihnen aufgrund des Geglaubten als das "Beste" übrig blieb. Oberstes Ziel war ja wohl immer das "ewige Leben" / "einstmals in die Herrlichkeit eingehen". Dazu war nach ihrem Glauben die Apostelei absolut unabdingbar, die galt es also (ums Verrecken!) zu erhalten. Und wenn es nur dadurch ging, dass man den herrschenden Diktaturen hinten rein kroch, dann musste es eben sein...

Ihre innere Stimme wird ungefähr das zu ihnen gesagt haben: "Der Herr wird schon wissen, wozu das gut ist. Gottes Wege sind ja bekanntlich unergründlich."

Ich glaube nicht, dass es ums "Einkommen" ging. Es ging ihnen um mehr! Sozusagen um ALLES! Da ist dieses anpasserische Verhalten schon verständlich. Dem allen zugrunde liegt also der "verrückte" Glaube! Das ist ein Beispiel dafür, wie WENIG HARMLOS so ein Glaube sein kann!

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