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Lily

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Herz aus Eis? :: Noch einer weniger  
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

germany.gif
BeitragVerfasst am: 23 Sep 2009 11:31    Titel: Lily Antworten mit Zitat




Hallo!

Ich stehe nun am Anfang eines neuen Weges. Bin ziemlich verunsichert, aber auch ziemlich entschlossen diesen neuen Weg - wie immer er aussehen mag - zu gehen.

Bin Anfang der 60er Jahre geboren, gläubig erzogen (ev.) worden und mit 12 Jahren meinen Eltern in die NAK gefolgt. Da ich sowieso irgendwie weltfremd erzogen worden bin (wir durften irgendwie nirgendwo hin, mussten unmöglich gekleidet rumlaufen etc.) fügte ich mich in die Kirche ein, machte dort mit, was man so mitmachte und war ein braves Gotteskind..

Dort lernte ich auch meinen jetzigen Mann kennen, heute ist er Priester und Vorsteher (noch). All die Jahre habe ich alles in der Kirche mitgemacht, Chor, Orgel, Putzen, regelmäßige Gottesdienstbesuche, habe oft auf meinen Mann verzichtet, meine Ohren zugemacht, den Mund gehalten. Fühlte mich mal mehr mal weniger dazugehörig, versuchte zu glauben, hielt still. Etwas Böses passiert ist mir in der NAK nicht. Wie auch, ich war ja immer "brav".

Allerdings war eines immer da: Ich konnte noch so oft nach außen hin sagen: Keiner zwingt uns, wir machen alles freiwillig, innerlich stimmte das nicht. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss ja. Ich habe nicht wirklich die Wahl.

Es ist sehr schwierig zu erklären. Mal habe ich intensiv geglaubt, dann wieder stark gezweifelt. Sollte wohl..? Halt, so darf ich nicht denken! Und doch.. auf und ab. Nach außen immer alles okay. Als "Gehilfin" sowieso. Und doch schlechtes Gewissen: Ich mache keine Krankenbesuche wie die anderen Frauen. Ich ärgere mich im Stillen, wenn mein Mann woanders "dienen" muss und die Familie wird auseinander gerissen. Ein gewisser Neid auf diejenigen, die sich erlauben nicht regelmäßig zur Kirche zu gehen.. uvm.

Dazu kamen andere Probleme im Leben. Unsicherheiten, keine eigene Meinung, Überforderung, Einsamkeit.. ich wurde depressiv, hatte schlimme Gedanken. Suchte im Gottesdienst und in Gebeten sowie Gesprächen mit den Seelsorgern um Hilfe. Manchmal fühlte es sich kurzfristig besser an. Aber es änderte sich ja nicht wirklich was. Zwiespälltige Gefühle, weil ich es meinem Mann schwer mache, auch in seinem Auftrag als AT. Nicht reden dürfen.

Ich habe viel gelesen, in Büchern zur Selbsthilfe, im Internet usw. habe Gespräche mit meinem Therapeuten (Psychologe) geführt und weiß nun, dass ich was ändern muss. Natürlich nicht nur Änderungen im Glaubensleben sondern auch in anderen Lebensbereichen und überhaupt. Aber eben dies ist auch ein Thema. Ich kann nicht ein Leben lang gegen eine innere Überzeugung leben. Bzw. nicht nur einfach damit leben, sondern auch noch nach außen tragen und repräsentieren müssen, dass es richtig so ist und ich damit glücklich bin.

Ich habe mich mit ein wenig mit dem Christentum beschäftigt, wie alles entstand, wie die Menschen seit je her daran rumgemacht haben.. parallel dazu habe ich mich auch in die Geschichte der NAK eingelesen, nicht bis ins kleinste Detail aber grob und bin zu der Auffassung gelangt all das kann nicht stimmen. Es ist widersprüchlich. Es kann kein "Werk Gottes" geben. Ich kann und möchte nicht mehr in die Kirche gehen.

Es ist nicht leicht. Auch jetzt hier beim Schreiben ist die Angst im Nacken, etwas Falsches, Sündhaftes zu tun. Warum? Es sitzt doch tief das Ganze, Erlernte. Aber ich kann und will mir nichts mehr vormachen. Denn das war es doch.

Ich stehe erst ganz am Anfang. Habe mit meinem Mann geredet, habe dem BÄ einen Brief geschrieben, ein Besuchstermin wurde gemacht. Der BÄ ist ein lieber Mensch, ich habe Vertrauen zu ihm. Aber mir ist auch klar, dass er kaum sagen wird: Das hast du richtig gemacht..

Ich weiß noch nicht, was auf uns zu kommen wird. Wie die "anderen" reagieren werden. Mein Mann will sein Amt zurückgeben, weil er so nicht weiter machen kann (aber selbst, wenn er es nicht von sich aus täte, man würde ihn doch eh davon befreien, wenn seine Frau nicht mehr mitspielt, oder?). Aber er will weiter die Gttd. besuchen. Was ist mit den Kindern? Ich weiß es nicht.

Ich hätte nie gedacht, dass ich tatsächlich einmal in diese Situation kommen würde. Aber es geht einfach nicht mehr. Die NAK hat mir nicht wirklich was Übles getan. Ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die auf die NAK rumhacken, denn ich denke schon, dass alle dort (vielleicht bis auf wenige Ausnahmen?) in gutem Glauben und weil sie es ebenso wie ich bisher traditionsgemäß übernommen und nie hinterfragt haben (das "darf" man ja nicht) handeln. Liebe macht blind und sie sind irgendwie verliebt in ihren Glauben..

Ich werde sehen, was passiert. Wie die Gemeindemitglieder reagieren werden. Wie sie uns behandeln werden. Wir werden sicher Freunde verlieren? Ich habe schon ein wenig Angst vor allem. Aber weitermachen? Nein, das kann ich nicht.

Lily
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isa
Admin
Admin


Anmeldungsdatum: 26.07.2006
Beiträge: 11712
Wohnort: Sanitz

germany.gif
BeitragVerfasst am: 23 Sep 2009 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lily,

schön dass du zu uns gefunden hast. Auch wenn du erst ganz am Anfang deines Weges stehst, so gratuliere ich dir dennoch zu dieser guten Entscheidung. Es kann nur besser für dich werden und deine Kinder werden von deiner Entscheidung auch profitieren können, denn ihnen bleibt dann sicherlich einiges erspart.

LG Isa Wink

_________________
Ein Mensch wird mit vielen Persönlichkeiten geboren, und stirbt als eine Persönlichkeit.
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Fritz
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 03.08.2007
Beiträge: 68
Wohnort: Karlsruhe

germany.gif
BeitragVerfasst am: 23 Sep 2009 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Lily
mache es doch so, wie uns immer geraten wird und wurde:
frage den Herrn (nicht die AT) und warte ab was kommt.
So mache ich es seit Jahren....ich warte, warte, warte....
Bin offen, gehe aber nur sporadisch in den GD und schaue mich um.
Mir geht es dabei gut, kein schlechtes Gewissen und so.
Alles Gute für Deine Entscheidungen und viele Grüsse
vom "Alten" Fritz
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 23 Sep 2009 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Willkommen, Lily! Deine Schilderung zeigt wieder mal eins: Das System der NAK bringt Menschen in "Teufels Küche", die schlicht und einfach eins gerne möchten: So (auch nach außen!) leben, wie sie selbst es für richtig halten!

Was man glaubt (besser: was "es" in einem glaubt), dafür kann man doch niemandem Vorwürfe machen! Wie die Welt einem Menschen erscheint, der sie nach bestem Wissen betrachtet, das ist im Grunde sowas von "unantastbar"! Und wenn jemand das dann auch nach außen zeigen bzw. leben möchte, dann ist das nix anderes als ein grundlegendes Menschenrecht!

Wenn die NAK ein System ausgebrütet hat, in dem solche grundlegenden menschlichen Bedürfnisse immer wieder Probleme machen, dann ist dieser Verein tief im Innersten marode, menschenfeindlich, jedenfalls nie und nimmer "Gottes Werk"!

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Befreiungsaktion! "Freiheit bringt einen Gott näher", ich weiß nicht, wer das mal gesagt hat. Wahrscheinlich einer von den südamerikanischen Befreiungstheologen.

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

germany.gif
BeitragVerfasst am: 23 Sep 2009 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Danke euch für eure Begrüßung.

Den Herrn um Rat fragen.. das fällt mir schwer.

Das ist es doch, was ich all die Jahre getan habe.

Meinen Mann fragen ging irgendwie nicht wirklich. Ohne ihm was Böses zu wollen (wir haben schon ausführlich darüber gesprochen und ich weiß jetzt, dass auch er ein "Opfer" ist) damals, als er noch nicht wusst wie es in mir aussieht, bekam ich oft zu hören, wenn ich mit Problemen zu ihm kam: Ach, jetzt fang du doch nicht auch noch an, die anderen belasten mich doch schon so...

Wen sollte ich sonst fragen? Jahrzehntelang bekamen wir keinen Familienbesuch. Das ist etwas besser geworden, seit dem es mir "schlecht" geht... Unser BÄ ist wirklich ein herzensguter Mensch, ich würde ihm nichts Böses unterstellen, aber selbst als ich ihm erzählte, ich würde am Liebsten nicht mehr leben (also nicht wegen der NAK, ich hab halt auch noch andere Baustellen im Leben) hatte er keine andere Antwort als, das ist keine Lösung. Und als ich ihm beim letzten Mal sagte, ich kann nicht mehr glauben ging er nicht sehr darauf ein. Er ist lieb und versucht zu trösten und betet mit uns, aber eine Antwort bekomme ich nicht.

Also hab ich gebetet. Aber wo blieben die Antworten? Wenn ich für mich die Bibel aufschlug kam immer nur Böse, böse, böse...

Ich weiß nicht, evtl. sehe ich jetzt auch alles nur noch schwarz. Aber beten und glauben geht zur Zeit gar nicht mehr.

Und in eine Kirche gehen, an die ich nicht mehr glauben kann, bzw. wenn ich gar nciht mehr glauben kann, das ist mir nicht mehr möglich. Wie kann ich mir das alles anhören? Nein..

Gruß
Lily
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

germany.gif
BeitragVerfasst am: 23 Sep 2009 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Lily, ich bin seit Ende August im Forum und habe den Absprung schon hinter mir.

Du wirst mit Sicherheit etwas verlieren, aber auch etwas gewinnen.

Mir geht es jetzt, mit 50 sehr viel besser, als mit damals mit 30! Aber ich habe auch mit dem ganzen Glauben abgeschlossen, bin Atheistin geworden. Damit wurde ich für mich komplett selber verantwortlich und bin gezwungen, mein einziges Leben hier so gut wie möglich zu leben, habe keine Möglichkeit, es nach dem Tode irgendwie zu bessern, was ich hier verzapft habe.

Aber jeder hier im Forum hat einen eigenen Weg gefunden und das wünsche ich Dir auch!

Fühl dich eingeladen, mit uns Gemeinsamkeiten und Erfahrungen auszutauschen und in dein neues Leben hinein zuwachsen!

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Imagine there's no Heaven
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Above us only sky.

(John Lennon)
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 7:45    Titel: Antworten mit Zitat

Fritz hat folgendes geschrieben:
Hallo, liebe Lily
mache es doch so, wie uns immer geraten wird und wurde:
frage den Herrn (nicht die AT) und warte ab was kommt.
So mache ich es seit Jahren....ich warte, warte, warte....
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vom "Alten" Fritz


Lily hat folgendes geschrieben:
Den Herrn um Rat fragen.. das fällt mir schwer. Das ist es doch, was ich all die Jahre getan habe.


werte lily,

das wesentlich hast du schon erkannt ! ... andere fragen, ... warten, ... fragen, ... warten, ... warten eben bis zum sankt nimmerleinstag. ... herzlich wilkommen bei den menschen die konsequent selbstverantwortung für " tun und lassen " in IHREM leben übernehmen.

lg
ulrich

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Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. ( unbekannter Autor )
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

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BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 8:49    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen!

Nochmals Danke an euch alle, die ihr mir geantwortet habt. Very Happy

Meine Gedanken springen immerzu hin und her: Ja, es ist vorbei, kein Zwang mehr und Heucheln.. dann wieder: Oh Schreck, was machst du da? Du bist verloren! Ich mach mir dann schnell wieder klar, halt, es kann doch alles nicht stimmen, es stimmt nicht, es stimmt nicht. Fühle mich irgendwie gleichzeitig aufgetpuscht, aufgeregt: alles wird neu und gleichzeitig habe ich Angst irgendwo nicht zurechnungsfähig zu sein.

Herzklopfen, den ganzen Tag. Mit Herzklopfen wache ich auf, mit Herzklopfen schlafe ich ein. Erleichterung wechselt sich ab mit Furcht.

Ich hoffe, es wird besser, wenn ich mich auch bei den anderen outen konnte. Noch weiß es ja nur mein Mann und der BÄ ahnt etwas. Ja, es wird bestimmt besser, wenn klarere Verhältnisse herrschen. Noch bin ich für alle ja die Frau des Vorstehers, ha, ob irgendeiner je geahnt hat, wie es wirklich in mir aussieht?

Ich habe gestern noch weiter in einem Buch über die 5 größten Weltreligionen zum Thema Christentum gelesen. Und je mehr ich dort lese, desto mehr gehen mir die Augen auf.

Ich zitiere mal aus diesem Buch, wenn ich darf:
(Quelle: http://www.amazon.de/f%C3%BCnf-Weltreligionen-Sonderausgabe-Helmuth-Glasenapp/dp/3720526550/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1253773960&sr=8-1 )

>"Da Gott absolut frei ist, kann er die Welt weder aus einer inneren noch aus einer äußeren Notwendigkeit, sondern nur aus freier Wahl geschaffen haben, "aus Liebe zu seiner unendlichen Vollkommenheit, die er in den erschaffenen Wesen kundgeben will" (Wilmers, S. 262). Seine eigene Ehre ist also der letzte Zweck der göttlichen Tätigkeit. "Alles hat Gott seinetwegen gemacht, auch den Gottlosen zum bösen Tage (des Gerichts)" (Sprüche Salomos 16,4). Denn auch die Bestrafung der Verdammten dient zur Verherrlichung Gottes, indem sie seine Allmacht und Vollkommenheit offenbart"<

Hm, klingt erst mal verwirrend, aber als ich es hab sacken lassen, musste ich mich fragen, was ist das für eine Sache? War Gott langweilig (so es ihn denn gibt Wink ) und er hat einfach so die Welt und alles erschaffen, damit er sich von der Schöpfung verherrlichen lassen kann und damit alles noch ein wenig spannender wird, mischt er noch etwas Böses dazu, dann kann der die Schlechten rauswerfen, damit die Guten ihn noch mehr loben oder wie?

Okay, es ist eine Auslegungssache.

Aber trotzdem, wenn die halbe Menschheit an Gott und daran, dass er alles erschaffen hat glaubt, fragen sie überhaupt nach warum, wieso und wozu? Diese ganze "Geschichte" des Christentums ist so widersprüchlich. Ständig wird etwas angeblich hochvollkommenes, da Gottgleich und Gottgeschaffen, wieder korrigiert, verworfen, vernichtet.

Also entweder bin ich jetzt wirklich "des Teufels" und extrem verblendet oder wieso ist mir das früher nicht aufgefallen? Wieso fällt es den anderen nicht auf, egal ob NAK oder sonst ein Christ?

Hmpf... Rolling Eyes
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isa
Admin
Admin


Anmeldungsdatum: 26.07.2006
Beiträge: 11712
Wohnort: Sanitz

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BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 9:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lily,

wenn du gerne liest und vielleicht auch das Eine oder Andere besser verstehen möchtest, dann wäre es eine gute Möglichkeit, wenn du auch diese Bücher liest. Es sind mehrere Bände, aber da kannst du kontinuierlich den Weg des Christentums verfolgen und sehen, wie schlimm es alles war und auch heute noch ist.

Klick!

LG Isa Wink

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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

hey, isa, das habe ich mir auch gleich auf meine Bücherliste geschrieben.
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(John Lennon)
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Achim
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 72
Wohnort: Ehem. Rockenfelder-Land

germany.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Lily schrieb:
Zitat:
Also entweder bin ich jetzt wirklich "des Teufels" und extrem verblendet oder wieso ist mir das früher nicht aufgefallen? Wieso fällt es den anderen nicht auf, egal ob NAK oder sonst ein Christ?


Hallo Lily,

auch von mir ein "herzliches Willkommen" im Forum der "Abgefallenen".

Du bist weder des "Teufels", noch "verblendet", sondern lediglich vom "Glauben zum Schauen" gekommen.
Der Verblendung zum Opfer gefallen sind m.E. diejenigen, die immer noch "blind Nachfolgen" und ohne jeglichen Zweifel abnicken, was vom jeweilgen Altar verkündet wird.

Die von Dir geschilderten Selbstzweifel erinnern mich frappierend an meinen eigenen Ausstieg, der allerdings schon ca. 30 Jahre zurückliegt.
Meine damaligen Gefühle gingen einher mit einer großen Einsamkeit, da ich ja außerhalb der NAK keine Freunde hatte/haben durfte.
Zum Glück fand ich liebe Menschen, die mich so wie ich war, einfach annahmen. Es gibt immer noch Freundschaften aus dieser Zeit. Und das ist erheblich mehr, als ich von meinen damaligen NAK-Freunden sagen kann.

Lass Dich nicht unterkriegen. Du wirst erfahren, ein NAK-freies Leben ist ein reiches Leben.

Fröhlich grüßt der Abgefallene

Achim
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Querdenkermicha
Forenprofi


Anmeldungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 99

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BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Lily hat folgendes geschrieben:

Herzklopfen, den ganzen Tag. Mit Herzklopfen wache ich auf, mit Herzklopfen schlafe ich ein. Erleichterung wechselt sich ab mit Furcht.


Hallo Lily,

herzlich willkommen hier auch von mir! Dein Herzklopfen ist ganz normal am Anfang, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich Mitte der 1990er es erstmals gewagt habe, meine Kritik am vermeintlichen "Werk Gottes" in Worte zu fassen und gegenüber dem Vorsteher zu äußern.
Wenn ich deine Zeilen lese kommt mir die Wut hoch, wie eine derart destruktive Endzeitsekte im 21. Jahrhundert in einer liberalen Demokratie fast ungehindert ihr manipulatives Unwesen treiben darf!

Aber sei gewiss: Mit der Zeit und zunehmender rationaler Durchdringung der Thematik werden deine Ängste abnehmen und irgendwann verschwinden.

Brandheißer Tipp für die erste Zeit: die diversen Ausarbeitungen von Detlef Streich zur NAK, insbesondere "Sprachliche Mittel zur mentalen Zwangsüberzeugung" und "Konstitutive Merkmale der NAK", siehe hier:
http://griess.st1.at/streich/default.htm

Darüber hinaus schadet es nicht, sich mit dem Christentum bzw. Religion im Allgemeinen kritisch auseinanderzusetzen. Isa hat dir ja schon ein wenig Lesefutter empfohlen. Ich selber kenne von Deschner nur Band 1 (Kriminalgeschichte des Christentums - Frühzeit) und war durch seine detailbesessene und wenig strukturierte Schreibweise eher abgeschreckt.

Von mir kann ich sagen, dass mir Uta Ranke-Heinemann ("Nein und Amen") damals einiges gebracht hat. Sie schreibt zwar sehr polemisch und in erster Linie gegen die Katholische Kirche, aber die zentralen Dogmen hat die NAK ja übernommen.
Mittlerweile zu einem meiner Lieblingsbücher zählt das "Manifest des evolutionären Humanismus" von Michael Schmidt-Salomon, ein schmales und leicht verständliches Bändchen von ca. 180 Seiten.

So, nun aber für´s Erste genug der Literaturtipps. In der Hoffnung, dass deine Kinder und dein Mann dich in den nächsten schweren Wochen unterstützen und selbst von der Sekte lösen können, grüßt dich herzlich
Micha

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Und der Geist und die Braut sprechen: "Komm!" Und das Lamm spricht: "Hurz!"
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Lily hat folgendes geschrieben:
Und in eine Kirche gehen, an die ich nicht mehr glauben kann, bzw. wenn ich gar nciht mehr glauben kann, das ist mir nicht mehr möglich. Wie kann ich mir das alles anhören? Nein..

Das ist genau das, was viele Neuapostolen tun! Gesund kann das nicht sein...

Und was macht man mit sich, wenn man so handelt? Man fängt an, sich selbst von der Richtigkeit des jew. Glaubens zu "überzeugen". Da man den inneren Widerspruch ("kognitive Dissonanz") sonst nicht aushält, und die dazugehörige Selbstverachtung (Scham!), - fängt man an zu "glauben". D. h.: Sich einzureden, man halte all den Stuss, der da gepredigt wird, für richtig.

Das ist genau der Mechanismus, den ich dunnemals vor meinem Ausstieg an vielen meiner "Mitgeschwister" beobachtet habe. Selbst stand ich auch vor der Entscheidung, mich evtl. derart verbiegen zu lassen. "Gott"seidank überwogen dann meine Ekelgefühle (Schamgefühle)!

Lily, du hast da meines Erachtens den Finger am richtigen Punkt! Daumen
D. h. an genau dem psychologischen Dreh, der viele NAK-"Gläubige" produziert.

Wer sich derart verbiegen lässt, der ist danach eben "verbogen". Vielleicht auch zerbrochen.

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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 24 Sep 2009 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

ich hatte das auch und bin aus angst noch 2 oder 3x in die Kirche gegangen. Wenn ich mit einem Vorsteher verheiratet gewesen wäre, hätte ich auch schon aus Beklemmung ihm gegenüber Herzklopfen bekommen. Und ich weiß nicht, wie oft oder wie lange ich mich dann noch hingequält hätte.

Ich drücke dir fest die Daumen, dass Du dir das nicht mehr antun mußt!

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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

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BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 8:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.
Das Gespräch mit dem BÄ haben wir hinter uns.
Es geht mir nicht sehr gut.
Er war lieb und ohne Vorwürfe.
Hat versucht, seine Sicht darzulegen.
Ich konnte nicht so wie ich wollte argumentieren und war meist still.
Er hat verstanden, dass ich derzeit nicht kann, und meine Auszeit oder was auch immer brauche.
Er hat es geschluckt, dass mein Mann sein Amt und seinen Auftrag nicht weiter führen kann/will/wird (er will aber weiter in die Gttd. gehen).
Ich bleibe weiter bei meiner Meinung, es war nur schmerzhaft dieser gestrige Abend und wirkt nach, da ich erneut mit den Ängsten konfrontiert worden bin.
Heute geht der Brief an den Ap. raus.
Wir müssen uns nun Gedanken machen, wem und wie wir es einzelnen Personen persönlich beibringen werden.
Seufz.
Lily
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gug
Foren-Queen


Anmeldungsdatum: 22.08.2009
Beiträge: 1752
Wohnort: Berlin

germany.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 9:32    Titel: Antworten mit Zitat

liebe Lily,

hast du eine Selbsthilfegruppe in der Nähe, wo du reden kannst? wo andere das schon hinter sich haben, wo du gerade mittendrin steckst? Die aus persönlicher Erfahrung bestätigen, dass dieser schwere Weg, den Du gerade gehst in Wirklichkeit der Richtige ist?

Denn das Forum ist das eine, aber tätige Hilfe kannst du auch gut von leiblichen Menschen bekommen.

Denn mit NAK-Segensträgern kannst du ja - wie du schriebst - nur schweigen, aber du bekommst keine Unterstützung auf deinem Weg (den können sie dir doch auch nicht geben! außer sie wollen selber auch gerade aussteigen)). Jedes Gespräch mit ihnen ist super Stress und du wirst es ihnen nicht mitteilen können, was du meinst. Ich würde weitere Gespräche mit NAK- Mitgliedern über das Thema meiden, egal wie lieb jemand im einzelnen ist.
Das kannst du später in ein paar Wochen oder Monaten machen, jetzt musst du dir selber erste Hilfe geben und nicht noch Qualen hinzufügen.

Das ist meine Meinung. bitte entschuldige, wenn ich nicht genau deine Meinung treffen sollte. Das ist schwer, da ich dich nicht persönlich kenne und ich hoffe, deine Situation einigermaßen nachfühlen zu können. Wenn du schreibst, dir geht es nicht sehr gut, dann verstehe ich das so, dass es dir extrem schlecht geht, wie selten im Leben. Kannst du deinen Alltag, deine Arbeit schaffen? Eine persönliche Erfahrung von mir ist -entgegen landläufiger Meinung - dass ich in besonders harten Zeiten strickt alles was mit Tabletten in Richtung Schlaf- oder Aufputschmittel meide, ebenso Alkohol und Co. Weil mich das nur betäubt und nicht hilft und mir die Kraft raubt, aktiv und schnell alles durchzustehen. Dann muss ich eben eine schlaflose Nacht durchstehen, davon stirbt man nicht gleich. Der Körper holt den Schlaf schon nach (nur mal als Beispiel). Ich weiß dass dieses Vorgehen von mir von anderen kaum verstanden wird. Aber es ist eine sehr überraschende persönliche Erfahrung von mir: Möglichst klarer Kopf, ich kann jeden klaren Gedanken gebrauchen , wenn sie rar sind.


Ich habe mal ein Buch über Trennungen gelesen. da ging es zwar um die Gesetzmäßigen Abläufe bei Trennungen von Paaren. Aber vieles, was dort stand, trifft auf Trennungen im weitesten Sinne zu.
Da stand also, dass dieses Abschiednehmen in für alle Menschen in gleichen Phasen abläuft und keine Phase ausgelassen wird. Obwohl jeder denkt, seine Trennung ist einzigartig und man fast daran zerbrechen kann an den Selbstzweifeln, ob man richtig handelt, so kann man den Weg nicht anders gehen. Diese Trennungsphasen laufen nacheinander ab. Und wenn man das Schlimmste, die Tränen, die Zweifel, die Qual in der akuten Trennungsphase überstanden hat, sieht man Licht am Ende des Tunnels. Und dann kann man wieder anfangen, zu denken und zu planen und das Leben umzukrempeln.

Außer dir von Herzen zu wünschen, dass es dir mit jedem Tag besser geht, kann ich leider nichts tun für dich.

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(John Lennon)
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

germany.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gug,
danke für deine Worte.

Es geht mir nicht wirklich extrem schlecht. Ich habe einfach ziemliche Angst, etwas Falsches zu tun. Und das fühlt sich mies an. Aber da sich der Gedanke, alles beim Alten zu lassen genauso schlecht anfühlt, gibt es keine Alternative.

Angst ist nicht schön. Speziell diese Angst, weil sie so elementär ist (sagt man so?) Ich denke, ich komme klar. Mal sehen. Die Zeit wirds bringen.

Ob es hier eine Selbsthilfegruppe gibt, weiß ich nicht. In der nächsten Kreisstadt sicher, aber ich habe kein Auto tagsüber. Ich bin aber derzeit sowieso aufgrund meiner Depressionen in psych. Behandlung, der nächste Termin ist allerdings erst in 4 Wochen wegen Ferienzeit. Allerdings werde ich es mir überlegen, ob ich für meine Therapie doch eine Verlängerung beantrage (sie wäre bald zu Ende), da ich noch nicht absehen kann wie sich alles jetzt bei mir und im Umfeld und mit meinem Mann entwickelt.

Weißt du, durch die Depressionen hab ich schon einige Tiefs hinter mir. Ich habe aber die Hoffnung, dass dies jetzt nach Legung der erstmal sicher aufwirbelnden Wogen ein Lichtblick sein wird?

Aber es stimmt schon. jetzt und hier geht es mir nicht gut. Es fühlt sich sehr beunruhigend an. Aber ich schaff das. Hoffentlich.

Du hast Recht, Gespräche mit NAKlern werden nichts bringen. Ich merke es ja schon, wenn ich mit meinem Mann rede. Ich versuche ihm meine Gedanken mitzuteilen, aber er begreift es nicht so wie ich.

In dieser Situation kann man keinen wirklich befragen und muss alleine da durch. Ich werde es schaffen.

Lily
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ulrich
Foren-King


Anmeldungsdatum: 27.07.2006
Beiträge: 2701
Wohnort: teils am See

germany.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

auch ich kenne diese ambivalente schei.... zur genüge ! ... aber ich wais auch daß sie überwindbar ist ! ... alles braucht seine zeit und je schneller man diesen "gequirlten glaubensquark" adakta legen kann, desto früher ist man bei SICH, ... mit SICH im reinen, frei von den unseligen und verlogenen dogmen.

... du schaffst es ... viel kraft dazu Wink

lg
ulrich

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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

ulrich hat folgendes geschrieben:
... du schaffst es ... viel kraft dazu Wink

Dem schließe ich mich an. Du fährst den richtigen Kurs, und das ist das Wichtigste. Theoretisch könntest du dich eigentlich schon ein bisschen freuen, nämlich auf das "Leben danach"!
(Ich hoffe, dein Therapeut hat die richtigen Hilfsmittel für dich parat, damit es dich in dieser extrem spannungsreichen Zeit nicht "zerreißt". Es gibt nicht abhängig machende Medikamente, die dich auch nicht "zuschütten". Kann man schon mal eine Zeitlang nehmen!)

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Henriette
Newcomer


Anmeldungsdatum: 02.07.2009
Beiträge: 3

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BeitragVerfasst am: 25 Sep 2009 22:48    Titel: Liebe Lily Antworten mit Zitat

Mich haben Deine Zeilen sehr bewegt und ich fühle sehr mit Dir. Mir kommt es so vor als wenn jemand Teile meines eigenen Lebens beschreibt. Ich war nie die Frau eines Vorstehers, aber von Geburt an neuapostolisch mit diversen ATs in der Familie.
Seit 30 Jahren kämpfe ich mehr oder weniger mit Ängsten und Depressionen. Ein jahrelanges morgendliches Übergeben vor dem Besuch des GDs gab dann den allerletzten Anstoß zu handeln: hier muss ich raus!
Ich kenne Deine Gefühle/Gedanken nur zu gut: nicht mehr leben zu wollen, sich nutzlos zu fühlen, alles falsch zu machen, die anderen gehen diesen Weg scheinen fröhliche Gotteskinder zu sein und ich selbst werde immer depressiver, was muss ich denn noch tun.....!! Die Gedanken, was passiert nach einem evtl. Austritt, ich werde schief angesehen, man meidet mich, bin ich in Ungnade gefallen, liebt Gott mich dennoch, auch wenn ich die Bank in der NAK nicht mehr "durchsitze"??
Deine Seele ist unglücklich, fühlt sich n i c h t angenommen, fühlt sich unverstanden und das schlechte Gewissen drückt und drückt.
Deine Seele sendet solange körperliche Symptome (Ängste, Depressionen, Magen-u. Darmbeschwerden, Herzrasen, Kreislaufbeschwerden bis hin zu Todesängsten.....) bis Du eine Entscheidung triffst und Deine Seele nicht mehr an diese Orte führst, wo ihr permanent wehgetan wird. Ich spreche aus Erfahrungen, der Austritt war ein -"Befreiungsschlag"- ich empfinde endlich eine geistige Freiheit, kann alles lesen, mich mit allen Religionen ohne schlechtem Gewissen auseinandersetzen. Mir gefällt der Dalai Lama teilweise sehr gut in seinen Äußerungen, auch Eugen Drewermann, er sieht alles aus der für mich sehr wichtigen: psychologischen und religiösen Sicht!
Gott will nur eins: wir sollen unser Leben so fröhlich und glücklich wie nur möglich gestalten!!!
Es ist ganz verständlich dass man Angst hat, wenn man beginnt eigenständig zu denken und auch danach zu handeln. Aber Schritt für Schritt ist der Weg sicherer, wir stellen fest dass wir gar nicht alleine sind mit unseren Gedanken, unseren Entscheidungen. Die gewonnene Freiheit tut Dir gut, liebe Lily, und sie wird Dir den gefühlten "eisernen Ring" um die Brust hinwegnehmen! Ich kenne alle diese Symptome, niemand sieht sie uns an, aber wir fühlen sie und drohen zu ersticken. Nichts von alledem passiert, denn es sind alles Hilferufe unserer Seele, sie schreit so lange, bis wir ihr die Möglichkeit zur Freiheit geben.
Das heißt doch nicht, dass wir ungläubig werden, nicht mehr beten o.ä. wir wollen nur das tun, was wir wollen und was uns gut tut und auch wann wir es wollen. Alles andere ist Druck und -wie ich immer sagte- in der NAK "freiwilliger Zwang".

Liebe Lily, geh Deinen Weg und bleibe Dir selber treu, wir haben nur dies eine Leben. Ich finde es sehr gut dass Du eine Therapie machst, sie hat mir auch sehr geholfen, vor allem dann ganz besonders als ich ganz nah am Abgrund stand. Es werden völlig neue Menschen Deinen Lebensweg kreuzen, alles Meilensteine auf Deinem neuen WEG!!
Fühl Dich umärmelt von
Henriette
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 26 Sep 2009 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Henriette hat folgendes geschrieben:
Ein jahrelanges morgendliches Übergeben vor dem Besuch des GDs

Bei mir kam das Kotzen einige Male NACH den Apostolen-Kultveranstaltungen (aka "Gottesdiensten"). Das hatte sich sofort erledigt, nachdem ich dieselben nicht mehr besuchte.
Zitat:
Gott will nur eins: wir sollen unser Leben so fröhlich und glücklich wie nur möglich gestalten!!!

Gestatte mir den Einwand: Das kann dann aber nicht der Bibelgott der Christenheit sein. Der hat offensichtlich ganz andere Neigungen und Ansprüche an die Menschen. Du meinst vielleicht den "Gott", der "inwendig in euch" (und nur da) ist?

_________________
Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Beate
Gast





BeitragVerfasst am: 26 Sep 2009 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Lily, auch ein herzliches Willkommen von mir,

ich stelle es mir in Deinem speziellen Fall auch schwierig vor, als Vorstehergattin "ausbrechen" zu wollen.

Selbstverständlich hast Du das Recht, Dich zu befreien von all diesem Unguten in der NAK, was Dich dort umgibt, innerlich, wie äusserlich.

Ja, es gibt dort auch liebe und nette Menschen, doch es geht ja nicht darum, was sie über Dich und von Dir denken und halten mögen, sondern um Dich und um Dein Befinden.

Damals hat mir ein eigener Sinneswandel gut geholfen. "Denke nicht daran, es allen immer recht machen zu wollen, nein, denke an Dich selbst,wie und dass es Dir gut geht, Du hast nur dieses eine kurze Leben und das soll von nun an laufen, wie ICH es möchte und ich WILL mich wieder wohl fühlen."

War vor allem am Anfang nicht leicht, doch es wurde immer besser und jetzt fühle ich mich nach meinem offiziellen Austritt so richtig wohl und frei in meinen Gedanken und in meinen Taten.

lg Beate
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Henriette
Newcomer


Anmeldungsdatum: 02.07.2009
Beiträge: 3

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BeitragVerfasst am: 26 Sep 2009 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lorenz,
ich meine den Gott der in uns ist, der nach allem strebt was Liebe bewirkt. Für mich ist Gott Liebe. Auch wir sind göttlich da wir ein Teil von Gott sind. W i e ich das in mein reales Leben transportiere, bleibt mir überlassen. Ich glaube nicht an Gott den Richter, der alles in ein Buch schreibt was ich Gutes oder Schlechtes getan habe und auf den Tag der "Abrechnung" warten muss! Gott macht uns nicht Angst, er arbeitet nicht mit Druck und kann sich in der NAK nicht "verwirklichen", denn dort regiert der Kleingeist, die Intoleranz, die Indoktrination, die Bevormundung sowie das "Dummhalten" der Geschwister. Fängt man an eigenständig zu denken und versucht die Liebe zu leben, bei seinem Nächsten, den Nachbarn, dem Arbeitskollegen etc. dann lebe ich ein gottgewolltes Leben und fühle mich eins mit Gott.
Ja, nenne es/ihn wie Du willst.

Für mich ist es Therapie hier schreiben zu dürfen und Gleichgesinnte gefunden zu haben, ich danke EUCH!

LG Henriette
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

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BeitragVerfasst am: 27 Sep 2009 9:10    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Mann ist zur Kirche, ich bin zu Hause geblieben... komisches Gefühl.

Ich danke hier allen, die einfühlsame Worte gefunden haben. Allerdings kann ich mit sehr harten Worten nichts anfangen. Tut mir leid, aber so verbittert bin ich nicht. Aber das ist vielleicht auch gut so.

Ich habe sehr verwirrende Gefühle in mir. Wenn ich nachdenke bin ich mir sicher keinen Fehler zu machen. Aber ich empfinde schwer daran, andere denken jetzt ich mache Fehler. Ich fühle mich ein wenig wie ein Buhmann (-frau). Ich kann mich keinem verständlich machen fürchte ich. Die, die es verstehen sollen, werden mich nicht verstehen. Ich denke ich brauche mich gar nicht erst zu bemühen.

Die Amtsrückgabe ist tel. bestätigt worden, alles nimmt seinen Lauf..

Mir ist schlecht. Irgendwie.

Gruß
Lily
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isa
Admin
Admin


Anmeldungsdatum: 26.07.2006
Beiträge: 11712
Wohnort: Sanitz

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BeitragVerfasst am: 27 Sep 2009 9:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lily,

ich kann mir vorstellen, dass dir sehr harte Worte nichts geben, bzw. du damit nichts anfangen kannst. Wie sollst du auch, wo du doch erst am Anfang eines sicherlich schwierigen Weges stehst. Außerdem ist solange du das nicht vollständig verarbeitet hast deine Haut, wie man so schön sagt, sehr dünn, was allerdings auch normal ist.
Im Übrigen geht es auch ohne scharfe oder harte Worte.
Obwohl ich ja nie selbst in einer solchen Lage war, kann ich es schon nachvollziehen, dass es dir im Moment schlecht geht, denn immerhin hast du diese alltäglichen GD mit zelebriert und plötzlich wird alles anders, indem du zu Hause bleibst und dein Mann zum GD geht. Aber solche Gefühle vergehen mit der Zeit und damit auch das Schlechtfühlen und Schlechtsein. Was sollte dir im schlimmsten Fall passieren? Nichts Lily, das kannst du mir glauben, Gott (wenn es ihn gibt) wird dir nichts nachtragen und dich für nichts bestrafen, warum auch? Beten und ihm nahe sein kannst du überall, da musst du dir das Gequatsche von den NAK-Leuten nicht anhören. Ziehe deine Sache einfach so durch, wie du es möchtest und alles andere wird sich früher oder später von selbst regeln.

Ich wünsche dir sehr viel Kraft dabei.

LG Isa

_________________
Ein Mensch wird mit vielen Persönlichkeiten geboren, und stirbt als eine Persönlichkeit.
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Uncle_Zic
Foren-King


Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 1811
Wohnort: Berlin

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BeitragVerfasst am: 27 Sep 2009 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lily,

Zitat:
Gott (wenn es ihn gibt) wird dir nichts nachtragen und dich für nichts bestrafen

Sekten arbeiten bevorzugt mit den Schuldgefühlen ihrer Schäfchen. So können sie auch immer neue sogenannte Glaubenserlebnisse fabrizieren.* Ich denke, ich habe falsch gehandelt und bestrafe mich selbst. Passiert auch immer wieder mal nach Ehestreitereien (eigene Erfahrung grrblups) Wenn du dich heute also schrecklich verschluckst oder ne Tasse runterwirfst oder gegen den Schrank rennst und dir blaue Flecken zuziehst oder morgen erkältet bist: nein, das war nicht der liebe Gott mit einer schwachsinnigen Strafe, das bist du, die mit dir noch nicht im Reinen ist. Auch wenn dein Mann heute Sachen im GD hört, die wundersamerweise so peinlich genau auf eure Situation passen, ist Menschentun und -sinnen im Spiel und sonst gar nichts.
Und wenn Gott die Liebe ist, dann liebt er dich jetzt dafür, dass du deinen gottgegebenen Verstand gebrauchst und dich nicht von "den bösen Buben locken" lässt.
Glaube mir...nein, wisse: nur wenn du die Geister unterscheiden lernst, kannst du Gott gefallen (ich bediene mich jetzt mal der religiösen Ausdrucksweise). Und wes Geistes Kind in der NAK weht, das wird dir erst noch so richtig mit fortschreitender Erkenntnis über sie aufgehen.

Liebe Grüße
Uncle Zic

*diesen Mechanismus der ständigen selbstfabrizierten und sich selbst verstärkenden Bestätigung hat letztens hier irgendwo Rudolf Stiegelmayr (richtig geschrieben?) angesprochen.
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 27 Sep 2009 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Henriette hat folgendes geschrieben:
Hallo Lorenz,
ich meine den Gott der in uns ist, der nach allem strebt was Liebe bewirkt. Für mich ist Gott Liebe. Auch wir sind göttlich da wir ein Teil von Gott sind. W i e ich das in mein reales Leben transportiere, bleibt mir überlassen. Ich glaube nicht an Gott den Richter, der alles in ein Buch schreibt was ich Gutes oder Schlechtes getan habe und auf den Tag der "Abrechnung" warten muss! Gott macht uns nicht Angst, er arbeitet nicht mit Druck und kann sich in der NAK nicht "verwirklichen", denn dort regiert der Kleingeist, die Intoleranz, die Indoktrination, die Bevormundung sowie das "Dummhalten" der Geschwister. Fängt man an eigenständig zu denken und versucht die Liebe zu leben, bei seinem Nächsten, den Nachbarn, dem Arbeitskollegen etc. dann lebe ich ein gottgewolltes Leben und fühle mich eins mit Gott.

Gegen so einen Gott habe ich natürlich nix. Abgesehen davon, dass ich da keinen "Gott" im herkömmlichen Sinne erkenne, finde ich das gut. Ich sehe das halt als eine "innerpsychische Instanz" des Einzelnen. Das ist natürlich was ganz anderes als der Gott der Bibel. "Er" (oder "Es"?) ist keine von mir getrennte Person, und er/es stirbt eines unvermeidlichen Tages mit mir.

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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anak
Newcomer


Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 17

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BeitragVerfasst am: 27 Sep 2009 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Lily

Trauer und Verlust. Zweifel und Angst. Ja, übermächtig sind die Gefühle und gerade in einer Depression sehr schwer zu ertragen. Ich weiss wovon du sprichst und ich weiss, dass man letztenendes sehr einsam ist mit diesen Gefühlen. Vor 20 Jahren ging ich meinen Weg ohne NAK und es ist immer noch ein Teil meines Lebens, wird es immer sein. Ich muss das akzeptieren, ebenso wie die Depressionen, die sicherlich einen Zusammenhang haben mit meiner Geschichte. Aber, wir sind freie Menschen. Liebe und Mitgefühl begleiten mein Leben auch ohne Religion. Du kannst nur gewinnen. Depressionen sind deutliche Signale und du hörst darauf. Schritt für Schritt wirst du jetzt in die Freiheit gehen, die uns allen gegeben wurde. Niemanden was schuldig, kein Opfer. Fühle dich trotzdem nicht allein, da sind viele Menschen, die wissen, was du jetzt durchlebst. Wir machen keinen Fehler, wenn wir auf unser Innerstes hören und es langsam freilegen. Da bist bist nämlich DU, ein stolzer, freier Mensch!

Ich wünsche dir alles Liebe und Kraft, diesen Weg zu gehen und zu ertragen!

Sei umarmt
Anak
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Lily
Großmeister


Anmeldungsdatum: 23.09.2009
Beiträge: 314

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BeitragVerfasst am: 28 Sep 2009 7:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo! Smile

Mir ist gestern die UF 06/09 in die Hände gekommen und ich konnte es mir nicht verkneifen diese aufzuschlagen.

Direkt als erstes stolperte ich über den Bericht "Zum Geleit".

http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/old/article/16220/

Es hat mir weh getan. Es hat mich daran erinnert, wie ich letztes Jahr in meiner Bank saß und nicht wusste, was mit mir los war. Wie ich diesen inneren Druck spürte und mir nicht anders zu helfen wusste, als mich versteckt unter den Ärmeln zu kneifen und zu kratzen, damit ich die Anspannung los wurde. Suizidgedanken in der Kirche..
Damals habe ich noch versucht zu glauben. Und habe gebetet! Und habe zu Hause im Stillen gerungen und geweint..
Ich habe mich soweit es ging weiter in die Gemeinde eingebracht, wir haben auch Familienbesuche bekommen, all das. Gespräch mit dem Apostel, dem BÄ.. und doch immer wieder ganz unten.

Aber, STOP! Ich bin doch schon einen Schritt weiter.

Aber ich frage mich, ob der Schreiber des Textes (Worte vom Stap?) sich wirklich bewusst ist was er da von sich gibt? Es klingt, für einen Gläubigen, sicher gut und hilfreich. Aber in demjenigen der in dem Loch drin sitzt, werden falsche Hoffnungen auf Heilung, Entlastung, Linderung geweckt. Und was passiert? Man sackt nur noch tiefer, denn es stellen sich zusätzlich noch Schuldgefühle ein: Ich glaube ncht genug, ich bin sowieso schlecht... Das ist gefährlich. Ich habe es erlebt.

Lily
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anak
Newcomer


Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 17

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BeitragVerfasst am: 28 Sep 2009 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Lily

Dieser Text sagt: Glück, Hoffnung und Liebe sind ohne Glauben an die Lehre der NAK nicht möglich. Die Zukunft ist ohnehin düster, ohne Hoffnung auf die Wiederkehr des "Herrn". Und was noch schöner ist: wer den Glauben verliert, ist krank im Geiste...

Wow, ich wusste nicht, das solche Predigten immer noch existieren, die klingen haargenau gleich wie vor 20, 30 jahren, obwohl sich die NAK heute gerne offener und modern gibt.. Nun, ich bin ein Mensch mit Liebe, Hoffnung und Glück auch ohne NAK, meine depressiven Verstimmungen sind nicht eine Folge fehlenden Glaubens, sondern eher eine Folge genau jener Gehirnwäsche, die man so schön in dieser Predigt sehen kann. Zweifel und Unglaube sind die grössten Probleme der NAK und kommen natürlich direkt von Satan. Und die Angst vor dem "Bösen" hat man den Gläubigen doch recht intensiv eingepflanzt. Die Angst vor der Möglichkeit, das sie doch recht haben verliert man nicht von heute auf morgen. Das Wort Angst benutzt du viel aber es hat in der spirituellen Welt eines Menschen nichts verloren. Was auch immer du glaubst, wenn Angst und Schuld Hauptthema werden, hat diese Religion nichts mit einer göttlichen Kraft zu tun.

An eine göttliche Existenz zu glauben, frei von religiösem Wahn, aber voller Liebe und Mitgefühl ist dir offen. Und vielleicht es es ebendiese Liebe und das Mitgefühl für die GANZE Menschheit, die dich an diesem exklusiven Grüppchen NAK zweifeln lässt...

Liebe Grüsse

Anak
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