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Bad Paradox

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10 Jahre :: Ohne große Blessuren davongekommen...  
Autor Nachricht
Bad Paradox
Newcomer


Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 4

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BeitragVerfasst am: 23 März 2010 22:13    Titel: Bad Paradox Antworten mit Zitat

Servus.
Ich habe da mal eine Frage. Ich bin von Geburt an Neuapostolisch. Ich bin aber nicht gläubig und gehe auch nicht zu den Gottesdiensten (außer halt, wenn die Familie was besonderes hat Goldene Hochzeit oder sonst was besonderes).
Zu meiner Schilderung. Wie gesagt, ich bin Zeit meines Lebens Neuapostolisch. Gut, als Kleinkind wurde ich von meinen Eltern immer hin geschleppt, aber als ich dann eine Ausbildung angefangen habe, konnte ich tun und lassen, was ich wollte. Ich wurde von keinem gezwungen in die Kirche zu gehen, mir wurde nicht vorgeschrieben, wen ich als Partnerin habe und ich wurde auch nicht von anderen Neuapostolischen ausgegrenzt.
Jetzt zu meiner Frage. Kann es sein, dass es da von Gemeinde zu Gemeinde unterschiede gibt? Gut, so ab und an mal einen Besuch von einem Vorsteher oder sonst was kommt gelegentlich mal vor, aber das auch nur alle paar Jahre mal.
Wie gesagt, ich finde nichts an dem Glauben aber genauso wenig verstehe ich, was die meisten hier schildern.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 23 März 2010 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bad Paradox,
willkommen im Forum!
Wenn du (ich schätze mal seit deiner Konfirmation) dein Leben nach eigenem Gutdünken leben konntest, wirst du niemals verstehen, was die meisten Fories in ihrer "NAK-Vergangenheit" erlebt haben.
Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist erstmal die Frage, wie leben denn deine Eltern ihren NAK-Glauben?
Die allermeisten Fories, die hier über ihre Erfahrungen schreiben, kommen aus einem tiefgläubigen Elternhaus und haben einen großen Teil ihres Daseins in sehr engen Bahnen gelebt. In den GDs wird z. B. der "Tag des Herrn" so dargestellt, dass nur treue Mitglieder an der Entrückung teilhaben werden. So wurde mit der Angst der Geschwister gespielt. Angst davor, wenn man nicht tut was vom Altar gepredigt wurde, wäre man dem ewigen Verderben ausgesetzt.
Aber bitte beantworte erstmal die Frage nach deinen Eltern.
LG
Engelchen
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Bad Paradox
Newcomer


Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 4

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Also... meine Mutter konvertierte zu diesem Glauben, als sie meinen Vater heiratete. Vorher war sie katholisch. Es war halt damals so, dass ich immer mit in die Kirche musste. Sonntagsschule, Konvirmantenunterricht usw. was halt für mich Pflicht. Aber auch nur dann. Zu dieser Zeit gingen wir wirklich jeden Sonntag und jeden Mittwoch hin. Montags war dann Chorprobe. Als ich dann meine Ausbildung angefangen habe (Restaurantfachmann) blieb dafür einfach keine Zeit mehr. Ich habe auch gelesen, dass solche Berufe bei der NAK nicht gestattet sind. Bei mir haben weder meine Eltern noch die Kirchengemeinde was gesagt und alle haben es gewusst. Seitdem war ich nicht mehr oft in der Kirche. Eigentlich nur noch zwei mal. Einmal bei der Taufe meiner Cousine und einmal bei der Hochzeit von Familienfreunden. Die Besuche vom Priester finden weiterhin regelmäßig statt, aber auch nicht so oft. Vielleicht einmal im Jahr oder so. Auch er versucht nicht, mich wieder dazu zu bewegen wieder in die Kirche zu gehen. Er interessiert sich aber stark für meine Hobbys. Dazu muss ich sagen, dass ich Musiker bin und in einer Paganfolkband spiele. Wir spielen unter anderem auch heidnischen Metal. Als er gefragt hat, hab ich ihm das auch so gesagt, da nehm ich kein Blatt vor den Mund. Er fand es toll. Es sei zwar nicht seine Musikrichtung, aber ich soll das doch weiter machen, wenn es mir spaß macht.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Tut mir leid, ich halte dich nicht für glaubwürdig. Deshalb verkneife ich mir künftig jeden Kommentar zu deinen Beiträgen.
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skywalker225
Großmeister


Anmeldungsdatum: 15.02.2010
Beiträge: 312
Wohnort: daheim

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen? Also bisher kann ich das aber noch relativ glaubwürdig finden..

Ich persönlich kenne 'ne Menge Jugendliche, die nach der Konfirmation nie wieder gekommen sind und denen das mit der NAK alles nie so zugesetzt hat. Und in dem Bezirk, wo ich herkomme, ist das auch alles lange nicht so extrem, wie ich das aus vielen Bezirken insbesondere in NRW oder auch BW gehört habe, wo wohl die NAK Hochburgen sind und die verklemmtesten und verbapptesten NAKler überhaupt unterwegs sind Very Happy

Seit Dezember gehe ich überhaupt nicht mehr in den Gottesdienst und habe mit dem Glauben abgeschlossen. Mittlerweile ist Ende März. Mein ehemaliger Vorsteher hat genau einmal angerufen und gefragt, was los sei. Und da meinte er super freundlich am Telefon: "Wir können ja ganz normal, wie Erwachsene reden, wenn Du mit dem Glauben und der NAK nicht mehr einverstanden ist, dann akzeptiere ich das. Wollen wir uns mal treffen?"

Ich hab das Treffen abgelehnt und da meinte er: O.K., dann melde dich von Dir aus einfach nochmal bei mir, wenn Du mit mir darüber reden willst.

Das war's. Nie mehr was gehört. Wenn ich hier im Forum lese, wie extrem da andere Schäfchen gemobbt oder verfolgt werden, dann glaube ich das natürlich und ich weiss auhc dass es so ist. Aber selbst kenne ich das gar nicht so extrem.

Naja und wenn "Bad Paradox" schon so lange draußen ist und sein zuständiger Priester ihn einmal im Jahr besucht, dann ist das doch eine relativ nachvollziehbare Masche des Priesters. Der weiss genau, dass er bei Bad Paradox auf Beton stoßen würde, wenn er ihn überreden wollte in die Kirche zu kommen. Deshalb hölt der stete Tropfen den Stein und er versucht auf "gut Freund" zu machen und sagt, wie cool der die Musik von Bad Paradox findet.
Very Happy

_________________
Möge die Macht mit Euch sein!
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Carolus
Kenner des Forums


Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 921
Wohnort: im Süden der Republik

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

im Moment kann ich in den Beiträgen von Paradox (noch) keine eklatanten Widersprüche entdecken.
Ungewöhnlich für mich ist nicht die erlebte, relative Freiheit (sie deckt sich etwas mit meinen Kindheits-/Heranwachsender-Erfahrungen) - mehr erscheint mir die herausgehörte "Unbeteiligtkeit" (im Kindes-/Jugendalter) dem NAK-Glauben gegenüber aussergewöhnlich. Ich erinnere mich, dass ich in diesem Alter (bis ca. 14/15)) doch - vielleicht unbewusst - sehr stark beeinflusst wurde und wohl auch bis dahin so 'richtig nak-gläubig' war.
Erst danach begann bei mir der 'verstandesorientierte' Abnabelungsprozess, der glücklicherweise keine Wunden und Narben hinterliess.
Vielleicht, Paradox, könntest Du etwas näheres zu Deinem persönlichen Verhältnis zum NAK-Glauben (bis zum Beginn Deiner Berufsausbildung) schreiben.
Carolus
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn BP den Eindruck erwecken möchte, dass die NAK ein ganz lockerer Verein ist, bitte. Auch wenn manches in manchen Bezirken lockerer ist als z. B. bei mir in NRW, möchte die NAK insgesamt ihre Schäfchen behalten und findet es sicher nicht auch noch "toll", wenn man sich abwendet. Und genau diesen Eindruck erweckt BP.
Was die Besuchsangebote angeht, habe ich genau deine Erfahrungen gemacht und darüber bin ich froh. Ich hatte davon seit letzten Mai genau 3. Außerdem ist es nicht mehr usus in der NAK, dass Besuche ohne vorherige Terminabstimmung gemacht werden. Dass ein AT "begeistert" ist, wenn andere Interessen im Vordergrund stehen kann ich nicht glauben.
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skywalker225
Großmeister


Anmeldungsdatum: 15.02.2010
Beiträge: 312
Wohnort: daheim

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 März 2010 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Engelchen,

also ganz ehrlich, bei uns in Hessen habe ich sehr viel die Erfahrung gemacht, dass die NAK in den letzten 10-20 Jahren in der Tat ein sehr lockerer Verein war, wo wirklich niemandem schwer gefallen ist, sich abzunabeln. Ich weiss, wie einer meiner besten Kumpels vor ein paar Jahren beruflich von Hessen nach Dortmund umgezogen ist und dort dann in die Kirche gegangen ist - der war total schockiert, wie es dort abgeht und wie krass "scheinheilig" die dort sind. Seitdem geht er gar nicht mehr in die Kirche und ist mittlerweile zum Aussteiger geworden.

Wäre er in Hessen geblieben - so sagt er - wäre er heute noch in der NAK. Und ein anderer Kumpel von mir (Priester) ist nach Melbourne ausgewandert - allerdings schon vor 10 Jahren. Da ist es wohl noch so wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Da kommt man noch in die Hölle, wenn man Mittwochs im Gottesdienst Jeans an hat.

Also was ich sagen will: Es gibt insbesondere innerhalb der BRD sehr sehr große Unterschiede, wie penetrant und wie extrem Mitglieder gegängelt werden, oder unter Druck gesetzt werden, oder wie versucht wird, einzelne Jugendliche bei der Stange zu halten.

Und wie ich bereits geschrieben habe, ist es wohl in NRW und auch in Baden Würtemberg am allerschlimmsten.

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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
..nach Dortmund umgezogen ist und dort dann in die Kirche gegangen ist - der war total schockiert, wie es dort abgeht und wie krass "scheinheilig" die dort sind.
.
Sag ich doch und hoffe auf dein tiefes Mitgefühl!
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skywalker225
Großmeister


Anmeldungsdatum: 15.02.2010
Beiträge: 312
Wohnort: daheim

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 März 2010 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Selbstverständlich hast Du mein Mitgefühl Smile

Ich weiss ja, wie krass es in diesen Bezirken zur Sache geht. Und sämtliche der Forumsberichte hier sprechen ja Bände.

In einem meiner ersten Beiträge hier im Forum habe ich bereits darüber geschrieben, wie groß die Unterschiede in der NAK überhaupt sind - auch innerhalb eines Bezirkes - und dass die Strenge der Glaubenslehre eigentlich immer vom jeweiligen Bez.Ält. oder Vorsteher abhängt.

Und da gibt's wirklich Bezirke und Gemeinden, wenn man dort herkommt und dann liest, was hier im Forum steht, da fällt man aus allen Wolken und denkt sich: "Das kann niemals im Leben meine schöne NAK sein. Die spinnen ja hier alle."

Als ich vor 8 Jahren (2002) meinen Kumpel in Melbourne zum ersten Mal besucht habe und Mittwochs Abends dort mit in die NAK gehen wollte, fragt er mich: "Soll ich Dir eine Krawatte von mir ausleihen?"

Ich hab ihn völlig entgeistert angeguckt und wusste gar nicht, was er wollte. Schließlich war ich 4 Wochen auf Rucksack-Urlaub in Australien und hatte definitiv keine Krawatte oder Hemd dabei und ehrlich gesagt war mir das auch sowas von nebensächlich. Also sage ich ihm: Für was denn? Ich werde mich doch mal ganz normal mit Jeans und T-Shirt in die Bank setzen können.

Und da sagt er: "Du es tut mir ja leid und ich versteh das auch nicht, aber die sehen das hier gar nicht gerne und sind relativ streng mit sowas."

Ich wusste im ersten Moment gar nicht, wie mir geschieht. Ich habe dann gesagt: "Wir reden aber schon von unserer NAK, oder?"

und er: "Ja, ich ruf mal den Vorsteher an und frage, ob das O.K. dass Du mitgehen darfst"

Naja und ehrlich gesagt hatte ich in dem Moment sowas von keinen Bock mehr darauf, dort in die Kirche zu gehen.

Das habe ich dann aber schnell wieder verdrängt, als ich daheim war.

PS: Sorry, war jetzt etwas offtopic, aber ich wollte nur sagen, dass die NAK sehr sehr unterschiedlich ist, je nach Land, Bezirk und Gemeinde.

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pourquoi_pas
Großmeister


Anmeldungsdatum: 29.09.2009
Beiträge: 274

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Also wenn das wirklich stimmt, was BP hier schildert, dann alle Achtung. Sowas ist mir absolut fremd...

Naja gut, liegt vielleich auch dran, dass ich aus dem sogenannten "Saur-Land" stamme...

_________________
"Du musst auf dein Herz hör'n!
Hör wie es schlägt, wie es fleht, wie es schreit.
Hör wie es lebt, wie es lacht, wie es weint."

Quid est veritas?
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

pourquoi_pas hat folgendes geschrieben:
Also wenn das wirklich stimmt, was BP hier schildert, dann alle Achtung. Sowas ist mir absolut fremd...

Naja gut, liegt vielleich auch dran, dass ich aus dem sogenannten "Saur-Land" stamme...

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass da was faul ist. Hier im Forum gibt es schließlich nicht nur BWer und NRWs, sondern die gesamte BRD ist vertreten und darüber hinaus!
Natürlich gibt es Unterschiede, doch wenn ich BP glauben sollte, könnte sich der StAp verabschieden, denn dann hätte so ungefähr jeder BezAP seine eigene NAK. Oder evtl. sogar jeder VO seine eigene?
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Hasdrubal
Newcomer


Anmeldungsdatum: 19.03.2010
Beiträge: 18

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 März 2010 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

@pourqoui_pas

Auch ich stamme aus dem seinerzeitigen Saur-Land.
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skywalker225
Großmeister


Anmeldungsdatum: 15.02.2010
Beiträge: 312
Wohnort: daheim

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 März 2010 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Engelchen hat folgendes geschrieben:
Natürlich gibt es Unterschiede, doch wenn ich BP glauben sollte, könnte sich der StAp verabschieden, denn dann hätte so ungefähr jeder BezAP seine eigene NAK. Oder evtl. sogar jeder VO seine eigene?


Also Engelchen, da muss ich sagen, dass das wirklich so ist! Wie wir schon festgestellt haben, gibt es ja die "Einheit im Apostelkreis" so gar nicht.

Und die gesamte NAK in den USA stand mit dem dortigen Bez.Ap. auch schon kurz davor, sich abzuspalten von der NAK International, weil sie mit vielen Regelungen und Modernisierungen nicht einverstanden waren. Dort ist auch alles viel konservativer als in Europa.

Und auch muss ich sagen, hat jeder VO seine eigene kleine Welt.

Ich bin mit einer Frau verheiratet, welche nie was mit der NAK zu tun hatte. Der eine VO hat mir gesagt, ich solle auf keinen Fall versuchen sie zu bekehren - sowas käme nie gut - ich soll einfach nur meinen Glauben leben und wenn es sie interessiert, wird sie schon selbst kommen.

Und dann habe ich die Gemeinde gewechselt. Der andere VO sagt: Bring sie doch mal mit, frag sie doch mal, ob sie mitkommen will usw.
Und dann immer so KOmmentare: Und wie geht's Deiner Frau? Will sie mal mitkommen?

Also daran seht ihr, dass jeder VO seine Gemeinde anders führt und anders drauf ist.

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MoralHazard
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.12.2009
Beiträge: 348
Wohnort: Königreich Württemberg

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
auch BW gehört habe, wo wohl die NAK Hochburgen sind und die verklemmtesten und verbapptesten NAKler überhaupt unterwegs sind


Na dann danke auch, Skywalker Laughing

Dass jeder Vorsteher oder auch jeder Älteste seinen Laden etwas anders führt, das liegt wohl daran, dass Menschen unterschiedlich sind. Nicht zu vergessen natürlich regionale Prägungen.

Was BadParadox so sagt, das hört sich für mich ziemlich glaubwürdig an. Aus persönlicher Erfahrung bspw glaubwürdiger als viele der hier geschilderten Horrorszenarien, wenn ich nicht die alten Geschichtn meiner Eltern kennen würde. Aber ich mah hier ja eh nur Werbung...

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...or maybe it's that I realised that it is true;
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skywalker225
Großmeister


Anmeldungsdatum: 15.02.2010
Beiträge: 312
Wohnort: daheim

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 März 2010 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

MoralHazard hat folgendes geschrieben:
Zitat:
auch BW gehört habe, wo wohl die NAK Hochburgen sind und die verklemmtesten und verbapptesten NAKler überhaupt unterwegs sind


Na dann danke auch, Skywalker Laughing


HAHA Laughing Sorry, wenn ich Dir indirekt damit zu nahe getreten bin Wink
Es gibt immer Ausnahmen Exclamation

Als ich noch aktives NAK Mitglied war ist mir dieses Strebertum in den Bezirken in Baden Würtemberg immer besonders aufgefallen und es wurde in unseren Gegenden darüber immer sehr gewitzelt, z.B. hat man bei uns in der Gemeinde immer scherzhaft gesagt, dass am Tag der 1. Auferstehung zuerst die Brüder und Schwestern aus Baden Würtemberg in den Hochzeitssaal dürfen.
Laughing

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Elisa
Newcomer


Anmeldungsdatum: 08.03.2010
Beiträge: 29
Wohnort: Zuhause

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
immer sehr gewitzelt, z.B. hat man bei uns in der Gemeinde immer scherzhaft gesagt, dass am Tag der 1. Auferstehung zuerst die Brüder und Schwestern aus Baden Würtemberg in den Hochzeitssaal dürfen

Ja, die machen nämlich den Blumenschmuck! Laughing

Zitat:
auch BW gehört habe, wo wohl die NAK Hochburgen sind und die verklemmtesten und verbapptesten NAKler überhaupt unterwegs sind


Nein Skywalker, die sind nicht verbappt, aus diesen beiden Bezirken stammen die 144.000! Wink

Aber zu der Diskussion oben, will ich auch mal meinen Senf dazu geben. Mein Bruder kommt schon Jahre nicht mehr. Und da hat nie jemand mal nachgehakt. Das gleiche hat meine Schwester auch erlebt. Vielleicht fallen AT Kinder irgendwie unter den Tisch, keine Ahnung.

Und bei mir hat seit Januar auch keiner nachgefragt. Vielleicht weil ich AT-Frau bin. Wäre auch der erste Anruf überhaupt, seit ich in Hessen wohne und Besuch - ist auch schon wieder 8 Jahre her....

Die NAK ist seit ein paar Jahren schon sehr bemüht, ein Wellness (äh Wohlfühl) verein zu sein!

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An den Kreuzwegen des Lebens sind wir immer ganz allein. (Reinhard Mey)
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Elisa:
Zitat:
...Vielleicht weil ich AT-Frau bin...

Wahrscheinlich überlässt man deinem Gatten die ganze Arbeit um deine Seele. Laughing
Aber nun ernsthaft: Ich denke, wirklich belästigt wird heute niemand mehr. Bei den Aussteigern handelt es sich überwiegend um die jüngere/mittlere Generation und die dürfte es sich verbieten, belästigt zu werden. Das weiß man und auch, dass durch das Internet viele "Geheimnisse" der NAK keine mehr sind. Was will man dagegegen tun? Zumindest zurzeit lässt man die Schäfchen, die den Stall verlassen wollen, laufen. Noch sind ja genügend "Alte" da, die nachfolgen wie eh und je.
Ich denke, auch der neuerdings großzügige Umgang mit Brüdern, die im "Konkubinat" (welch schreckliches Wort!) leben, zeugt von massiven Nachwuchsproblemen. Die Jugend und das Mittelalter brechen weg, da muss man Zugeständnisse machen.
Wer weiß, vielleicht betet man "hinter verschlossenen Türen" weiterhin für ein heilsames Erschrecken und vertraut auf Gottes Hilfe. So erspart man sich die Lauferei am Abend.
Irgendwie passt das jetzt nicht so richtig. Sorry!
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Bad Paradox
Newcomer


Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 4

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich konnte mir fast denken, dass manche so reagieren. Aber so ist es mir nun mal bis dato ergangen. Zur Frage von Carolus:
Ich fand die "Gottesdienste" nie sehr prickelnd... um ehrlich zu sein, fand ich sie stinklangweilig. Irgendwann, ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie alt ich damals war, wurde ich in die Sonntagsschule gesteckt, wo ein Diakon mit uns solche Bibelbildchen ausgemalt hat und uns erzählt hat, was so alles in der Bibel steht (versteht man ja als Kind nicht immer alles). Nunja. Wie ich schon geschrieben habe, waren die Gottesdienste Sonntags und Mittwochs eher ein Pflichtprogramm denn eine Freude für mich. Besonders weil ich meinen Platz in der ersten Reihe hatte, auf dem Präsentierteller sozusagen, und ständig eingenickt bin. Dann waren da noch die Chorproben. Die waren nicht ganz so langweilig wie die Gottesdienste aber ich hätte nicht unbedingt hin gemusst. Dann kam ich dann irgendwann in den Konfirmantenunterricht. Zu dem Zeitpunkt war ich noch gläubig. Das heißt, es gab mal eine Zeit in meinem Leben, in der ich mich wirklich für NAK engagieren wollte, aber das habe ich lange hinter mir. Jedenfalls bin ich dann einmal die Woche in den Unterricht gedackelt. Nach der Konfirmation hat sich mein Interesse an Religion allgemein aber stark gelegt. Aber in die Kirche musste ich immer noch. Ich hab das aber eher nicht zwang von der allgemeinheit gesehen, sondern eher als Zwang meiner Eltern, nach dem Motte: "Was sollen denn die anderen denken, wenn du nicht mehr mit kommst?" Irgendwann war ich dann aber doch mal so weit, dass ich eine Ausbildung anfangen wollte. Meine Eltern haben mir ein Handwerk geraten. Leider habe ich aber kein Handwerkliches Geschick. Mein Vorschlag war dann der Restaurantfachmann. Meine Eltern haben nur gemeint, dass ich mir im klaren darüber sein müsse, dass ich auch Samstags, Sonntags und an Feiertagen arbeiten muss, sowie bis spät in die Nacht hinein. Aber es war und ist immer noch mein Traumberuf und ich habe es gemacht. Nach einer Weile habe ich es auch in der Kirche angesprochen und es kam keinerlei Kritik.

Mittlerweile bin ich so was, was manchen Leuten den Schauer über den Rücken laufen lässt. Seit gut sechs Jahren bewege ich mich in der Gothicszene. Seit einem Jahr spiele ich in einer Paganfolkband mit heidnischen Einflüssen. In der Kirche war ich nur noch zwei oder höchstens drei mal. Meine Verlobte ist katholisch aber will austreten. Ich bin an beiden Armen tätowiert (einmal ein Friedhof mit nem Sensenmann und dann noch ein Pentagramm) und schreibe heidnische Texte für meine Band.

Aber was ich sehr kurios fand kommt noch. Damals, als ich nicht mehr in die Kirche ging war es für meine Eltern auch nicht mehr soooo wichtig. Wenn sie mal krank waren, also so erkrankt, dass sie normalerweise noch hin gegangen währen, blieben sie ab diesem Zeitpunkt einfach daheim.

Und von einer Person muss ich noch berichten. Ich hatte damals als Kind etwas Angst vor diesem Mann. Er hat mich immer mit seinen Kinder mit in den Kindergottesdienst genommen. Und der hatte vielleicht Ideen. Im Auto kann man zwar singen, aber normal reden kann man nicht. Und die Fahrt hat zwei Stunden gedauert. Ich habe also zwei Stunden auf dem Rücksitz gesessen und geschwiegen.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bad Paradox,
Zitat:
Dann waren da noch die Chorproben. Die waren nicht ganz so langweilig wie die Gottesdienste aber ich hätte nicht unbedingt hin gemusst. Dann kam ich dann irgendwann in den Konfirmantenunterricht.

Welche Stimme hast du in dem Chor denn gesungen?
Zitat:
Aber es war und ist immer noch mein Traumberuf und ich habe es gemacht. Nach einer Weile habe ich es auch in der Kirche angesprochen und es kam keinerlei Kritik.

Verstehe ich dich richtig? Du hattes mit der Ausbildung begonnen und es dann in der Kirche erzählt? Wem hast du das denn erzählt?
Zitat:
Aber was ich sehr kurios fand kommt noch. Damals, als ich nicht mehr in die Kirche ging war es für meine Eltern auch nicht mehr soooo wichtig. Wenn sie mal krank waren, also so erkrankt, dass sie normalerweise noch hin gegangen währen, blieben sie ab diesem Zeitpunkt einfach daheim.

Dieser Abschnitt erklärt eigentlich schon eine ganze Menge. Ich denke, du weißt wieso.

Und besonders interessant finde ich diese Passage:
Zitat:
Und von einer Person muss ich noch berichten. Ich hatte damals als Kind etwas Angst vor diesem Mann. Er hat mich immer mit seinen Kinder mit in den Kindergottesdienst genommen. Und der hatte vielleicht Ideen. Im Auto kann man zwar singen, aber normal reden kann man nicht. Und die Fahrt hat zwei Stunden gedauert. Ich habe also zwei Stunden auf dem Rücksitz gesessen und geschwiegen.

Aus welchem deutschen Bundesland kommst du?
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motzer
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 326

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Bad Paradox hat folgendes geschrieben:
Dann waren da noch die Chorproben. ... Dann kam ich dann irgendwann in den Konfirmantenunterricht.

Vor dem Konfirmandenunterricht im Chor? Erzähl' mir mal, wo's das gibt. Oder warst du mit ca 13 Jahren schon mit dem Stimmbruch fertig?

motzer
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht nur das fällt auf, Motzer.
Kannst du mir sagen, wo in Deutschland man geschlagene 2 Stunden zum GD fährt?
Nicht einmal die bayer. Bergbauern schaffen das.
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MoralHazard
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.12.2009
Beiträge: 348
Wohnort: Königreich Württemberg

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 März 2010 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtigall, ich hör' dir trapsen...
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motzer
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 326

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht im hohen Norden, von einer Hallig zur anderen...
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Oder vom Ruhrgebiet ins Ausland.
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Engelchen
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 11.07.2009
Beiträge: 4110
Wohnort: Nachbar von Tom

BeitragVerfasst am: 24 März 2010 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

MoralHazard hat folgendes geschrieben:
Nachtigall, ich hör' dir trapsen...

Das nehm ich dir nicht ab, dazu fehlt dir das gewisse Maß an Masse.
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MoralHazard
Großmeister


Anmeldungsdatum: 27.12.2009
Beiträge: 348
Wohnort: Königreich Württemberg

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BeitragVerfasst am: 24 März 2010 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte das ein Witz werden oder werden wir zum späten Abend hin noch beleidigend?
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 25 März 2010 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Bad Paradox hat folgendes geschrieben:
Kann es sein, dass es da von Gemeinde zu Gemeinde unterschiede gibt?

Und ob das sein kann! Es gibt lokale/regionale Unterschiede. Und oft sind Gemeinden stark von der "Glaubensqualität" der jew. Vorsteher geprägt. Wenn das ein "Alter" (vielleicht noch von der Bischoff-Ära geprägt) ist, kann das völlig anders aussehen als wenn das einer von der neueren ("lauen") Sorte ist. Da gibt es durchaus welche, die etwa der Ökumene-Idee anhängen, die nicht wirklich glauben, dass diese Apostel der einzige Weg sind, usw. Wenn sie das nicht an die große Glocke hängen, kann es sein, dass sowas geduldet wird. Zumal die "Personaldecke" in der NAK viel schwieriger geworden ist.

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Bad Paradox
Newcomer


Anmeldungsdatum: 23.03.2010
Beiträge: 4

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BeitragVerfasst am: 14 Dez 2010 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich jetzt lange zurückgehalten und nur ab und an mal wieder hier herein geschaut, da manchen Leute hier mich ja nun doch für unglaubwürdig halten. Zu dieser Nachricht musste ich mich jetzt aber doch einmal durchringen, da ich weder als unglaubwürdig noch als Wolf im Schafspelz da stehen möchte.

Ich schildere jetzt erst einmal ganz genau, wie es mir ergangen ist.
Mein Vater wurde, wie ich auch, in eine neuapostolische Familie hinein geboren. Als er meine Mutter (damals katholisch) geheiratet hat, konvertierte auch sie zu diesem Glauben. Ich wurde dann irgendwann geboren und wie könnte es anders sein, wurde auch ich neuapostolisch getauft.
Exkurs "Wie kam ich zum Chor"
Meine Eltern sangen/singen beide im Kirchenchor. Nach meiner Geburt war es natürlich so, dass meine Mutter mit mir bei den Mitgliedern der Gemeinde gesessen hat und nicht beim Chor. Als ich dann aber so zwischen fünf und sieben Jahre (weiß nicht mehr genau, wie alt ich damals war) war, sang meine Mutter auch wieder im Chor und ich saß halt daneben. Mit neun oder zehn Jahren wurde ich dann in den Chor integriert. Mit meiner noch vom Stimmbruch verschonten Stimme habe ich dann halt Sopran gesungen. Nach dem Stimmbruch schwenkte ich dann für die paar Jahre, die ich noch dabei war auf Tenor um.
Das zu der Frage mit dem Chor.

Exkurs "Mein Beruf"
Als ich sechzehn Jahre alt war ist es ja nun doch relativ normal, dass man sich eine Ausbildungsstelle sucht. Zuerst habe ich mal ein Praktikum als Sanitär und Heizungstechniker gemacht. Das war aber nicht wirklich das richtige für mich, ergo habe ich mir über legt was ich sonst gerne machen würde. Da kam mir entweder Restaurantfachmann oder Koch in den Sinn. Restaurantfachman wurde ich dann anschließend auch, weil ich keine Stelle als Koch gefunden habe. In der Gemeinde selbst kam das eigentlich von alleine zur Sprache. Ich war eben in dem Alter, wo man sich einen Beruf aussucht und ich wurde von verschiedenen Stellen gefragt. Mal von normalen Gemeindemitgliedern, mal vom Vorsteher usw. Jedem habe ich das so gesagt... also dass ich Restaurantfachman lerne. Die haben das auch alle so hingenommen.
Ich kann mich allerdings auch an Dinge erinnern, die nicht so gerne gesehen wurden. Ich bin bis heute Mitglied in einem Angelsportverein. Die Veranstaltungen des Vereins fanden in der Regel immer Sonntags statt. Eine genaue Situation war: Ich saß in der Sonntagsschule und es wurde verkündet, dass am darauffolgenden Sonntag ein Kindergottesdienst in einer Nachbargemeinde abgehalten werden würde und es ging um die Fahrerei (also wer fährt mit wem). Ich habe gesagt, dass ich nicht mitkommen würde, weil ein Angeln anstehen würde. Nunja... da habe ich mir einen etwas längeren Monolog anhören müssen, aber was die Ausbildung und den Beruf angingen, da hat mich niemand dran hindern wollen... gut, einmal wurde mir gesagt, ich solle es mir überlegen, weils halt beknackte Arbeitszeiten sind, aber das kam von einem normalen Gemeindemitglied.

@Engelchen:
Zitat:
Zitat:
Aber was ich sehr kurios fand kommt noch. Damals, als ich nicht mehr in die Kirche ging war es für meine Eltern auch nicht mehr soooo wichtig. Wenn sie mal krank waren, also so erkrankt, dass sie normalerweise noch hin gegangen währen, blieben sie ab diesem Zeitpunkt einfach daheim.

Dieser Abschnitt erklärt eigentlich schon eine ganze Menge. Ich denke, du weißt wieso.


Nö... ich weiß nicht was du meinst. Es sei denn, dass du darauf anspielen magst, dass meine Eltern auch nicht sonderlich tief in dem Glauben verwurzelt sind. Aber das war mir von dem Zeitpunkt an auch klar. Manchmal denke ich mir auch: "Hättet ihr damit nicht früher anfangen können?"

Zitat:
Und besonders interessant finde ich diese Passage:
Zitat:
Und von einer Person muss ich noch berichten. Ich hatte damals als Kind etwas Angst vor diesem Mann. Er hat mich immer mit seinen Kinder mit in den Kindergottesdienst genommen. Und der hatte vielleicht Ideen. Im Auto kann man zwar singen, aber normal reden kann man nicht. Und die Fahrt hat zwei Stunden gedauert. Ich habe also zwei Stunden auf dem Rücksitz gesessen und geschwiegen.

Aus welchem deutschen Bundesland kommst du?


Darf ich erfahren, was genau du an dieser Passage so interessant findest?
Ich komme aus Rheinland-Pfalz.

Wenn noch weitere Fragen aufkommen sollten fragt. Sofern sie nicht zu tief in meine Privatsphäre eindringen, werde ich sie beantworten. Man will ja anonym bleiben.

Ergänzung...
Hab da was vergessen.... das mit dem "Gottesdienst" und der zweistündigen Fahrt. Ich war damals in einer Gemeinde nahe der Luxemburger Grenze. Und der Kindergottesdienst war irgendwo in oder bei Ludwigshafen. War so ne Tagesveranstaltung.
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Tom
Großmeister


Anmeldungsdatum: 10.09.2009
Beiträge: 297
Wohnort: In der Nachbarschaft von Engeln

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BeitragVerfasst am: 14 Dez 2010 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, es ist zwar ungewöhnlich und kommt nicht allzu oft vor, dass man im relativ jungen Alter nicht mehr zum GD geht, aber ich kenne da auch den einen oder anderen Fall, in dem ein Sohn eines ehemaligen Priesters eben in jungem Alter nicht mehr zum GD ging. Und es passierte nichts. Der eine predigte weiter und der andere blieb zum GD zu Hause.

Gruß

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