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Mormonen und Homosexualität


 
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Gemeinde auf dem Weg - evangelische Freikirche e. V. Berlin :: Marienkinder-Sekte: Satan im PC  
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Catwoman
Newcomer


Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 26

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BeitragVerfasst am: 29 Dez 2008 21:53    Titel: Mormonen und Homosexualität Antworten mit Zitat

Vor kurzem wurde in Kalifornien per Volksentscheid darüber entschieden, ob Lesben und Schwule heiraten dürfen. Die Mormonen riefen ihre Mitglieder auf, dagegen zu stimmen und fleißig zu spenden, so das über $25 Millionen zusammenkamen.
Warum dieser Hass auf Homosexuelle? War das immer so?
Nein, denn in der frühen mormonischen Kirchengeschichte gab es viele prominente MormonInnen, die lesbisch, schwul oder bi waren. Erst mit dem Aufkommen der US-Schwulenbewegung veränderte sich das Klima, und man/frau wurde plötzlich deswegen ausgeschlossen oder an der BYU (Brigham Young Universität) zwangsweise sich einer Elektroschocktherapie oder einer Aversionstherapie unterzogen. Was meint ihr, warum dieser Hass? Und wie ist die Einstellung zum Thema bei der NAK, den ZJ oder anderen Gruppierungen?
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Der Hass mancher Christen auf Schwule entstammt sicher dem Hass der Bibel auf Schwule. Ich meine, wenn in dem allerheiligsten Buch der Bücher den Schwulen der Tod angedroht wird, darf man sich nicht wundern, wenn begeisterte Leser dieses Buches diesen Hass übernehmen.
Warum sich das bei den Mormonen verschärft hat? Vielleicht weil ein Mormonen-Funktionär darin eine Chance entdeckt hat, sich innerhalb des Vereins zu profilieren? Oder aus Gründen der Zusammenarbeit (Ökumene) mit anderen amerik. Christen, bei denen Schulenhass gerade sehr "in" ist? Wer kann schon in die verwirrten Köpfe schauen?!

Bei der NAK wird das weitgehend verdrängt. Ich erinnere mich an den lieben Bruder L., von dem man unter vorgehaltener Hand sagte, der sei schwul. Er hatte geheiratet und einen Sohn, der ebenfalls solche Neigungen hatte. Solange er "den Versuchungen des Teufels widerstand", wurde er akzeptiert, konnte sogar Priester sein. Er musste eben alles schön unterm Teppich halten.

Jedenfalls ist Homosexualität ganz klar biblisch verdammt:

3Mo 18,22 Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Greuel.

3Mo 20,13 Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.

Röm 1,26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen;

Röm 1,27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein mußte, an sich selbst empfangen.

1Kor 6,9 Oder wißt ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Laßt euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder,


Das dürfte wohl eindeutig sein.

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Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/
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Vergangenheit?
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lorenz,

und, was sagte Jesus dazu?

Liebe Grüße
vergangenheit?
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Vergangenheit?
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Und was steht hier:

Römer 2, 11: Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

Römer 3, 28: So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetztes Werke, allein durch den Glauben.

Römer 5, 1: Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

Römer 15, 7: Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.

Liebe Grüße
vergangenheit?
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Vergangenheit? hat folgendes geschrieben:
und, was sagte Jesus dazu?

Der sagte wohl irgendwo, er sei nicht gekommen, das alte Testament zu negieren sondern, es zu vollenden. (Weiß gerade nicht, wo das steht.)

Er redet gerne von der "Liebe", und manche wollten ihm sogar schwule Tendenzen unterstellen. Aber er äußert kein klares Wort, etwa der Art, dass der Schwulenhass im AT zu verurteilen sei.

Allerdings muss man sich vergegenwärtigen, dass wir ja nur eine literarische Jesusfigur haben. Ob es ihn wirklich so oder ähnlich wie geschildert gegeben hat, weiß keiner. Und der literarische Jesus stammt auch noch von verschiedenen Autoren mit unterschiedlichen, teils widersprüchlichen Absichten. Und von denen hatte wohl keiner die Absicht, Homosexuelle zu rehabilitieren. Und dann gab es noch die, die die später "gültige" Bibel zusammenstellten. Die hatten ein Interesse daran, Widersprüche zw. AT und NT zu minimieren, ich vermute mal: auch auf Kosten der "neuen Botschaft". Das AT sollte schließlich Teil der Bibel werden. (Auch hier wohl die Tendenz, sich möglichst viel einzuverleiben, ähnlich wie beim Weihnachtsfest oder bei den heidnischen Kultstätten, auf die man Kapellen setzte.)

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Vergangenheit?
Gast





BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Und hier:

2 Korinther 3, 17: der Herr ist der Geist, wo aber der Geist des Herrn ist. da ist FREIHEIT.

Galater 3, 13: Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes

Epheser 2, 8: denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und da nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nichht aus den Werken, damit sich niemand rühme.

Römer 7 - nun aber sind wir frei vom Gesetz

Hier ist mit Gesetz jeweils das Alte Testament gemeint (nur zur Info).

Und wie sagte Jesus: Liebet untereinander, Liebe deinen nächsten wie dich selbst........

Liebe Grüße
vergangenheit?
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

greece.gif
BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Vergangenheit? hat folgendes geschrieben:
Und was steht hier:

Römer 2, 11: Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

Römer 3, 28: So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetztes Werke, allein durch den Glauben.

Römer 5, 1: Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

Römer 15, 7: Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.

Liebe Grüße
vergangenheit?

Da all diese (und andere) "Jesus-Worte" nicht eindeutig zum Schwulenthema Stellung nehmen, ist es leicht, den Widersspruch zur restlichen Bibel wegzuinterpretieren. Da ist es wie mit den Gesetzen. Da stehen auch diverse widersprüchliche Aussagen, etwa zw. Grundgesetz und der Umsetzung. Das ist dann eben "nicht so gemeint".

Da das so ist, dass sowas immer interpretiert wird (und dabei manchmal gewaltig verbogen wird), wäre dem Jesus vorzuwerfen, dass er das nicht berücksichtigt hat. Er hätte sich eben gefälligst deutlicher ausdrücken sollen. Aber s. v.: "Literarische Figur". Es zerfasert sowieso alles in der Textinterpretation, wo Dichtung(en) und Wahrheit ununterscheidbar miteinander vermischt sind.

Zitat:
Liebe deinen nächsten wie dich selbst........

Wie liebe ich mich denn selbst? Und das soll ich auf andere anwenden? Molto ominoso! Wenn man das auf die sexuelle Liebe anwendet, kommt man auf merkwürdige Ideen, die gar nicht mal so abwegig wären, wenn man sie auf die damalige Jesus-Truppe anwenden würde... Wer weiß? Laughing

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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 30 Dez 2008 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Römer 7 - nun aber sind wir frei vom Gesetz

Hier ist mit Gesetz jeweils das Alte Testament gemeint (nur zur Info).

Aber:

Zitat:

17Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. {Matthäus.3,15} 3,15
Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt also sein! also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's ihm zu.{Römer.3,31} 3,31
Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.{1 Johannes.2,7} 2,7
Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehört habt. 18Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. {Lukas.16,17} 16,17
Es ist aber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, denn daß ein Tüttel am Gesetz falle.


Auf die Schnelle von hier (Luther-Übersetzung):
http://www.bibel-online.net/buch/40.matthaeus/5.html
(Das in geschweiften Klammern sind Verweise auf andere Textstellen.)
Die 3 "Jesus-Autoren" Matthäus, Johannes und Lukas sind sich einig, dass das Gesetz (das AT) weiterhin gilt, und wie! (s. die starken Formulierungen!)

Und jetzt?
Die Bibel ist widersprüchlich. Insofern könnte man sie u. U. als "Teufelswerk" bezeichnen, wenn man entsprechend drauf wäre. Der Teufel hätte sich kein dolleres Mittel einfallen lassen können als so ein widersprüchliches Anleitungsbuch, das als "Wort Gottes" aufgefasst wird...

Nur mal so zum Nachdenken. (Ich glaube zum Glück weder an Götter noch an Teufel. ) Very Happy Ansonsten wäre das gar kein unlogischer Ansatz: Zu glauben, dass die Zusammenstellung der Bibel (übrigens mit Hauen und Stechen!) ein vom Bösen dominierter Vorgang war. Wenn man sich die Auswirkungen dieser Ungereimtheiten , Unklarheiten und Widersprüchlichkeiten in der Bibel ansieht: Wieviele Menschen mussten als Ketzer und Häretiker sterben, und wie oft haben sich "gläubige" Christen an ihnen schuldig gemacht, nur weil sie von einem zum Missbrauch geradezu geschaffenen(!) "Gotteswort" entsprechend fehlgeleitet waren!
Wenn ich Christ wäre, würde ich mir das mal überlegen.

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Joachim
Gast





BeitragVerfasst am: 31 Dez 2008 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ob diese Literatur den Mormonen auf die Sprünge hilft?

Arrow http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Elternschaft/s_1165.html

Ich bezweifle das...

Joachim
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Catwoman
Newcomer


Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 26

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BeitragVerfasst am: 10 Jan 2009 3:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mormonen sehen sich als die "einzig wahre Kirche" an, und folglich auch die "Einzige", die "Gottes Willen" verkündet.
Das dahinter, wie der Dokumentarfilm "For the Bible tells me so" eindringlich zeigt, ganz andere Interessen und Beweggründe stecken, sei nur am Rande erwähnt.
Bei der geschichte der Mormonen zeigte sich immer wieder, dass nur durch äußeren und inneren Druck diese Sekte bereit ist, sich zu verändern. Das war so bei der Vielehe, wo das Edmonds-Tucker-Gesetz der Mormonensekte fast ihren ganzen Besitz gekostet hätte, wenn sie nicht klein beigegeben hätten (und "plötzlich" war da eine Offenbarung da, die es erlaubte, obwohl Gott angeblich ein Verbot der Vielehe ablehnte); das war so bei den Farbigen und das Priestertum, und das wird beim Thema Homosexualität genauso sein.
Wie war das bei der NAK?
Wurden dort auch Veränderungen erst durch Druck möglich?
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Joachim
Gast





BeitragVerfasst am: 10 Jan 2009 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wie das bei der NAK war?
Ich kann dazu nur soviel sagen.
Sex vor der Ehe war nicht erlaubt und es wurde in den Jugend-GD oft darauf hingewiesen, Es wurde erst besser, als es passierte, dass des Ältesten Sohn und die Tochter des Jugendleiters mit Vorliebe heirateten(mußten)

Von der Homosexualität wurde in meinem Umfeld meines Wissens nicht gesprochen.
Vielleicht weiß jemand hier im Forum besser als ich Bescheid.

Joachim
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lorenz
Foren-King


Anmeldungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 4887
Wohnort: Middle World

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BeitragVerfasst am: 10 Jan 2009 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

In meiner NAK-Jugend (60er Jahre) waren die vermutlich so verklemmt, dass sie die Sexualität - nach meiner Erinnerung - nicht einmal ansatzweise thematisierten! Das wundert mich heute noch. Meine katholischen Klassenkameraden waren da mieser dran. Ich wuchs durch dieses Nichtthematisieren sexuell ziemlich frei auf. Genützt hätte denen das eh nix, wenn die da etwas gewollt hätten. Etwa ab der Konfirmation rutschte deren Geschwätz für mich sowieso immer tiefer in den Keller...
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fresh
Newcomer


Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 23

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BeitragVerfasst am: 10 Jan 2009 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Catwoman,

zu meiner Jugendzeit in der NAK wurde immer darauf hingewiesen dass vorehelicher Geschlechtsverkehr Sünde sein und die Kirche das ablehnt.
Genauso wie das zusammenleben nicht verheirateter Partner.
Das Thema Homo-oder Transsexualität wurde totgeschwiegen. Man hnadelte da nach der "Vogel Strauß Taktik" was ich nicht sehe gibt es nicht Twisted Evil
So kam es zumindest mir vor. Was jedoch betroffenen gesagt wurde weiß ich auch nicht. Würde mich aber mal interesieren.

LG Daniel

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