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2 Jahre sind es her....


 
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Happy Halloween! :: Überaschung  
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Vezelay
Meister


Anmeldungsdatum: 07.11.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Stuttgart

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BeitragVerfasst am: 07 Nov 2009 14:45    Titel: 2 Jahre sind es her.... Antworten mit Zitat

..seitdem ich mich hier angemeldet habe: Am 7.11.2007! Habe es soeben zufällig gesehen.....in der NAK würde man vielleicht sagen, dass es ein Glaubenszeichen sei, mir der liebe Gott etwas damit sagen möchte....

Nun ja, in den zwei Jahren hat sich einiges getan - und wenn ich meinen Ausstieg betrachte, nur positives. Wie ich schon öfters hier geschrieben habe - und ich bitte um Verständnis bzgl. dieser Wiederholungen - den Ausstieg habe ich seither keine Sekunde, aber keine Sekunde bereut! Im Gegenteil! Es war und wird wohl der wichtigste und beste Schritt in meinem Leben gewesen sein!

Ob es einen Gott gibt, kann ich nicht sagen - es ist mir auch egal. Mir fehlt nichts von dem, was die NAK-Oberen immer wieder erwähnen, wenn man die GD auslasse - mich hat weder der Blitz getroffen, noch habe ich meinen Job dadurch verloren, noch hat mich eine schreckliche Krankheit eingeholt....im Gegenteil, beruflich läuft es mehr als gut - aber noch wichtiger ist, dass ich mit mir selbst sehr zufrieden bin.

Das kam nicht von ungefähr. In der Anfangszeit des Ausstiegs wusste ich zwar, dass der Schritt richtig war - aber wohin soll nun die "Lebensreise" gehen? Im Rückblick finde ich es gut, dass ich mich zurückgenommen habe: Zeit für sich selbst nehmen, sich fragen, was möchtest du - ohne gleich wieder Kontakt mit einer religiösen Gemeinschaft zu suchen, aus Angst vor Einsamkeit und vielleicht "Schuldgefühlen" gegenüber Gott...nein, sich einfach Zeit nehmen, sich nicht selbst bedrängen, sich nicht unter Druck setzen.....

Mit der Zeit kamen dann neue Ideen für die Lebensgestaltung, die NAK trat mehr in den Hintergrund - auch empfand ich es für mich wichtiger, die Diskussionen und Informationen - auch hier im Forum - um und über die NAK zu vermeiden, da ich befürchtete, mich sonst im Kreis zu drehen.....

In den vergangenen Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt - religiöse und weniger religiöse. Es ist ein schönes Gefühl, ein Geschenk, so angenommen und akzeptiert zu werden, wie man ist....so sein zu dürfen und die Reflektion zu erhalten: Es ist gut wie Du bist.....ich bin kein Mensch geworden, der eifrig Kontakte knüpft und Bekanntschaften benötigt - ich lebe eher ruhig und zurückgezogen - und ich habe zwar nicht das Gefühl, in der Zeit in der NAK einiges verpasst zu haben.....allerdings denke ich oft, dass es mir heute leichter fiele, mich mit Gleichaltrigen zu treffen, wenn ich ausserhalb der NAK aufgewachsen wäre: Kontakte zu Schulfreunden, Treffen auf Festen, etc.....das fehlt.

Meine Einstellung der NAK gegenüber hat sich u.a. daher in den letzten zwei Jahren gewandelt. Während ich die NAK - ich sage bewusst nicht: Kirche - neutral eingestellt verliess, ist die NAK für mich heute ein Begriff der Scheinheiligkeit, der negativen Beeinflussung, der Arroganz und ein Ort, an dem Menschen ein stückweit um ihre Lebensqualität gebracht werden, geworden. Ich fühle mich heute von der NAK nur verarscht - und bringe das gegenüber NAKlern deutlich zum Ausdruck. Nichtsdestotrotz schaue ich positiv nach vorne.....die NAK ist bei mir aber sowas von unten durch und bei Fragen um den christl. Glauben und die "Liebe zu den Menschen" auf keinen Fall seriös.

Auf diesem Weg in den letzten beiden Jahren gab mir das Forum auch anfangs die Sicherheit, dass ich nicht alleine auf diesem Weg bin - und die Fories hier haben durch ihre Beiträge auch zu einem weiteren Blick über die NAK beigetragen - und mir wurde manches bewusster, was aber meinen Ausstieg nur noch weiter bestätigte. Dafür ein herzliches Dankeschön an ALLE!

Mein Leben ist in diesen zwei Jahren aufgeblüht - habe mittlerweile schöne und interessante Hobbies gefunden - und mit zaghaften und unsicheren Schritten meinen ersten Tanzkurs belegt - und es ist gar nicht so schlimm....:-))..mittlerweile bin ich im Goldkurs gelandet, auch wenn meine Bewegungen doch mehr an Bodenturnen erinnern....

Warum ich das schreibe? Ich hab's unter die Grüße eingestellt - und vielleicht liest es der eine oder andere, der vielleicht noch mit sich zweifelt, ob es der richtige Weg sein wird oder war, aus der NAK auszusteigen. Aber jedem Ausgestiegenen wünsche ich, dass er und sein Leben aufblüht, sich entfalten kann.....

Vielen Dank an die Admins hier für diese Seite und an die Fories für manche Anregung und manchen Gedanken.....

Vezelay
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 07 Nov 2009 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist schön! Mal was richtig positives!
Daumen

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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isa
Admin
Admin


Anmeldungsdatum: 26.07.2006
Beiträge: 11712
Wohnort: Sanitz

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BeitragVerfasst am: 07 Nov 2009 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vezelay,

es freut mich natürlich auch sehr, dass du deinen Lebensweg gefunden hast. Auch freut es uns, dass wir dabei ein klitzekleines bisschen dazu beitragen konnten. Du kannst dir sicher sein, wir und alle anderen hier haben es ganz bestimmt gerne getan.
Wir wünschen dir auch weiterhin viel Spaß, Freude und Kraft alles zu bewältigen, was dir in der Zukunft noch zugedacht ist. Laughing

LG Isa

_________________
Ein Mensch wird mit vielen Persönlichkeiten geboren, und stirbt als eine Persönlichkeit.
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ohnemoosnichtslos
Meister


Anmeldungsdatum: 17.12.2008
Beiträge: 203

germany.gif
BeitragVerfasst am: 08 Nov 2009 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vezelay,

einfach toll und danke, dass du diese Idee hattest, hier einmal Danke zu sagen.
Da kann ich mich nur anschließen.

Ich hoffe der Spruch ist nicht zu abgedroschen, von Voltaire:

Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein.

In diesem Sinne auch weiterhin alles Gute für dich. five

omnl

_________________
Der größte Einwand gegen jede Lehre sind die Lehrer.
Religionsstifter wählen deshalb gern die Methode der göttlichen Offenbarung.
Da ist dann die Lehre vom Himmel gefallen, was alle Kritik an ihr ausschließt.
Alfred Polgar (1873-1955)
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Vezelay
Meister


Anmeldungsdatum: 07.11.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Stuttgart

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BeitragVerfasst am: 08 Nov 2009 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isa, hallo Lorenz,

vielen Dank für das Feedback....

@Isa, ihr habt nicht nur ein "klitzekleines bisschen" zu meiner heutigen Situation beigetragen, sondern schon einen etwas gewichtigeren Anteil.

Ich habe in 2003 loyal die NAK verlassen - das Gespräch mit meinem Vorsteher war sehr fair - er wollte es nur verstehen, ohne mich überreden zu wollen. Ich wusste sicher, dass die NAK nicht mein Weg bleiben wird - aber ich hatte verständlicherweise auch Angst vor Diskussionen mit den Vertretern der NAK-Hierarchie.....von daher gab es nur ein Gespräch - auch hier ein offenes mit dem damaligen AP - der mich von meinem Amt "befreit" hat....

In der Zeit nach dem Ausstieg gab es zwar einen gewissen Umbruchin der Wochengestaltung - ich hatte abends Zeit für mich - und genoss es!! Keine Hetze mehr, pünktlich das Büro zu verlassen, um abends im "Werk des Herrn" tätig zu sein; Kein "Rumgequake" vom Altar, nur damit etwas gesagt ist; Zeit zu haben, mich ohne inneren Druck und Schuldgefühlen mit Schriften von "richtigen" Theologen zu befassen - sehr empfehlen kann ich hier die Bücher von Jörg Zink und Johannes Kuhn - beides ev. Theologen aus dem Südwestern der Republik, die in einer sehr liebevollen und verständigen Art ihre Sicht über ihren Glauben sehr authentisch schildern.

Die ersten Jahre waren geprägt, genügend Abstand zur NAK und Mitgliedern zu halten. Ich wollte keine Diskussionen mehr, wieso weshalb und warum ich ausgetreten bin - auch wenn ich immer wieder hörte, dass sich doch manches in der NAK zum Besseren gewendet haben sollte....

Wie ich mich dann ab 2007 hier im Forum angemeldet habe, musste ich erfahren, dass obige Aussage eine "Unke" war - NICHTS hat sich geändert. Durch dieses Forum hier konnte ich einen "Blick auf die NAK" werfen - mit genügend innerem Abstand. Blicke auf die NAK-Erfahrungen anderer, die meiner doch so ähnlich sind. Blicke auf die Aussagen der NAK-Oberen, Blicke auf die Ansichten manches aktiven "Seelenhirten" , die in weltoffenen Kreisen nur Kopfschütteln erzeugen würden. Einen Blick auf die Schriften, auf die Kommunikation der NAK - die mir deutlich zeigten, dass sich NICHTS, aber auch gar nichts geändert hat....

Wenn mich NAK-Freunde genau auf diese "Änderungen" ansprechen, kann ich mich innerlich getrost zurücklehnen - und mit gewissen Inhalten zu Predigten des jetzigen STAP oder manch anderen Irrungen der NAK - z.B. die Aufarbeitung der NAK-Historie - kontern. Die Änderungen basieren dann eher darauf, dass sich die Diakone z.B. jetzt mal zu einer Sommerfeier treffen - äh, aber sorry - kann ich da nicht in einen Verein eintreten, da hab' ich auch soziale Kontakte UND ich kann die Zeit wirklich mit einem Hobby sinnvoll nutzen, anstatt den Phrasen vom Altar zuzuhören....?

Abschliessend: Das Forum hier ist für mich eine Informationsquelle - und wenn ich auch nur ab und an reinschaue, aber durch die neu eingestellten Kommentare kann ich mir ein Bild über die jetzige Situation machen - und es bestärkt mich darin, weiterhin mein Selbstvertrauen aufzubauen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen: Es zu gestalten - vieldimensional, positiv, nach vorne, Chancen für sich zu sehen......Erfolge sind sichtbar: Ich empfinde mich seit dem Ausstieg als ein sehr zufriedener Mensch - und auch meine Umwelt reagiert positiv auf mich....woher kommt's: Ich höre nicht mehr: "Die Welt ist schlecht", "Du bist ein Sünder", "wir können gar nichts", "wir wollen unser Tun und Handeln unter den Willen des Herrn " (Erg.: der AP) stellen......sondern ich erlebe und erfahre mein Leben neu. Das ist eine ungemein bereichernde Erfahrung!!!
Das Forum hier hat mich in meiner Ansicht bestärkt, dass es der richtige Schritt war, die NAK zu verlassen und dass es verschwendete Zeit ist, sich weiterhin mit ihr zu befassen in dem Gedanken, an der NAK etwas Positives zu suchen. Und mir ist aufgefallen, dass hier keiner im Forum andere dazu drängt, diesen Schritt des Ausstiegs machen zu müssen - ich erfahre es mehr als eine Art des Begleitens, eines "Paten".....

Von daher: Danke!!!!!

Vezelay
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Uncle_Zic
Foren-King


Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 1811
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 08 Nov 2009 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich höre nicht mehr: "Die Welt ist schlecht", "Du bist ein Sünder"

Höret und staunt: genau das denke ich immer noch, aber...
...unter gänzlich anderen Vorzeichen, nämlich aus eigener (intellektueller) Kraft und mit anderer (diesseitsbezogener) Stoßrichtung. Die Welt, das sind nicht mehr die da draußen, die nichts vom w.G.u.A. (wiederaufgerichteten.. u.s.w.) wissen oder wissen wollen, sondern die, von denen ich ein Teil bin, das sich für den Gang der Dinge mitverantwortlich fühlt und das sich mit seinen sehr bescheidenen Möglichkeiten dafür einsetzt, dass die Welt besser wird. Eigentlich ist das nur erwähnenswert, wenn man Welt mal so anders, so verzerrt, gesehen hat, denn jeder muss ja irgendwie zu dem, was um ihn 'rum vorgeht, Stellung nehmen.

Und ob die Welt schlecht ist! Nur hilft kein Beten und kein Heilsversprechen, das zu ändern oder sich damit abzufinden.

Und was den Sünder betrifft, so sehe ich mich oft so. Des religiösen Schuldschnickschnacks entkleidet würde ich das allerdings anders bezeichnen: ich bin oft ein Irrender oder Schwacher, einer, der Dinge tut und sagt, die ihm hinterher leid tun. Daraus folgt dann im günstigen Fall die Kraft, das nächstes Mal besser zu machen. Nur brauche ich dazu keine Sündenvergebung, sondern Selbsterkenntnis, eine gute Selbsteinschätzung und den Glauben daran, dass mein Leben nur 'was taugen kann, wenn ich mich selbst richtig mag und wenn ich ihm aus eigener Kraft die Richtung geben kann, die für mich gut ist. Das beruht auch alles auf Werturteilen, die sich allerdings nicht irgendwelchen religiösen Erlösungszielen verpflichtet fühlen. Man kann also darüber mit mir reden und meine Ansichten anzuzweifeln hilft mir dabei mehr, als bloße Zustimmung.

Religion verquickt diese Dinge geschickt. Weil jeder weiß, er ist nicht vollkommen, kann sie ihm gleich seine erlösungsbedürftige Sündhaftigkeit unterjubeln. Weil jeder weiß, dass diese Welt schlecht ist (auch wenn sich jeder dabei etwas anderes denkt), kann ihm Religion unterjubeln, dass er von ihr nur durch Jesus Christus erlöst werden kann - selbstverständlich muss sie vorher gänzlich vernichtet werden. Das hat die böse Welt dann davon, dass sie mich so ungerecht behandelt hat!

Also, in diesem Sinne: bessert euch und vergesst nie, dass Aussteigen immer zum Einsteigen mit dazugehört! Wink

Und Vezelay: Ach, bleib bei uns! Wink
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 08 Nov 2009 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zic hat folgendes geschrieben:
Und ob die Welt schlecht ist!

Sie ist aber auch gut. Sie ist einfach, was sie ist: Die beste aller möglichen Welten und auch die schlechteste aller möglichen Welten.
"Ein Gemisch aus Scheiße und Mondschein" eben, wie Arno Schmidt über "den Menschen" schrieb.

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Vezelay
Meister


Anmeldungsdatum: 07.11.2007
Beiträge: 223
Wohnort: Stuttgart

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BeitragVerfasst am: 08 Nov 2009 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Uncle_Zic hat folgendes geschrieben:

Höret und staunt: genau das denke ich immer noch, aber...
...unter gänzlich anderen Vorzeichen, nämlich aus eigener (intellektueller) Kraft und mit anderer (diesseitsbezogener) Stoßrichtung.


Hmm, da hast jetzt aber ein etwas größeres Fenster aufgestoßen... Smile ...ich meinte das eher begrenzter auf den Einfluss durch die NAK bezogen......

Die Gottesdienste in der NAK waren/sind nicht wirklich ausgefüllt von Lebensfreude. Da ist doch eher "miese Stimmungsmache" angesagt, in dem der Priester durch sauertöpfische Miene verkündet, dass die "Erde ein Jammertal" sei und die Gläubigen fleissig um die Heimholung der Braut beten sollen, damit dieses Jammertal ein Ende habe. Durch diese eher negativen Aussagen über die "Welt" - und eben der Mitmenschen, der Arbeit, dem Leben an sich - kann sich auch kein wirkliches Leben entfalten - ist doch wie mit einer Blume, die man immer wieder nach unten drückt - wie soll die sich entfalten??

Wenn man der NAK einige Zeit fern bleibt, spürt man, dass die Welt soo schlecht gar nicht ist. Wie Lorenz geschrieben hat, hat sie auch ihre guten Seiten - das sind zum überwiegenden Teil Menschen, die einem begegnen und die ohne Berechnung an einem interessiert sind - als Mensch, weil man so ist wie man ist. Ich habe erfahren, dass diese weltoffenen Menschen sehr viel mehr Lebensfreude in sich tragen - und dennoch die Probleme der heutigen Zeit (Klimawandel, Krise, Ernährung/Wassermangel, Bevölkerungsentwicklung, etc) sehr ernst nehmen - als die NAKler, die meist nur über die Welt jammern.

Für meinen Teil habe ich erfahren, dass sich ohne die "Stimmungsmache" der NAK oder anderer Gruppierungen sehr wohl Lebensqualität und Lebensfreude entwickeln kann....und, Uncle_Zic, wie Du geschrieben hast, weiss man um seine Schwächen und die "weltlichen Probleme", die der eine oder andere durch seine Lebensausrichtung im Kleinen versucht zu vermindern....

Zu dem Thema passt ein Text, der mich seit Jahren nun begleitet:

"Das Leben ist nicht so eng, wie wir es uns oft gegenseitig machen. Es ist nicht so düster, wie wir es manchmal beschreiben. Es ist nicht so humorlos, wie wir es uns manchmal vermitteln. Das Leben hat Farben und Formen, Heiterkeit und Tiefe, Überraschung und Abenteuer bereit."
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