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Glaube und die eigene Spiritualität nach der NAK


 
Dieses Forum ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten.   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.   printer-friendly view    http://quovadisnak.de.vu/ Foren-Übersicht -> Angehörige der NAK - eine kurze Vorstellung
Irren ist menschlich... :: Darum bleibe ich trotzdem der NAK "treu"...  
Autor Nachricht
Spike
Newcomer


Anmeldungsdatum: 26.05.2010
Beiträge: 17
Wohnort: Remscheid-Lennep

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BeitragVerfasst am: 27 Mai 2010 16:42    Titel: Glaube und die eigene Spiritualität nach der NAK Antworten mit Zitat

Hi ihr Lieben,
ich wurde vor bald 49 Jahren in diesen Glauben hinneingeboren...
Also "apostolisch" in der 3. Generation.

Es ergibt sich also eine Menge Zeit zum Überdenken....

In unseren persönlichen Gefühlen, unserer Psyche, liegt der Hund begraben.
Gott, oder das Lebensprinzip, funktioniert schon seit zigmillionen Jahren. Es wird wohl auch immer funktionieren...

Jeder Mensch, also auch wir, sind ein Teil dieser Schöpfung.
Daher trägt jeder, wenn auch unbewußt, den "Bauplan des Lebens" in sich.

Religion, egal ob Christ, Moslem, Hindu, die Jungs und Mädels, die an Manitu glauben. Wir alle. die mit dieser spirituellen Gabe versehen sind, versuchen einen Weg zu finden, um auch innerlich mit dem Lebensprinzip, also Gott, konform zu laufen. Es auch gefühlt zu erfassen.

Als "treue" NAKler haben wir gelernt, uns innerlich auf dem Weg über die Gemeindeämter, Bezirksämter und Apostel, dem Stammapostel, mit Gott
(dem Lebensprinzip) und seinem Sohne Jesus Christus zu verbinden.

Daher, daß das der in uns allgegenwärtige "Bauplan des Lebens" mit seinem Urheber (Gott) einen seelischen Bezug hat.

Löst sich also jemand von der NAK, hat er jenes Problem, daß er in ein spirituelles Loch fällt. Je nach dem, wie stark der eigene, innere Bezug
ausgeprägt ist, ergeben sich zwangsläufig erhebliche, innere Irritationen.

Das seelische Gleichgewicht ist empfindlich gestört. Es herrscht inneres Chaos.

Es macht keinen Sinn, aus Sorge um das eigene seelische Befinden, den
aus eigener Unwissentheit manchmal ungebildeten, ignoranten, systemergebenen Vorangängern verbunden zu bleiben...

Genauso wenig Sinn macht es, sich einer neuen Religionsgemeinschaft anzuschließen, denn das ursprüngliche Problem bleibt das Gleiche.

Vielmehr sinnvoll ist es, sich der eigenen Wurzeln, dem Lebensprinzip,
der eigenen Spiritualität, dem subtilen "Bauplan des Lebens" anzunehmen,
sich einen ganz individuellen Weg zu Gott zu suchen.

Wir fühlen Gott, wir fühlen das Leben in und um uns herum.

Es gilt: "Wer, oder was unsere Gefühle beherrscht, beherrscht unser Leben. Schmeißen wir alles raus, was uns innerlich in die Irre führt."
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Silas
Newcomer


Anmeldungsdatum: 09.02.2010
Beiträge: 29

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BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Spike,

herzlich willkommen hier im Forum. Das menschliche Dasein und den Wunsch nach einer Beziehung zum Ursprung hast Du gut beschrieben. Ich stimme mit Dir in vielen Punkten über ein.

Manche Menschen (ich auch) definieren die Suche nach dem Ursprung (Gott) und den Versuch die Verbindung zu ihm wieder her zu stellen als Religion. Deshalb gibt es so viele verschiedene Religionen, weil es so viele unterschiedliche Ideen gibt, wie man die Verbindung zu Gott wieder herstellen kann.

Ich bin nach meinem Ausstieg aus der NAK glücklicher Weise nicht in ein tiefes Loch gefallen. Denn zum Zeitpunkt meines Ausstiegs war schon etwas anderes da. Keine andere Religion! Keine anderer Weg über andere Instanzen oder Rituale! Ich habe mich von Gott erretten lassen. Und das ist der große Unterscheid zur Religion. Nicht der Mensch versucht etwas zu tun, sondern Gott hat für uns gehandelt. Ich habe Ruhe und Geborgenheit gefunden, ich bin Zuhause angekommen. Wenngleich es natürlich noch viel zu tun und zu entdecken gibt.

Jetzt werden viele sagen, ach da ist er von der einen Sekte in die andere gerutscht! Ich sehe das nicht so. Ich gehöre zu keiner Religionsgemeinschaft oder christlichen Kirche. Ich treffe mich zwar mit anderen Christen, doch ist dies in Bezug auf Zugehörigkeit gibt es keine Zwänge und in Bezug auf die Lehre gibt es keine Katechismen, Unterschiedliche Auffassungen werden respektiert.

Herzliche Grüße

Silas

_________________
http://www.nak-info.de
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Querdenkermicha
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 99

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BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 12:44    Titel: Re: Glaube und die eigene Spiritualität nach der NAK Antworten mit Zitat

Spike hat folgendes geschrieben:
Vielmehr sinnvoll ist es, sich der eigenen Wurzeln, dem Lebensprinzip, der eigenen Spiritualität, dem subtilen "Bauplan des Lebens" anzunehmen, sich einen ganz individuellen Weg zu Gott zu suchen.

Wir fühlen Gott, wir fühlen das Leben in und um uns herum.

Es gilt: "Wer, oder was unsere Gefühle beherrscht, beherrscht unser


Erstmal herzlich willkommen hier im Forum, liebe/r Spike!
Kannst du vielleicht konkretisieren, was du unter dem "subtilen Bauplan des Lebens" verstehst? Sicher nicht die Abfolge von Guanin, Cytosin, Thymin und Adenin, sprich die DNS...

Außerdem wäre ich vorsichtig mit Verallgemeinerungen: Ich z.B. kann von mir keinesfalls behaupten, Gott (= das Leben) um uns herum zu fühlen.
Klingt alles sehr pantheistisch, genau wie Goethes Werther, den meine 11er gerade lesen.

Allerdings mag ich mittlerweile nicht mehr an einen Gott glauben, der durch todbringende Erdbeben (Haiti, Chile) und Viren "seine Schöpfung so herrlich regieret". Außerdem hasst er ein Produkt seiner eigenen Schöpfung, die Elefanten, aus unerfindlichen Gründen, da sie planmäßig aufgrund abgeriebenen Zahnschmelzes ihrer Backenzähne in hohem Alter verhungern müssen...

_________________
Und der Geist und die Braut sprechen: "Komm!" Und das Lamm spricht: "Hurz!"
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

germany.gif
BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

@ Querdenkermicha

das mit den elefanten kann ich mir z.b. so erklären, den ... " die strafe folgt bekanntlich auf dem fuße "! ... auf deutsch: ... "ulrichs-theorie" ... jedes lebewesen wird irgendwann für sein tun/oder auch nichttun seinen gerechten lohn erhalten.
und so haben elefanten zeit ihres lebens keinerlei natürliche feinde. und wer einmal diese "banden" in der freien wildbahn erlebt hat, wais was für einen großen schaden diese für andere lebewesen anrichten. Embarassed Embarassed

lg
ulrich

ps: wobei mich der "subtile Bauplan des Lebens" von spike, auch interssiert.

_________________
Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. ( unbekannter Autor )
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Spike hat folgendes geschrieben:
Schmeißen wir alles raus, was uns innerlich in die Irre führt.

Gut, also schmeißen wir all den Aberglauben an Götter, Geister und Gespenster raus! Das sind alles Erfindungen von Menschen, um andere Menschen "innerlich in die Irre zu führen"!
Und danach schmeißen wir unser Hirn an und bestimmen selbst, was unser Weg sein soll! Wir brauchen keine "Vorangänger" und all solchen Firlefanz!

Ulrich hat folgendes geschrieben:
jedes lebewesen wird irgendwann für sein tun/oder auch nichttun seinen gerechten lohn erhalten.

Daran kann ich leider auch nicht glauben. Das was in der Welt abgeht, ist weitaus größer als unsere "kleinbürgerlichen" Vorstellungen von Gerechtigkeit. Viele große Schurken sind schon im Bett gestorben statt am Galgen. Und viele unschuldige Menschen und andere Lebewesen mussten elend leiden bis ans Ende ihrer absolut einzigen Zeit.
"Gerechtigkeit" gibt es als Ausnahme von der Natur und im menschlichen Zusammenleben. Im restlichen bekannten Kosmos eher nicht.

Zitat:
Spiritualität

Was soll das eigentlich sein? Ist das, wenn in bunte Tücher gehüllte Anthroposophen ihren Namen tanzen? Oder wenn ein Bekannter von mir im Wald die Bäume umarmt? (Gab es angeblich mal.) Mir scheint, das ist ein großes "Zauberwort" für eine relativ primitive (undurchdachte) Angelegenheit. Und jeder kann damit seinen wurmstichigen Spezial-Aberglauben scheinbar aufwerten.

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Pit
Gast





BeitragVerfasst am: 28 Mai 2010 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

@ spike

Zitat:
Genauso wenig Sinn macht es, sich einer neuen Religionsgemeinschaft anzuschließen, denn das ursprüngliche Problem bleibt das Gleiche.


Diesen Satz kann ich grundlegend unterstützen.
Habe die Erfahrung gemacht.
Ob du allerdings hier im Forum dein Problem, wie auch immer es in Punto NAK aussehen mag, gelöst bekommst, wage ich nach eigener Erfahrung stark zu bezweifeln.

Viele hier haben sich zwar vom Glauben der NAK gelöst; nicht jedoch, sich nach wie vor mit ihren uralten Problemchen und Möchtegernwissen über die NAK auseinanderzusetzen.
Das heißt: Sie können diesen Glauben nie und nimmer loslassen.
Sie haben den Zwang, sich ständig auf der Homepage der NAK über "Neuerungen" zu informieren.
Ob dies zuträglich für eine Ablösung von diesem Glauben ist, wage ich zu bezweifeln.
Aber... mache deine Erfahrung selbst.
Gruß
Pit Wink
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men in black
Meister


Anmeldungsdatum: 26.11.2009
Beiträge: 103
Wohnort: Helgoland

ivorycoast.gif
BeitragVerfasst am: 07 Jun 2010 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Pit hat folgendes geschrieben:
@ spike

Zitat:
Genauso wenig Sinn macht es, sich einer neuen Religionsgemeinschaft anzuschließen, denn das ursprüngliche Problem bleibt das Gleiche.


Diesen Satz kann ich grundlegend unterstützen.
Habe die Erfahrung gemacht.
Ob du allerdings hier im Forum dein Problem, wie auch immer es in Punto NAK aussehen mag, gelöst bekommst, wage ich nach eigener Erfahrung stark zu bezweifeln.

Viele hier haben sich zwar vom Glauben der NAK gelöst; nicht jedoch, sich nach wie vor mit ihren uralten Problemchen und Möchtegernwissen über die NAK auseinanderzusetzen.
Das heißt: Sie können diesen Glauben nie und nimmer loslassen.
Sie haben den Zwang, sich ständig auf der Homepage der NAK über "Neuerungen" zu informieren.
Ob dies zuträglich für eine Ablösung von diesem Glauben ist, wage ich zu bezweifeln.
Aber... mache deine Erfahrung selbst.
Gruß
Pit Wink


Ich gebe dir zu 100% recht
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

germany.gif
BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

bei mir war es eher so, dass ich meine Spiritualität in der NAK nicht entwickeln konnte, sie ließ mir keinen Raum dazu und spricht mir auch die Fähigkeit dazu ab. Einerseits spendet sie auch den Frauen den Heiligen Geist, andererseits ist der Heilige Geist der Frauen in den Augen der Apostel unterentwickelt und bedarf der Lehre durch den heiligen Geist des Stammapostels und der Apostel.

Wenn ich als Frau den Heiligen Geist empfangen habe, wieso sollte ich noch der Lehre der Apostel bedürfen?

Wenn Christus in mir ist und ich mich an der sprudelnden Quelle des Heiligen Geistes berauscht habe, finde ich das Reich Gottes in mir. Die Apostel hätten den Auftrag gehabt, den Menschen den Weg zu weisen und die Jesulehre weiterzugeben, stattdessen machen sie die Gläubigen von sich abhängig und verhalten sich wie die Schriftgelehrten und Pharisäer.

Jesus aber lehrte seine Jünger - wenn man den Evangelien Glauben schenken darf - dass das Reich Gottes inwendig in ihnen ist, dass das Einssein mit Gott das Christusbewusstsein ist und dass sie nach diesem Christusbewusstsein streben sollten, nach dem Einssein mit Gott. Jesus sagte, dass er in den Menschen zu finden ist und sprach: Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben. Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nichts zu Essen gegeben.

Wir sollen die Menschen so behandeln, als sei es Jesus, den wir liebhaben.

Jesus sagte: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten gleich wie dich.
In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten.

Wer also diese zwei Gebote hält, tut den Willen Gottes. Mehr ist nicht nötig. Mehr ist auch nicht nötig, um das Reich Gottes auf diese Erde zu bringen. Wenn jeder den anderen so lieben würde wie sich selbst, haben wir das Paradies auf Erden.

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lorenz
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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm... Ich glaube eher, dass es gar nicht sinnvoll ist, "das Reich Gottes auf diese Erde zu bringen". Und die Menschen sollen wir besser nicht generell "so behandeln, als sei es Jesus, den wir lieb haben".
Das Paradies auf Erden zu holen, dieser Versuch endete bemerkenswert oft darin, dass es dann letztendlich die Hölle auf Erden war. Die Menschen sollten wir auch nicht so behandeln, als wären es alles liebe Jesusse. Sind sie nämlich nicht. Die Menschen sollten wir sehr realistisch und differenziert behandeln. Auch akzeptieren, dass sie notwendigerweise die Bereitschaft zum sogenannten "Bösen" in sich haben. Und zwar alle! Auch die sog. "heiligen Männer", die evtl. gerade.

Die Menschen können und müssen nicht "erlöst" werden. Es gibt keine "Erlösung", außer vielleicht die, wenn wir ins "Nirvana" eingehen.

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junia
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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Lorenz, leider hast Du recht. Darauf bin ich inzwischen auch schon gekommen. Aber so habe ich die Lehre Jesu aufgefasst im Gegensatz zum Christentum und zum Christentum der Nakis.

Vor allem, meine Bemerkung, jeden Menschen wie Jesus behandeln, könnte auch so aufgefasst werden, die anderen Menschen - besonders die, die nicht mit mir einer Meinung sind, kreuzigen zu sollen.

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lorenz
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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, wenn man Jesus als "der Menschen Sohn" UND SONST GARNIX! ansieht, dann stimmt das!
Und das war es wohl auch, wofür er sich hielt. Die "Gottessohnisierung" war eine spätere Lüge, für die er nichts konnte...

Mich würde schon interessieren, was er denn wirklich wollte. Aber das dürfte von der christlichen "Tradition" (Geschichte der Lügen und Fälschungen) sehr erfolgreich zugeschüttet worden sein! Keine Chance, jemals wieder an die Original-Botschaft ran zu kommen...
Der Fluss hat die Quelle zerstört: Der "Prozess Kirche" hat das Original verschüttet.

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junia
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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

ja, und wenn alte Schriftrollen etc gefunden werden, ist die RKK sofort zur Stelle, um sie aufzukaufen und erst mal wegzusperren und nur dann zu veröffentlichen, wenn sie ungefährlich für das Christentum sind.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob wirklich alle gefundenen Quumranrollen veröffentlicht wurden. Vielleicht ist ja auch eine verloren gegangen, bevor jemand davon was mitgekriegt hat.

[/b]

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lorenz
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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht ist es aber auch gar nicht schlecht, dass die Original-Jesusbotschaft (falls es sie gab) verloren gegangen ist. Denn schließlich leben wir in einer ziemlich anderen Zeit, in der wir - wohl oder übel - selbst groß sein müssen!

Nicht dadurch, dass wir uns von irgend einer Vatergestalt und seinen "weisen Worten" "erlösen" lassen, erreichen wir ein lebenswertes Leben. Sondern dadurch, dass wir uns selber ein bisschen den Kopf zerbrechen! Z. B. über Fragen nach Fairness im Zusammenleben im Staat, usw... (Dachte gerade an die neuen Sparpläne der Schwazgelben.)

Seit der Aufklärung (der Idee, dass wir SELBST uns "führen" sollen) ist es nicht mehr dasselbe mit den Erlösern und Messiassen. Eigentlich gehören die komplett aufs Altenteil.

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Uncle_Zic
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube gar nicht, dass es so schwierig ist, die Originalbotschaft Jesus' zu erkennen, selbst nach den massiven Fälschungen, Verdrehungen und Auslassungen.

Es scheint Jesus, wie allen, die nicht versuchen, die Realität mit Mythen und Scheinerklärungen zu verkleistern, um soziale Gerechtigkeit gegangen zu sein. Er war Jude und ein großes Thema der Tora ist Gerechtigkeit für das auserwählte Volk. Er scheint ein charismatischer Mensch gewesen zu sein, was seinen Einfluß auf viele erklärt.

Ich halte ihn für eine historische Figur. Wenn man bedenkt, wie ungeheurer schwierig es ist, heute herauszufiltern, was er wirklich gesagt haben könnte, ist die Vorstellung einer Schriftrolle mit seinen Originaläußerungen (...und wird dereinst auftreten ein großer Prophet, namens Zic, dem sollt ihr nachfolgen und Opfer bringen und ihm geben den Zehnten... ) schon faszinierend. Ich glaube aber auch, dass eine große Ernüchterung eintreten würde und die Kirchen einpacken könnten, weshalb ein derartiges Schriftröllchen nie die Chance hätte, als echt eingestuft zu werden.
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junia
Großmeister


Anmeldungsdatum: 06.05.2010
Beiträge: 301
Wohnort: zu hause

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BeitragVerfasst am: 08 Jun 2010 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Jesus hat ja auch gar nicht für die Nachwelt geschrieben. Er hat ja selber das Reich Gottes täglich/stündlich erwartet - und sich geirrt.

Die Apostel haben auch nichts geschrieben, weil sie auf das Wiederkommen des Herrn warteten - vergeblich. Wahrscheinlich konnten sie auch gar nicht schreiben.

Die Evangelien wurden erst viel später geschrieben, nicht von Augenzeugen, auch nicht von Zeitzeugen. Die Evangelien wurden willkürlich zusammengedichtet mit den wenigen Aussprüchen Jesu, die noch mündlich kursierten. Da Paulus nicht von Jesu Leben und Jesu Lehre predigte, wussten die Heidenchristen so gut wie fast gar nichts von Jesu Leben und Jesu Lehre. Sie wussten nur das, was Paulus predigte, von dem Mythos Christus als dem Retter der Menschheit, der sein Leben für die Sünder gab. Das war Paulus Idee, wobei im Laufe der Zeit von allen Göttern im römischen Imperium ein oder mehrere Attribute an Jesus verteilt wurde.

Petrus und Jakobus, die Vorsteher der judenchristl. Gemeinde in Jerusalem hatten da ganz andere Ansichten, die überhaupt nicht mit Paulus Ansichten in Einklang zu bringen war. Die echten ersten Apostel, die Zeugen dessen, was passiert ist, die Jesus kannten, haben das Christentum ganz anders gepredigt als Paulus. Das Christentum ist paulanisch und die Idee dem Heidentum mit seinen Rettern, Heilanden und Gottessöhnen entnommen. Und Paulus hat in seinen Briefen gegen die Apostel und ihren Gemeinden gewettert und geflucht. Keine Liebe, kein Einssein, keine Erfüllung der Verheißung!!! Wie heute, so früher.

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lorenz
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Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 09 Jun 2010 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

junia hat folgendes geschrieben:
Jesus hat ja auch gar nicht für die Nachwelt geschrieben. Er hat ja selber das Reich Gottes täglich/stündlich erwartet - und sich geirrt.

So ist es. Man kann ihn (natürlich wieder ohne Garantie auf Richtigkeit) auch schlicht als falschen Propheten sehen, der den Juden in seinem kleinen Wirkungsbereich als Wanderprediger um den See Genezareth herum das Blaue vom Himmel herunter ("Erlösung") gepredigt hat. Das war scheints damals Mode in einer Situation, wo die stolzen Juden jeden Tag von den Römern gedemütigt wurden. Man kann es irgendwo verstehen.

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Cailleach
Newcomer


Anmeldungsdatum: 13.07.2010
Beiträge: 18

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BeitragVerfasst am: 20 Sep 2010 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Löst sich also jemand von der NAK, hat er jenes Problem, daß er in ein spirituelles Loch fällt. Je nach dem, wie stark der eigene, innere Bezug ausgeprägt ist, ergeben sich zwangsläufig erhebliche, innere Irritationen.


Nee das kann ich auch nicht bestätigen.
Im Gegenteil , erst als ich es beendet hatte und mit Kämpfen draussen war, hatte ich endlich meine Ruhe , meine innerliche Ruhe. Very Happy

Vieles wird im namen jesu und den Apostel gepredigt , abe rmal ehrlich , wieviel leben wirklich danach?
Man könnte nun sagen , nun es sind auch nur menschen . Jaja , aber sie stellen sich jeden Sonntag wie Gott persönlich da , also sollte man auch danach leben.

_________________
herzlichste Grüsse

Cailleach
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2010 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Im Gegenteil , erst als ich es beendet hatte und mit Kämpfen draussen war, hatte ich endlich meine Ruhe , meine innerliche Ruhe.

Hallo Cailleach,
volle Zustimmung! So habe ich mich auch erleben können. Muss aber sagen, ich war selbst erstaunt darüber. Mein gesamtes Leben hat sich positiv verändert.
Habe ich früher mal "mutwillig" einen GD versäumt, ging es mir spätestens am nächsten Tag saumäßig. Das schlechte Gewissen war so stark, dass mich sogar körperliches Unwohlsein plagte, und das ziemlich heftig und jedes Mal.
Von dem Moment an, wo ich mir sagte "da gehe ich nicht mehr hin", hatte ich auch keinerlei Probleme. Schlechtes Gewissen? Nicht die Spur!

Inzwischen weiss ich auch, dass viele, viele ATs den Geschwistern etwas predigen, was sie selbst nicht leben. Und ich bin überzeugt, die leben leichter, nehmen vieles leichter.

LG
Engelchen
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 23 Sep 2010 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fiel damals auch in kein "spirituelles Loch". Wahrscheinlich kommt es halt drauf an, wer man ist und wie man tickt. Bei mir ging dem Ausstieg eine gründliche Phase der Überlegungen voran, was dann darauf hinaus lief, dass mir jede Art von "Religionsspinnerei" zuwider war.

Was ist das denn schon, dieses "Spirituelle"? In 1. Linie doch ein schönfärberischer Begriff dafür, dass sich Leute von interessierter Seite völlig absurde Illusionen in den Kopf setzen lassen!

Da ist jedem zu gratulieren, der beim Absprung von der NAK genügend "Sprungkraft" hat, um sich gleich von dem ganzen anderen üblichen Spinnkram abzusetzen. Was hätte das für einen Sinn, die NAK zu verlassen und dann z. B. bei den Mormonen oder bei den Hare-Krischnas weiter zu machen? Die Aussteiger, die ich kenne, hatten alle diese "Sprungkraft". Die waren alle lernfähig! Soll heißen: Was die in der NAK lernen mussten (mit Schmerzen), können die danach auch auf andere "Spiritualismen" anwenden. Es ist wie bei einer Infektion. Wenn man davon genesen ist, ist man oft auch gegen andere, ähnliche Krankheiten immun.

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