das ist wirklich interessant, weil ich mir schon seit wochen überelge, wie das alles funktionieren konnte und auch noch kann. in meinen augen kann es nicht " nur " die angst sein, wodurch eine solche machtstruktur möglich ist.
ich hab über diese diplomarbeit drüber gelesen ( die mir allerdings nicht gefallen hat ) und da wurden immer nur über die folgen von sekten geschrieben. wie es aber möglich ist, dass sich anhänger finden und so lange bestand haben kann, das ist mir noch immer ein rätsel.
was ist herr obst nochmal beruflich? ist der auch ex-nakler?diese bücher sind zwar gut um parallelen für sich zu finden, aber ich für mich finde es nicht sachlich genug.
lg
Das ist der Mensch, der in der DDR das Buch von Horst über die NAK abgelehnt hat. Hauptsache seines lief gut. Konkurrenz war nicht erwünscht. _________________ Ein Mensch wird mit vielen Persönlichkeiten geboren, und stirbt als eine Persönlichkeit.
das ist ja interessant. und er hat den vorteil, dass er in gewissen kreisen bekannt ist.
woher hat der denn die nak-erfahrungen?? am eigenen leib gespürt? denn nur dadurch kann man wirklich wissen was da los ist.
Das weiß ich nicht, aber Horst ist immer noch schlecht auf ihn zu sprechen. Obst hatte zu DDR-Zeiten eben schon eine gewisse Macht und die nutzte er auch kaltblütig aus, indem er die Konkurrenz verbiss. _________________ Ein Mensch wird mit vielen Persönlichkeiten geboren, und stirbt als eine Persönlichkeit.
Dieser Mann liegt mir schwer im Magen. Dazu schreib ich morgen noch etwas. Der Profesoor Obst ist für mich wie ein rotes Tuch! _________________ Wenn das Herz verletzt ist, dann ist die Sprache stürmischer als der Wind auf dem Meer.
ups,....hab ich da ein fettnäpfchen getroffen?? aber das konnte ich nicht wissen. aber ihr setzt sachen von ihm hierein. auch, wenn die beurteilung für ihn nicht wirklich gut ausgefallen ist aber so bleibt er auch im gedächtnis.
ich finde es aber auch sehr wichtig, wenn sich theologen mehr damit auseinander setzen würden, weil die in der gesellschaft manchmal noch mehr ohren finden als aussteiger, denen man eher unterstellen könnte, sie würden nur böse reden weil sie enttäuscht sind.
Na klar, ich habe das reingesetzt, da brauchst du dir doch keinen Kopf zu machen. Das geht schon klar, aber es ist eben bitter, wenn man am eigenen Leibe zu spüren bekommt, dass andere über dein Sein oder Nichtsein befinden dürfen/können. Horst hatte das Manuskript zu seinem Buch in seiner 1. Version ja schon 1986 fertig, bevor überhaupt jemand an das öffentliche Schreiben von Büchern über die NAK nachgedacht hat. Das einzigste bis dahin in der DDR erschienene Buch über die NAK kam aus der Feder von Helmut Obst. Er hat Horst sein Manuskript begutachtet....und eine Veröffentlichung abgelehnt!
Es ist bedauerlich, dass der Prozess des sich Hinausentwickelns, der sich von innen nach außen vollzieht und so viele Gesichter haben kann, in der Vergangenheit nur in wenigen Fällen schriftlich dokumentiert und publiziert wurde, denn diese Lektüre wäre für viele aussteigewillige Mitglieder der NAK eine hilfreiche Unterstützung. Das hat sich jedoch seit einigen Jahren erheblich geändert. 44 Jahre lang stand ich in den Startlöchern, immer bereit zum Ausstieg, doch eine vernünftige Argumentation fehlte mir, etwas, was mich zu diesem Schritt ermutigt hätte. Der Zufall spielte mir 1984 in einer Rostocker Buchhandlung das Buch
Apostel und Propheten der Neuzeit
von Helmut Obst in die Hände. Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und war zutiefst erschüttert, dass ich einer Verdummungsmaschinerie zum Opfer gefallen war, unfassbar für mich. Doch gleichfalls musste ich sehr schmerzlich erfahren, dass im Leben Gutes und Böses oft dicht beieinander liegen. So sehr der Autor mit seinem Buch mir Brücke beim Ausstieg war, um so hinderlicher war er mir, meinen Ausstieg in der damaligen DDR zu artikulieren. 1986 habe ich z.B. versucht, mein Manuskript mit dem Titel
In der Welt aber nicht von der Welt - die Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche
zu veröffentlichen. Bei diesem Versuch war neben dem genannten Problem auch die verlagsseitige Hürde zu bewältigen. Nachdem der Union Verlag (VOB) Berlin, als einzig in Frage kommender Verlag, zunächst Interesse signalisierte, erhielt ich mit Schreiben vom 27.06.1986 eine Absage, die, wie nachfolgender Auszug erkennen lässt, nicht unmaßgeblich durch das Gutachten eines konfessionell gebundenen Gutachters begründet war:
Zitat:
Sehr geehrter Herr Hartmann,
es ist mir verständlich, dass Sie sich von der ablehnenden Stellungnahme bzgl. Ihres Manuskriptes, in dem ja ein gutes Stück eigene Lebensgeschichte und persönliche Erfahrungen artikuliert werden, betroffen fühlen. Dennoch gestatten Sie mir bitte, um der Sache Willen, folgende Anmerkungen: Es ist zunächst Sache der Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften selber, sich kritisch mit eigenen Lehr- und Lebensfragen zu befassen. Wenn andere Institutionen, wie z.B. unser Verlag, der ein Unternehmen einer überkonfessionellen Partei (Anmerkung des Verfassers: gemeint war die CDU der DDR) ist, dies tun würden, erhielte eine solche Kritik einen unerwünschten, womöglich politisch nachteiligen Effekt...........................Der Haupteinwand ist aber, dass Sie durch Ihr stark subjektiv gefärbtes kritisches Herangehen letztlich entschieden negative Urteile über die Rolle der Neuapostolischen Kirche im gesellschaftlichen Leben nahe legen.
Damit war mein Versuch gescheitert und anderenorts entschieden, dass es neben einer bereits existierenden Abhandlung von Herrn Dr. Helmut Obst keine weiteren Abhandlungen über die NAK in der DDR mehr geben würde.
Wenn ich dann noch lese:
Zitat:
Er ist Theologieprofessor an der Universität Halle (Saale). Jene Universität an der einst auch ein Friedrich Loofs wirkte, dessen den Bibelforschern gewidmete Schrift ich auf meiner Webseite dokumentiert habe. Obst machte schon zu DDR-Zeiten von sich reden. Spektakulär seine Teilnahme an einer von der Moon-Bewegung ausgerichteten Konferenz im (damals) westlichen Ausland. Eine These der Religionsbewegung um San Myung Moon war, dass ein Dritter Weltkrieg zur Niederringung des Kommunismus unvermeidlich sei. Moon aus dem geteilten Korea stammend, war durch seine spezifischen Lebenserfahrungen zum glühenden Antikommunisten geworden. Er hatte es erreicht mit seiner Religionsgemeinschaft zugleich beachtliche Öffentlichkeitswirksamkeit zu erreichen. Selbst hochrangige westliche Politiker gaben sich bei ihm "die Klinke in die Hand". Ihm gelang es sogar in Washington eine Tageszeitung aufzukaufen, die fortan auch als sein Sprachrohr diente.
Auch in der DDR wurde Moon aufmerksam beobachtet. Seine These der Unvermeidlichkeit des Dritten Weltkrieges wegen der bösen Kommunisten fand den Argwohn unter anderem auch in den Bereichen der Stasi-Kirchenabteilung.
Ich unterstelle Obst nichts was ich nicht belegen kann. Immerhin dürfte es ihm schwer fallen darzulegen, dass sein Auslandsvisum für die Moon-Konferenz nicht auch im Interesse der untergründigen DDR-Politik gelegen hat. Der Kontakt zu einer "Koryphäe" wie Obst, kann auf vielfältige Weise aufgebaut sein - und sei es nur über vermeintliche Mittelsmänner.
...., dann kann ich 1 +1 zusammenzählen!
Klick! _________________ Wenn das Herz verletzt ist, dann ist die Sprache stürmischer als der Wind auf dem Meer.
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