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6 Jahre draußen und noch nicht überwunden.

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Wer oder was bin ich? - Neuzugang! :: Damals...  
Autor Nachricht
Mephi
Newcomer


Anmeldungsdatum: 01.07.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 22:52    Titel: 6 Jahre draußen und noch nicht überwunden. Antworten mit Zitat



Hallo liebe Forumsmitglieder,

Ich bin 24 Jahre alt und habe mich jetzt dazu entschlossen mich euch mitzuteilen.
Ich gehe seit meinem 18. Lebensjahr nicht mehr in die nak. Ich bin in diese Sekte (mittlerweile kann ich diesen Begriff ohne Schuldgefühle verwenden) reingeboren worden.

Meine Eltern sind sehr religöse Nakler, die alles von oben wie einen Schwamm aufgesaugt haben und mich dementsprechend erzogen haben.

In meiner frühen Kindheit gaben mir die Versprechungen in der nak tatsächlich eine Sicherheit. Ich fühlte mich unsterblich. Früh erkannte ich aber dann, dass diese Sicherheit an Bedingungen geknüpft sind: Man sollte gern in einen Gottesdienst gehen, damals noch zweimal sonntags, unter der Woche musste ich erst nach der Konfirmation gehen. Es soll einem eine Freude sein sich am Kinderchor und im Flötenchor zu beteiligen, sowie ein Instrument zu erlernen, welches man in der Kirche einsetzen kann.
Tatsächlich mochte ich diese Dinge aber nicht und so kamen immer mehr Schuldgefühle in mir auf. Auch konnte ich mich nie im normalen Gottesdienst konzentrieren und war in Gedanken abgelenkt (Ich denke bei den langweiligen Reden ist das auch normal). War ja nicht so schlimm man wurde ja genug in dem Kindergottesdienst indoktriniert. Als Kind aber dachte ich, ich würde sündigen. Meine Eltern fragten mich auch immer nach dem Gottesdienst was ich behalten habe. Das war immer sehr unangenehm für mich, da ich ja nicht aufgepasst hab und nicht aufpassen konnte, wie sehr ich es auch versuchte.
Morgens und abends hab ich gebetet. Ich hatte immer Angst, dass ich etwas vergessen hätte und deshalb was Schlimmes passieren könnte. Da konnte es schon passieren, dass ich dreimal oder öfters das Gleiche gebetet habe nur damit ich ja nichts vergessen habe.
Vor Entschlafenengottesdiensten betete ich sogar für Menschen, die vor meiner Geburt gestorben sind. Ich betete sogar bis ich 20 Jahre alt war und zwei Jahre lang nicht mehr in die Kirche ging. Das Beten war wohl ein Tick von mir, aber hatte nichts Beruhigendes, wenn ich es tat, nur Bedrohliches, wenn ich es nicht machte. Heute bin ich diesen Tick zum Glück los.

Die Verbote wie Verkleidungsverbote zu Fasching, keine Kino- und Stadionbesuche gabs auch noch in meiner Kindheit bis ich etwa 10 Jahre alt war. Dann waren sie auf einmal verschwunden. Warum eigentlich? Eine Erklärung, warum sie auf einmal weg waren gab es nicht. Und meine Eltern hätten es ja auch nicht erklären können. Eine Erklärung braucht man ja auch nicht, wenn man blind glaubt. In einen Verein durfte ich aber nach wie vor nicht. Als ich mir meine Gedanken machte „Was wäre, wenn es nicht wahr wäre?“ kamen neue Probleme. Denn vor diesen Gedanken hatte man uns ja schon die ganze Kindheit gewarnt. Und diese Gedanken waren ja Sünde. Doch wer kann seine Gedanken schon kontrollieren. Mein Fundament wurde nach und nach brüchiger. Natürlich hatte man auch niemanden mit dem man hätte Reden können. Mit den Eltern selbstverständlich nicht und vor nicht naklern musste man ja erzählen wie gern man das Alles macht, ausserdem schämte man sich nakler zu sein. Die ganze Kindheit war eine einzige Überforderung. Ich fühlte mich in der Kirche eigentlich nie wohl, aber ab 14 fühlte ich immer wieder einen richtigen Hass in mir aufsteigen, wenn ich in der Kirche saß. Natürlich mit einem anschließenden Schuldgefühl. Ab da sollte ich ja auch jeden Donnerstag in die Kirche gehen. Und dann noch die Jugend, da merkte ich erstmal was die angebliche Elite wirklich ist, nämlich hauptsächlich irgendwelche grinsende heuchlerische Egomanen (trifft natürlich nicht auf alle zu). Kurz gesagt: ich wollte da keinen Ansschluss finden, vielleicht aber auch weil ich unterbewusst schon mit der nak abgeschlossen hatte. Sonntags war zum Glück nur noch morgens Kirche. Aber ich merkte, dass ich dort nicht mehr hingehen wollte, bzw. nicht mehr hingehen konnte. Ab dem 16. Lebensjahr soff ich mich jeden Samstag ins Koma, so dass ich gar nicht aufstehen konnte als mich meine Eltern zu wecken versuchten. Donnerstags war ich meistens „krank“. Die Panikschreie meiner Eltern, dass sie Angst um mein Seelenheil haben waren immer furchtbar. Also überlegte ich über ein Jahr wie ich es sagen sollte, dass ich nicht mehr in diese Kirche gehen will. Und als ich 17 war traute ich mich endlich. Lange dauerte dieses Gespräch nicht, denn meine Mutter gab mir zu verstehen, dass ihr Herz dabei brechen würde. Da ich eigentlich nie gelernt hab meine Interessen durchzusetzen gab ich es auf, wollte ich ja auch nicht meine Eltern verletzen. Dann lieber mir selbst jeden Gottesdienst das Messer tiefer in den Magen rammen. Verzweifelt stellte ich fest, dass ich wohl niemals aus diesem Gefängnis ausbrechen könne. Und meine Eltern dachten wohl, dass ich irgendwann meine Zweifel aufgeben würde.
Ich trank auf jeden Fall immer mehr Alkohol und eines sonntags als meine Eltern mich wieder mal nicht wecken konnten hörte ich wie meine Mutter zu meinem Vater sagte, dass sie mich in Zukunft nicht mehr wecken würde. Seitdem musste ich nicht mehr in die Kirche gehen.

Ich hab das Ganze noch nicht überwunden. Heute hab ich immer noch sehr viele Ängste, Depressionen, Panikattacken, einen furchtbaren Hass auf mich selbst und Probleme meine Interessen durchzusetzen. Auch hatte ich noch nie eine Freundin, da ich mich nicht getraue Frauen anzusprechen.
Ich glaub ich hab die nak noch lange nicht überwunden. Man wurde ja auch jahrelang und in der wichtigsten Phase seines Lebens vergiftet.

Man könnte noch sehr viel mehr erzählen, aber ich denke damit sollte es zunächst genug sein.

Liebe Grüße, Mephi
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Jeremia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 28.08.2007
Beiträge: 476

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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2010 5:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mephi,
erst mal Herzlich Willkommen,vielen Dank für dein Beitrag,der bestätigt,so wie es bei vielen gewesen war.
Als ich noch in der NAk war,gab es eine Gemeinde,da durfte ich gar nichts machen.
Ich durfte keine andere Kirche besuchen und als ich das tat,wurde ich von dem Vorsteher aggressiv angesprochen:"Du sollst dir keine anderen Brunnen bauen!"

Schlimm ist es ja,wenn man da hineingeboren wurde und die Eltern TreuNakis sind.Meine Eltern waren zum Glück nicht neuapostolisch.
Daher sprachen die ATs wenig oder kaum mit meinen Eltern,weil sie ja in Augen der NAK keine Gotteskinder sind (was blöder Unsinn der NAK ist).

Freunde hatte ich in der NAK auch nicht.Und auch niemand,der mir Trost gab,wie man es eigentlich von einer Wohlfühlgemeinde erwartet.
Ich hattte auch sehr viel Ärger mit denen die sich da Apostel nennen.
Sie nahmen die ATs regelrecht in Schutz.

Zitat:"Und dann noch die Jugend, da merkte ich erstmal was die angebliche Elite wirklich ist, nämlich hauptsächlich irgendwelche grinsende heuchlerische Egomanen!"

Von dieser Gruppe wurde ich regelrecht ignoriert.Ich durfte nirgendwo dabei sein,wobei zig Ältere und Senioren zu JuGos eingeladen wurden.
Auch da auf diese Frage,warum die und nicht ich,gab es keine Antwort.
Oder,ich wollte helfen,Orgel zu spielen also vertreten,ich stellte mich zur Verfügung,doch der zuständige Vorsteher meinte:"Kommt Zeit kommt Rat!"Was so viel heissen soll wie:Abgelehnt.

Das mit den Panikattacken,Depressionen u.s.w. kenne ich auch.
Im Moment ist es nur eine Riesenwut,auf die NAK.
Die NAK läd nur DUMME zu sich ein und die dürfen sich auch einbringen.
Es fällt einem schnell auf,daß die NAK nur hinter solchen Dummen hinterher ist.
Normale,sage ich mal,wird man in der NAK nicht finden.

Wie du merkst,habe ich den Verein auch noch nicht so überwunden.
Ein kleiner Einblick von mir.

Und nochmals herzlich Willkommen.

LG
Jeremia
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2010 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Mephi, herzlich willkommen hier im Forum.

Es wird bestimmt noch eine lange Zeit brauchen, bis du in dem Kokon, den sie um dich gewoben haben, den Menschen findest, der du wirklich bist. Von der Raupe zum Schmetterling.

Nimm dazu jede Hilfe an, die du kriegen kannst, bloß nicht von den Religionen, du hast schon zu viel davon bekommen.

Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels.

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Above us only sky.

(John Lennon)
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2010 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Mephi, herzliche Willkommen hier und DANKE für deinen ehrlichen Bericht.

Du bist noch so jung und hast doch die ganze Palette durchgemacht..

Da soll noch mal einer von denen da sagen: Heute ist doch alles anders und mitleidig gönnerisch lächeln...!!!!! Evil or Very Mad

trösten

LG
Lily
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 02 Jul 2010 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mephi, vieles an deiner Geschichte kommt mir verflucht bekannt vor! Das ist zwar > 40 Jahre her, aber die Ablösung von der Sekte plus panische Reaktionen der Eltern: Das war ungefähr vom selben Kaliber.

Es klingt zwar ein wenig albern zu sagen: "Aber du bist ja noch jung!" Aber es stimmt auch. Also hab Geduld mit dir selbst, du bist auf jeden Fall auf einem goldrichtigen Weg! Daumen

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Mephi
Newcomer


Anmeldungsdatum: 01.07.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und vielen Dank für eure Antworten und die Willkommensgrüße,

jeremia schrieb:
Zitat:
Die NAK läd nur DUMME zu sich ein und die dürfen sich auch einbringen.
Es fällt einem schnell auf,daß die NAK nur hinter solchen Dummen hinterher ist.
Normale,sage ich mal,wird man in der NAK nicht finden.


Ich denke auch, dass es das Ziel ist die Leute dumm zu halten. Schließlich kann der Gedanke ja Sünde sein. Ich denke aber auch, dass es viele so geht wie mir damals, sich ihre Gedanken machen und unter der Sekte leiden, sich aber nicht trauen das Gefängnis zu verlassen.
Man spannt sie dann in die Jugend, Chor Orchester,... ein, sprich man stehlt ihnen die komplette Freizeit, so dass sich die noch vorhandenen Freunde ausserhalb der nak von einem abwenden. Wenn man dann nur noch in der nak soziale Kontakte hat, hat man Angst vor der Einsamkeit und verlässt die nak nicht. Die nak hat ihr Ziel erreicht. Vermutlich werden dann die eigenen Kinder noch genauso erzogen. Ein Teufelskreis.

gug schrieb:
Zitat:
Nimm dazu jede Hilfe an, die du kriegen kannst, bloß nicht von den Religionen, du hast schon zu viel davon bekommen.


Von Religionen lass ich mich nicht mehr ködern. In sofern bin ich wenigstens auf diesem Gebiet geheilt. Ich bekomme durch das Lesen hier im Forum schon sehr große Hilfe. Es ist schon erstaunlich wie viele unter der nak zu leiden hatten und die Leidenswege auch immer ähnlich verlaufen sind. Man denkt ja man sei der einzige mit diesen kritischen Gedanken.
Ich denke dass ist auch eine Strategie der nak, dass man sich selber noch schuldhafter fühlt, denn die anderen haben ja auch den blinden Gehorsam. Wie viele sich da aber verstellen, möchte ich gerne mal wissen. Ein aktiver nakler und Diakon sagte mal nach meinem Ausstieg zu mir, dass er es bewundere, dass ich ausgetreten bin. Er selbst würde zwar auch gern austreten, aber das könne er seinen Großeltern nicht an tun.

Lily schrieb:
Zitat:
Da soll noch mal einer von denen da sagen: Heute ist doch alles anders und mitleidig gönnerisch lächeln...!!!!! Evil or Very Mad


Ja das heißt es echt und wenn es tatsächlich so ist (was ich bezweifle), dann ist das für mich wie ein Schlag in die Fresse.
Erst machen sie einem die Kindheit kaputt und dann sagen sie auf einmal, es ginge auch anders.
Man hats ja auch schon mit den Verboten, wie Kinoverbot erlebt, die auf einmal weg waren.
Naja ich hoffe dennoch, dass die Kinder und Jugendlichen in der nak heute eine schönere und freiere Kindheit und Jugend verbringen können. Es soll ja nicht jeder mit diesen Konsequenzen leben müssen.

Lorenz schrieb:
Zitat:
Es klingt zwar ein wenig albern zu sagen: "Aber du bist ja noch jung!" Aber es stimmt auch. Also hab Geduld mit dir selbst, du bist auf jeden Fall auf einem goldrichtigen Weg! Daumen


Naja irgendwie fühl ich mich manchmal schon sehr alt. Früher hatte ich ja ein ewiges Leben. Jetzt hab ich, wenn ich alt werde schon 1/3 meines Lebens gelebt. Aber ich habe zumindest mal den schmalen, falschen Weg verlassen.
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie viele sich da aber verstellen, möchte ich gerne mal wissen


Darüber denke ich auch oft nach. Auch woran man jene erkennt, damit man denen sagen kann, das sie keine Angst haben müssen, wenn sie ihr Leben ändern, sondern dass es besser wird.

Zitat:
dass er es bewundere, dass ich ausgetreten bin. Er selbst würde zwar auch gern austreten, aber das könne er seinen Großeltern nicht an tun.


Hier kommt wieder dieses Gebot, dass man seine Eltern (in diesem Falle Großeltern) lieben muss. Aber was die einem angetan haben, das ist egal? Selber überlegt man, dass man ihnen irgendwas nicht antun darf? Man will ihnen ja nichts tun, sondern bloß aus ner Sekte aussteigen!

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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

gug hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie viele sich da aber verstellen, möchte ich gerne mal wissen


Darüber denke ich auch oft nach. ...

Wahrscheinlich mindestens die Hälfte.
Aber es ist wohl noch "brutaler": Immer so tun als ob man das alles glauben würde, das ist ja schwer zu ertragen. Viele flüchten wohl in ein "machen, als ob..." oder "machen dass..." D. h.: Unter dem Druck machen sie, dass sie den Glaubens-Unsinn glauben. Sie manipulieren sich selbst, weil ihnen vorgegaukelt wird, damit würden sie "Glaubenskämpfe bestehen" oder wie immer diese Selbstvergewaltigung des Bewusstseins salbaderisch verbrämt wird...

Eigentlich besteht dieses ganze "Glauben" aus einer fortwährenden fremdgesteuerten "Egopulation".

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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

"Dumm" in Bezug auf die Mitglieder müsste dringend definiert werden!
Die Mitglieder der NAK allgemein als "dumm" zu bezeichnen, halte ich für unanständig. Weder bin ich grundsätzlich blöd, noch viele, viele, die auch heute noch fest in die NAK eingebunden sind.
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

wer jetzt noch Angst hat, die NAK könnte sich doch noch als richtig und wahr herausstellen, dem sei gesagt, dass die christliche Lehre an sich schon auf sehr wackeligen Füßen steht, denn die Evangelien widersprechen sich und widerlegen sich selbst und gegenseitig. Vieles ist als nachträglich eingefügt entlarvt worden, vieles als falsch übersetzt, vieles schließt sich gegenseitig aus - wie z. B. die Jungfrauengeburt mit der Davidsohnschaft. Die Verweise aufs Alte Testament, mit dem das Matthäusevangelium das Vorhersagen des Messias mit Jesus in Verbindung bringen will, sind an den Haaren herbeigezogen und aus dem Zusammenhang gerissen und beziehen sich in Wirklichkeit auf ganz andere Personen, was man nachprüfen kann, indem man die Stellen im AT liest.

Wie sollte ein Gott der Wahrheit sich in einem Lügenmärchen finden lassen. Wer ist denn der Vater der Lügen?

Die Apostelgeschichte, die Paulusbriefe und außerbiblische Dokumente beweisen, dass es nie eine Einheit in der Heiligen Schar der ersten Christen gegeben hat. Paulus hat Petrus und Jakobus als Lügenapostel bezeichnet, Petrus hat Paulus das Apostelamt abgesprochen. Paulus hat die Judenchristen, insbesondere deren Führer Petrus und Jakobus verflucht und sie Hunde genannt.Die Heidenchristen haben sich richtiggehend voneinander getrennt und hatten getrennte Führer.

Die Ebioniter (heißt: die Armen) sind die Judenchristen, die bis ins 2. Jahrhundert von Jesu Familie und ihren Nachkomen geleitet wurden, wurden später als Ketzer bezeichnet und von der Kirche verdammt.

Wo ist denn da der Heilige Geist zu finden, der in alle Wahrheit führt?. Weder in der Urchristenheit gab es Klarheit und Einigkeit, noch unter den heutigen Aposteln oder Gemeinden. Es gab immer Abspaltungen, weil kein Heiliger Geist da war, der den Gemeinden Klarheit gegeben hätte. Und es gab sie auch in neuer apostolischer Zeit. Und es steht auch heute der NAK eine Abspaltung bevor, weil es viel heilige Geiste gibt und alle anderes lehren.

Und wenn es einen Schöpfergott gibt, dann ist es das Schöpfungsprinzip von Mutter Natur. Ist mir auch lieber, wenn Gott eine Mutter ist. Mutter Erde gibt uns zu essen und zu trinken, versorgt uns mit Stoffen für Kleidung, Nahrungsgebrauch und Wohnung und erwartet nichts von uns, als dass wir unserer Biologie gemäß leben und unsere Mutter nicht töten oder krank machen.

Die Christenlehrer haben uns verboten, Gott in der Natur zu suchen und sie für einen Haufen toter Steine erklärt. Damit haben sie das Fundament dazu gelegt, die Erde auszubeuten und zu zerstören.

Und wer mal ausprobiert, was ihm mehr Kraft nach Geist, Seele und Leib gibt, eine Stunde im Gottesdienst sitzen oder eine Stunde im Wald spazieren zu gehen, der wird zugeben müssen, dass die Natur einem mehr geben kann als ein Gottesdienst. Wink Wink

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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
"Dumm" in Bezug auf die Mitglieder müsste dringend definiert werden!

dazu finde ich zitate oft sehr treffend: ... „Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten.“ ... http://www.zitate.de/kategorie/Dummheit/

lg
ulrich

( ich bin doch nicht so dumm und denke selber darüber nach Wink )

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Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. ( unbekannter Autor )
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

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BeitragVerfasst am: 04 Jul 2010 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Definition von dumm für die Mitglieder ist:

Blindes Glauben ist die Dummheit. Dinge zu glauben, die zweifelsfrei widerlegt wurden, dazu gehört das heutige Christentum, da es auf die Evangelien gegründet ist, die als Legenden entlarvt sind.

Jemand der in die Kirche geht, weil ihm die Gemeinschaft gefällt, ist davon nicht betroffen. Jemand der in die Kirche geht, um seine Familienmitglieder nicht zu ängstigen oder sich nicht mit ihnen zu entzweien, ist davon auch nicht betroffen, solange er mit sich selbst im Reinen ist und nicht darunter kaputtgeht. Dann nämlich wäre mal ein bisschen Egoismus angebracht.

Blind zu glauben, ohne zu zweifeln und zu hinterfragen, ist Dummheit. Man sollte alles darauf prüfen, ob etwas sein kann und Widersprüche nicht einfach hinnehmen und darüber hinwegsehen. Ganz besonders dumm ist es, blind abzulehen, wenn jemand auf Widersprüche und Zweifelhaftes hinweist und diesen Hinweisen nicht nachzugehen.

Leider muss ich mich auch unter die Dummen zählen, denn ich war genau so, bis ich eines Tages erwachte und erkannte...

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Emil
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 74

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 8:32    Titel: Antworten mit Zitat

Von Dummheit würde ich nicht sprechen.


In der komplizierten Welt, die ein Mensch nicht allumfassend verstehen kann bzw. viele offene Fragen da sind, ist es einfach wenn Religionen einfache Lösungen anbieten, die die Gläubigen nur glauben brauchen.


Es ist einfach, wenn wir ohnmächtig sind in der "bösen" Welt in der
die Mächtigen bestimmen was richtig oder falsch ist.

Wenn religiöse Eltern ihren total abhängigenn Kindern mit Religion Angst machen, anstatt sie zu mutigen selbstbewußten Kinder zu erziehen,
ist es für mich ein Verbrechen am Kinde. Aber leider gibt es das nicht in unseren Gesetzen. Es ist ein Mißbrauch.

Steigt jemand aus Sekten Kulten oder anderen Gruppen aus , kommt es meistens zu Entzugserscheinungen , die die Medizin als psychische Probleme zB. nach ICD 10 klassifiziert.

Ängste, Depressionen, Panikattacken, einen furchtbaren Hass auf sich selbst und Probleme Interessen durchzusetzen, aber auch Psychosen und viele andere psychísche Probleme fallen darunter.

Leider ist es so , dass zwar die Fachleute ( Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiater etc. ) diese Zusammenhänge auch sehen, aber die Politik und die Justiz es nicht wahrhaben wollen.





Extremer Glaube ist für mich ein Suchtverhalten genauso wie Alkohol oder Drogen oder Rauchen etc. .


Leider ist es so, wenn Menschen durch Angst und Schrecken und eingeimpfte Schuldgefühle durch Religionshäuptlinge krank werden,
die Menschen selber Schuld haben.


Zuletzt bearbeitet von Emil am 05 Jul 2010 9:05, insgesamt einmal bearbeitet
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 8:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wie meinst du das? Dass behauptet wird, sie hätten selber schuld oder dass sie tatsächlich selber schuld haben?

Ich finde tatsächlich auch, dass Religion und andere Süchte sehr viel gemeinsam haben. Zu erkennen, dass weder Religion noch Sucht zu steuern ist und nichts vom Einzelnen freiwillig geschieht, sondern dass man gesteuert wird, das ist eine entscheidende Erkenntnis, um die Gehirnwäsche umdrehen zu können.

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Emil
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 74

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 9:09    Titel: Antworten mit Zitat

Die Gesellschaft und unsere Polikter und die Juristen sehen es so , dass Menschen, die durch Religion bzw. religiöse Menschen selbst Schuld haben, wenn sie krank werden.

Hat es jemals einen Fall gegeben, dass ein psychisch Krankgemachter gegen eine Sekte oder Glaubengemeinschaft geklagt hat und Recht bekam, wenn er psychisch krank gemacht wurde.

Wenn Menschen in Sekten geraten und Angehörige diese Abhängiggemachten mit Deprogrammierern herausholen wollen, werden die Angehörigen wegen Menschenraub von unserer Justiz bestraft.
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Emil hat folgendes geschrieben:
Hat es jemals einen Fall gegeben, dass ein psychisch Krankgemachter gegen eine Sekte oder Glaubengemeinschaft geklagt hat und Recht bekam, wenn er psychisch krank gemacht wurde.

Für ein Gerichtsurteil braucht es zweifelsfreie Beweise. Wie will so ein Betroffener nachweisen, dass die jew. Sekte an seiner Krankheit schuld ist? Oft ist es doch so, dass bereits "angeschlagene" Leute ihre Krankheit lange kompensieren können, indem sie in einer religiösen Wahnwelt leben. D. h. ohne diese religiöse "second world" würden sie vermutlich schon früher offensichtlich krank werden. Sekten können aus diesem Grunde solche Leute anziehen!

Der Zusammenhang mit der Sucht (s. o.) ist doch der, dass genau dieser Kompensationsversuch nicht etwa zur Heilung sondern zu noch mehr Krankheit führen kann. Etwa wenn die Leute sich in einer religiösen Bedrohungssituation wiederfinden, in einem zusätzlichen Angstszenario. Dadurch steigt natürlich wiederum der Bedarf am "Trost der Religion", so wie bei einem Süchtigen der Bedarf an seiner Droge steigt. Und dadurch kommt der Betroffene immer weiter in einen "Strudel" hinein...

Den Religionsfunktionären vorzuwerfen, dass einige Sensible (Vorgeschädigte) von der Religion krank werden, dass wäre so wie wenn man den Winzern vorwerfen würde, dass sie die Droge Alkohol produzieren. Die Droge Alkohol macht bekanntlich viele Menschen krank! Manche können aber den Wein so konsumieren, dass sie nicht krank davon werden. Bei der Religion scheint es gerade so zu sein.

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Silas
Newcomer


Anmeldungsdatum: 09.02.2010
Beiträge: 29

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
"Dumm" in Bezug auf die Mitglieder müsste dringend definiert werden!
Die Mitglieder der NAK allgemein als "dumm" zu bezeichnen, halte ich für unanständig. Weder bin ich grundsätzlich blöd, noch viele, viele, die auch heute noch fest in die NAK eingebunden sind.


Das sehe ich genau so! Es ist schon erstaunlich, dass sehr intelligente Menschen, die es im Berufsleben sehr weit gebracht haben an der NAK Garderobe offensichtlich ihr normales Verhalten ablegen. Damit meine ich ein im Berufsleben und in der Gesellschaft selbstverständliches Hinterfragen und kritisches Hinschauen.
Menschen, die sich sonst nicht hinters Licht führen lassen, übernehmen jeden Blödsinn ungeprüft.

Wenn ich richtig informiert bin, hat StAp. Wilhelm Leber einen Doktortitel, Bez. Ap. Wilfried Klingler (Niedersachsen) war hoch dotierter Manager der Volkswagen AG, Ebenso Ap. Stegmaier (Niedersachsen), den ich persönlich als hochintelligenten Menschen kennen gelernt habe.

Sicher gibt es viele Mitläufer, die sich keine Gedanken machen, die man als 'dumm' bezeichnen könnte. Doch glaube ich, dass es ebenso viele Funktionäre in hohen Ämtern gibt, die den Betrug durchschaut haben, sich aber aus persönlichen Abhängigkeiten nicht mehr von der NAK lösen können. Was soll ein ehemaliger Dipl. Ing., der die letzten 10 oder 15 Jahre als 'Sektenführer' tätig war auch in der freien Wirtschaft noch machen? Mal ganz abgesehen, von der Ehre und der Macht, auf die er dann verzichten müsste.

Das möchte ich aber nicht allen 'Kirchenpräsidenten' der NAK unterstellen. Sicher gibt es auch viele, die wirklich an das Ding glauben und auf Grund ihrer 'Neuapostolischen Brille' die Wahrheit nicht erkennen können.

Gruß

Silas

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Silas
Newcomer


Anmeldungsdatum: 09.02.2010
Beiträge: 29

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

gug hat folgendes geschrieben:

Nimm dazu jede Hilfe an, die du kriegen kannst, bloß nicht von den Religionen, du hast schon zu viel davon bekommen.


Hallo gug,

Diese Verallgemeinerung halte ich für nicht richtig! Das ist gleichbedeutend mit jemandem, der im Salat eine verschimmelte Tomate findet und aus diesem Grund nie mehr im Leben Salat isst. Darüber hinaus müsste man erstmal definieren, was Religion im Allgemeinen überhaupt ist.

Ich würde aber auch dazu raten, Hilfe von Profis in Betracht zu ziehen. Ich kenne sehr viele Aussteiger aus der NAK. So gut wie keiner hat keine psychischen Probleme. Vor allem die, die in der Sekte aufgewachsen sind, haben Depressionen, Angstzustände, Zwangserkrankungen.

Es dauert sehr lange, bis diese indoktrinierte Angst, die sich jetzt nach einem Ausstieg verselbständigt, nachlässt. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es besser wird :-)

Liebe Grüße

Silas

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lorenz
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Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit der o. g. "Dummheit" ist so rätselhaft nicht. Menschen können sich selektiv dumm stellen bzw. sogar dumm machen!
Letzteres ist wohl im Prinzip das, was auch "Verdrängung" heißt. Wenn etwas - aus welchen "starken" Gründen auch immer - nicht sein darf (obwohl man eigentlich wissen könnte, dass es doch so ist!), dann stellt sich das Hirn "taub".
Wenn dem nicht so wäre, gäbe es keine Religionen bzw. Kirchen, dann würden keine Soldaten in Kriege ziehen, usw...

Also: Diese Art der "Dummheit" ist eine menschliche Fähigkeit (bzw. öfter: Unart), die wohl auch irgendwelche Vorteile haben muss, sonst gäbe es sie vermutlich nicht. Ein Vorteil ist der, dass es dem Individuum erlaubt, in der Masse "mitzuschwimmen". Es gab in der Geschichte der Menschheit öfter Situationen, wo das lebenswichtig war! Die charakterstarken Individualisten wurden dann gnadenlos niedergemacht. Zum Glück ist solche "Dummheit" heute etwas weniger gefragt!

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Mephi
Newcomer


Anmeldungsdatum: 01.07.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

gug schrieb:
Zitat:
Hier kommt wieder dieses Gebot, dass man seine Eltern (in diesem Falle Großeltern) lieben muss. Aber was die einem angetan haben, das ist egal? Selber überlegt man, dass man ihnen irgendwas nicht antun darf? Man will ihnen ja nichts tun, sondern bloß aus ner Sekte aussteigen!


Es ist ja tatsächlich so, dass die Eltern einem das aus Liebe antun. Denn sie meinen ja, dass ihr Kind ins Verderben rennt. Und wer schaut schon zu wie sein Kind aus dem Fenster springt.
Ich frage mich aber immer, warum Leute, die so religiös sind dann überhaupt Kinder in die Welt setzen. Es sollte einem doch von vorneherein klar sein, dass die "Gefahr" besteht, dass mein Kind irgendwann die Kirche verlassen könnte.
Wenn man dann aber mit dieser Entscheidung nicht zurecht kommen kann (und das kann man nicht, wenn man der Auffassung ist, dass das Kind dafür ewig in der Hölle schmort) muss mans doch sein lassen.
Das wäre doch dann der sicherere Weg.
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Silas
Newcomer


Anmeldungsdatum: 09.02.2010
Beiträge: 29

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Ich frage mich aber immer, warum Leute, die so religiös sind dann überhaupt Kinder in die Welt setzen


Hallo Mephi,

auch bei Neuapostolischen ist der Kinderwunsch in den seltensten Fällen eine reine Vernunftsentscheidung. Die biologische Uhr tick halt auch bei NAKis ;-)

Gruß

Silas

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Mephi
Newcomer


Anmeldungsdatum: 01.07.2010
Beiträge: 6

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silas,

das ist natürlich klar. Aber ich denke, dass die Hoffnung, dass der verlorene Sohn doch noch eines Tages zurückkehrt, für die Eltern das einzige ist eine solche Situation überhaupt zu ertragen.
Die Aussteiger sind ja nicht die einzigen die leiden, die Eltern leiden ja auch. Mit dem Unterschied, dass wir nicht die Wahl hatten, ob wir leben wollen oder nicht.
Versteht mich nicht falsch: Ich bin schon froh auf der Welt zu sein und ich befürchte auch nicht mein ewiges Leben in der Hölle zu verbringen was aber in den Augen der Eltern gewiss der Fall sein wird. Natürlich sind sie mit ihren Sorgen in einer sch... Situation.
Ein schlechtes Gewissen hab ich dennoch nicht mehr, weil meine Eltern ja beschlossen haben ein Kind zu bekommen. Mit den Konsequenzen hätten sie sich vorher im Klaren sein können. Biologische Uhr hin oder her.

Gruß Mephi
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Silas
Zitat:
Religion im Allgemeinen


ja, Silas, ich meine Religionen im Allgemeinen, weil die Diskrepanz zwischen den Tatsachen und dem Glauben in einen Zwiespalt führen. Das ständige Angleichenwollen (je stärker der Widerspruch, desto stärker soll der der Glaube werden) macht krank!

Wenn einer eine Allergie gegen Tomaten hat, also krank davon wird, muss er sie rigoros meiden. Oder eine Desensibilisierung mitmachen. Mit Religion heilt man keinen Religionskranken!


Die Einzigen, die heil davon kommen, sind meines Dafürhaltens die Menschen, die es nie so ernst genommen haben. Die die Bibel , die Gebote oder das Wort seiner Segensträger nach Belieben für sich interpretieren.

So ähnlich wie mit dem Wein: wer nur alle Viertel Jahr ein Gläschen trinkt, dem wird es wohl nicht schaden. Außer er ist bereits Alkoholkrank!

_________________
Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
No Hell below us
Above us only sky.

(John Lennon)
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Einzigen, die heil davon kommen, sind meines Dafürhaltens die Menschen, die es nie so ernst genommen haben. Die die Bibel , die Gebote oder das Wort seiner Segensträger nach Belieben für sich interpretieren.

Da hat gug völlig Recht, nur die können in dem System überleben.
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Emil
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 74

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Einzigen, die heil davon kommen, sind meines Dafürhaltens die Menschen, die es nie so ernst genommen haben. Die die Bibel , die Gebote oder das Wort seiner Segensträger nach Belieben für sich interpretieren
.


Deshalb kann man in der evangelischen oder katholischen Kirche ohne langes Studium / Interpretation nicht Pastor oder Pfarrer werden.
Wobei die Interpretation nicht beliebig ist aber im laufe der Jahrhunderte sich änderte.

Aber dort gibt es auch Kranke.

siehe das Buch : wenn der Glaube krank macht.

http://www.elke-endrass.de/html/wenn_glaube_krank_macht.html


Zuletzt bearbeitet von Emil am 05 Jul 2010 22:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Emil
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 74

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mephi,

Zitat:
Es ist ja tatsächlich so, dass die Eltern einem das aus Liebe antun.


Das ist für mich ein Art Überbehütung bzw. elterlíche Gehirnwäsche und ein nicht Erwachsenwerden lassen.
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Emil
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.01.2010
Beiträge: 74

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BeitragVerfasst am: 05 Jul 2010 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Silas,

Zitat:
Vor allem die, die in der Sekte aufgewachsen sind, haben Depressionen, Angstzustände, Zwangserkrankungen.


Leider will das keiner außer Therapeuten wahrhaben und Ärzte , die sich zu weit aus dem Fenster lehnen, bekommen den Zorn der Gläubigen zu spüren , wenn sie mit diesen Zusammenhängen in die Öffentlichkeit gehen !
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Silas
Newcomer


Anmeldungsdatum: 09.02.2010
Beiträge: 29

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BeitragVerfasst am: 06 Jul 2010 8:56    Titel: Antworten mit Zitat

gug hat folgendes geschrieben:

Wenn einer eine Allergie gegen Tomaten hat, also krank davon wird, muss er sie rigoros meiden. Oder eine Desensibilisierung mitmachen. Mit Religion heilt man keinen Religionskranken!


Hallo gug,

das ist nicht das, was ich meinte. Wenn die NAK (faule Tomate) falsch, krankmachend und schlecht ist, heißt das nicht unbedingt, dass jede Art von Glauben an einen Gott (Salat) schlecht sein muss. Von Allergie habe ich nicht gesprochen und trifft das Ganze wohl auch nicht. Wenn einer eine Allergie gegen Tomaten (NAK) hat, würde ich dazu raten keine Desensibilisierung zu machen, sondern diese Allergie zu nutzen um sich vor diesem Sumpf fern zu halten, quasi als Sicherheitsmechanismus.

Was uns krank macht ist nicht der Glaube an einen Gott, sondern die menschlichen Strukturen und Dogmen, die Engstirnigkeiten und Abhängigkeiten, die sich daraus in vielen Denominationen und Kirchen entwickeln.

Ich habe z.B. den Glauben an einen Gott und Schöpfer nach meinem Ausstieg aus der NAK als sehr heilsam, weil freimachend empfunden. Ich weiß, dass ich damit hier im Forum eher ein Exot bin, doch hat mich dieser Glaube frei gemacht von jeder menschlichen Organisation.

Es gibt da diesen passenden Spruch: "Man sollte nicht das Kind mit dem Bad ausschütten"

Gruß

Silas

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lorenz
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Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 06 Jul 2010 9:41    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Einzigen, die heil davon kommen, sind meines Dafürhaltens die Menschen, die es nie so ernst genommen haben. Die die Bibel , die Gebote oder das Wort seiner Segensträger nach Belieben für sich interpretieren.

Da hat gug völlig Recht, nur die können in dem System überleben.

Ja, die können in JEDEM System überleben.
Z. B. in jedem politischen (Drecks-)System...
Ich denke, uns allen fallen da Beispiele ein. Aber ist das erstrebenswert? Doch eigentlich nur für Leute mit sehr wenig Ansprüchen an sich selbst.

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Silas
Newcomer


Anmeldungsdatum: 09.02.2010
Beiträge: 29

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BeitragVerfasst am: 06 Jul 2010 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

lorenz hat folgendes geschrieben:
Engelchen hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Einzigen, die heil davon kommen, sind meines Dafürhaltens die Menschen, die es nie so ernst genommen haben. Die die Bibel , die Gebote oder das Wort seiner Segensträger nach Belieben für sich interpretieren.

Da hat gug völlig Recht, nur die können in dem System überleben.

Ja, die können in JEDEM System überleben.
Z. B. in jedem politischen (Drecks-)System...
Ich denke, uns allen fallen da Beispiele ein. Aber ist das erstrebenswert? Doch eigentlich nur für Leute mit sehr wenig Ansprüchen an sich selbst.


Hallo lorenz,

das sehe ich ähnlich! Wer immer den Weg des geringsten Widerstandes geht, läuft Gefahr sich selbst zu verleugnen. Ob das auf Dauer im Hinblick auf eine gesunde Psyche gut geht, wage ich zu bezweifeln. Manchmal ist es befreiend, klar Stellung zu beziehen, auch auf die Gefahr hin, dass man verworfen und angewiesen wird. Manchmal ist dieser vermeintliche Verlust dann mittel- und langfristig eine echter Gewinn!

Gruß

Silas

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