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Ein Blick ins Forum der Aussteiger von Jehovas Zeugen
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| Disskusion beim Südwestfunk 1997 :: Ein Spinner vor dem Herrn! |
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Nachricht |
Admin Site Admin

Anmeldungsdatum: 26.07.2006 Beiträge: 4841 Wohnort: 18190 Sanitz

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Verfasst am: 22 Sep 2006 20:07 Titel: Ein Blick ins Forum der Aussteiger von Jehovas Zeugen |
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Es ist interessant, mal im Forum zu stöbern und Parallelen zur NAK zu entdecken. Zur STARTSEITE
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Im Thread des Forums
"Tipps für „frisch“ Aussteiger"
habe ich mal einen Eintrag kopiert und hier eingesetzt:
Hallo Mineraloge,
diesen Tipp auf Gespräche mit Ältesten zu verzichten, egal ob freiwillig oder aufgedrängt, hab ich auch schon ein paarmal gegeben. Ein Gespräch bringt nur was, wenn beide Seiten auf die andere eingehen würden. Das ist in so einem Fall ja nicht gegeben. Wenn man erst mal durchblicken läßt, dass man nicht mehr "umzudrehen" ist und der WTG den Rücken kehren will, ist eh klar worauf raus läuft. Was finden woraus einem ein Strick gedreht werden kann. Wenn Angehörige wie Kinder noch bei den JZ sind ist auch besser, nicht mit allem was man weiß rauszurücken, weil man dann oft von Ältestenseite bei den Angehörigen erst recht "madig" gemacht wird.
So ein Gespräch bringt nichts, auch wenn man den Ältesten gerne mal sagen möchte, was man alles falsch findet.
Ich habe mich nach und nach zurück gezogen. Irgendwann einen Brief an die Ältestenschaft geschrieben, dass ich keine Zeuge Jehovas sein möchte! Punkt!! Man sollte sich auch überlegen obs sichs lohnt in diesem Brief lange Ausführungen reinzuschreiben. Ich habs nicht getan...ich habe eher so aus "Gewissensgründen" den "Dienst" verweigert ;-)!
Gruß Thomas
Die URL für diesen Eintrag hat die Adresse:
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 _________________ Wenn das Herz verletzt ist, dann ist die Sprache stürmischer als der Wind auf dem Meer.
Zuletzt bearbeitet von Admin am 04 März 2011 20:36, insgesamt 7-mal bearbeitet |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 02 Nov 2006 10:51 Titel: |
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Schmunzeln musste ich über eine Passage aus den Erinnerungen eines mecklenburgischen Zeitzeugen:
>>Während meiner Haftzeit in Bützow lag ich ein halbes Jahr mit drei Zeugen Jehovas auf einer Zelle. Einer von ihnen war schon unter den Nazis wegen seines Glaubens zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt worden Vor dem Haftende wurde er gefragt, ob er seine Missionstätigkeit als Bibelforscher einstellen würde. Als er dies verneinte, wurde er sofort ins Konzentrationslager überführt, wo er weitere zehneinhalb Jahre eingesperrt war. Schon dort, im KZ, hatten ihm Kommunisten gesagt: "Wenn wir an der Regierung wären, würdet ihr nicht so glimpflich davonkommen."
Tatsächlich verhängte dann ein Ostzonengericht bei seiner Verurteilung gleich zwölf Jahre Zuchthaus, nachdem er erneut wegen der Verbreitung seines Glaubens in der DDR verfolgt wurde.
Man mußte diese Menschen bewundern wegen des Gleichmuts, mit dem sie ihre schweren Strafen hinnahmen. Sie sagten mir, sie hätten ihre Kraft aus dem Vertrauen, daß Gott Jehova ihnen dieses Opfer abverlange. Wenn man aber Tag für Tag mit diesen Gläubigen auf einer Zelle ist, kann man es einfach nicht mehr ertragen.
Es wird nur über die Bibel gesprochen. Sie versuchen täglich, jedem zu ihren Glauben zu bekehren. Man kann sich das so oft wie möglich verbitten, sie versuchen es immer wieder.
Ein Professor, der einige Zeit mit den Zeugen Jehovas zusammenlag, verlangte eines Tages in Einzelhaft zu kommen, denn er wäre zu Zuchthaus, nicht aber zu Irrenanstalt verurteilt worden.
Wir konnten uns über den Ausspruch des Berliner Professors eines
Grinsens nicht erwehren, doch der arme Teufel wanderte in Absonderung. Ich habe mich oft und lange mit Zeugen Jehovas unterhalten und habe ihnen klarzumachen versucht, daß sie doch nicht allein auf der Welt wären. Daß es viele Glaubensrichtungen gibt, aber selten eine davon für sich den Anspruch erhebt, die Auserwählte zu sein, die verkündet, nach Harmagedon als einzige weiterzubestehen und die ihren Anhängern das ewige Leben im Paradies auf Erden verspricht. Eine Überzeugung war aber nicht möglich.
Deshalb muß man diese Menschen jedoch nicht abgrundtief hassen, soll doch jeder nach seiner Fasson glauben und selig werden!<<
Quelle: Tappenbeck, Kurt, Jenseits von Recht und Menschlichkeit - Erinnerungen eines mecklenburgischen Zeitzeugen, Schwarzbuch -Archiv, VpV-Aufarbeitungsinitiative "Deutsches Gedächtnis" Schwerin, verlegt von J. Schmidt-Pohl, S. 153-154 |
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