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Problemloser Ausstieg - muss man sich Sorgen machen?

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Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.   printer-friendly view    http://quovadisnak.de.vu/ Foren-Übersicht -> Wer oder was bin ich? Mein problemloser Ausstieg aus der NAK
Tinkerbell stellt sich vor! :: das war wohl eher die nak-"light"-version  
Autor Nachricht
Tom
Großmeister


Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 297
Wohnort: In der Nachbarschaft von Engeln

germany.gif
BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Montags: kein Schulchor mehr. Dienstags: war nie was. Mittwoch: kein Abendgottesdienst mehr. Donnerstag: keine Übungsstunde mehr (das Singen habe ich allerdings schwer vermisst). Freitags: war nix. Samstag: kein Gefühl mehr dergestalt: morgen ist der Tag schon verplant.


Du Glücklicher! Das war in den 70igern bei uns aber ganz anders:

Montag: Chor und Einteilung für den Weinberg
Dienstag: Jugendstunde
Mittwoch: Weinberg
Donnerstag: GD
Freitag: Weinberg
Samstag: fast immer Arbeiten an der Kirche (Rasenmähen etc.)
Sonntag: 2 x GD,

Gott, was waren wir glückliche Menschen, wir brauchten uns um unsere kostbare Zeit keine Gedanken machen. Und für die ganze Arbeit durften wir auch noch 10 % abgeben. Der einzige Lichtblick von insgesamt 50 Jahren NAK (seit Geburt) ist der, dass ich nie nie nie nie diese 10 % gegeben habe. Wenn überhaupt, dann zu DM-Zeiten höchstens mal 20,-DM oder einen Fuchs für die Blumenkasse. Und ich bin mir sicher, dass genau kontrolliert worden ist, wer "opfert" oder nicht.

Gruß

_________________
Nein, Du empfindest keine Nestwärme, das ist die Reibungshitze, die entstanden ist, als man Dich über den Tisch gezogen hat..........
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tom,
so geht es mir auch. Bin auch froh, dass ich den Opferkasten nur ganz selten mal "bedient" habe. Für die Blumenkasse schon eher, aber nicht üppig!
Dass jemand kontrollieren konnte, wer geopfert hat und wer nicht, halte ich nicht für möglich. Wie denn? Bei uns stand hinten vor dem GD nicht ein AT. Die hielten sich alle VOR der Eingangstür auf.
Mir wurde mal von einem Bruder erzählt, der zugab, immer nur die Hand über den Schlitz gelegt, doch nie wirklich Geld dort eingeworfen hat.
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Tom
Großmeister


Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 297
Wohnort: In der Nachbarschaft von Engeln

germany.gif
BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dass jemand kontrollieren konnte, wer geopfert hat und wer nicht, halte ich nicht für möglich. Wie denn?


Hallo Engelchen,

bei uns stand die Tür vom Vorraum zum Kirchenschiff immer auf. In diesem Vorraum hielt sich immer ein UD oder Diakon auf, der einerseits die Schäfchen willkommen hieß, dann einen Strich auf seiner Anwesenheitsliste machte und immer einen freien Blick auf die beiden Opferkästen hatte. Und ich bin mir sicher, dass der dann an den VO weitergegeben hat, wer geopfert hat oder nicht. Da bin ich mir so sicher, weil ein früherer VO bei Familienbesuchen fragte: "Habt ihr auch schön geopfert?" - und ich immer mit hochrotem Kopf bejahte (ich empfand das als Notlüge, weil unverschämte Frage). So abgebrüht, einfach die Hand über den Kasten zu halten, war ich nicht. Aber die paar Mark (Euro eh nicht mehr) kann ich verschmerzen.

Gruß Tom

_________________
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Beate
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man in das "Kirchenschiff" kam, hing dieser Kasten direkt an der letzten Bank zum Mittelgang und da stand oder sass IMMER ein UD , jeder muss sich da auf die Finger gesehen gefühlt haben und manch einer wird sich noch nicht einmal getraut haben, da nichts hineinzutun oder nur so zu tun als ob....

Die Frage kenn ich noch von damals, als ich noch bei den Eltern gewohnt habe: "Hast Du auch schön geopfert?" "Ja!" war stets die Antwort und das auch noch wahrheitsgemäss.
Wie sich auch diese Begebenheiten doch ähneln....

Einmal war sonntags in unserer Stadt Kirmes, da war ich so etwa 9 Jahre alt,
ich hab tatsächlich dahingehen wollen, aber dann das ganz schlechte Gewissen unterwegs bekommen....(man was war ich doch blöd)

So dumm wie ich war, hab ich kehrt gemacht und bin in den Nachmittags-GD gerannt!! ....und liess mein ganzes Taschengeld in diesen blöden Opferkasten fallen, das hat ganz schön laut geklimpert und ich wurde tiefrot....aber das Gewissen war wieder reine.....

DAS nenne ich gelungene Gehirnwäsche....

Je älter ich wurde, je geringer wurde meine Opferbereitschaft. Die ging am Ende wie der Wille zum GD zu gehen auf eine Null , aber auf ganzer Linie. Es störte mich auch nicht, wenn ich schief angesehen wurde, wenn ich diesen Kasten beharrlich ignorierte und ohne zögern daran vorbeiging. Laughing
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Beate
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Tom hat folgendes geschrieben:

Du Glücklicher! Das war in den 70igern bei uns aber ganz anders:

Montag: Chor und Einteilung für den Weinberg
Dienstag: Jugendstunde
Mittwoch: Weinberg
Donnerstag: GD
Freitag: Weinberg
Samstag: fast immer Arbeiten an der Kirche (Rasenmähen etc.)
Sonntag: 2 x GD,
Gruß


Laughing DAS ist NRW wie es damals war ganz pur Laughing
So ist es den Jungs und den Mädels ergangen, es gab so gut wie keine Bewegungsfreiheit, immer in "irgendetwas" eingebunden, damit die Jugend um Himmels Willen Hauptsache weg von der "Strasse" ist.....

Aber auch damals gab es unter ihnen schon viele Rebellen, die sich das nicht gefallen liessen....
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Es stimmt! NRW war und ist eine gewisse "Hochburg" der NAK, das mag sich aus der Geschichte (Schmidt in Do) ergeben haben.

Die Strichliste vor dem GD finde ich widerlich. Solch eine Liste kenne ich nur aus der Chorprobe. Wer eine bestimmte Anzahl dieser Stunden "lausen" ließ, durfte in den GDs nicht mehr mitsingen. Ich hatte allerdings immer den Eindruck, so wurde man nicht gerne gesehene Sänger los. Zu meiner ganz frommen Zeit wäre ich schon deshalb in jeden GD gegangen, um auch ja "abgehakt" zu werden. Shocked
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich während meiner Mitarbeit in der Sonntagsschule die Kinder vor Beginn immer gefragt haben "hab ihr schon geopfert?". Und ich bin immer mit "gutem Beispiel" vorangegangen (bei den Kindern wohlgemerkt).
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Tom
Großmeister


Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 297
Wohnort: In der Nachbarschaft von Engeln

germany.gif
BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich während meiner Mitarbeit in der Sonntagsschule die Kinder vor Beginn immer gefragt haben "hab ihr schon geopfert?". Und ich bin immer mit "gutem Beispiel" vorangegangen (bei den Kindern wohlgemerkt).


Du brauchst Dir keine Sorgen machen, da Du im System gelebt hast und nicht anders konntest. Aber Du hast Dir selbst die Augen geöffnet und bist umgeschwenkt. Nur das ist wichtig.

Gruß Tom

_________________
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Tom
Großmeister


Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 297
Wohnort: In der Nachbarschaft von Engeln

germany.gif
BeitragVerfasst am: 30 Jun 2010 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich während meiner Mitarbeit in der Sonntagsschule die Kinder vor Beginn immer gefragt haben "hab ihr schon geopfert?". Und ich bin immer mit "gutem Beispiel" vorangegangen (bei den Kindern wohlgemerkt).


Du brauchst Dir keine Sorgen machen, da Du im System gelebt hast und nicht anders konntest. Aber Du hast Dir selbst die Augen geöffnet und bist umgeschwenkt. Nur das ist wichtig.

Gruß Tom

_________________
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stumi
Meister


Anmeldungsdatum: 01.09.2009
Beiträge: 106
Wohnort: Europa

blank.gif
BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 9:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem mit dem Baropfer konnte man schnell abstellen, wenn einfach behauptet wurde, dass man das Geld aus steuerlichen Gründen direkt an die Kirche überweist.

Das Schöne dabei ist, dass die Finanzabteilung die Daten nicht weitergeben durfte, und es auch zumindest in dem Ap. Bezirk in dem ich ansässig war, auch nicht tat, weil Sie damit das Datenschutzgesetz gebrochen hätten.

Einmal sagen und immer entspannt leben!

Stumi
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

germany.gif
BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das Überweisen aus steuerlichen Gründen ging zu meiner Zeit der DDR nicht. Nach der Wende wurden die in meiner Gemeinde scheel angesehen, die darüber sprachen, weil sie durch ihr Opfer einen Steuervorteil haben wollten. Damit wurde bei uns der Wert des Opfers geschmälert, wenn man vom Fiskus teile davon zurück bekam.
Ich weiß nicht, ob es heute normal geworden ist, zu überweisen.

_________________
Imagine there's no Heaven
It's easy if you try
No Hell below us
Above us only sky.

(John Lennon)
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stumi
Meister


Anmeldungsdatum: 01.09.2009
Beiträge: 106
Wohnort: Europa

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BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gug,

ja heute ist es normal geworden, zumindest für die höheren Einkommensklasse, die Spenden zu überweisen.

Damals gab es die Diskussion über das zweitklassige Opfer, die Überweisung, in unserer Gemeinde auch.

Aber da es sich um eine moderne Gemeinde handelte mit überdurchschnittlichen Einkommensbeziehern auch oder gerade in der Ämterriege, was das Thema sehr sehr schnell vom Tisch.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

gug:
Zitat:
Damit wurde bei uns der Wert des Opfers geschmälert, wenn man vom Fiskus teile davon zurück bekam.

Genau! Das war bei uns nicht anders! Treue Gotteskinder legten ihr Scherflein in den Opferkasten und tätigten keine Überweisungen. Rolling Eyes
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Bei einem Urlaub in Bayern war ich vor vielen Jahren erstaunt, dass vor dem GD darauf hingewiesen wurde: "wer sein Opfer mit Absender in einen Umschlag steckt, bekommt von der Gebiets-KL automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt".
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Tom
Großmeister


Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 297
Wohnort: In der Nachbarschaft von Engeln

germany.gif
BeitragVerfasst am: 01 Jul 2010 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Problem mit dem Baropfer konnte man schnell abstellen, wenn einfach behauptet wurde, dass man das Geld aus steuerlichen Gründen direkt an die Kirche überweist.


Darüber habe ich, als die Überweisungen möglich waren, auch mal nachgedacht. Aber wenn jeder jeden gut kennt, kann man so ein Datenschutzgesetz schon mal vergessen. Wer Informationen will, bekommt die auch.

Gruß

_________________
Nein, Du empfindest keine Nestwärme, das ist die Reibungshitze, die entstanden ist, als man Dich über den Tisch gezogen hat..........
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

germany.gif
BeitragVerfasst am: 02 Jul 2010 7:27    Titel: Antworten mit Zitat

noch einfacher wäre es, wenn sich die mitglieder am banklastschriftverfahren beteiligen würden und der nak gleich eine Einzugsermächtigung erteilen würde ... dann könnte sich der HERR je nach bedarf am konto bedienen. ... und der hochzeitssaal, samt ewigem leben wäre dann zu fast 100 % abgesichert. Wink

lg
ulrich

_________________
Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. ( unbekannter Autor )
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