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"Ja, heute ist doch alles anders"
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Traumtänzer Newcomer
Anmeldungsdatum: 16.06.2009 Beiträge: 4

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Verfasst am: 16 Jun 2009 12:31 Titel: "Ja, heute ist doch alles anders" |
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Hallo ihr Lieben
ich bin neu hier und möchte mich deshalb kurz vorstellen.
Ich bin seit meiner Geburt (also seit 20 Jahren) neuapostolisch, wie auch meine Eltern.
Neuapostolisch bin ich noch bis heute, aber ich möchte diesen Sommer austreten.
Deshalb möchte ich euch meine Gründe erläutern.
Dazu muss ich aber etwas weiter ausholen.
Meine Mutter hat viele schlechte Erfahrungen in dieser Kirche gemacht, es wurde sehr vieles verboten und diese Verbote wurden durch massiven Druck, vor allem durch das Schüren von Angst, durchgesetzt.
Dies ist meiner Meinung der völlig falsche Weg.
Wenn man jungen Menschen verbietet in die Disco zu gehen und als Begründung nennt "Jesus würde dort auch nicht hingehen", ist das für mich völliger Schwachsinn. (Verzeiht bitte)
Natürlich sollte man Jugendlichen Eigenverantwortung und Moral beibringen, aber dann doch mit logischen Erklärungen.
Man sollte beispielsweise wegen dem Alkoholkonsum in Diskotheken vorsichtig sein, ebenfalls mit Drogen aufpassen und nicht alle Hemmungen und Moralvorstellungen über Bord werfen.
Moral kann man nur durch Erklärungen verstehen und nicht durch Angst.
"Wenn du nicht in den Gottesdienst gehst, dann bist du nicht dabei, wenn Jesus seine Kinder zu sich holt."
Dass dieser Satz bei manchen tiefgläubigen Menschen und bei vor allem leicht beeinflussbaren Kindern tiefe Ängste auslöst, sollte wohl jedem klar sein. Ist das der richtige Weg? Ich meine nein.
Ich könnte noch hunderte dieser Beispiele bringen, aber dies sollte vorerst genügen. Denn:
"Heute ist ja alles anders."
Ich kann diesen Satz mittlerweile nicht mehr hören. Meine Tante, ebenfalls sehr aktives Mitglied in der NAK, bringt ihn bei jeder Gelegenheit.
Früher durfte ein junges, unverheiratetes Paar weder zusammenleben, noch sonst zu intimen Kontakt pflegen.
Und wenn diese Regel damals Sinn gemacht hat, warum heute nicht mehr?
Gut, die Zeiten haben sich geändert, aber die Glaubensinhalte doch nicht?
Wie kann es eine Veränderung ohne Entwicklung geben?
Nur weil ein hoher Amtsträger mit dem Finger schnippt und es so bestimmt. Weil die hohen Tiere der NAK bemerken, dass immer weniger Jugendliche kommen und sie deshalb etwas ändern müssen?
Klar, bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen gute, sinnvolle Veränderungen, aber doch bitte nicht so!
Meine Tante, deren Mann vor drei Jahren gestorben ist, hat mittlerweile einen neuen Freund. Ein NAK Amtsträger, der damals mehr als radikal war und alle Jugendlichen verdammt hatte.
Aber: "Heute ist ja alles anders."
Wieso? Weil die Vorstellung einer Ehe heute keinen Sinn mehr macht? Weil sie nicht mehr in die Gesellschaft passt?
Das ist ein Punkt, der mich wirklich verärgert.
Des weiteren finde ich es wirklich schrecklich, dass Bauern (das soll keine Denunzierung dieses Berufstandes sein!) ohne Bildung predigen dürfen.
"Alles kommt von Gott, wir wirken durch den heiligen Geist."
Sorry, aber ich finde das wirklich schwach. Wenn ich mir die Gottesdienste anhöre (und ich hab schon wirklich viele gehört) sind die meisten davon schlecht recherchiert, ohne auch nur einen Funken Wissenschaftlichkeit und mit Andauernden Wiederholungen durchsetzt. In meinem Studium habe ich so viel gelernt, was ich noch nie in auch nur einem einzigen Gottesdienst gehört habe. Und das waren wirklich wichtige Dinge, die meinen Blick auf Jesus verändert haben.
Warum dürfen bei uns Menschen ohne entsprechende Ausbildung predigen? Woher kommt dieses Privileg?
Weil wir die Auserwählten sind? Na klar!
Denkt nicht nach, liebe Glaubensgeschwister, folgt wie blinde Schafe dem sehenden Hirten, dem Amtsträger, der zu gut für ein Studium der Theologie ist.
Und warum dürfen nur Männer predigen?
Es gibt so viele Punkte, die meinen Entschluss, Auszutreten, noch weiter gefestigt haben.
Ich werde im laufe der Zeit noch weitere anführen.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn viele ihre Meinung dazu schreiben würden.
Gerade NAK Mitglieder sind herzlich dazu aufgefordert.
Ich möchte nur noch eines sagen.
Ich möchte über keine Personen direkt schlecht reden oder gar urteilen, dass das steht mir nicht zu, dies ist nur meine ehrliche und ganz persönliche Meinung. Auch die Neuapostolische Kirch als Ganzes möchte ich nicht in den Dreck ziehen. Sie ist für mich definitiv NICHT die richtige Kirche, aber ich respektiere jeden, der sich dort zuhause und geborgen fühlt.
Ich habe schlechte, aber auch gute Erfahrungen gemacht und ebenfalls viele, sehr nette Menschen kennengelernt.
Vielen Dank fürs Lesen.
Ganz liebe Grüße
eure Traumtänzerin  |
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Luis Foren-King
Anmeldungsdatum: 19.03.2009 Beiträge: 1936

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Verfasst am: 16 Jun 2009 12:49 Titel: |
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Ja Traumtänzer, wir sind in vielen - fast in allen Punkten derselben Ansicht.
Und ich gestehe jedem Menschen seine Hobbys zu, so seltsam sie auch (für mich) sein mögen.
Ich persönlich gehe jedoch nicht mehr. Ein Hauptgrund dafür ist, dass mir die "Predigten" in ihrer Beliebigkeit nichts geben. Mit denselben Phrasen könnte man auch eine Rede über "Rettet die Gummibärchen", "Freiheit für die Wälder - weg mit den Bäumen" oder ähnliches halten. Und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem textwort erfolgte ja nie - und dass bis heute. Stattdessen wird ein Verschen aus der Bibel vom jeweiligen Diensthabenden aus seiner ganz persönlichen Sichtweise interpretiert.
Der zweite Grund ist, dass In den Gemeinden im einzelnen Strukturen bestehen, die durch verwandtschaftliche Bindung von meist 2 Dritteln der gemeindemitglieder entstanden sind. Und diese Strukturen sind in den wenigsten Fällen mit den christlichen Grundsätzen in Einklang zu bringen. Zwar wird die alte NAK-Sichtweise auf die Dinge nicht mehr so offen angesprochen, aber in den Köpfen ist dass noch drin.
Der dritte Grund ist, dass sich nicht wirklich etwas verändert hat. Zwar nimmt die Kirchenleitung dies Wort gern in den Mund, man verpasst sich einen neuen Anstrich - aber was kommt denn auf Gemeindeebene an ? Und da stellt sich mir doch dann die Frage, ob dass nicht doch gewollt ist. Und ich rede nicht von Disco ja oder nein, denn das war für mich in meiner Jugend schon kein Thema.
Der vierte Grund ist, dass ich nicht mehr an Gott glaube, wenngleich dass jetzt ein sehr persönlicher Grund ist. Aber ich sehe, dass immer noch eine subtile Unterdrückung anderer in der NAK erfolgt. Oder drücvken wir es einfacher aus: Probleme mit meiner Umgebung habe ich immer nur gehabt, wenn ich auch soziale Kontakte in der NAK gesucht habe. _________________ Die Christen unterscheiden in Glauben und Aberglauben. Ihr eigenes Geglaube halten sie für richtig, alles andere denunzieren sie als Aberglauben. Sich selbst nennen sie analog gläubig und verurteilen die anderen als abergläubisch. Nun ist aber jeder Glaube ein Aberglaube, also sind auch die Gläubigen gläubisch. |
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Traumtänzer Newcomer
Anmeldungsdatum: 16.06.2009 Beiträge: 4

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Verfasst am: 16 Jun 2009 13:12 Titel: |
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Hallo Luis,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Die Predigten, da hast du vollkommen Recht, sind inhaltlich dermaßen platt. Klar, ein Vers, vom Stammapostel vorgeschrieben, wird vorgelesen, das wars dann aber auch. Egal worum es in diesem Textwort geht, gepredigt wird doch eh immer über das Gleiche. Liebe, Geduld, sich in den Dienst Gottest stellen, persönliche Erfahrungen des Amtsträger, ja und wenn einem überhaupt nichts mehr einfällt, dann wird eben der Stammapostel zitiert und wenn einem da auch nichts einfällt, tja dann wird eben über das Chorlied referiert. Irgendetwas wird einem dazu schon einfallen.
Die allgemeine Struktur, diese extreme Hirarchie, ist auch ein zentraler Punkt, der mich zum Austritt bewegt hat. Wir hatten einmal einen Jugendgottesdienst und als wir mehr oder weniger durch Zufall den Stammapostel getroffen haben, da ist eines der Mädchen fast hyperventiliert, als dieser ihr die Hand gegeben hat. Dieser Personenkult stört mich schon sehr.
Des weiteren kann mir niemand erklären, warum der Stammapostel so verehrt wird, während ein einfacher Diakon schon fast wie ein Diener behandelt wird. Was hat der Stammapostel geleistet, dass genau ER diese Stellung innehat.
Gute, wissenschaftliche Qualifikation kann es ja wohl nicht sein.
Und das mit den Verwandtschaften ist auch so eine Sache. Bei uns sind alle Amtsträger miteinander verwandt. Schon komisch, dass genau diese Mitglieder in der Amtsträgerhirarchie weiter aufsteigen.
Ich bin froh, nun endlich diesen Schritt tun zu können, auch wenn es nicht immer leicht war.
Ich danke dir für deine Antwort und hoffe noch auf viele Meinungen, auch von NAKlern.
Liebe Grüße |
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Luis Foren-King
Anmeldungsdatum: 19.03.2009 Beiträge: 1936

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Verfasst am: 16 Jun 2009 13:20 Titel: |
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| Traumtänzer hat folgendes geschrieben: | | ...Wir hatten einmal einen Jugendgottesdienst und als wir mehr oder weniger durch Zufall den Stammapostel getroffen haben, da ist eines der Mädchen fast hyperventiliert, als dieser ihr die Hand gegeben hat. ... |
Ähnliche Reaktionen löst Robbie Williams aus, oder früher die Beatles, oder die pet Shop Boys, oder Tom Jones, oder oder oder...
...und John Lennons alte Gitarren bringen heute bei Southebys ein Vermögen. Evtl hat sich Herr leber davon inspirieren lassen ?
http://www.ejt2009.eu/informieren/news/64.html _________________ Die Christen unterscheiden in Glauben und Aberglauben. Ihr eigenes Geglaube halten sie für richtig, alles andere denunzieren sie als Aberglauben. Sich selbst nennen sie analog gläubig und verurteilen die anderen als abergläubisch. Nun ist aber jeder Glaube ein Aberglaube, also sind auch die Gläubigen gläubisch. |
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basis Großmeister

Anmeldungsdatum: 15.10.2008 Beiträge: 331

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Verfasst am: 16 Jun 2009 13:26 Titel: |
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Hallo Traumtänzerin,
erst mal ein herzliches Willkommen.
Ich verstehe deine Beweggründe, auch wenn du nur einen kleinen Einblick in deine Glaubenswelt gegeben hast.
Das sind die "klassischen" Kritikpunkte an der NAK, die ich auch sehe.
- fehlende Bildung der AT
- Verflachung der Lehre
- nicht haltbare Dogmen/Drohungen
- Vetternwirtschaft
- Menschenverherrlichung
Mit 20 Jahren hast du ja schon einen interessanten Weitblick. Darf ich fragen, wann bei dir die Einsicht kam, dass es nicht mehr deine Kirche ist? _________________ Gruß von (der) basis |
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Traumtänzer Newcomer
Anmeldungsdatum: 16.06.2009 Beiträge: 4

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Verfasst am: 16 Jun 2009 13:31 Titel: |
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| Luis hat folgendes geschrieben: | | Traumtänzer hat folgendes geschrieben: | | ...Wir hatten einmal einen Jugendgottesdienst und als wir mehr oder weniger durch Zufall den Stammapostel getroffen haben, da ist eines der Mädchen fast hyperventiliert, als dieser ihr die Hand gegeben hat. ... |
Ähnliche Reaktionen löst Robbie Williams aus, oder früher die Beatles, oder die pet Shop Boys, oder Tom Jones, oder oder oder...
...und John Lennons alte Gitarren bringen heute bei Southebys ein Vermögen. Evtl hat sich Herr leber davon inspirieren lassen ?
http://www.ejt2009.eu/informieren/news/64.html |
Das dachte ich mir damals auch, aber ich glaube kaum, dass das die wünschenswerte Reaktion sein sollte!
Vor allem wenn die Glaubensinhalte in den Hintergrund treten. Da wird sich nach dem Gottesdienst lieber über die aktuelle Kleidung und die blöde Frisur des Mädels vor einem unterhalten, als über die Inhalte des Gottesdienstes.
Studium nichts mit Gottesgläubigkeit zu tun hat.
Ein Atheist kann trotzdem ein großartiger Islamwissenschaftler sein.
Mir geht es nur um die Qualität der Gottesdienste. Das zu so einem Beruf (und ja, für MICH sollte es ein Beruf sein und nicht ein lebensbestimmendes Hobby NEBEN dem eigentlichen Beruf) Gottesgläubigkeit gehört, versteht sich meiner Meinung nach von selbst.
Trotzdem finde ich, sollte man die geschichtlichen Hintergründe wissen, wenn man von dem Leben und Wirken von Jesus predigt. Des weiteren gehört für mich mehr dazu, als nur die Bibel drei mal zu lesen und sie mitunter nicht richtig zu verstehen. Ein Werk das vor Vergleichen und Metaphern nur so strotzt, kann schnell falsch interpretiert werden und da finde ich kann ein Studium helfen.
Ich kann meinem Vater auch Goethes Faust I lesen lassen, ob er es richtig versteht und interpretiert ist ein anderes Thema.
Meinst du die Urkirche zu Zeiten Jesu (der zwar nur Handwerker war, aber lesen konnte!) oder die neuapostolische Urkirche (deren Entstehung für mich recht unwirklich erscheint)?
Basis, vielen Dank für deine Antwort.
Du kannst gerne weitere Fragen stellen, wenn du noch etwas bezüglich meines bisherigen Glaubenslebens etwas wissen möchtest.
Schwierig zu sagen. Also bis zu meiner Konfirmation war ich ein treues Mitglied in der NAK. Ich war jeden Sonntag und Mittwoch in der Kirch, nahm eifrig am Religionsunterricht teil und nahm das Wort der Amtsträger gerne an.
Ein Jahr vor meiner Konfirmation erkrankte mein Vater an Krebs und in dieser Zeit war die Kirche ein großer Halt für mich. Das Gottvertrauen war das Einzige, woran ich mich klammer konnte.
Mittlerweile wurde mein Vater wieder gesund und mit dem Konfirmationsunterricht fing die schöne Fassade der Kirche an zu bröckeln.
Der Unterricht war inhaltlich so flach, dass ich wirklich enttäuscht war. Der Inhalt wurde auf das auswendiglernen von Psalmen reduziert, die, nachdem ich sie nett aufgesagt hatte, nicht weiter interpretiert, ausgelegt oder sonst irgendwie besprochen wurden. (Fehlende Ausbildung?)
Nach der Konfirmation wurde ich in den Kreis der Jugend aufgenommen und spästens dort erkannte ich, was die NAK wirklich ist.
Für MICH definitiv nicht die richtige Kirche.
Die meisten Jugendlichen interessierten sich kein bisschen für den Glauben an sich, sondern nur um Kleidung und Jungs. Das ist vollkommen natürlich, aber auf den Weg zum Jugendgottesdienst könnten die Kinder von Amtsträgern! doch wohl auch über andere Dinge sprechen.
Die Jugendabende wurden für mich schnell zum Horrortrip, da ich schon immer sehr kritisch war, aber ich bemerkte schnell, dass diese Kirche überhaupt keine Kritik verträgt.
Wir sollten einmal ein Thema für den nächsten Jugendabend vorschlagen und ich meinte:
"Die Stellung der NAK im dritten Reich"
Ha, ich dachte ich werde jetzt rausgeworfen.
Außerdem werden andere Religionen (ich hatte als Thema auch mal den Islam vorgeschlagen) durchweg schlechte geredet, klar, WIR sind ja die Auserwählten.
Mit 16 war dann der Entschluss zum Austritt gefasst, aber auf Druck meiner Eltern ging ich weiterhin mehr oder weniger regelmäßig in den Gottesdienst, wodruch sich meine Abneigung und meine Kritik noch weiter verstärkte.
Ich hoffe ich konnte deine Frage weitgehend beantworten.
Wenn nicht, fragt ruhig!
Liebste Grüße
Zuletzt bearbeitet von Traumtänzer am 16 Jun 2009 13:41, insgesamt einmal bearbeitet |
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Luis Foren-King
Anmeldungsdatum: 19.03.2009 Beiträge: 1936

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Verfasst am: 16 Jun 2009 13:34 Titel: |
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Lieber Karl, es geht zwar nur mich etwas an, aber den letzten Grund gibt es erst seit einigen Jahren, womit sich eigentlich die ersten gründe ohnehin erledigt haben. Ich war in der Aufzählung meiner Gründe biografisch-chronologisch. ABer ich dachte immer, Du gehst noch sporadisch _________________ Die Christen unterscheiden in Glauben und Aberglauben. Ihr eigenes Geglaube halten sie für richtig, alles andere denunzieren sie als Aberglauben. Sich selbst nennen sie analog gläubig und verurteilen die anderen als abergläubisch. Nun ist aber jeder Glaube ein Aberglaube, also sind auch die Gläubigen gläubisch. |
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Karl Gast
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Verfasst am: 16 Jun 2009 13:49 Titel: |
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lieber Luis,
sorry, ich fragte Dich nicht nach den Ursachen Deiner mangelnden Gottesgläubigkeit.
Ich musste schliessen, dass Deine Gründe nach Gewichtung sortiert sind, weil Du ausdrücklich den ersten als 'Hauptgrund' bezeichnet hast. Nachdem Du nun mit 'chronologisch' relativiert hast .. verstehe ich Dich (wieder)
Zu meinen sporadischen GD-Besuchen: Ich habe bereits im Rahmen meiner seinerzeitigen Vorstellung in einem Beitrag erklärt, dass diese mit den "Verkündungen vom Altar" so gut wie nichts zu tun haben.
LG Karl |
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basis Großmeister

Anmeldungsdatum: 15.10.2008 Beiträge: 331

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Verfasst am: 16 Jun 2009 14:21 Titel: |
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Liebe Traumtänzerin,
so etwas hatte ich mir gedacht. Es bricht mir das Herz, wenn man Jugendliche, die es ernst mit ihrem Glauben meinen, nicht selber ernst nimmt. Das ist übrigens auch eins der größten Probleme der NAK. Die Jugendstunden sind oftmals dermaßen flach und inhaltslos, dass ich mich frage, ob es nicht sinnvoller wäre sie in diesen Fällen ganz auszulassen.
Wie du bemerkst, bin ich noch in der NAK. Wenn auch sehr kritisch.
Eben diese Gründe habe ich den zuständigen Ap. und Bap. schon genug mitgeteilt. Mam nimmt die Unterweisung der Kinder und die Führung der Jugendliche nicht ernst genug. Bzw. lässt man drittklässrige AT an diese Aufgabe heran - oder schult sie nicht entsprechend. Dann braucht man sich nicht wundern, dass die Jugendlichen, die wirklich einen Glauben suchen fort gehen. Weil sie erkennen, dass der Inhalt fehlt. Zurück bleiben die Fußballspielenden Jungs und die lästernden Mädchen. (Ich weiß viel zu übertrieben und verallgemeinert) Soll das die Zukunft der NAK sein? _________________ Gruß von (der) basis |
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jokaste Großmeister

Anmeldungsdatum: 21.12.2008 Beiträge: 306

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Verfasst am: 16 Jun 2009 15:48 Titel: |
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| basis hat folgendes geschrieben: | Liebe Traumtänzerin,
so etwas hatte ich mir gedacht. Es bricht mir das Herz, wenn man Jugendliche, die es ernst mit ihrem Glauben meinen, nicht selber ernst nimmt. Das ist übrigens auch eins der größten Probleme der NAK. Die Jugendstunden sind oftmals dermaßen flach und inhaltslos, dass ich mich frage, ob es nicht sinnvoller wäre sie in diesen Fällen ganz auszulassen.
Wie du bemerkst, bin ich noch in der NAK. Wenn auch sehr kritisch.
Eben diese Gründe habe ich den zuständigen Ap. und Bap. schon genug mitgeteilt. Mam nimmt die Unterweisung der Kinder und die Führung der Jugendliche nicht ernst genug. Bzw. lässt man drittklässrige AT an diese Aufgabe heran - oder schult sie nicht entsprechend. Dann braucht man sich nicht wundern, dass die Jugendlichen, die wirklich einen Glauben suchen fort gehen. Weil sie erkennen, dass der Inhalt fehlt. Zurück bleiben die Fußballspielenden Jungs und die lästernden Mädchen. (Ich weiß viel zu übertrieben und verallgemeinert) Soll das die Zukunft der NAK sein? |
Nu seid doch ned so streng mit der Jugend, die wollen halt auch Spaß haben. Ich erinnere auch sowas (Fußball und Jungs), war aber lustich. Unser Jugendleiter war in Ordnung, so und so. Aber natürlich kann das Glückssache gewesen sein. |
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basis Großmeister

Anmeldungsdatum: 15.10.2008 Beiträge: 331

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Verfasst am: 16 Jun 2009 15:53 Titel: |
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Nee, nicht falsch verstehen. Ich habe ja nichts dagegen, wenn die Jugend bei einer Jugendveranstaltung Fußball spielt und die Mädchen auf dem EJT Bilder malen. (ohweia was für Klischees) Aber das darf nicht der Hauptangelpunkt sein. Man stemmt in den Bezirken die größten und schönsten Sportevents und vernachlässigt die geistigen Inhalte in den Jugendstunden. Das meinte ich damit. Zumindest die Jugendbetreuer sollten dafür sorgen können, dass die Schwerpunkte richtig verteilt sind und eben auch mit entsprechender Ernsthaftigkeit an eine Jugendstunde gegangen wird. (Wie von Traumtänzerin beschrieben) _________________ Gruß von (der) basis |
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Joachim Gast
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Verfasst am: 16 Jun 2009 23:04 Titel: |
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| jokaste hat folgendes geschrieben: | | basis hat folgendes geschrieben: | Liebe Traumtänzerin,
so etwas hatte ich mir gedacht. Es bricht mir das Herz, wenn man Jugendliche, die es ernst mit ihrem Glauben meinen, nicht selber ernst nimmt. Das ist übrigens auch eins der größten Probleme der NAK. Die Jugendstunden sind oftmals dermaßen flach und inhaltslos, dass ich mich frage, ob es nicht sinnvoller wäre sie in diesen Fällen ganz auszulassen.
Wie du bemerkst, bin ich noch in der NAK. Wenn auch sehr kritisch.
Eben diese Gründe habe ich den zuständigen Ap. und Bap. schon genug mitgeteilt. Mam nimmt die Unterweisung der Kinder und die Führung der Jugendliche nicht ernst genug. Bzw. lässt man drittklässrige AT an diese Aufgabe heran - oder schult sie nicht entsprechend. Dann braucht man sich nicht wundern, dass die Jugendlichen, die wirklich einen Glauben suchen fort gehen. Weil sie erkennen, dass der Inhalt fehlt. Zurück bleiben die Fußballspielenden Jungs und die lästernden Mädchen. (Ich weiß viel zu übertrieben und verallgemeinert) Soll das die Zukunft der NAK sein? |
Nu seid doch ned so streng mit der Jugend, die wollen halt auch Spaß haben. Ich erinnere auch sowas (Fußball und Jungs), war aber lustich. Unser Jugendleiter war in Ordnung, so und so. Aber natürlich kann das Glückssache gewesen sein. |
jokaste...
Ich glaube das jetzt einfach mal nicht, dass du Fussball und Jungs in deiner Jugend erlebt hast.
Du müßtest in den 90érn geboren sein, damit das Argument "Fussball" von der NAK reglementiert wurde...
lächelnder Joachim |
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jokaste Großmeister

Anmeldungsdatum: 21.12.2008 Beiträge: 306

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Verfasst am: 17 Jun 2009 0:27 Titel: |
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| Zitat: | Joachim
jokaste...
Ich glaube das jetzt einfach mal nicht, dass du Fussball und Jungs in deiner Jugend erlebt hast.
Du müßtest in den 90érn geboren sein, damit das Argument "Fussball" von der NAK reglementiert wurde... |
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jedro Foren-King

Anmeldungsdatum: 01.02.2008 Beiträge: 1384 Wohnort: Nordwestdeutsche Tiefebene

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Verfasst am: 17 Jun 2009 11:21 Titel: |
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@Joachim
ich habe in meiner Jugend (Ende der 70iger-Mitte der 80iger) Fußball mit Jugendleitern und anderen Jugendlichen gespielt..(JL waren u.a. Priester)
Da gab es kein "dat dürfen wir nicht"
ach ja...dat waren Jugendtreffs...oder Veranstaltungen kirchlicher Art...sprich, sie waren abgesegnet _________________ Korn
Groetjes
dat Jedro :) |
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Luis Foren-King
Anmeldungsdatum: 19.03.2009 Beiträge: 1936

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Verfasst am: 17 Jun 2009 11:29 Titel: |
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Ich auch, Jedro. Es geht doch auch garnicht um Fußball Ja oder Nein.
Es geht um eine systemimanente geistige Intoleranz, die auch(zumindest nach meinen Beobachtungen) heute noch vorhanden ist. _________________ Die Christen unterscheiden in Glauben und Aberglauben. Ihr eigenes Geglaube halten sie für richtig, alles andere denunzieren sie als Aberglauben. Sich selbst nennen sie analog gläubig und verurteilen die anderen als abergläubisch. Nun ist aber jeder Glaube ein Aberglaube, also sind auch die Gläubigen gläubisch. |
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jedro Foren-King

Anmeldungsdatum: 01.02.2008 Beiträge: 1384 Wohnort: Nordwestdeutsche Tiefebene

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Verfasst am: 17 Jun 2009 11:31 Titel: |
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da haste recht...die gibt es in der Tat noch in gewissen Bezriken... _________________ Korn
Groetjes
dat Jedro :) |
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ochmonnek Gast
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Verfasst am: 17 Jun 2009 11:42 Titel: |
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das war in diesem rahmen nicht mal zu meiner zeit ein problem.-
solange man nicht in den verein wollte und sonntags punktspiele hatte.- |
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Jula Meister

Anmeldungsdatum: 24.08.2007 Beiträge: 193 Wohnort: LA-City

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Verfasst am: 18 Jun 2009 11:11 Titel: |
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Hi Traumtänzer(in?)
Ich möchte dich zuerst mal hier im Forum begrüßen!
Das was du schreibst kann ich nur bestätigen. Auch bei mir kamen schon als Jugendliche(14-15) Zweifel auf ob das alles so stimmt was in der NAK gepredigt wird. Leider konnten mir die AT´s unseres Bezirkes auch nie gute Antworten geben. Ich zweifelte schon, aber durch einen tiefen Lebenseinschnitt (bei dir war es dein krebskranker Vater, bei mir eine Schwangerschaft mit 16), wurde ich wieder an die NAK gebunden! Natürlich suchte ich Halt und auch wenn viele negativ über mich dachten, fand ich Trost im "Wort Gottes".....leider hielt das nur einige Monate, nachdem ich nämlich nie eine Antwort auf meine gebtete bekam.
Auch meine AT´s (die man ja immer fragen sollte in schwieritgen Lebenssituationen) konnten mir nicht helfen.
Ich ging zwar weiterhin zur Kirche, aber als ich dann auch noch Angststörungen und Depressionen bekam, wusste ich, dass da was nicht stimmt.
Habe dann im Internet recherchiert und bin auf NAK kritische Seiten gestoßen. Ja dann war mir auf einmal klar, die NAK hat in mir schlimmes angerichtet.
Jetzt mit 24 bin ich schon drei Jahre weg von der NAK und es geht mir blendend. Auch wenn ich nicht mehr an Gott glauben kann bin ich sehr sehr glücklich.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute bei deinem Entschluss! _________________ Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. (Albert Schweitzer)
Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien. (George Bernard Shaw) |
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ochmonnek Gast
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Verfasst am: 18 Jun 2009 11:28 Titel: |
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| Zitat: | Ein Jahr vor meiner Konfirmation erkrankte mein Vater an Krebs und in dieser Zeit war die Kirche ein großer Halt für mich. Das Gottvertrauen war das Einzige, woran ich mich klammer konnte.
Mittlerweile wurde mein Vater wieder gesund und mit dem Konfirmationsunterricht fing die schöne Fassade der Kirche an zu bröckeln. |
entschuldige, traumtänzerin:
dein vater war schwer krank, der glaube dein einziger halt in der zeit ( keine familie?),
dann wird dein vater zum glück wieder gesund, und im ergebnis des anschließenden konfirmandenunterrichts wendest du dich von der kirche ab?
also da hätte ich eher das gegenteil vermutet.- so ein erfolgreiches glaubenserlebnis war z b mir nicht vergönnt.- |
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Jula Meister

Anmeldungsdatum: 24.08.2007 Beiträge: 193 Wohnort: LA-City

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Verfasst am: 18 Jun 2009 11:43 Titel: |
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ich denke mal, dass der Mensch in der Not besonders einen Gott braucht, bzw. Gemeinschaft. Wenn alles wieder super ist, hört und fühlt man wieder ganz anders und man kommt eher wieder zum Zweifeln.
Vielleicht auch deshalb immer diese Negativpropaganda über die Welt,
damit man sich immer fühlt als wäre man in der größen Not  _________________ Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. (Albert Schweitzer)
Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien. (George Bernard Shaw) |
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Traumtänzer Newcomer
Anmeldungsdatum: 16.06.2009 Beiträge: 4

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Verfasst am: 18 Jun 2009 12:36 Titel: |
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| ochmonnek hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | Ein Jahr vor meiner Konfirmation erkrankte mein Vater an Krebs und in dieser Zeit war die Kirche ein großer Halt für mich. Das Gottvertrauen war das Einzige, woran ich mich klammer konnte.
Mittlerweile wurde mein Vater wieder gesund und mit dem Konfirmationsunterricht fing die schöne Fassade der Kirche an zu bröckeln. |
entschuldige, traumtänzerin:
dein vater war schwer krank, der glaube dein einziger halt in der zeit ( keine familie?),
dann wird dein vater zum glück wieder gesund, und im ergebnis des anschließenden konfirmandenunterrichts wendest du dich von der kirche ab?
also da hätte ich eher das gegenteil vermutet.- so ein erfolgreiches glaubenserlebnis war z b mir nicht vergönnt.- |
Hallo,
vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.
Ich werde mich später noch ausführlicher äußern, aber ich muss gleich zur Uni.
Trotzdem will ich noch kurz etwas zu diesem Beitrag schreiben.
Ja genau der GLAUBE war mein einziger Halt. Ich hatte sonst nur noch meine Mama, und sie konnte selbst nur schwer mit der Situation umgehen, da die äußerden Lebensumstände ohne meinen Vater sehr schwierig waren.
Ich bin auch heute noch ein sehr gläubiger Mensch.
Damals hatte ich vor der Konfirmation mit 13, zu der Zeit als mein Vater krank war, kein anderes Portal, um meinen Glauben zu leben, als die NAK.
Und ich denke dass die wenigsten Menschen mit 13 Jahren und einem schwerkranken Vater so kritisch sind, wie mit 15, wenn man geistig weiter ist und mehr Möglichkeiten hat, seinen kritischen Blick auf die NAK selbst zu fokusieren.
Wenn heute jemand aus meiner Familie schwer krank werden würde, dann wäre auch noch immer mein Glaube mein größter Halt, nur eben nicht mehr als Mitglied in der NAK.
Liebste Grüße und bis später |
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Maha Forenprofi

Anmeldungsdatum: 08.04.2009 Beiträge: 99

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Verfasst am: 18 Jun 2009 13:41 Titel: |
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Hallo Jula,
du bestätigst, was ich über NAK´ler denke. Es geht da nicht um einen Gott, sondern um die Kirche. Wenn die gut ist, ist auch Gott gut, und wenn die Sch... ist, ist gott es auch.
Ich bekomme auch keine Antwort auf meine Gebete und glaube trotzdem. Oder bekomme Antworten, die mir vielleicht nicht gefallen, weil sie mir zeigen, dass ich den Mist selber verbockt habe.
Schade, dass du dir nicht selber ein Bild über Gott schaffen konntest.
Irgendwo habe ich was über Einstein gelesen. Man ist kein Christ wenn man in die Kirche geht, so wie man keine Auto ist, weil man in der Garage steht.
Maha _________________ Only God can judge me! |
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Maha Forenprofi

Anmeldungsdatum: 08.04.2009 Beiträge: 99

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Verfasst am: 18 Jun 2009 14:14 Titel: |
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Muss meinen ersten Satz korrigieren, ist etwas unglücklich ausgedrückt.
Immerhin gibt es hier Aussteiger, die aufgrund ihres Glaubens aus der Kirche ausgetreten sind. Einfach weil es zu viele Widersprüche gibt. Unwahrheiten.
Andere wiederum scheinen die NAK für Gott zu halten. Rennen aus dem Grund dahin oder schieben es schlichtweg einen Gott in die Schuhe, wenn sie von der Kirche endtäuscht werden. Sie treten nicht nur aus, sondern verlieren den Glauben ganz an Gott. Somit ist das NAK Gottesbild so tief eingestampft, dass das eine nicht ohne das andere geht. _________________ Only God can judge me! |
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Jula Meister

Anmeldungsdatum: 24.08.2007 Beiträge: 193 Wohnort: LA-City

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Verfasst am: 24 Jun 2009 12:04 Titel: |
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Hallo Maha,
sorry dass ich erst jetzt schreibe,
| Zitat: | | Somit ist das NAK Gottesbild so tief eingestampft, dass das eine nicht ohne das andere geht | genau so ist es!
ich find es schön wenn jemand an einen Gott glauben kann, ohne eine Kirche besuchen zu müssen.
Es ist fein und man hat vielleicht nicht soviel Angst im Leben.
Meine Erfahrungen in der NAK haben mich aber zur Erkenntnis gebracht, dass es da nix geben kann. Warum auch?
Wir nehmen uns zu wichtig und können einfach nicht wahrhaben, dass man einfach stirbt und ende.
Gott hilft einem einfach, irgendwas zu verstehen, was ja eigentlich unbegreiflich ist.
Wenn man in der NAK schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann schaut man mal hinter die Kulissen. Meiner Meinung nach ist das aber bei jeder Glaubensgemeinschaft so, dass es darum geht, Geld zu machen, zu beeinflussen. Auch wenn es in anderen Gemeinschaften nicht so schlimm zu geht wie in der NAK und anderen Sekten. _________________ Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. (Albert Schweitzer)
Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien. (George Bernard Shaw) |
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ochmonnek Gast
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Verfasst am: 24 Jun 2009 12:23 Titel: |
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hallo, julchen *busserl*
mal am rande:
gibt es bei der evangelischen oder r-katholischen kirche auch aussteiger-probleme?
von einem ehem klosterbruder in kärnten z b weiß ich, dass er z b KEINE hatte, als er sich für seine jetzige frau entschied |
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lorenz Foren-King

Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 4887 Wohnort: Middle World

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Verfasst am: 24 Jun 2009 13:52 Titel: |
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Ich habe von gewissen leichten Aussteiger-Problemen in streng katholischen (bayerischen) Familien gehört. Ist aber nicht vergleichbar mit dem NAK-Sekten-Problem. Jetzt wo ich nachdenke: Bei evang.-methodistischen Gläubischen habe ich da auch schon was läuten hören. Kann aber so wild nicht sein, denn oft hört man davon nicht.
Der Knackpunkt ist die soziale Kontrolle in Sekten, und was passiert, wenn die nicht mehr funktioniert. Gerade bei jungen Leuten, die eine EIGENE Identität finden. LÄSST man das ZU, oder streckt die Sekte da ihre Gichtkralle aus? Bei der NAK doch wohl immer noch letzteres, oder? _________________ Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/ |
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Jula Meister

Anmeldungsdatum: 24.08.2007 Beiträge: 193 Wohnort: LA-City

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Verfasst am: 25 Jun 2009 9:14 Titel: |
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| ochmonnek hat folgendes geschrieben: | hallo, julchen *busserl*
mal am rande:
gibt es bei der evangelischen oder r-katholischen kirche auch aussteiger-probleme?
von einem ehem klosterbruder in kärnten z b weiß ich, dass er z b KEINE hatte, als er sich für seine jetzige frau entschied |
hallo ochi,
ich kenne niemanden der danach probleme hat. Hie und da wird es auch in diesen Gemeinschaften extrem Gläubige geben, da könnte es ein Problem sein. Aber nicht psychisch sondern eher sozial. (familie usw.)
In der NAK ist das ja alles verknüpft.
lg Jula _________________ Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. (Albert Schweitzer)
Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien. (George Bernard Shaw) |
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ochmonnek Gast
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Verfasst am: 25 Jun 2009 10:52 Titel: |
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julchen.- :-) |
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sonne65 Foren-Queen
Anmeldungsdatum: 13.02.2009 Beiträge: 1019 Wohnort: Frankfurt/M

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Verfasst am: 25 Jun 2009 11:10 Titel: |
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| Sehe ich auch so. Extreme freikirchen, Piusbruderschaftsanhänger werden abtrünnigen Mitgliedern wohl auch Probleme bereiten. |
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Knowhow Forenprofi
Anmeldungsdatum: 01.03.2009 Beiträge: 98

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Verfasst am: 26 Jun 2009 23:44 Titel: |
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| Zitat: | | Warum dürfen bei uns Menschen ohne entsprechende Ausbildung predigen? Woher kommt dieses Privileg? |
Sie dürfen schon, aber wie soll man das bitte einrichten?
Die Amtsträger in der NAK sind doch meist ehrenamtlich tätig, heißt sie erhalten kein Geld für ihre Aufgabe in der NAK.
Jetzt stell dir vor, du sollst ein Studium finanzieren, damit du in der NAK predigen darfst, erhälst dafür aber kein Geld!
Das macht meiner Meinung nach keinen Sinn.
Es wäre, wie wenn du Recht studierst und später wie vor dem Studium geplant Klempner wirst. Dann hat dir das Studium eigentlich nichts gebracht, im Gegenteil, du hast etwas finanziert, wofür du in deinem Beruf nicht mal mehr Geld verdienst als ohne dieses Studium!
Um dich aber zu beruhigen möchte ich dich darauf aufmerksam machen, dass in den Stellungsnahmen der NAK heute bewusst auf theologische Ausdrucksweise geachtet wird.
Und desweiteren gibt es in Deutschland einen NAKler der evangelische Theologie studiert hat und das Diakonenamt besitzt. Ob es davon mehrere gibt weiß ich nicht!
| Zitat: | | Die Jugendstunden sind oftmals dermaßen flach und inhaltslos, dass ich mich frage, ob es nicht sinnvoller wäre sie in diesen Fällen ganz auszulassen. |
Zumindest in meinem Bezirk ist das so geregelt, dass die mehrere Jugendliche meist einen Jugendabend vorbereiten. Zumindest da kann man der Kirche nicht die Schuld in die Schuhe schieben.
| Zitat: | | Die Jugendabende wurden für mich schnell zum Horrortrip, da ich schon immer sehr kritisch war, aber ich bemerkte schnell, dass diese Kirche überhaupt keine Kritik verträgt. |
Unser Jugendgruppenleiter hatte einmal bei einem Thema mit der Kirche extra gesagt, dass er es kritisch ausgelegt haben möchte. Jetzt ist er übrigens Bezirksjugendbeauftragter und Vorsteher meiner Gemeinde.
Kritikunverträglichkeit war früher, heute wird Wert auf den Dialog gelegt. Ich las heute von einem geplanten Workshop der NAK in NRW. Dort heißt es: | Zitat: | | Bezirksapostel Armin Brinkmann möchte zu verschiedenen Themen mit konstruktiv-kritischen, querdenkenden und nicht immer zufriedenen Glaubensgeschwistern aus der Gebietskirche zusammenkommen. |
Hier hab ich des her:
http://www.nak-nrw.de/aktuelles/berichte/090626_workshop-kirche-im-wandel-geplant/
Grüßle
Knowhow |
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