Verfasst am: 14 Feb 2011 15:05 Titel: Chick-Traktate-Comics-sehr beängstigend!
Hallo grüß Euch!
Vor kurzem fand ich auf einer Bank an einer Haltestelle einen
Comic, welche sehr beängstigend wirkt.
Diese Comics nennen sich "Chick-Traktate"; sie enden immer darin,das am Ende ein "Ungläubiger" oder Andersgläubiger "in der Flammenhölle" ist nach seinem Tod.
In diesen Comics geht es nicht nur um ein Elite/Auserwähltendenken;
es ist noch viel krasser; dort heißt es das alle Ungläubigen, Andersgläubigen und Homosexuelle auf ewig in der Hölle gequält werden-sofern sie sich nicht zu Lebzeiten "bekehrt" haben....
Diese Comics sind für mich menschenverachtend und ein Horror;
sogar krasser als jedes Horror-Romanheft; denn hier wird "im Namen Gottes"
Menschen extreme Angst gemacht...
(Wenn man labil ist,können diese Comic-Geschichten echt Horror machen)
Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 4887 Wohnort: Middle World
Verfasst am: 14 Feb 2011 16:41 Titel:
Ja, einfach toll! (Wie im Tollhaus.)
_________________ Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
Es gibt eben nicht nur in der NAK solche Hirnverbrannten Rattenfänger. _________________ Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.
Heiner Geissler
Anmeldungsdatum: 31.08.2007 Beiträge: 1811 Wohnort: Berlin
Verfasst am: 15 Feb 2011 23:07 Titel:
Solche Comics gab's schon vor 40 Jahren und in den USA noch früher (ich hab auch noch so'n Schundheftchen). Wenn man das Zeug heute noch nicht neutral lesen kann, zeigt das doch nur, dass hier mit Ängsten operiert wird, die in früher Kindheit eingepflanzt wurden und die immer noch wirksam sind. Weil zur Zeit der "Einpflanzung" am Verstand vorbei, rein auf der Gefühlsebene, gearbeitet wurde. Um das ganz loszuwerden, müsste man wohl eine darauf ausgerichtete Therapie machen.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit. Man nähert sich dem Thema ("was ist dran an ewiger Strafe, Hölle, etc.") aus einer anderen Sichtweise. Etwa der moderner "fortschrittlicher" Theologen, die nicht dem dummen "Sünde - Glauben an Gott oder Bestrafung"-Schema folgen, sondern tatsächlich von einem liebenden, "viel" zu göttlichem Gott, der nicht mit primitiven menschlichen Maßstäben misst, ausgehen.
Oder man versucht gleich zu verstehen (auf 'ner psychologischen oder sozialpsychologisch-historischen Ebene), wieso dieses Sünde-Erlösungsschema für manche so unabweisbar erscheint.
Wie auch immer man versucht, da rauszukommen, es reicht jedenfalls nicht, sich von der NAK zu befreien. Egal, was man danach macht, ob man bei den Evangelen oder Katholen weiterglaubt oder gar nicht mehr, man sollte so weit kommen, dass man ohne Ängste leben kann. Das kommt nicht von selbst, nicht durch einen Kirchenaustritt. Löst man das Problem nicht einmal wirklich gründlich, kann es in allen möglichen Erscheinungsformen wieder hochkriechen.
Wie auch immer man versucht, da rauszukommen, es reicht jedenfalls nicht, sich von der NAK zu befreien. Egal, was man danach macht, ob man bei den Evangelen oder Katholen weiterglaubt oder gar nicht mehr, man sollte so weit kommen, dass man ohne Ängste leben kann. Das kommt nicht von selbst, nicht durch einen Kirchenaustritt. Löst man das Problem nicht einmal wirklich gründlich, kann es in allen möglichen Erscheinungsformen wieder hochkriechen.
ja Uncle Zic,
ich konnte sehr lange nicht "weiter kommen" und habe/hatte auch endlich und wirklich eingesehen, es geht nicht (von) alleine weg, nicht sofort und nicht in Jahrzehnten...
Oft kam es hochgekrochen, so sehr, dass es die Kehle schnürte.
Das sollte niemals unterschätzt werden, wie sehr das alles einen Menschen in seinem ganzen Verhalten und anderen Menschen gegenüber beeinflussen kann, ob er es will oder nicht.
Ich hab da sogar einen Therapeuten gefunden, der sich sowohl auf Sektenproblematik, also dem seelischem und auch dem körperlichen Missbrauch "spezialisiert" hat, sogar mit der Kombination von beidem.
Wer mit solch existenziellen Problemen zu kämpfen hat, dem kann ich es jetzt besten Gewissens und wärmstens empfehlen, es zu tun und sich die Hilfe suchen und sie auch annehmen. Hätte ich vor einer Therapie auch nicht so von mir erwartet, sonst wäre meine Suche nach Hilfe bereits viel früher begonnen.
Manchmal verhilft akutes "Leid" am Ende doch einem Menschen zu etwas sehr gutem und ich kann mich jetzt bei dem Verursacher des Leides sogar dafür bedanken. Danke. Denn es ist so schön, endlich dieses Gefühl Angst loszusein. Das muss auch mal gesagt werden können.
-Vergiss dabei nie, Du hast an nichts von alledem auch nur eine geringste Schuld. -
Niemand muss sich schämen, wenn oder weil er so lange dafür braucht, um diesen Schritt zu tun. Wichtig ist am Ende, er wird getan.
Vielleicht ist da ja kein "Grundsicherheitsvertrauen" mehr in das Gute in der Welt zu finden, aber mit ihr und in ihr leben zu können ist besser, als es gar nicht erst versucht und gewagt zu haben. _________________ Achte auf Deine Gedanken,sie werden Deine Worte
Achte auf Deine Worte,sie werden Deine Handlungen
Achte auf Deine Handlungen,sie werden Deine Gewohnheiten
Achte auf Deine Gewohnheiten,sie werden Dein Charakter
Achte auf Deinen Charakter,er wird Dein Schicksal
Achte auf Dein Schicksal,indem Du jetzt auf Deine Gedanken achtest -unbekannt
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit. Man nähert sich dem Thema ("was ist dran an ewiger Strafe, Hölle, etc.") aus einer anderen Sichtweise. Etwa der moderner "fortschrittlicher" Theologen, die nicht dem dummen "Sünde - Glauben an Gott oder Bestrafung"-Schema folgen, sondern tatsächlich von einem liebenden, "viel" zu göttlichem Gott, der nicht mit primitiven menschlichen Maßstäben misst, ausgehen.
Oder man versucht gleich zu verstehen (auf 'ner psychologischen oder sozialpsychologisch-historischen Ebene), wieso dieses Sünde-Erlösungsschema für manche so unabweisbar erscheint.
Von dem Gedanken an einen liebevollen Gott habe ich mich bereits schon früh und lange verabschiedet.
Von christlichen Wertvorstellungen habe ich mich noch nicht getrennt, die würde ich aber lieber mit Humanität umschreiben wollen.
So weit hab ich mich von einem "Glauben"an einen Gott entfernt, dass ich mich keiner anderen Religionsgemeinschaft mehr anschliessen will und werde.
Keinem Menschen sollte von anderen oder sogar von sich selbst das Gefühl vermittelt werden, er sei ein "schlechter" Mensch, weil er nicht an einen Gott glaubt und umgekehrt aber ebenso nicht. _________________ Achte auf Deine Gedanken,sie werden Deine Worte
Achte auf Deine Worte,sie werden Deine Handlungen
Achte auf Deine Handlungen,sie werden Deine Gewohnheiten
Achte auf Deine Gewohnheiten,sie werden Dein Charakter
Achte auf Deinen Charakter,er wird Dein Schicksal
Achte auf Dein Schicksal,indem Du jetzt auf Deine Gedanken achtest -unbekannt
Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 4887 Wohnort: Middle World
Verfasst am: 16 Feb 2011 11:16 Titel:
Eisblume hat folgendes geschrieben:
-Vergiss dabei nie, Du hast an nichts von alledem auch nur eine geringste Schuld. -
Es ist vielmehr so: Wenn es einen allmächtigen (+ allwissenden) Gott gibt, dann trägt der logischerweise allein alle Schuld! Er wäre ja dann derjenige, der alles bewirkt bzw. unterlassen hätte. Folglich wäre er auch für alles verantwortlich. Solche "Schuld" den Menschen zuzuschieben ist ein "Meisterwerk" der Priesterkaste! Sozusagen ein Kunstwerk der sinnwidrigen Verdrehungen!
Die andere Frage ist, wie Schuldgefühle entstehen, die einem zeitlebens im Nacken sitzen können. Ich glaube, das ist einfach eine Art "Dressurakt": Man lernt durch Manipuliertwerden und häufiges Wiederholen einfach, bei einem bestimmten Gedanken ein bestimmtes Gefühl auf seinem "inneren Klavier" zu erzeugen. Man kann das mit Labormäusen oder Affen machen, und natürlich auch mit Menschen. _________________ Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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