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Konfirmation

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wo ist mein Weg :: Kein Schaf mehr  
Autor Nachricht
lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

lila hat folgendes geschrieben:
Hallo lorenz, das Leben mit 14 IST konfliktgeladen und Chaos- und zwar meistens auf allen Ebenen! Und das änderst Du nicht indem du Themen weglässt. Das einzige was man den Kids geben kann ist Rückendeckung .

Rückendeckung, ja, und Hilfestellung beim "Sortieren". Aber bitte nicht zusätzliche "Verwurschtelungen". Das passiert aber leicht, wenn die Alten religiös desorientiert sind, sprich: Wenn sie ein fürchterliches religiöses Zeug glauben. So ist es leider mir ergangen. Aber das ist nicht die Geschichte in diesem Thread.

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Prinzessin
Meister


Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beiträge: 181

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

@ Schnoogle - ja sie ging dann immer mit, wenn sie Papa Wochenende hatte.
Bei mir logischerweise nicht. Ich gehe wenn ich das Bedürfnis habe in die reformierte Kirche, aber da habe ich sie nie gedrängt mitzukommen. Das hatte ich bereits in der Vergangenheit in der NAK zur Genüge getan, leider.

Am Wochenende erhielt sie einen Flyer von der Jugi der NAK. Da waren so einige Konfirmanden aufgelistet mit ihren Wünschen und so. Meine Tochter natürlich nicht, da hat sie sich gewehrt.
Ein junges Mädchen hat mich erschreckt. Da schrieb sie als grössten Wunsch - "dabei sein am Hochzeitstag.." Soviel dazu, heute ist alles sooo anders. Sicher kommt sie aus einem dementsprechenden Elterhaus, aber trotzdem.
P.
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Line
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 19.10.2010
Beiträge: 86

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Prinzessin,

was will denn deine Tochter selbst? Will sie unbedingt eine Konfirmation, egal wo? Könnte sie ev. auch in der anderen Kirche konfirmiert werden?
In manchen Gegenden gibt es auch noch eine Jugendweihe als Alternative.
Käme sowas infrage?
Man kann die Konfirmation auch noch ein Jahr schieben, in dieser Zeit könnte sich deine Tochter damit beschäftigen, ob sie es wirklich will.

LG
Line

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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Aus dem Gedicht " Stufen " von Hermann Hesse
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Schnoogele
Foren-Prinz


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 630

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kapier Yvonns Intenion hier immer noch nicht.
Ich fasse mal zusammen was ich bis jetzt verstanden habe:

Yvonn besucht seit 20 Jahren keine NAK-GD mehr.
Ihr Mann ist nicht NAK.
Die Eltern waren NAK sind aber schon tot.
Die Tochter geht auch ncht in die NAK und will auch nicht später mal dort hingehen.
Die Tochter will keine Konfirmation wegen dem Geld.
jetzt meine Frage: Warum soll sie zur Konfirmation geschickt werden?
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

germany.gif
BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Auf diese Antwort warte ich auch schon die ganze Zeit. Da hat sie hier noch irgendwas nicht geschrieben. Aus einem noch nicht genannten Grund fühlt sie sich an diese bedeutungsleere Sitte gebunden.

Was soll die arme Tochter zwischen den "echten" Konfirmanden? Die wird sich doch bescheuert vorkommen.

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Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
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Above us only sky.

(John Lennon)
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Yvonn
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.01.2011
Beiträge: 12
Wohnort: Baden-Württemberg

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ulrich,
das verstehe ich auch nicht,daß dein erster Sohn ne Nak Konfirmation hatte und keinen Schaden davon getragen hat. Mir wird es ja vorausgesagt meine Tochter hat danach einen Knall und läßt sich lenken und leiten von der NAK.Doch ich weiß,daß es soweit nicht kommt.
Meine Frage war lediglich im Forum wer in der selben Situation ist oder gewesen war.

MFG Yvonn
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

germany.gif
BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Yvonne hat folgendes geschrieben:
Hallo Ulrich,
das verstehe ich auch nicht,daß dein erster Sohn ne Nak Konfirmation hatte und keinen Schaden davon getragen hat. Mir wird es ja vorausgesagt meine Tochter hat danach einen Knall und läßt sich lenken und leiten von der NAK.Doch ich weiß,daß es soweit nicht kommt.
Meine Frage war lediglich im Forum wer in der selben Situation ist oder gewesen war.


es geht hier nicht um meine söhne sondern um fragen die hier an dich gestellt werden und über die solltest du dir mal echt deine gedanken machen. wie z.b. ...

line hat folgendes geschrieben:
was will denn deine Tochter selbst? Will sie unbedingt eine Konfirmation, egal wo ?
In manchen Gegenden gibt es auch noch eine Jugendweihe als Alternative. Käme sowas infrage?

oder ...
gug hat folgendes geschrieben:
Was soll die arme Tochter zwischen den "echten" Konfirmanden? Die wird sich doch bescheuert vorkommen.


wenn du deine gedanken zu den fragen, dann anschliessend hier in worten niederschreibst wird das thema, - die entscheidungshilfe für dich auch sicherlich einfacher.

lg
ulrich

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Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. ( unbekannter Autor )
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

germany.gif
BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Situation ist mir nicht klar geworden. Sie ist nur äußerlich beschreiben (ein Kind soll konfirmiert werden, obwohl es keinen Bezug zu der Kirche mehr gibt? habe ich das falsch verstanden?), aber was du wirklich vor hast, ist mir nicht klar geworden. Wie und warum soll dein Kind in der NAK konfirmiert werden? Ohne Konfirmandenunterricht? Kennt sie den Glauben oder nicht? Kennt sie die Sekte oder nicht? Was soll sie danach genau entscheiden?

Ich glaubte bisher, wer seit vielen Jahren die NAK verlassen hatte, könnte niemals auf die Idee kommen, sein Kind dem auszusetzen. Daher glaube ich, dass es sehr selten ist, dass jemand sich in dieser Situation befindet.

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Zuletzt bearbeitet von gug am 19 Jan 2011 9:50, insgesamt einmal bearbeitet
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lila
Newcomer


Anmeldungsdatum: 15.01.2011
Beiträge: 13

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonn,ich verstehe Dich auch nicht so recht, aber versuchs uns nochmal zu erklären- Du bist also der Meinung Deine Tochter bekommt keinen Knall und entscheidet sich eh gegen die NAK- WARUM dann die Konfirmation? Ich weis, NICHT wegen des Geldes. Machs uns ein bißchen einfacher und sags einfach! Und wenn Du es nicht weisst versuchs trotzdem- dafür ist das Forum auch da, sich über sich selbst im Klaren zu werden. Warnung:das kann dauern....
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Yvonn
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.01.2011
Beiträge: 12
Wohnort: Baden-Württemberg

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die Konfirmation ist für mich das Ende der NAK Zeit.Dieses Ziel verfolge ich schon seit der Taufe meiner Tochter.Meine Eltern sagten immer zu mir:aber konfimiert wird sie doch sicher auch.Diese Worte verfolgten mich bis zum heutigen Tag.Diesen einen Schritt muß ich noch gehen,dann habe ich meinen Seelenfrieden.Meine Tochter habe ich aber in keinster Weise gezwungen .

Bin schon hochgradig NAK geschädigt,das habe ich bis dato noch gar nicht so wahr genommen. Es wird doch hoffentlich nicht soweit kommen daß ich noch auf die Knie gehe,dann bin ich Reif für die Irrenanstalt.

Yvonn
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lila
Newcomer


Anmeldungsdatum: 15.01.2011
Beiträge: 13

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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2011 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonn, wenn Du anfängst Deine Probleme aus NAK-Zeiten wahrzunehmen ist das der erste Schritt zur Bewältigung- Herzlichen Glückwunsch! das meine ich ernst! Ich bin zwar schon vor über 15 Jahren ausgetreten, aber das ich ein Problem habe ist mir auch erst vor wenigen Monaten aufgefallen. Aber da gibts Wege diese zu bewältigen, vermutlich so viele wie Aussteiger.Liebe Grüße von lila
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

germany.gif
BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 8:39    Titel: Antworten mit Zitat

Yvonn hat folgendes geschrieben:
Die Konfirmation ist für mich das Ende der NAK Zeit.Dieses Ziel verfolge ich schon seit der Taufe meiner Tochter.Meine Eltern sagten immer zu mir:aber konfimiert wird sie doch sicher auch.Diese Worte verfolgten mich bis zum heutigen Tag.


ja... ja, diese angstmachenden Prägungen. Als Entschuldigung für unsere Eltern dürfen wir Ihnen zu gute halten, das sie nicht die Informationsmöglichkeiten hatten wie wir heute. ... deshalb konnte man sie auch mit Parollen wie :

... Ein gebrochenes Versprechen ist wie ein Verbrechen ! oder ...
... Wer A sagt muss auch B sagen


verunsichern. Durch solche Floskeln wurden Wir und auch unsere Eltern über die Jahre an das System gebunden.

nö... nö, richtig ist : Wenn ein Mensch erkannt hat das A nicht richtig ist sollte er auch nicht B sagen.

lg
ulrich

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Prinzessin
Meister


Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beiträge: 181

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 9:22    Titel: Antworten mit Zitat

@ Line

Meine Tochter hat gar keine Lust auf Konfirmation, egal wo. Ich habe auch nicht vor, sie missionarisch in eine andere Glaubensrichtung zu treiben. Jugendweihe ist hier nicht.
Sie tut es letztendlich auch für den Papa und um keinen Stress zu haben.
Sie ist weder geschädigt noch infiltiert. Sie ist so ein "ich geh da mal hin weil Papa das will absitzen Typ".

@ alle
Es gibt nicht immer nur schwarz oder weiss. Auch nicht bei Yvonne. Oft müssen aus welchen Gründen auch immer Kompromisse gemacht werden. Auch das ist christlich humanistisch. Redet ihr doch bitte nicht ein, dass das Kind schwere Schäden davonträgt wenn sie das tut. Ich bin lange genug in der NAK unterwegs gewesen, mehr als aktiv dabei die ganzen Jahre. Ich kenne die "lieben Geschwister" nur zu gut. Aber mal ehrlich, gibt es nicht auch viele darunter, die einfach dort hingehen aus der Sozialkomponente heraus und sich null Gedanken machen? Kennt Ihr nicht auch das absitzen im GD und schauen wie der Zeiger der Uhr sich bewegt? Es sind nicht alle fanatisch (gut eben indoktriert und niemand merkt es) und nicht alle sind schlecht. Habe auch vieles erlebt was typisch ist, Abwendung von "Freunden" bis hin zur Isolation in der nahen Verwandtschaft. All das hat aber meine Tochter auch gesehen und sie nimmt dadurch die NAK überhaupt nicht ernst. Es ist ein Ritual eben, wo sie hingeht um nicht noch mehr Stress für sich (und auch für ihre Mutter) zu kreieren.
P.
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es ist ein Ritual eben, wo sie hingeht um nicht noch mehr Stress für sich (und auch für ihre Mutter) zu kreieren.


Das Erfüllen von Erwartungen, die man nicht selber mitträgt oder die einem widerstreben, kann auf Dauer gesehen die Ursache für Depressionen sein (weil man das Gefühl bekommt, nicht gut genug zu sein, um es allen Recht machen zu können. außerdem, was man nicht gern tut, kann man nicht so gut machen, was wieder zum Gefühl führt, nicht gut genug zu sein. als Einzelfall kein Problem und völlig ok, aber als Lebensentwurf fatal) Da es viele Erwartungen gibt, die man nicht erfüllen kann - und durch die Schnelligkeit des heutigen Lebens werden es immer mehr - muss man da sehr aufpassen, weil kaum einer die Zusammenhänge zwischen Depressionen und dem Erwartungsdruck der Umwelt erkennt. Erst Recht nicht, wenn man selber in dem Kreisel ist.

Es ist ist eben keine Lappalie, den Stress für die Eltern zu vermeiden, das ist nicht die Aufgabe der Kinder! Erst Recht nicht, wenn es einen halben Tag Lebenszeit kostet, die man in der Kirchenbank verbringen muss.
Manch einer kann es kompensieren. Der andere nicht, und dann wundern sich alle, wenn das brave Kind eines Tages depressiv oder sonstige unerklärliche Dinge tut. Kinder und Erwachsenen, die sich auflehnen, wenn sie merken, da stimmt was für sie nicht, sind da übrigens besser dran als die stillen, funktionierenden Kinder.

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Prinzessin
Meister


Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beiträge: 181

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Gug,
ich ehre Deinen Einsatz und Deine Kommentare aber gib mir (uns) bitte nicht das Gefühl, dass hier spätere Depressionen aufkommen können. Dies Krankheit ist viel zu ernst. Und ich bin bestimmt kein leichtfertiger Mensch.

Ich mag mich auch gar nicht hier rechtfertigen, weil ich das auch nicht muss.
Nochmal, es ist nicht immer alles schwarz weiss. Kompromisse gehören zum Leben, ohne geht vieles nicht. Das heisst aber auch nicht, das man Gift halb probiert. Ich kenn mein Kind und hoffe ihr genügend Stabilität gegeben zu haben. Letztendlich geht aber jeder seinen Weg, auch sie.
P.
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lila
Newcomer


Anmeldungsdatum: 15.01.2011
Beiträge: 13

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Prinzessin, da gebe ich Dir recht, Kompromisse im Leben müssen sein und machen nicht zwangsläufig depressiv. Der Unterschied zwischen Deiner und Yvonns Tochter ist, Deine hat ihren Papa der voll dahinter steht(nehme ich mal an als AT), und mit dem kann sie sich auch irgendwann auseinandersetzen wenn sie nicht hin will. Bei Yvonn hat die Tochter nicht mehr unter uns weilende-und damit unangreifbare-Großeltern und eine unsicher-ablehnende Mutter. Da weiss ich nicht mit wem sie sich auseinandersetzen will wenn was nicht OK läuft. Ansonsten hast Du ebenfalls recht das sich hier keiner rechtfertigen muß. Es hilft einem aber selbst wenn man seinen eigenen Standpunkt anderen mitteilt- dann muß dieser zunächst überdacht und formuliert werden. Und das hilft vielen in solchen Foren und ist auch der Grund weshalb ich mich gerne an diesen Diskussionen beteilige. Dazu muß ich die Meinungen der Anderen nicht teilen, nur respektieren. So muß ich beispielsweise nicht zur Atheistin werden, nur weil das hier einige aufgrund ihrer Erfahrungen sind- verstehen und akzeptieren kann ich es . LG lila
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Prinzessin
Meister


Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beiträge: 181

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Lila,

danke, dem ist nichts hinzuzufügen.
Ja der Papa ist höherer AT und ich war lange die Gehülfin.

LG
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Line
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 19.10.2010
Beiträge: 86

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonn,

ich erinnere mich, dass in meiner Konfirmandengruppe zwei sehr nette Mädchen waren, die nur teilnahmen, um an der Konfirmation dabei zu sein. Die Familie waren zwar NAK, aber kamen nie. Nach der Konfi habe ich sie nie wieder in der NAK gesehen. Aber später habe ich sie mal getroffen und sie gehen ihren Weg.

Es hat sich mir zwar nie richtig erschlossen,warum sie mit ihren Eltern das so beschlossen hatten. Warum sie überhaupt den Konfi unterricht und die Konfi dann mitmachten. Aber anscheinend hat es ihnen nichts geschadet.
Allerdings war das in den 70gern und nicht heute.

LG
Line

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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

gug hat folgendes geschrieben:
Das Erfüllen von Erwartungen, die man nicht selber mitträgt oder die einem widerstreben, kann auf Dauer gesehen die Ursache für Depressionen sein

Das ist völlig richtig. Und das dürfte auch ein Grund sein, warum so auffällig viele (Ex-)Neuapostolen an den Rand ihrer psychischen Funktionsfähigkeit kommen. Wer auf Dauer gegen seine eigenen Bedürfnisse lebt, dem geht irgendwann einmal der Sprit (die seelische Lebensenergie) aus!

Und ich finde es schon leicht pervers, eine Konfirmation (definitionsgemäß ein "Einstiegsversprechen") zum Anlass für das genaue Gegenteil zu machen, also zum Ausstieg. Das ist doch beinahe eine "Sünde", nämlich gegen das Prinzip der Wahrhaftigkeit gegen sich selbst und gegen die anderen. Diese systematische Selbstverbiegerei ist bestimmt nicht gesund! Also mir drehen sich da irgendwo die Eingeweide um! Warum nur macht man so etwas?
Man soll zu sich stehen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das ist vielleicht einer der hauptsächlichen Schäden, die von der Neuapostelei bewirkt werden: Dass die Gläubigen systematisch von ihrem eigenen Kompass abgebracht werden! (Nämlich damit die Apostel da ihre Richtungsanweisungen einsetzen können.) Und dann stehen die armen enttäuschten "Gotteskinder" dann irgendwann ganz ohne Kompass im Wald...

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Prinzessin
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Anmeldungsdatum: 17.01.2007
Beiträge: 181

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

@ Lorenz piano, musst nicht schreien, alles wird gut.
Ich bin nicht depressiv obwohl ich es sein könnte nachdem vielen was ich erlebte.

Einmal NAK und dann depressiv, nein das ist zu einfach. Damit stelle ich überhaupt nicht in Abrede, dass ganz ganz viele Probleme haben und hatten. Aber Depression ist eine Krankheit mit vielen Ursachen. Habe selber unzählige Tränen vergossen aber der dort oben hat mir immer geholfen aufzustehen und zu kämpfen.

Ich stehe zur mir, jederzeit, auch meine Kinder. Und ich kann jeden nur empfehlen, sich von Sekten und anderen Heilsversprechungen sich weit fern zu halten. Wieviele Einstiegsverprechen wurden auch in anderen Kirchen abgegeben, wie viele haben diese verlassen.
Wenn ich die Hühnerschar (oder auch Teenies) genannt heute so sehe, dann sind für sie auch solche Feste notwendig, so quasi Eintritt in die Erwachsenenwelt. Meine Tochter könnte auf jedwede Konfirmation verzichten, ihr ist das völlig egal. Sie geht hin, sie geht schick mit Oma&Opa essen, freut sich sicher an den Batzeli und fertig.
Ich rede viel mit ihr und sie weiss, dass ich immer hinter ihr stehe, auch wenn sie Mist macht (mit allen Konsequenzen).
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lila
Newcomer


Anmeldungsdatum: 15.01.2011
Beiträge: 13

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gug, Hallo lorenz, es ist meiner Meinung nach vollkommen unmöglich vorherzusehen wer eines Tages unter welcher Krankheit(wie z.B. Depressionen) leiden wird. Es gibt erbliche Faktoren, ungünstige Umstände im Leben u.s.w. die den Ausbruch einer Krankheit wahrscheinlicher machen. Aber dieses WENN-DANN kenne ich von der NAK zur Genüge, das braucht keiner. "Wenn du nicht genug betest wirst du am Tag des Herrn stehengelassen" sollte nicht gegen "wenn deine Tochter zur NAK-Konfi geht wird sie depressiv" ausgetauscht werden. So einfach ist das Leben nicht....
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

ja, wir wollen hier nicht über Krankheiten reden.

ich schrieb ja nur von der Selbstüberwindung, gegen den wirklichen Willen (den viele Kinder nicht spüren können!)

Und daraus kann eine gar nicht kindgerechte Überforderung resultieren. Von Schwarz-Weiß habe ich nicht geschrieben, das war überhaupt nicht gemeint.

Nur wir wundern uns alle heute, dass es so viel unglückliche Menschen gibt, die eigentlich alles haben. Warum sie es sind, wird meist nicht gesehen. Ich sage dazu: Dauerstress von Kindheit an kann (muss nicht) dazu führen. Selbstüberwindung als grundsätzlicher Lebensentwurf kann dazu führen, muss aber nicht.

Ich wünschte bloß, dass man sensibel dafür ist! Eine Bekannte hat sich vor 2 Wochen das Leben genommen, sie hatte alles, jedoch niemanden, der ihr ihre seelische Last nehmen konnte.
Wir legen den andern lieber Lasten auf, anstatt sie zu nehmen, weil wir es nicht anderes kennen ("reiß dich mal ein bisschen zusammen"....ist so eine Last. Und es wirkt sehr unmerklich, aber trotzdem zielgenau)


Ich weiß auch, dass ich ein braves Kind war und meine Eltern kannten mich nicht, hätten es aber im Brustton der Überzeugung anders gesagt.

Es ging hier augenscheinlich nur um eine Einsegnung. Für mich geht es um Lebenslüge. Das ist nicht kindgerecht, egal, ob man hinterher irgendwie feststellen könnte, ob es geschadet hat oder nicht.

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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2011 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich weiß auch, dass ich ein braves Kind war und meine Eltern kannten mich nicht, hätten es aber im Brustton der Überzeugung anders gesagt.

Genauso war, und ist es noch heute, bei mir auch.
Und wenn man im Zusammenhang mit der NAK (wie auch immer) auf das Thema "Depressionen" kommt, gibt es dafür gute Gründe und genügend traurige Beispiele.
Nein, natürlich MUSS so etwas nicht "passieren". Die NAK ist aber nun einmal ein wesentlicher Faktur für den Ausbruch gerade dieser Erkrankung.
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