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Herz aus Eis?

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Ich bin auch neu hier :: Lily  
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2010 14:53    Titel: Herz aus Eis? Antworten mit Zitat



Ich bin durch einen Zufall bzw. googeln auf dieses Forum gestossen, weil ich mich zur Zeit über Glaubensrichtungen und Kirchen allgemein informieren will, denn in der NAK wurden die anderen Kirchen immer als viel minderwertiger und schlecht dargestellt. Sie alleine soll das A und O aller Dinge sein, aber das glaube ich nicht. Ich hadere mit mir, im Moment überhaupt noch an Gott zu glauben.
Meine Mutter ist gebürtig NAK, mein Vater nicht, bin in die NAK geboren. Die großen Höhen oder auch Tiefen gab es nicht. Habe viel gelesen hier und finde viel im eigenen Lebenslauf wieder. Es gibt viele, die ähnliche schlechte Erfahrungen gemacht haben und ich habe gesehen, es geht jeder anders damit um. Es waren die Entbehrungen, die Verbote, die im kindlichen Glauben befolgt wurden und viele Kränkungen. Und es ist wahr, Verbote werden nicht mehr wie früher ausgesprochen, sie werden geschickt verpackt heute, und das Getue um die Eigenverantwortung ist ein Witz. Die Gemeinschaft der Geschwister hielt immer bis ziemlich genau an der Kirchentür und war dann schlagartig vorbei und ich habe gedacht, in mir kann nicht viel zerbrochen sein und so schlimm sind die ja nicht, aber wenn ich mehr darüber nachdenke und lese, kommt da so viel hoch, es ist gut, wenn ich hier Menschen finde, mit denen ich auch reden kann, das geht ja so nicht, mit wem soll ich denn reden? Niemanden interessiert es, was in der NAK gelaufen ist und dort auch immer weiter läuft.
Was ich immer ganz schlimm fand, war das große Versprechen du bist nicht dabei, wenn du sündigst, aber was eigentlich ist denn Sünde gewesen, wer legt denn fest, was gut und böse ist? Da gibt es doch keine Garantien. Ich kann noch nicht sagen, ob das eingeflößte von der NAK einen größeren Schaden in mir verursacht hat, ich glaub, so ganz einfach bin ich doch nicht weggekommen, es kommt Zorn hoch.
Ich möchte auch herausfinden, warum ich nicht weinen kann und warum es sich innerlich oft so kalt anfühlt. Ich will keine Herz aus Eis bekommen. Da fehlt doch eindeutig etwas ganz wichtiges, was die NAK nicht geben konnte und kann. Ich lache gerne und bin nicht unzufrieden, jetzt nicht mehr, seit ich nicht mehr in diesen Mühlen der NAK trete.
Meine Mutter habe ich noch nie glücklich gesehen. Seit ich nicht mehr gehe, fühle ich mich befreit und beginne das Leben anders zu sehen, etwas leichter ist es und ich habe auch keine Angst, daß ich von Gott bestraft werde, weil ich jetzt ein schwarzes Schaf bin. Ich werde nur ganz selten angesprochen von NAK's und werde nicht von ihnen verfolgt. Es ist gut, das es niemanden von denen zu interessieren scheint, ob jemand nicht mehr kommt.
Das Gefühl, nicht vermisst zu werden hat mich anfangs sogar verletzt, doch nun ist es nicht mehr von Bedeutung. Das Leben in der Welt ist schön, weil ich es mir schön mache.
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Lona
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 461

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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2010 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Eisblume,

herzlich willkommen im Aussteigerforum Smile ! Schön, dass Du hierher gefunden hast.

Dein Posting berührt mich, ich habe gerade eine Gänsehaut. Ich weiß gar nicht genau, was ich Dir antworten könnte. Ich versuch es einfach mal.

Nicht weinen können. Kann ein Schutz sein. Vielleicht weil irgendwas in Dir Angst hat, dass Du nicht mehr aufhören könntest, wenn Du einmal angefangen hast. Jeder Mensch hat Grund zu weinen. Wenn man eine schwierige Vergangenheit hat erst recht. Da sammelt sich im Lauf von Monaten und Jahren eine Menge "Wasser" an und übt Druck auf den Staudamm aus.

Du gehst nicht mehr zur Kirche und fühlst Dich gut damit, fängst langsam an, Deine Einstellungen zu verändern. Das ist doch ein guter Anfang.
Hast Du schon mal mit jemandem über Deine NAK-Erfahrungen gesprochen? Hast Du jemanden, der Dir außerhalb der NAK Bestätigung gibt?

Ich selbst habe viel geweint, als ich anfangs hier im Forum gestöbert und gelesen habe. Vielleicht reicht das bei Dir auch schon. Ich glaube, dass es wichtig ist, in diesen Zeiten Menschen (oder einen Menschen) zu haben, der einem Rückhalt gibt. Beschäftigung mit der NAK-Vergangenheit kann so wehtun.

So, ich will Dich nicht übermäßig zutexten Wink . Deshalb höre ich erstmal auf. Erzähl gerne mehr, falls Du magst.

Liebe Grüße

Lona

_________________
Ein Hund steht Dir bei im Sturme,
ein Mensch nicht mal im Wind.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 29 Nov 2010 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eisblume,
Willkommen im Forum.

Diesen Satz von dir:
Zitat:
Das Leben in der Welt ist schön, weil ich es mir schön mache.


möchte ich dick unterstreichen! Man muss "wollen", dann gelingt's auch.
Das war/ist für die meisten Fories hier ein ganz neuer Lernprozess. Man muss sich dem Leben, der Liebe.... öffnen wollen.
Auch ich habe meine Mutter noch nie glücklich und zufrieden erlebt. Sie behauptet immer steif und fest "jeder hat Probleme, niemandem geht es wirklich gut". Wie ich diesen Satz hasse! (Obwohl ich Hass eigentlich ablehne). Wahrscheinlich liegt das an den Predigten der NAK. Freude hier im Leben wird da nicht vermittelt. Die einzige mögliche Freude, ist die Verheißung auf die "Heimat im Himmel".
Deshalb kann ich die treuen NAKis nur bemitleiden. Sie wissen nicht, wie schön das Leben sein kann.
LG
Engelchen
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 29 Nov 2010 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
Sie wissen nicht, wie schön das Leben sein kann.

V. a. lassen sie sich das einzige Leben, das sie haben, madig machen.

Es ist doch auch hier mal wieder das ewig gleiche Thema: Die Religionsdealer (es ist ja beileibe nicht nur in der NAK so!) sorgen v. a. dafür, dass man sich emotional schlecht fühlt. (Die Details und wie das erreicht wird, sind eigentlich zweitrangig.) Und dann kommen sie mit ihrem Jesulein um die Ecke, mit ihrem "Erlösungs"versprechen. Diese sog. "Erlösung" soll sozusagen die Medizin sein gegen die absichtlich verursachte Krankheit. Wenn die Leute glücklich im realen Leben wären, dann könnten die Religionsanbieter ihre wurmstichigen Illusionen wie Sauerbier anbieten, - keiner würde es kaufen.

Übrigens: Sollte es wider Erwarten einen Gott geben, der halbwegs Format hätte, dann würde er sich sicher nicht von solchen Leuten "vertreten" lassen, die mit solchen schäbigen Methoden arbeiten. Er würde wollen, dass seine "Geschöpfe" glücklich sind, dass sie ihr Leben nicht in gramvoller, geduckter ("frommer") Haltung verbringen, nur um ihm (dem Gott) zu "gefallen", auf dass er sie einstmals zu sich nehme! Das ist doch so eine lächerliche, widersinnige und abgeschmackte Vorstellung! Exclamation

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 30 Nov 2010 9:54    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Lona, Engelchen und Lorenz für die nette Begrüßung.
Ich komme schwer ins Nachdenken in letzter Zeit und gewinne neue und vor allem ungewohnte Eindrücke.
Nachts liege ich oft wach und denke nach, in der letzten Nacht besonders. Ich muß erst mal verarbeiten, um antworten zu können.

Lorenz, Dir gebe ich vollkommen Recht, ich hab auch immer das Gefühl gehabt, daß ein neuapostolisches richtiges Gotteskind nicht fröhlich und glücklich sein darf, immer dieses schreckliche darauf warten, aus diesem Jammertal endlich befreit zu werden, wieso wurde denn die Welt so schlecht gemacht? Warum sollten wir ihr so schnell wie möglich entfliehen? Warum sollte es nur in der so herrlichen geschwisterlichen NAK Gemeinschaft schön sein?
Jetzt weiss ich, daß es eine Masche war, um den Menschen bloss in ihren Fängen zu behalten. Ich halte die NAK nicht für harmlos. Auf psychischer Basis sind sie oft große Verführer und Blender. Sie spekulieren auf das Harmoniebedürfnis und verbreiten ein Zusammengehörigkeitsgefühl, was es aber nur im Kirchengebäude gibt, nicht im wahren Leben.
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

germany.gif
BeitragVerfasst am: 30 Nov 2010 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
Diesen Satz von dir:
Zitat:
Das Leben in der Welt ist schön, weil ich es mir schön mache.


möchte ich dick unterstreichen! Man muss "wollen", dann gelingt's auch.
Das war/ist für die meisten Fories hier ein ganz neuer Lernprozess. Man muss sich dem Leben, der Liebe.... öffnen wollen.


Ich hab hier schon viel darüber gelesen, daß neuapostolische Beziehungen und Ehen nicht besonders glücklich waren oder sind. Ich kann sagen, ich habe mich in meiner aktiven Zeit in der NAK tatsächlich gehemmt gefühlt, weil ich Spass an der Liebe haben wollte, aber das mit meinem neuapostolisch sein nicht besonders gut in Einklang zu bringen war. Ich hatte permanent das Gefühl, wenn Gott mich immer sehen kann was ich denn so alles mache, dann sieht er mir auch hierbei noch zu?? Embarassed Sad ich kann gar nicht wiedergeben, wie wütend mich das oft gemacht hat. Das ist aber lange vorbei und ich kann mich jetzt ganz frei auch im Bereich der Liebe bewegen.
Engelchen ich habe mich öffnen wollen und ich kann jeden dazu ermutigen, mit dem Willen funktioniert es, das ist ein Lernprozess, stimmt, den hab ich aber gerne genutzt. Ich bin nun länger raus aus der NAK und habe einen Partner, der nicht zur NAK gehört und sehe das als einen Vorteil. Mit ihm ist nicht nur die Liebe schön, sondern auch das Leben, er weiss gar nichts von meiner NAK Vergangenheit und ich weiss nicht, ob er das wissen sollte und ob das einen Vorteil bringt. Wenn ich einmal in meine weiteren Tiefen gehe und meinem Partner dann auffällt, was mir noch fehlt, dann wird es so kommen.
Das Erleben bezieht sich auf jeden Bereich, der mit Liebe umschrieben werden kann, ich finde es sogar wichtig, dass ich es mir erlauben kann, nicht jeden Menschen zu mögen oder zu lieben, ich hab sogar lernen müssen, wie ich Konflikte ordentlich lösen kann. Dieses schreckliche Harmoniebedürfnis ist weg, endlich.Ich hab auch streiten lernen müssen, klappt immer besser und ich kann mein Gegenüber anschließend immer noch gut leiden Very Happy
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 30 Nov 2010 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Doch Engelchen, viele Neuapostolische wissen, wie schön das Leben sein kann, die meisten sie sind nur sonntags die Treuen. In der Woche sind sie wie alle anderen Menschen. Vorsichtig nehme ich die Amtsträger samt ihren Gehülfinnen raus, die haben es etwas schwerer wegen dem Zeitopfer. Aber das wird ihnen doch bestimmt versüßt mit der Höhe des Status steigt Grad der Machtausübung über das Gefolge um einiges und der Wohlstand gleich mit.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 30 Nov 2010 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Da sind mene Erfahrungen aber ganz andere!
Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich zum Beispiel ganz tolle Sprüche, wie:
"Sonntagsarbeit gelingt NIE". Es wurde eisern danach gelebt. Auch heute noch, obwohl der Sonntagnachmittag-GD weggefallen ist. Das erlebt man sogar 1 : 1, wenn man nur fest genug dran glaubt.
Als ich dann später mitbekam, dass der ein Hirte am Sonntag in sein Büro ging, um liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen, war ich erstmal von den Socken.
Ein besonders schöner Spruch: "Auf Lachen folgt Weinen", hat den größten Teil meines Lebens geprägt. Immer, wenn meine Schwester und ich uns freuen WOLLTEN, wurde wir damit zurückgepfiffen!
Ganz toll, vor allem, weil ich heute weiß, wie lange ich wider meine Natur gelebt habe!
In meiner Familie (AT-frei) war's wohl besonders schlimm. Und die Familienmitglieder, die noch gehen, sind an Frömmigkeit nicht zu überbieten. Mein Ex wurde durch mich NAK. Das erste, was er gelernt hat war "als NAKi lässt man sich nicht scheiden. Egal, wie mistig sich der Partner verhält". Er hatte Pech, als das Maß mehr als voll war, bin ich trotzdem gegangen. Das war zwar ein Skandal, ich hab's aber irgendwie überlebt.
Einen Fernseher schaffte mein Vater (ein sehr "Lauer") erst an, als die Kinder aus dem Haus waren. Er ist inzwischen verstorben. Meine Mutter hat das Gerät zwar behalten, doch Samstagabend bleibt es aus, wegen der Vorbereitung auf den Sonntag. Lieber kaut man an den Nägeln und langweilt sich fast zu Tode.
Meine Bekannten aus AT-Familien konnten sich schon immer weit mehr erlauben, als ich. Der Kommentar zu Hause war led. "dann ist da was nicht in Ordnung. Nicht alle ATs sind Vorbild für uns!" usw.
LG
Engelchen
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Lona hat folgendes geschrieben:
Nicht weinen können. Kann ein Schutz sein. Vielleicht weil irgendwas in Dir Angst hat, dass Du nicht mehr aufhören könntest, wenn Du einmal angefangen hast. Jeder Mensch hat Grund zu weinen. Wenn man eine schwierige Vergangenheit hat erst recht. Da sammelt sich im Lauf von Monaten und Jahren eine Menge "Wasser" an und übt Druck auf den Staudamm aus.

Du gehst nicht mehr zur Kirche und fühlst Dich gut damit, fängst langsam an, Deine Einstellungen zu verändern. Das ist doch ein guter Anfang.
Hast Du schon mal mit jemandem über Deine NAK-Erfahrungen gesprochen? Hast Du jemanden, der Dir außerhalb der NAK Bestätigung gibt?


Lona, ich habe Grund, glücklich zu sein und Grund, zu weinen. Ich verstehe nur nicht, warum ich Liebe empfinden kann und das Glück, aber nicht weinen kann, wenn es wahrhaften Grund zum Weinen gibt. Ich kann nicht weinen, aber es heisst nicht, dass da in mir nicht ein großer Schmerz sein kann, oft sogar.
Ausserhalb der NKA habe ich Freunde, Bekannte, aber es fällt mir nicht leicht, nach jemanden zu suchen, bei dem ich Bestätigung finden kann. Ob ein Partner da immer ein guter Ansprechpartner sein kann? Oder ist da doch besser eine neutrale Person, nur, eine neutrale Person hat keinen Plan von der NAK und ihren Machenschaften. Da kann es schwierig mit dem Verständnis werden.

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Achte auf Deine Gedanken,sie werden Deine Worte
Achte auf Deine Worte,sie werden Deine Handlungen
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Achte auf Dein Schicksal,indem Du jetzt auf Deine Gedanken achtest -unbekannt
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Eisblume,

es gibt verschiedene Arten, wie man seinen Schmerz bewältigt, Weinen ist nur eine Form unter vielen anderen.
Wahrscheinlich äußert sich dein Schmerz in anderen Dingen, nicht gerade im Weinen. Das mit dem Weinen ist sehr individuell, ich bin zum Beispiel nah am Wasser gebaut, aber nur bei Fällen , die bis maximal mittelschwer einzuordnen sind. Bei Extremsachen weine ich auch nicht, obwohl ich sonst eher ne Heulsuse bin.

Daher vertraue doch auf dich, dass es ok ist, wenn du wenig oder gar nicht weinst. Wer sagt, dass man weinen muss? Konzentriere dich lieber auf deine Bewältigungsstrategien, die dir mehr gegeben sind.

Andersrum ist es auch nicht leichter: nur weinen und keine andere Reaktion. Gibt es auch und kann man dann im ersten Moment auch nicht ändern, aber ich will nur sagen: leichter ist das auch nicht.


Ich hole hiermit meinen Willkommensgruß nach und hoffe, du findest hier im Forum Gleichgesinnte!

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(John Lennon)
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für dein Willkommen gug,

ich denke trotzdem, weinen hat einen Sinn und einen Grund muß es geben, daß die Natur das eingerichtet hat. Selbst wenn ich das Gefühl habe, ich will weinen, geht es nicht.
Warum hab ich genau dann das Gefühl, das Herz erfriert? Ich habe so im Kopf, wenn ich nur eine heiße Träne vergießen könnte, kann das Herz doch nur wärmer davon werden, oder ist das Unsinn? Ist die Frage dumm, wenn ich sie stelle: Kann ich weinen lernen?
Ich empfinde das Weinen für keine Frau für keinen Mann und schon gar nicht für ein Kind als eine Schwäche, ich glaube, die Menschen, die weinen können, sind ganz stark. Weinen kann das Herz reinigen und befreien, das wünsche ich mir für mein Herz auch.

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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
Da sind mene Erfahrungen aber ganz andere!
In meiner Familie (AT-frei) war's wohl besonders schlimm. Und die Familienmitglieder, die noch gehen, sind an Frömmigkeit nicht zu überbieten. Mein Ex wurde durch mich NAK. Das erste, was er gelernt hat war "als NAKi lässt man sich nicht scheiden. Egal, wie mistig sich der Partner verhält". Er hatte Pech, als das Maß mehr als voll war, bin ich trotzdem gegangen. Das war zwar ein Skandal, ich hab's aber irgendwie überlebt.
Einen Fernseher schaffte mein Vater (ein sehr "Lauer") erst an, als die Kinder aus dem Haus waren. Er ist inzwischen verstorben. Meine Mutter hat das Gerät zwar behalten, doch Samstagabend bleibt es aus, wegen der Vorbereitung auf den Sonntag. Lieber kaut man an den Nägeln und langweilt sich fast zu Tode.
Meine Bekannten aus AT-Familien konnten sich schon immer weit mehr erlauben, als ich. Der Kommentar zu Hause war led. "dann ist da was nicht in Ordnung. Nicht alle ATs sind Vorbild für uns!" usw.
LG
Engelchen

Engelchen, mit voller Absicht habe ich mir meinen Partner außerhalb der NAK gewählt, ich habe AT in der engsten Verwandtschaft, aber der Kontakt ist mehr als minimal geworden, ich gehe von mir aus nicht mehr auf sie zu. Ich habe keinen Bock auf die entsetzlich langen Tischgebete und zu hören, wer denn im letzten Gottesdienst schon wieder so unpassend angezogen oder friesiert war oder gänzlich gefehlt hat schon zum dritte oder vierten mal. Der Satz: "Ach ja, war der Gottesdienst nicht wieder einmal so herrlich"und ähnliche kamen jeden Sonntag sleep . Nur was der da vorne überhaupt gepredigt hat, wußte im Wortlaut keiner mehr. Ist ja dann auch egal, die Gemeinschaft und das gute Gefühl war da und das mußte reichen.
Mir ist oft der Mund offen stehen geblieben, wenn ich im privaten Rahmen den Wortschaatz der ach so frommen Amtsbrüder folgte, war oft schier zum Rot werden. Und am Altar immer so extrem religiös, vor dieser Falschheit habe ich mich oft geschüttelt. Was die da so predigten, kam aber nicht so recht in deren Privatleben an, jedenfalls nicht viel.
Ich hab schon als Kind gegen die NAK gemuckt und meine Eltern bzw. meine Mutter meinte oft, ich würde nicht in der Nachfolge stehen, ich wollte mich aber auch nicht in diese Formen pressen lassen. Engelchen, dein Ausdruck mistig gefällt mir, kenne ich gar nicht, trifft auf mich aber da sicherlich zu. Wink

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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

germany.gif
BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ich denke trotzdem, weinen hat einen Sinn und einen Grund muß es geben, daß die Natur das eingerichtet hat. Selbst wenn ich das Gefühl habe, ich will weinen, geht es nicht.
Warum hab ich genau dann das Gefühl, das Herz erfriert? Ich habe so im Kopf, wenn ich nur eine heiße Träne vergießen könnte, kann das Herz doch nur wärmer davon werden, oder ist das Unsinn? Ist die Frage dumm, wenn ich sie stelle: Kann ich weinen lernen?
Ich empfinde das Weinen für keine Frau für keinen Mann und schon gar nicht für ein Kind als eine Schwäche, ich glaube, die Menschen, die weinen können, sind ganz stark. Weinen kann das Herz reinigen und befreien, das wünsche ich mir für mein Herz auch.



Ob jemand schwach oder stark ist, würde ich ich auch nicht am Weinen fest machen. Auch andere Dinge sind von Natur gegeben, Weinen ist nur eins von vielen. Offensichtlich hat es die Natur einem mehr und einem weniger gegeben. Nicht alle Kinder weinen, wenn sie hinfallen, und wenn, dann unterschiedlich laut und lange. Nicht jeder hat oder kann alles, das ist aber völlig normal.
Du weinst "nach innen" und drückst das mit den Worten aus, dass das Herz einfriert. Das Gefühl ist das Gleiche.

Du hast ein wenig geschrieben, dass sich hinter deinem Wunsch , weinen zu können ganz andere wünsche verbergen (z.B. stark zu sein, ein warmes Herz zu bekommen) Ich versichere dir, dass es auch ohne Weinen geht. Es gibt meiner Beobachtung nach viele Menschen, die bei sehr schlimmen Erlebnissen nicht weinen. Als meine Schwester starb, flossen die ersten Tränen erst 1 1/4 Jahr später. Aber durch die Tränen wurde ich weder stärker noch wärmer. Da wusste ich bloß, dass das Schlimmste an Trauer überstanden war.

Ich kann das alles schwer in forumstaugliche Worte fassen, aber ich will dir eigentlich bloß sagen, dass du dich annehmen kannst, wie du bist. Es gibt andere Wege als das Weinen, mach deine Erwartungen, wie du sein willst nicht daran fest. Du weinst eben anders.

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Zuletzt bearbeitet von gug am 02 Dez 2010 11:55, insgesamt einmal bearbeitet
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lorenz
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Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Gegen ein "vereistes Herz" ist Weinen wahrscheinlich keine schlechte Medizin. Das heißt ja nicht, dass so jemand in Zukunft immerzu weinen muss! Aber manchmal muss man erst durch etwas durch, bevor man ans Licht kommen kann. Wer in einer Höhle gefangen ist, muss u. U. erst unter einem Felsen durch tauchen, bevor er ins Freie gelangt.

Medizinisch-psychologisch betrachtet ist es das limbische System im Hirn, das "unterkühlt" bzw. "gebremst" sein kann. Dann werden sowohl freudige als auch traurige Gefühle blockiert. Und wenn man das kurieren will, muss man beide Arten von Gefühlen zulassen! Mit dem Hass ist es so ähnlich: Nur wer hassen kann, kann auch lieben. Man kann nicht nur "gute" Gefühle zulassen und "schlechte" Gefühle blockieren. Das funktioniert nicht. Deshalb ist auch das neuapostolische Prinzip ("Alle so nett zueinander") eine kreuzdumme Sache. Es funktioniert so nicht. Es rächt sich irgendwann durch massive "Ausrutscher".

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Engelchen
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Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 01 Dez 2010 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann Eisblume's Gefühle gut nachvollziehen. Auch ich konnte einige Jahre nicht mehr weinen. Hatte immer das Gefühl, keine Tränen mehr zu haben. Als ich Jahre später das erste Mal wieder weinte, war das ein richtiger Tränenstrom. Da hatte ich den Eindruck, nun kommen alle ungeweinten Tränen gleich mit raus. Es dauerte ziemlich lange, bis die Tränen wieder versiegten. Seitdem weine ich in bestimmten Situationen ganz automatisch. Mit Herzenswärme oder -kälte hat das bei mir nichts zu tun. Tränen können sehr befreiend sein.
Wahrscheinlich weine ich, wenn ich mich tief verletzt fühle.
Es heißt zwar, Liebe und Hass liegen nah beieinander, doch ich glaube nicht, dass ich in meinem Leben schon mal gehasst habe. Dass ich tiefe Liebe empfinden kann, weiß ich sicher. Ich kenne Menschen, die abgrundtief hassen, das spiegelt sich in ihrem Gesicht wider. Solche Menschen sind m. E. zu bedauern. Sie schaden sich in erster Linie selbst mit ihrem Hass.
Trotzdem möchte ich nicht verallgemeinern. Jeder Mensch ist und empfindet anders.
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Eisblume
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Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

lorenz hat folgendes geschrieben:
Medizinisch-psychologisch betrachtet ist es das limbische System im Hirn, das "unterkühlt" bzw. "gebremst" sein kann. Dann werden sowohl freudige als auch traurige Gefühle blockiert. Und wenn man das kurieren will, muss man beide Arten von Gefühlen zulassen! Mit dem Hass ist es so ähnlich: Nur wer hassen kann, kann auch lieben. Man kann nicht nur "gute" Gefühle zulassen und "schlechte" Gefühle blockieren. Das funktioniert nicht. Deshalb ist auch das neuapostolische Prinzip ("Alle so nett zueinander") eine kreuzdumme Sache. Es funktioniert so nicht. Es rächt sich irgendwann durch massive "Ausrutscher".


Lorenz, seelische Unterkühlung ist keine Krankheit sag ich jetzt. Das unterkühlte, das trauriges und freudiges bremst, kann eine Theorie sein, daß beide Gefühle ausdrücken bremst. Ich nehme durchaus wahr, wann ich traurig oder wütend bin und wann ich mich freue, Lorenz, ich lache gerne, nur weinen kommt einfach nicht.
Beim Hass tendiere ich in Engelchens Richtung, woher weisst Du, daß nur wer hassen auch lieben kann? Heißt das etwa, wenn ich behaupte, ich hasse keinen Menschen, dann weiß ich nicht was Hass ist?
Ich habe hasserfüllte Menschen erlebt und will solche Gefühle in meinem Leben nicht haben und nicht zulassen. Der Hass soll ja nicht verwechselt werden mit Zorn, zornig und wütend kann jeder sein ganz ohne Probleme.

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lorenz
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Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Heißt das etwa, wenn ich behaupte, ich hasse keinen Menschen, dann weiß ich nicht was Hass ist?
Nein, es dreht sich ums Können, nicht ums Tun. Wenn keiner da ist zum Hassen, wenn alle nett sind, gibt es auch keinen Grund. Das kann sich aber ändern.

Ich sage mal: Leute, die immer so Note 3+ drauf sind und keinem böse sein können, können in der Regel auch nur "lau" lieben.

Zitat:
Ich habe hasserfüllte Menschen erlebt und will solche Gefühle in meinem Leben nicht haben und nicht zulassen.
Auch wenn er berechtigt ist? Warum nicht?
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Engelchen
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Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Auch wenn er berechtigt ist? Warum nicht?

Ich kenne da einen ganz speziellen Fall. Die Frau hasst seit über 20 Jahren mit ungeminderter Intensität und schadet sich tatsächlich nur selbst damit. Wer möchte mit so einem Menschen in Kontakt sein? Der Hass macht auch noch einsam und zerfrisst.
Wieso sollte es nicht reichen wütend zu sein, wenn's berechtigt ist? Warum unbedingt dieses Extrem "Hass"?
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

lorenz hat folgendes geschrieben:

Ich sage mal: Leute, die immer so Note 3+ drauf sind und keinem böse sein können, können in der Regel auch nur "lau" lieben.

Deine Sicht ist interessant, aber ich denke sie passt nicht. Nicht auf die meisten 'normalen' Menschen. Wer hasst, der hat ein Problem mit sich selbst.

Auf jemanden böse sein ist kein Hass, es ist meist normaler Zorn und vergeht wieder.
Erst wenn der Zorn nicht gehen kann, dann kann daraus der Hass regelrecht gezüchtet werden, das ist sehr übel. So weit muss es doch gar nicht kommen.
Wer meine Aufmerksamkeit nicht verdient hat, von dem ziehe ich mich zurück, nicht ohne gesagt zu haben, was mich an ihm oder ihr stört, da bin ich konsequent. Deshalb gibt es keinen Menschen, den oder an dem ich etwas hasse. Lorenz, das Verhalten habe ich erst lernen müssen, weil ich auch dem Harmoniezwang der Neuapostolen erlegen war. Das hat oft viel Kraft gekoset.
Engelchen es ist so, wer hasst, dem steht es im Gesicht geschrieben, dieser Mensch wird innerlich zerfressen und sich nie geliebt fühlen, während ein ganz normaler Zorn einfach verrauchen kann. Der Zorn kann einer Liebe nichts anhaben. Und Liebe kann ein hasserfüllter Mensch weder geben noch nehmen.

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Achte auf Deinen Charakter,er wird Dein Schicksal
Achte auf Dein Schicksal,indem Du jetzt auf Deine Gedanken achtest -unbekannt
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Engelchen
Foren-Queen


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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und Liebe kann ein hasserfüllter Mensch weder geben noch nehmen.

Ja, ganz genauso ist es! Daumen
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Carolus
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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

so ganz überzeugt bin ich nicht, Eisblume, Engelchen,

Liebe und Hass gehören zu den intensivsten Gefühlsregungen des Menschen.

Nicht umsonst die Redewendungen:

"Hass ist der Zwillingsbruder der Liebe"
"Wenn Liebe in Hass umschlägt"

Und schaue ich mir die Beiträge einiger Fories an:

Je intensiver die frühere NAK-Verbundenheit (Liebe) - desto intensiver die heutige Gegnerschaft (Hass)

Nur mal so .....
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Je intensiver die frühere NAK-Verbundenheit (Liebe) - desto intensiver die heutige Gegnerschaft (Hass)

Auch nur mal so:
Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein Geschwist (nicht AT!) viel intensiver "drin" war als ich (Lehrkraft). Natürlich war ich und bin ich heute noch manchmal, ziemlich wütend, vor allem auf mich selbst. Razz Hattest du jemals den Eindruck, ich würde HASSEN?
Und wenn ich einen Menschen sehr liebe und werde enttäuscht, das hab' ich auch schon erlebt, hassen kann und will ich niemals. In solch einem Fall empfinde ich Wehmut, Trauer, aber keinen Hass.
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Carolus
Kenner des Forums


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 921
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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen,

am Beispiel NAK warst Du NICHT gemeint. Ich meine, das hätte ich Dir auch schon früher geschrieben.
Du warst vielleicht gläubig NAK ... aber nicht fanatisch.
Vielleicht solltest Du Dir Deine (nak-fanatische) Mutter .... als "Aussteigerin" vorstellen ...


LG Carolus
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Carolus, ts, ts, ts
woher kennst denn du meine Mutter? Laughing
Kannst DU eigentlich hassen?
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gug
Foren-Queen


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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

@Carolus. Meine Gegenerschaft ist kein Hass!

Zitat:
"Hass ist der Zwillingsbruder der Liebe"
"Wenn Liebe in Hass umschlägt"


Ich meine, das wahre Liebe nie in Hass umschlagen kann, dann war es keine wahre Liebe, sondern Besitzdenken oder sonstwas.

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Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
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(John Lennon)
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Carolus
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 921
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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

gug,

auch Du warst mit dem NAK-Beispiel nicht gemeint.

Trotzdem meine ich, grenzenlose Enttäuschung führt zu Verbitterung, nicht enden wollender Wut ... dies bezeichne ich mit Hass.

LG Carolus
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Carolus hat folgendes geschrieben:
gug,

auch Du warst mit dem NAK-Beispiel nicht gemeint.

Trotzdem meine ich, grenzenlose Enttäuschung führt zu Verbitterung, nicht enden wollender Wut ... dies bezeichne ich mit Hass.

LG Carolus

Ich bin zwar nicht gug, trotzdem: Das möchte ich für mich nie erleben. Enttäuschungen gehören zum Leben. Gebe ich mich dann allerdings Verbitterung, Wut hin, schade ich mir nur selbst. Gut, wenn man sich das bei aller Enttäuschung noch klarmachen kann.
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Also wütend bin ich schon oft gewesen, das ist aber etwas anderes als Hass.
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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Carolus hat folgendes geschrieben:

Trotzdem meine ich, grenzenlose Enttäuschung führt zu Verbitterung, nicht enden wollender Wut ... dies bezeichne ich mit Hass.
LG Carolus


Carolus,
Hass entsteht ganz am Ende erst durch purem und reinstem Egoismus.
Bleiben wir bei Deinem Beispiel, dass der Hass der Zwillingsbruder der Liebe sein soll, nein das stimmt nicht.
Nein aus Liebe kann kein Hass werden, der hat einen anderen Ursprung.
Enttäuschte Liebe gibt es unzählige male jeden Tag auf der Welt.
Viele, aber nicht jeder Abgewiesene oder Verlassene wird dann zum Hasser.
Wer, wie Du sagst Carolus, aus grenzenloser Enttäuschung verbittert, unendlich wütend wird, der kann zum hassenden Menschen werden, der Grund dafür ist die verletzte Eitelkeit, oder aus Wut um den 'Besitzverlust', wie gug es schon gesagt hat, das grenzenlose Selbstmitleid und das eigene minimale Selbstwertgefühl kommt noch dazu und als krönender Abschluß dieses giftigen Cocktails dient der Charakter und die Erziehung.
Es gibt den Hass, zweifellos, ich sehe ihn aber ganz weit weg von der Liebe, beides sind sehr sehr tiefe Herzensangelegenheiten, gegen die Liebe ist der Mensch oft machtlos, gegen den Hass aber nicht, den muss niemand in sein Herz lassen.
Die Gegensätze sind wie bei Feuer und Eis
Engel und Teufel
Gott und Satan
Leben und Tod

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Eisblume
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.11.2010
Beiträge: 338

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Und da ist noch etwas, ich habe die NAK noch nie geliebt, dies kann nur bedeuten, daß ich sie jetzt auch nicht hasse.
Ich rege mich schon mal auf über das, was sie mit ihren Mitgliedern macht, mit ihren Seelen und ihren tiefsten inneren Ängsten.
Ich weiß noch so genau, als ich als kleines Mädchen einmal verspätet nachhause gekommen bin und meine Mutter war nicht da, auf der Stelle fiel es mir so siedendheiss durch sämtliche Glieder: Der Herr ist gekommen und hat mich zurückgelassen, weil ich nicht gehorsam und pünktlich war. Ich glaube, jeder hat ähnliche Erlebnisse schon gehabt, dieses Gefühl ist grauenvoll gewesen, ich bin fast ohnmächtig geworden vor Angst.
Das macht mich heute noch einigermaßen wütend, aber deshalb hasse ich die NAK nicht. Und ich bin auch durch solche Erlebnisse kein wenig braver gewesen Smile

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