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Il mio cuore. Am Ende!


 
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Was wird's tun, wenn Sie nun ... ALLE vor Ihn / Sie ...? ? ? :: Neu hier...  
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GuardianOfCloud
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.11.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 14 Nov 2010 23:06    Titel: Il mio cuore. Am Ende! Antworten mit Zitat



Ich habe nun schon seit einigen Monaten in diesem Forum und auf anderen Seiten gelesen, und habe mich bis jetzt noch nicht getraut, selbst was zu schreiben.
Ich will mich aber auch nicht mehr komplett zurück ziehen, und will meine Gedanken niederschreiben.

Ich bin ein 15 jähriges Mädchen seit meiner Geburt neuapostolisch. Komisch, oder? Mit 15 nervlich am Ende und keine Ahnung was man machen soll. Eigentlich sollte ich andere Probleme haben, in meinem Abschlussjahr.

Glücklich bin ich in der NAK kein bisschen. Das war ich in diesem Glauben noch nie.
Es war für mich immer ein Zwang, seit ich denken kann. Jede Woche 2-mal Kirche, Sonntagsschule Religionsunterricht, Chor, Kinder- und Jugendtage. Ich wusste gar nicht warum ich das alles überhaupt mitmachen musste.
Man hat alles Mögliche eingetrichtert bekommen, von den Namen der Amtsträger, über Gebote und Glaubensartikel bis zu Liedern (die ich im Übrigen noch nie leiden konnte).
Wenn ich einmal von Samstag auf Sonntag bei jemandem übernachten wollte gab es ein riesen Theater. Wenn ich es dann mal durfte, kamen sie mich morgens abholen.
Wehe ich hab gesagt ich hab keine Lust auf irgendwas in der Richtung.
Entweder wurde gesagt dass Gott auch immer für mich da ist, und dass ich auch für ihn da sein muss, und mir wurde damit ein schlechtes Gewissen gemacht. Oder es hieß, dass sie enttäuscht sind, und dass sie auch nichts mehr für mich tun wollen. Aber ich war doch noch ein Kind!
Ich habe mich konfirmieren lassen, ja, aber nur wegen dem Geld (auch wenn es hart klingt, aber ich denke jeder Jugendliche in meinem Alter ist glücklich mit jedem bisschen Geld).
Ich hab auch im ersten Moment gedacht, dass ich dadurch ein bisschen freier bin, aber eigentlich wusste ich, dass es nicht viel ändern wird. Ich habs ja bei meinem Bruder und vielen anderen gesehen. Aber im Grundgesetz steht doch schon, dass jeder Mensch Glaubensfreiheit hat. Ich finde es einfach nur Krank, wie man in dieser Sekte festgehalten wird. Und ja, ich sage bewusst Sekte. Man kommt rein, aber nur schwer wieder raus, zumindest ist es bei mir so.
Wenn ich jetzt zu meiner Familie gehen würde, und sagen würde, dass ich mich in ein Mädchen verliebt habe, dann würde eine Welt zusammen brechen, weil sowas einfach nicht geht.

Spätestens seit mein Vater weg ist, und ich ein paar unschöne Dinge in meiner späteren Kindheit erlebt habe, ist es bei mir noch schlimmer geworden. Ich bekomme Wutanfälle die ziemlich mies Enden. Ich hatte Probleme mit Selbstverletzung, und Probleme überhaupt mit mir selbst (und ich will jetzt auch nicht alles auf die NAK schieben, es gibt auch andere Gründe, die nicht erläutert werden müssen. Aber leider muss ich sagen, dass die NAK einen Großteil mit dran Schuld hat)

Das Traurige an der Sache? Ich bin 15, ich werde jetzt erst 16. Ich bin in meinem letzten Schuljahr und habe noch mein ganzes Leben vor mir. Und trotzdem weiß ich nicht wie es weiter gehen soll. Ich kann mit meiner Mutter nicht drüber reden, ich habe Angst vor ihrer Reaktion.
Ich bin froh, dass ich ein Hobby gefunden habe, das mich Glücklich macht. Und ich bin froh, dass ich Freunde gefunden habe, die zu 100% hinter mir stehen. Aber trotzdem weiß ich, dass es so nicht weiter gehen kann.

Ich habe mir den Namen GuardianOfCloud ausgesucht, da es mich mit meinen Freunden Verbindet. und ich mich auf unsere Projekte nächstes Jahr freue.
Ich wüsste gar nicht, was ich ohne sie tun würde ^^

Eure Nummer 18, GuardianOfCloud.
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

germany.gif
BeitragVerfasst am: 15 Nov 2010 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe(r) Nr. 18 - ist kürzer,

erst mal "Herzlich Willkommen" hier im Forum. Leider weiß ich nicht, ob Du ein Mädchen oder ein Junge bist.

Aber Du solltest Dich ganz dringend einem Psychologen oder einem Psychiater anvertrauen. Wenn es bei euch keinen Schulpsychologen gibt, dann nimm einfach Deine Krankenversicherungskarte und geh zu einem Psychiater.

Wenn Du nicht an Deine Karte herankommst, dann sage Deiner Mutter, dass Du psychische Hilfe benötigst, nötige sie dazu, mit Dir zu einem Arzt zu gehen. Wenn das nicht hilft, dann wende Dich an eine Lehrerin oder an einen Lehrer Deines Vertrauens.

Du brauchst Dich deswegen nicht zu schämen. Etliche hier im Forum haben ihre schlimmen Erfahrungen in der Kirche nicht allein aufarbeiten können. Etliche sind in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung, auch ich.

Vielleicht hat jemand hier aus dem Forum auch noch eine bessere Idee. Eigentlich hast Du ab der Konfirmation das Recht auf eine eigene Entscheidung bezüglich der Kirche. Aber ich weiß, dass von den Eltern oft Zwang angewandt wird.

Halte durch, Nr. 18!!!!

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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 15 Nov 2010 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo GuardianOfCloud!

Was soll man sagen? Es ist eine ganz typische Geschichte. Nicht nur für die NAK sondern für Kinder / Jugendliche in Sekten allgemein. Gestern abend kam ein Film über einen Aussteiger bei den Zeugen Jehovas. Ganz ähnlich! (Bei den "Zeugen" geht es vielleicht noch krasser zu.)
Mir ging es seinerzeit mit 15 ganz ähnlich wie dir heute. (Das ist jetzt schon e. paar Jahrzehnte her...)

Eine Sache könnte dir evtl. als Argument behilflich sein, wenn du deine Rechte durchsetzen willst:

(1.) Der 10. NAK-Glaubensartikel verpflichtet den Neuapostolen zu Gehorsam gegen die "weltliche Obrigkeit", also dazu, die Gesetze des Staates zu befolgen. Siehe ==> hier
(2.) Laut "Gesetz über die religiöse Kindererziehung" ist man mit 14 religionsmündig. D. h.: Spätestens ab da hast du das staatlich verbriefte Recht, selbst über deine Religionszugehörigkeit zu entscheiden! (S. Wikipedia: "Religionsmündigkeit".)
(3.) Ein gläubiger Neuapostole ist also dazu verpflichtet, seinen Kindern dieses ihm zustehende Recht zu gewährleisten, ohne Wenn und Aber!

Ich wünsche dir viel Kraft bei deinem Ausstieg, du bist jedenfalls nicht allein mit dieser Thematik! Was den Psychokram anbetrifft, hat Junia schon ein paar Dinge gesagt. Ich finde auch, du solltest eine Therapie machen. Dabei wird dir jeder halbwegs gescheite Therapeut eine wichtige Hilfe in deinem "Kampf" sein...

P. S.: Gehe ich richtig in der Annahme, dass dein oben erwähntes neues Hobby die Kunst ist? Cool

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/


Zuletzt bearbeitet von lorenz am 15 Nov 2010 13:39, insgesamt einmal bearbeitet
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GuardianOfCloud
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.11.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 15 Nov 2010 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die schnelle antwot, ihr beiden ^^

Das mit meiner Karte würde kein Problem sein, da ich sie immer bei mir trage. Und ja, ich war schon 2 mal bei meiner ärztin und habe mir Überweisung für den Psychologen geholt, habe es aber nie wirklich geschafft mir auch einen Termin zu holen.

achja.. ich bin ein Mädchen *auf einen der oberen Sätze deut* ^^

Ich weiß einfach nicht wie ich das alles angehen soll. Ich würde es ja auch gerne meiner Mutter sagenn, aber das wäre unmöglich. Dabei bin ich sonst ein ehrlicher und direkter Mensch, und sage immer was ich denke. Aber wehe ich deute meine Meinung gegen die NAK nur an.. dann wird diskutiert, und wenn diejenigen nicht mehr weiter wissen, heißt es immer "Du bist noch viel zu jung, du hast keine Anung und du musst noch mehr Erfahrungen sammeln".


und.. Kunst fällt auf jeden Fall unter dieses Hobby ^^

GuardianOfCloud
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

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BeitragVerfasst am: 15 Nov 2010 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

GuardianofCloud,
überwinde Dich und ruf bei der Psychologin an. Das ist wichtig für Dich. Meiner Ansicht nach hast Du Depressionen, die behandelt werden müssen, was kein Wunder ist, wenn man in der NAK dauernd bevormundet wird, weinn man keine Freizeit hat für eigene Initiativen und für eine eigene Entwicklung der Persönlichkeit. Wahrscheinlich hast Du nicht mal genug Zeit für Deine Hausaufgaben und zum Lernen.

Vielleicht kannst Du Dich Deiner Mutter anvertrauen ohne ihr zu sagen, dass Du die Gründe für Deine Nöte in der NAK vermutest. Lass sie sich einfach mal um Dich sorgen. Sage ihr, dass Du Depressionen hast und keine Lust mehr zum Leben und dass Du glaubst, zu einem Psychologen gehen zu müssen. Wenn sie fragen, was denn los sei und warum, dann sag, dass Du es nicht weißt. Dann schütte dem Psychologen Dein Herz aus. Vielleicht kann dieser Deinen Eltern klar machen, wie schädlich so ein Kirchzwang mit allem Drum und Dran ist und sein kann. Schließlich wird fast Deine gesamte Freizeit fremdreguliert. Das ist dann ganz normal, dass man krank davon wird, manche werden auch körperlich krank davon und wissen gar nicht, dass die Schuld daran liegt, dass sie sich nicht entfalten können, wenn sie nur fremdbestimmt leben können.

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Emil
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 74

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BeitragVerfasst am: 15 Nov 2010 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo GuardianofCloud


Zitat:
Ich bin 15, ich werde jetzt erst 16. Ich bin in meinem letzten Schuljahr und habe noch mein ganzes Leben vor mir. Und trotzdem weiß ich nicht wie es weiter gehen soll. Ich kann mit meiner Mutter nicht drüber reden, ich habe Angst vor ihrer Reaktion.
Ich bin froh, dass ich ein Hobby gefunden habe, das mich Glücklich macht. Und ich bin froh, dass ich Freunde gefunden habe, die zu 100% hinter mir stehen.


Du hast richtig erkannt, dass dein ganzes Leben vor dir liegt.

Vielleicht hast Du schon eine Idee was du werden möchtest.
Schreibe rechtzeitig schon Bewerbungen.
Oder mache ein Praktikum was dich interessieren könnte.
Ein Praktikum oder eine Lehre wird dir ganze neue Erfahrungen bringen und du lernst neue Leute kennen, die bestimmt nichts mit der NAK zu tun haben.

Ist doch toll , das du ein schönes Hobby hast und echte Freunde hast.

Kunst sit doch eine tolle Sache, wo ein Mensch seine Gefühle sinnvoll zeigen kann.
( Digital art, skin art, themes, wallpaper art, traditional art, photography)
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skywalker225
Großmeister


Anmeldungsdatum: 15.02.2010
Beiträge: 312
Wohnort: daheim

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BeitragVerfasst am: 16 Nov 2010 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube die wichtigsten Punkte, die Dir helfen Glück, Freude und Struktur in Dein Leben zu bringen, sind:

- Ein Ziel setzen (Berufsausbildung, Geld verdienen usw.)
- Viel und häufig mit Freunden austauschen über die eigenen psychischen Probleme, die Sorgen und die Ängste reden.
- Nicht mehr in die Kirche gehen. Einfach nicht mitgehen.

Am Anfang wird Deine Mutter Dir ein schlechtes Gewissen einreden und vielleicht schimpfen.
Dann wird Sie um Dich beten und hat Angst um Dein Seelenheil. Aber sie kann Dich ja schlecht zwingen und wird es irgendwann akzeptieren. Oder glaubst Du, sie bestraft dich mit Liebes-Entzug und schmeisst Dich raus?

Professionelle Hilfe ist natürlich das Beste, aber ich weiss wie schwer es ist, selbständig als junger Jugendlicher sowas in die Hand zu nehmen. Vielleicht kannst du Dich ja überwinden, einen Psycho-Doc aufzusuchen.

Und Deiner Mutter kannst du ruhig mal Angst machen und sie schocken, so dass bei ihr alle Alarmglocken angehen.

Erzähl ihr einfach, dass Du total depressiv bist und an schlechten Tagen hast du manchmal Selbstmordgedanken (selbst wenn es nicht stimmt, kannst Du ihr das ruhig mal sagen).

Wenn sie dann nichts unternimmt...

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Möge die Macht mit Euch sein!
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 16 Nov 2010 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

@ GuardianofCloud:
Eins noch: Je früher man eine Psychotherapie anfängt, desto besser sind die Chancen, seine "Macken" komplett los zu werden. Das ist ein Zusammenhang, der statistisch erwiesen ist. Eine Ex-Kollegin war als Kind in Psychotherapie. Die ist danach so was von toll herausgekommen, heute ein regelrechtes Bollwerk von Stabilität und Lebensfreude...

Irgendwas sagt mir, dass du gute Karten hast. Cool

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Tilfred
Meister


Anmeldungsdatum: 11.05.2010
Beiträge: 197
Wohnort: Karlsruhe

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BeitragVerfasst am: 16 Nov 2010 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Von mir auch ein herzliches Willkommen.

Ich kann Dir auch nur raten so früh wie möglich zum Arzt zu gehen. Heute ist diese Medizin viel weiter als ich in ungefähr deinem Alter diese vielleicht ähnliche Probleme hatte. Bei mir hat man mir erst nachdem ich ca 15 Jahre rumgerannt bin gesagt was ich habe. Bei mir war das schlicht Angst.

Mit 20 war ich das erste mal länger in der Klinik. Psychatrie, Neurologie das war fast alles was es in die Richtung gab. Heute ist das alles viel spezieller. Wenn eines deiner Probleme Selbstverletzung ist dann gibt es heute eine Menge Speziallisten dafür. Auch hast Du heute mehr die Möglichkeit da ohne schlechtes Gewißen hinzugehn.

Mach das so früh wie möglich. Selbst dein Hausarzt kennt Adressen solcher Speziallisten.
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GuardianOfCloud
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.11.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 16 Nov 2010 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen dank für die lieben Antworten. (=

Ich versuch jetzt mal auf einige Ideen insgesamt ein zu gehen. Kann sein, dass ich was vergessen werde :'D

Ich habe mich mitlerweile auch für den Psychologen entschieden. Ich habe Hilfe gehabt, und werde bald anfangen rum zu telefonieren.
Meiner Mutter kann ich so etwas leider nicht sagen, sie selbst leidet unter Depressionen. Ich weiß noch als ich mit einer Liste vom Arzt kam, und es meiner Mutter erzählt habe, also dass es mir immernoch nicht besser ging. Sie hat mich angemeckert, was mir einfallen würde, dass ich ja wohl keine Probleme hätte und dass ich das alles ruhig alleine machen könnte. Danach hatte ich keinen Mut mehr gehabt irgendwo an zu rufen und habe die Liste weggeschmissen. Deswegen will ich auch nicht mehr zu meiner Hausärztin. Ich bin ziemlich schüchtern, wenns um Fremde Menschen geht, und das erste Mal als ich dort hingegangen bin war schon eine riesen Überwindung.

Ja, ich habe schon grobe Zukunftspläne. Habe schon meine Ersten Bewerbungen fertig und Arbeite auch momentan viel für die Schule. Und damit, habe ich glücklicherweise keine Probleme, weil ich für Schule genug Zeit habe und auch Nutze.. und weil auch mein Bruder hinter mir steht und mir hilft.

Ja, Kunst ist etwas tolles, was mir auch momentan viel hilft.
Um es etwas klarer zu machen. Mein Hobby ist Cosplay, und ich Fotografiere für mein Leben gern.. ich zeichne auch viel ^^

Am Ende vom Monat kommt mich mein Vater besuchen. Worauf ich mich auch freue (nicht nur wegen der neuen Kamera xD). Aber ich denke, ich werde mit ihm auch mal drüber reden. Denn er ist, was das ganze mit der nak angeht, viel lockerer.
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

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BeitragVerfasst am: 16 Nov 2010 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe GuardianofCloud,

Eigenartig, wie viel Neuapostolische Depressionen haben und andere psychische Störungen. Vielleicht sind bei Deiner Mutter die Depressionen auch nak-bedingt. Mein Mann war Priester, er ist seit einem Jahr in der Psychiatrie wegen Depressionen. Bei ihm schlagen die Medikamente nicht an.

Meine eigenen Medikamente wirken sehr gut. Vor allem kann ich gut schlafen, wenn ich sie nehme. Das tut mir gut. Vorher hatte ich Schlafprobleme.

Ich hab auch eine 16jährige Tochter. Ich kann die Reaktion Deiner Mutter überhaupt nicht verstehen. Und ich würde mir in jedem Fall wünschen, dass sie unter allen Umständen zu mir käme, wenn sie irgend ein Problem hätte, sei es Mobbing oder was. Und ich hab das meiner Tochter auch des öfteren gesagt. Zum Glück ist meine jüngste Tochter, also die 16jährige nicht mit Kirche belastet, da ich ja selbst nicht mehr gehe. Sie wollte auch nicht konfirmiert werden, auch nicht wegen des Geldes.

Ich wünsche sehr, dass Du es schaffst, Dich irgendwie zu befreien und dass Du jemanden findest, der Dir dabei zur Seite steht. Gib nicht auf!

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MATS
Newcomer


Anmeldungsdatum: 26.11.2010
Beiträge: 5

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BeitragVerfasst am: 26 Nov 2010 2:51    Titel: einfach aussteigen Antworten mit Zitat

Hallo Liebe GuardianOfCloud,

Ich bin erst seit heute neu auf diesem Forum, und habe grade deine Geschichte gelesen.

Komisch ist dass ich 43 bin, und auch in meiner Jugend die gleichen Gefühle und Probleme hatte wie du es jetzt leider erfahren musst.

Es tut mir einfach weh wenn ich dies höre, was diese Sch... Sekte mit Menschen macht. Also immer noch, schon seit vielen Jahren.

Ich habe selbst eine Tochter von 13, und bin so froh dass meine Kinder dies nie mitmachen müssen!

Ich stehe ganz auf deiner Seite, und würde dir gerne den Rat geben um einfach nicht mehr zur Kirche zu gehen. Glaub mir,en kann gut sein dass die Depressionen deiner Mutter auch durch die NAK kommen. Einfach los lassen, frag einfach Mal deine Mutter wie sie da drüber denkt.

Und Psychologische Begleitung ist einfach OK. Ich gehe auch regelmässig zum Psychologen, und es hilft. Ich habe mich immer geschämt um zum Psychologen zu gehen, aber vor 5 Jahren hatte ich ein total Burnout, und seit dem wurde mir diese Hilfe angeboten.Ich hätte die wirklich viel eher annehmen müssen.

Cool ist auch dein Hobby und deine Pläne. Habe ich in meiner Jugend auch gemacht, und es hat mier geholfen. Ein weiteres pluspunkt ist wenn du dein Hobby und deinen Plahn als Fokus nimmst,dann wird es doppelt so stark hinhauen, weil du von dem einzigen was dich wirklich fest hält (also die NAK) ja so schnell wie moeglich weggehen willst.

Ganz viel Erfolg mit allem, und lass mal hören wie alles läuft. Und wenn du Lust hast zum plaudern,schick mir eine PB,no Problem.

Machs gut!
Mats
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 26 Nov 2010 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

GuardianOfCloud hat folgendes geschrieben:
Mein Hobby ist Cosplay, und ich Fotografiere für mein Leben gern.. ich zeichne auch viel ^^

==> Cosplay
Wieder was dazu gelernt!

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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 26 Nov 2010 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Nr. 18 und MATS! Herzlich willkommen!

Ich bin gerade dabei das Buch "Sie haben es doch so gut gemeint" von Josef Giger-Bütler, zu lesen

Es geht u.a. dabei darum, wie die Depressionen von den überforderten Eltern auf überforderte Kinder übergehen. Überforderung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sie nicht ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen, dass sie funktionieren müssen und gegen ihren Willen, den Eltern oder Institutionen wie Schule u.s.w. zuliebe , irgendwelche Dinge machen müssen, die den wirklichen Bedürfnissen entgegenstehen. Auch in "heilen" Familien. Die meisten sagen sogar, dass sie eine gute Kindheit hatten!Man verlernt dabei systematisch, die eigenen Bedürfnisse überhaupt zu spüren, ist auch später als Erwachsener sehr angepasst und fleißig, aber in Wirklichkeit macht man weiter, obwohl man eigentlich nicht mehr kann, mitunter bis zum Zusammenbruch. Man hat keine Sorgfalt und kein Gespür für sich und fühlt sich auch verlassen.

Es geht auch darum, warum man sein Verhalten nicht ändern kann, selbst falls man merken sollte, dass man irgendwas nicht in den Griff bekommt. (Das ist so! Egal, wie schlau man ist! Denn man hat keine anderen Verhaltensmuster zur Verfügung)

Ich habe mir das Buch wegen jemand anderem ausgeliehen und weil mich das Thema interessiert. War entsetzt, dass aber in Wirklichkeit auf mich zutrifft. Ich hätte immer abgestritten, Depressionen zu haben, hätte nur gesagt, ich fühle mich permanent überfordert.

Was man sich selber alles antut! Wie wenig man auf sich selber achtet!
Ich bin sicher, das es mit meiner Erziehung in einer Sekte und dazu noch die Erziehung als Mädchen eine Menge zu tun hat!

Ich würde jedem empfehlen, sich nicht länger allein damit rumzuquälen, denn je länger man das macht, um so schwerer sind die Wunden, die man dadurch bekommt, dass man allein gelassen wird mit den unerfüllbaren Forderungen.

Die meisten Depressiven übrigens streiten ab, depressiv zu sein, wenn sie nicht schon am Ende der Entwicklung sind. die denken, man muss sich nur ein bisschen zusmmenreißen, dann wird´s schon.

Für kurze Zeiten mit Problemen (Krankheit, Liebeskummer, Tod eines Angehörigen...) natürlich völlig ok, aber als Lebensstrategie über lange Zeiten untauglich!


lange Rede-kurzer Sinn: Nr. 18, kümmere dich um dich, wie du dich um deinen beten Freund kümmern würdest, und gehe zu einem Psychologen.

_________________
Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
No Hell below us
Above us only sky.

(John Lennon)
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 26 Nov 2010 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
dass sie funktionieren müssen und gegen ihren Willen, den Eltern oder Institutionen wie Schule u.s.w. zuliebe , irgendwelche Dinge machen müssen, die den wirklichen Bedürfnissen entgegenstehen. Auch in "heilen" Familien. Die meisten sagen sogar, dass sie eine gute Kindheit hatten!Man verlernt dabei systematisch, die eigenen Bedürfnisse überhaupt zu spüren, ist auch später als Erwachsener sehr angepasst und fleißig, aber in Wirklichkeit macht man weiter, obwohl man eigentlich nicht mehr kann, mitunter bis zum Zusammenbruch. Man hat keine Sorgfalt und kein Gespür für sich und fühlt sich auch verlassen.

Das kann ich gut nachvollziehen!! Verdammt nochmal!!

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Lona
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 461

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BeitragVerfasst am: 29 Nov 2010 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo GuardianOfCloud,

vielleicht magst Du mal gucken, ob es bei Dir in der Umgebung eine Sektenberatungsstelle gibt. Ich habe dort gute Erfahrungen gemacht und meinen ganzen NAK-bezogenen Frust, die Ängste und Enttäuschungen abladen und gemeinsam mit einem einfühlsamen Berater betrachten können.

Und in Bezug auf Psychotherapeuten und Fachärzte für Psychiatrie: In dem Bereich gibt es richtig gute Fachleute, die wirklich hilfreich sein können. Es gibt dort aber auch Pappnasen. Solltest Du an eine solche geraten, lass Dich davon nicht frustrieren und such Dir jemand Anderen. Mit einem guten Therapeuten kannst Du lernen, mit all den Schwierigkeiten, die Dich belasten, besser umzugehen, z.B. auch den Umgang mit Deinen NAK-gläubigen Familienmitgliedern für Dich angenehmer zu gestalten.

Ich finde es toll, dass Du gute Freunde hast, zu denen Du kommen kannst, wenn es Dir schlechtgeht. Nutz das. Auch wenn zuhause grad alles nervt.

Alles Liebe Dir Smile

Lona

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GuardianOfCloud
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.11.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2010 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo (=

nochmal danke für die lieben, neuen Antworten ^^

Seit dem letzten mal, als ich hier online war, hat sich einiges getan.
Ich habe mit meiiner Mutter gesprochen.. hab es ihr versucht so gut wie möglich zu erklären. Ich hab einfach keinen Sinn mehr drin gesehen, das alles noch so mit zu machen. Sogar meine Oma, die ja wohl schon viel länger neuapostolisch ist, hat mich in den Arm genommen und gesagt, dass ich mit meiner Mutter reden soll.

Aber sie hat genau so reagiert, wie ich es mir gedacht hatte.
Sie hat Tage lang nicht mehr mit mir geredet, und mich nicht mal angeschaut. So lange bis ich nachgegeben habe und gesagt hab, dass ich weiterhin in die Kirche gehen werde. ABER nur wenn ICH WILL und nur um IHR einen Gefallen zu tun, da es mir nichts bedeutet.
Letzten Mittwoch habe ich wegen einem Vortrag, den ich Vorbereiten musste, die Kirche ausfallen lassen. Nächste Woche Samstag kommen Freunde von Samstag auf Sonntag hier her, und übernachten hier. Und vom 18. auf den 19. darf ich bei Freunden übernachten, ohne Sonntags in die Kirche zu müssen. Ich konnte sogar einen Aposteldienst ausfallen lassen, als ich meinte, dass ich keine Lust darauf habe.
Ich muss auf Conventions Sonntags dann auch nicht mehr in die Kirche, werde auch nicht mehr jeden Tag gefragt ob ich nicht in den Chor will, oder mit der Jugend mit.
Ich fühle mich auf jeden Fall ein Stück freier. Meine Freunde unterstützen mich momentan sehr, und ich werde mir auch bald Proffesionelle Hilfe holen.
Mal schauen was noch passiert^^

glg, GuardianOfCloud

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"Lelouch...Do you know why the snow is white?...Because it forgot what colour it was"
- by C.C. (Code Geass)
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 03 Dez 2010 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

GuardianofCloud, eins noch: Du bist ja noch nicht lange aus der Pubertät raus. Solche Symptome wie depressive Verstimmung, Magersucht (oder allg. Essstörungen) und selbstverletzendes Verhalten sind klassische Symptome der Hormonumstellung, die da stattfindet. Ich sehe das gerade wieder bei der Tochter eines alten Bekannten.
Die gute Nachricht ist: Wenn sich das mit den Hormonen stabilisiert hat, verlieren diese Symptome automatisch an Wucht. Kontaktiere aber trotzdem einen Psychotherapeuten. Du sollst nicht unnötig leiden!

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Lona
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 461

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BeitragVerfasst am: 03 Dez 2010 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo GuardianOfCloud,

schön, dass es jemanden in Deiner Familie gibt, der mehr auf sein Herz als auf die Kirchendoktrin hören kann. Ich habe von meinem (alten) Opa letztlich auch Verständnis bekommen. Das tat mir sehr gut. Deine Mutter scheint ja tief im NAK-Sumpf zu sitzen, wenn sie so reagiert. Vielleicht fühlt sie sich persönlich angegriffen oder verletzt. Das ist allerdings sehr deplatziert, wenn ein Kind seiner Mutter sagt, dass es das tun will, was für es gut ist. Na ja, vielleicht braucht sie Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Aus den ersten Gottesdiensten, in die man nicht mehr geht, werden schnell mehr.

Ich glaube, wenn ich tatsächlich nur meiner Mutter zuliebe in einen Gottesdienst gehen würde, würde ich es in Deinem Fall jedes einzelne Mal überdeutlich machen, dass ich es lediglich tue, weil ihr das gefällt. Ich finde, dass sie das sehr deutlich merken sollte.

Bei Dir klingt alles nach Entwicklung. Das hört sich gut an! Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei! Smile

Liebe Grüße

Lona

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Forenprofi


Anmeldungsdatum: 19.10.2010
Beiträge: 86

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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2010 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Lona schrieb:
Zitat:
vielleicht magst Du mal gucken, ob es bei Dir in der Umgebung eine Sektenberatungsstelle gibt. Ich habe dort gute Erfahrungen gemacht und meinen ganzen NAK-bezogenen Frust, die Ängste und Enttäuschungen abladen und gemeinsam mit einem einfühlsamen Berater betrachten können.


Hallo Lona, ich habe das auch versucht per Mail - wurde aber an den hiesigen ev. Pfarrer verwiesen. Zu dem habe ich kein Vertrauen.
Wie und wo kann man ein solches Beratungsgespräch bekommen?

Danke und Gruß
Line
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GuardianOfCloud
Newcomer


Anmeldungsdatum: 14.11.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 09 Dez 2010 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Allgemein ist es auch viel besser geworden, seitdem ich umgezogen bin und in ein anderes Umfeld gekommen bin (in dem ich mich 10000x wohler fühle ^^)

Ja, ich bin auch froh jemanden wie meine Oma zu haben. Sie denkt in erster Linie an mich, als Mensch, wie es mir geht. Sie hört mir auch bei allem zu. Gut natürlich kommen dann Sätze wie "ich bete trotzdem für dich" aber in ihrem Fall hör ich so etwas gerne, da ich weiß, sie will nur mein Bestes ^^

Und ich habe mitlerweile auch gemerkt, dass ich meine Mutter jetzt mehr oder weniger in der Hand habe. Wenn ich jetzt sage, dass ich zu Hause bleiben will, traut sie sich garnicht mehr zu widersprechen, da sie Angst hat, ich würde mich noch mehr unter Druck gesetzt fühlen. Natürlich spricht sie es immer wieder an und versucht mich zu Jugendstunden zu schicken und in den Chor zu stecken, aber es hält sich momentan wirklich in Grenzen ^^
Ich denke einfach, dass sie total Geblendet ist. Selbst wenn man es versuchen würde zu erklären, würde sie es niemals verstehen.

glg :3

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pourquoi_pas
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 274

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BeitragVerfasst am: 10 Dez 2010 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo GuardianOfCloud,

als allererstes möchte ich dir dazu gratulieren, dass du nicht zu den vielen armen Seelen gehörst, denen die NAK den Kopf verdreht hat.
Gleichzeitig verstehe ich dich voll und ganz, vor allem deine Angst vor einem Austritt und den Folgen davor. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, was du berichtest, das war bei mir ein sehr ähnliches Bild zuhause. Ich muss ganz ehrlich sein, wäre mein Freund damals nicht mit mir gemeinsam ausgetreten, dann hätte ich es mich wohl nicht getraut. So wusste ich, dass ich im schlimmsten Falle wenigstens noch meinen Freund hätte, der zu mir steht (was ja bei dir sicher auch auf deine Freunde zutrifft).

Ich kann dir nur eins raten: bereite deine Eltern laaaangsam darauf vor, dann ist der Schock am Ende nicht ganz so groß und das steigert die Chancen, dass deine Eltern Verständnis zeigen und euer Verhältnis auch nach einem eventuellen Ausstieg (oder auch einfach nur dem Fernbleiben) gut bleibt.

Ich wünsche dir viel Glück, viel Mut und vor allem viiiel Durchhaltevermögen!! Du schaffst das!!

Herzlichst,
Pourqoui_pas

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Hör wie es lebt, wie es lacht, wie es weint."

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