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Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ - NAK Kirchengeschichte
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 05 Jul 2007 23:08 Titel: Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ - NAK Kirchengeschichte |
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In einem Interview mit der UF-Redaktion ( „Unsere Familie“ vom 5. Januar 2007 „Mehr Wert auf das Heilige Abendmahl legen“, S. 27 – 31 ) kündigte Stammapostel Leber einen zweiten Informationsabend im Herbst 2007 an.
Gegenüber dem Mitglied der theologischen Redaktion der Kirchenzeitschrift "Unsere Familie" Reinhard Kiefer äußerte er im Interview:
„Ein Teil des Abends wird sich mit kirchengeschichtlichen Fragen beschäftigen. Wir wollen damit offen umgehen. Es liegen Teilergebnisse der AG Kirchengeschichte vor, die zeigen, dass manche Dinge klarer gestellt werden können. Ich meine, wir können uns nicht verstecken, wollen das auch gar nicht, sondern stehen zu unserer Geschichte.“
Im Vorfeld dieses Informationsabends möchte der Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ bei der Klarstellung mitwirken und wir erhoffen uns plausible und sachgerechte Antworten auf Fragen, die wir schon am 15. 03. 2005 in einem ausführlichen Offenen Brief an den damaligen Stammapostel Fehr richteten. Leider wurde dieser Offene Brief nicht beantwortet. Man hat sich versteckt und drückte sich um eine Stellungnahme.
Auch das Gespräch mit dem federführenden Leiter der AG Kirchengeschichte Apostel Walter Drave am 18. 07. 2005 in der Kirchenverwaltung Hamburg-Eppendorf brachte keine nennenswerten Ergebnisse.
Ein aktueller Forschungsbericht unter dem Titel „Von einer „Sekte“ zur „Freikirche“ ? – Klärungsversuche innerhalb der Neuapostolischen Kirche am Beispiel der Diskussion zur DDR-Geschichte“ erscheint im Rahmen des „Jahrbuchs für Freikirchenforschung 2007“ demnächst im Buchhandel, kann aber online vorbestellt werden. Das Bestellformular ist zu finden auf:
http://www.freikirchenforschung.de/
Prof. Dr. Erich Geldbach aus Marburg schreibt im Editoral des Jahrbuches, welches mir schon vorliegt und sich u. a. mit sehr interessanten Themen wie z.B. „Freikirchen und Spätaussiedler“ oder „Mennoniten blicken zurück - Schuldbekenntnisse und Aufarbeitung der Vergangenheit nach 1945“ beschäftigt:
„Zwei Forschungsberichte schließen sich an. Claus Bernet konnte uns seinen Beitrag leider nicht in deutscher Sprache zur Verfügung stellen, doch sind seine Ausführungen reizvoll genug, dass wir sie auf Englisch abdrucken. Olaf Wieland ist ein Vertreter der Neuapostolischen Kirche. Seine Ausführungen zeigen, dass es gegenwärtig in der NAK Veränderungen gibt, die möglicherweise das ökumenische Miteinander der Kirchen in Deutschland beeinflussen werden. Es gibt unverkennbare Tendenzen einer „internen und externen“ Öffnung der NAK, und wir meinten, dass wir mit der Veröffentlichung dieses Beitrags auf die interne Auseinandersetzung aufmerksam machen sollten. Der Beitrag zeigt aber auch, dass der Weg der NAK noch nicht an ein ökumenisch verantwortbares Ziel gelangt ist.
Der Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ bittet die Kirchenleitung der NAK um einen konstruktiven Dialog und ein ehrliches Bemühen der Aufarbeitung ihrer Geschichte in den beiden Weltanschauungsdikturen ohne „verschweigen, verdrängen und verfälschen“.
Prof. Helmut Obst betonte:
„Schmerzhafte Vergangenheitsaufarbeitung wie in vielen Kirchen gab es nach der Wende in der Neuapostolischen Kirche nicht, zumindest ist nichts davon an die Öffentlichkeit gedrungen.“ ( Helmut Obst, Neuapostolische Kirche-die exklusive Endzeitkirche ? Reihe Apologetische Themen, 8, Neukirchen-Vluyn 1996 )
Der zweite Informationsabend bietet also die Chance für die Kirchenleitung der NAK, das Versteckspiel endlich aufzugeben und unklare Dinge klarer zu stellen um der Wahrheit willen.
( Freikirchenforschung 2007, Nr. 16 / ISBN 3-934109-08-X )
Zuletzt bearbeitet von Olaf Wieland am 28 Nov 2007 7:11, insgesamt einmal bearbeitet |
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Admin Site Admin

Anmeldungsdatum: 26.07.2006 Beiträge: 4841 Wohnort: 18190 Sanitz

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Verfasst am: 26 Jul 2007 19:23 Titel: |
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Ein Auszug aus der Dokumentation von Olaf Wieland
Von einer „Sekte“ zur „Freikirche“ ?1
Klärungsversuche innerhalb der Neuapostolischen Kirche am Beispiel der Diskussion zur DDR-Geschichte
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Als Mitglied der drittgrößten christlichen Konfession in Deutschland, der Neuapostolischen Kirche (NAK ), werde ich oft nach Unterschieden zwischen der NAK und den Großkirchen befragt.
Wer ist „die große Unbekannte“2, die größte christliche Sondergemeinschaft mit ihren 375.000 Mitgliedern ? Wer sind die freundlichen in Schwarz - Weiß gekleideten Gläubigen, die mittwochs und sonntags ihre Gottesdienste besuchen, in aller Stille in der Familie und im Bekanntenkreis missionieren und sich ihrer besonderen Erwählung so sicher sind ? Wo liegen die Wurzeln der Neuapostolischen Kirche ?
Der Apostel der Neuapostolischen Kirche Volker Kühnle charakterisierte in einer Rundfunksendung auf SWF 2 Kultur am 16. 11. 1993 kurz seine Kirche:
„Die Neuapostolische Kirche sieht sich als die Fortsetzung der von Jesus Christus gegründeten Urkirche. Wir wissen, dass die ersten Apostel, die damals von Jesus berufen wurden bzw. auch die weiteren Apostel, z. B. Paulus, ihre Tätigkeit beenden mußten durch den Tod und nach unserem Glaubensverständnis war dann über viele Jahrhunderte die Wirksamkeit des Apostelamtes und damit verbunden die Spendung des Heiligen Geistes nicht mehr gegeben. Etwa 1820/25 haben dann in England, in Schottland und auch in Deutschland, im Donaumoos, wieder Bewegungen eingesetzt, die schließlich zur Wiederausgießung des Heiligen Geistes geführt haben und zur Wiedereinsetzung des Apostelamtes. Der Name `Neuapostolische Kirche` selbst wurde um 1860 dann geprägt.“
Der letzte Satz Kühnles bedarf einer Korrektur. Ab 1907 nannte man sich „Neuapostolische Gemeinde“. Bis 1938 kann man von der „Neuapostolischen Gemeinde“ als einem Verein sprechen, denn es existierten sieben neuapostolische Gemeinden als eingetragene Vereine, aufgeteilt in die Gebietskirchen Berlin, Braunschweig, Dortmund, Frankfurt a. M., Heilbronn, Königsberg und Leipzig. Daneben gab es eine neuapostolische Kirchengemeinschaft e.V. Düsseldorf und nur zwei sich nach Verfassung so benennende Neuapostolische Kirchen in Baden ( Verfassung Freistaat Baden vom 19. Juni 1920 ) und in Hamburg ( Verfassung für Hamburg vom 04. Mai 1925 ).
Ungefähr 12 Jahre später, am 25. 06. 2005, bekräftigte Apostel Volker Kühnle auf einer wissenschaftlichen Tagung den Exklusivanspruch der Neuapostolischen Kirche, der besagt, dass „nur dort im eigentlichen Sinn Kirche ist, wo Apostel sind“3 und „nur jener nach neuapostolischem Verständnis Apostel sein kann, der in der Einheit der Apostel mit dem Stammapostel steht.“4
Andreas Fincke von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen Berlin konkretisierte am 21. 02. 2007 im Deutschlandfunk in der „Studiozeit-Religion und Gesellschaft“ den Anspruch der neuapostolischen Apostel:
„Diese Apostel sind eben nicht nur Amtsträger, sondern es wird schon gesagt, dass der Apostel über ein besonderes Amtsvermögen verfügt. Streng genommen kann auch nur der Apostel die Bibel auslegen und die Spendung des Heiligen Geistes, das ist das Zeichen der Versiegelung, das es bei der Neuapostolischen Kirche gibt. Nach deren theologischen Verständnis findet man nur Gnade im Endgericht bei Gott, wenn man versiegelt ist.“5
Der Buchautor und ehemalige neuapostolische Priester Siegfried Dannwolf stellte in der Sendung den Sachverhalt mit seinen Worten pointiert dar:
„Das Apostelamt wird immer bestehen, ist unverrückbar und heilsnotwendig. Ohne die Apostel ist alles nichts. Nur die Apostel können den Heiligen Geist spenden. Wer etwas anderes behauptet, stellt sich gegen den Willen Gottes. Nur Apostel können Sünden vergeben.“6
Dieses exklusive Selbstverständnis ist Ursache zahlreicher erbitterter innerkirchlicher Kämpfe und verhindert bis heute eine geschwisterliche Zusammenarbeit mit anderen Kirchen in der Ökumene. „Keine zweite Religionsgemeinschaft hat in rund 100 Jahren etwa 80 Abspaltungen hervorgebracht.“7 Die Zahl der Abspaltungen hat sich nach neuesten Erkenntnissen auf 125 erhöht.
Aktuelles Beispiel für den immer wieder aufflammenden Konflikt um die Heilsexklusivität der NAK sind die Vorgänge in der Gemeinde Hamburg-Blankenese, wo innerhalb von fünf Monaten nach zähen Verhandlungen im Jahr 2007 zwei Amtsträger das Amt freiwillig zurückgaben und drei Amtsträger von der Kirchenleitung ihres Amtes enthoben wurden.8
Massive Kritik der letzten Jahre aus den eigenen Reihen, Kirchenschließungen und -verkäufe ( in Berlin zeitgleich 28 Gemeinden ) sowie permanenter Mitgliederschwund zwangen die Kirchenleitung zu einem so genannten Öffnungsprozess und mehreren Reformankündigungen im Sinne einer Flucht nach vorn.
Die Aufarbeitung der eigenen verdrängten Vergangenheit in den beiden Weltanschauungsdiktaturen befindet sich seit Jahren im Stadium der Bemühungen. Arbeitsergebnisse stehen bisher aus. Kritische Gemeindemitglieder des Gesprächskreises „Toleranz im Glauben“ haben sich mit der Rolle der NAK in der DDR beschäftigt. Eine entsprechende umfangreiche Forschungsarbeit soll publiziert werden. Am 18. 07. 2005 wurde zur Thematik mit dem federführenden Leiter der AG „Geschichte der NAK“, Apostel Walter Drave, ein Gespräch in der Kirchenverwaltung Hamburg-Eppendorf geführt, ohne nennenswerte Ergebnisse. Apostel Drave begründete die späte Bildung einer AG „Geschichte der NAK“ mit der Eschatologie der Neuapostolischen Kirche, der Hoffnung auf die nahe Wiederkunft Christi und die eigene mangelnde Informationsbereitschaft mit persönlicher Überforderung. Die Inanspruchnahme von neutralen Historikern und die Einsichtnahme in die kircheninternen Archive der NAK für die Forschung werden abgelehnt. Im Gedächtnisprotokoll der Unterredung heißt es:
„Bruder Wieland: „Warum wurde erst zehn Jahre nach Öffnung der Archive ein Antrag auf Akteneinsicht bei der Birthler-Behörde gestellt ?“
Apostel Drave: „Ich möchte Ihre Frage so beantworten. Die Untersuchung historischer Fragen unserer Kirche ist sehr jung. Wir haben eine AG Geschichte erst seit 1999. Man hat sich kaum Gedanken über historische Fragen gemacht. Das liegt in der Struktur unserer Kirche. Wir sind doch Glaubensbrüder und darum beschäftigen wir uns mit dem Wiederkommen des Herrn. Man hat versucht, die Gemeinde darauf vorzubereiten und ein Zurückblicken auf historische Entwicklungen war nicht notwendig.“9
Schon Kurt Hutten brachte die Geschmeidigkeit der NAK im Umgang mit den deutschen Diktaturen auf den Punkt:
„Es gibt kaum eine andere Religionsgemeinschaft in Deutschland, die so unangefochten in der wechselnden politischen Umwelt arbeiten und durch die Netze der totalitären Systeme schlüpfen konnte wie die neuapostolische.“10
Folgende Feststellungen treffen auf die Einstellung der neuapostolischen Kirchenleitung im Verhältnis zur jeweiligen Obrigkeit zu:
„Verehrung für Königtum und Kaisertum“11, „nationale Kriegsbegeisterung“12, „nationalsozialistische Kriegsbegeisterung und Glaube an den Endsieg“13, „ ausgesprochen gute Beziehungen zur Staatsmacht der DDR“14 ,.
War die NAK politisch neutral, erfolgte die Politik der Anpassung und die Unterstützung des NS-Staates als Überlebensstrategie? Erhob die NAK ihre Stimme für Verfolgte? Gab es individuelles nonkonformes Verhalten einzelner neuapostolischer Mitglieder? Wurde die Loyalität zum DDR-Staat überzogen oder waren die Maßnahmen der neuapostolischen Kirchenleitung zum institutionellen Fortbestand der eigenen Gruppe absolut gerechtfertigt? Hat es die NAK versäumt, den Verletzungen göttlicher Gebote und Ordnungen zu widerstehen? Wenn ja, warum erfolgte bis heute kein Mitschuldbekenntnis, wie es beispielsweise 1984 vom Präsidenten des Bundes Ev.-Freikirchlicher Gemeinden auf einer Tagung der Baptisten Europas abgegeben wurde? Ist es berechtigt, die NAK mit den Worten Dietrich Bonhoeffers anzumahnen, der unmissverständlich sagte:
„Das freie Schuldbekenntnis ist ja nicht etwas, das man tun oder auch lassen könnte, sondern es ist der Durchbruch der Gestalt Jesu Christi in der Kirche, den die Kirche an sich geschehen läßt, oder sie hört auf, Kirche Christi zu sein. Wer das Schuldbekenntnis der Kirche erstickt oder verdirbt, der wird in hoffnungsloser Weise schuldig an Christus.“15
(1) ideaSpektrum 25/2006: „Von einer „Sekte“ zur „Freikirche“, 15.
(2) Ebd., „Neuapostolische Kirche: Die große Unbekannte, Titelblatt.
(3) Helmut Obst / Daniel Cyranka ( Hgg. ), Was ist Kirche? Das Selbstverständnis apostolischer Kirchen und Gemeinschaften als Kirche Jesu Christi. Dokumentation eines Studientages der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen im Freylinghausen-Saal der Franckeschen Stiftungen zu Halle, Halle 2005, 56.
(4) Ebd., 59.
(5) Zit. N. Ms. Von Thomas Klatt zur Sendung am 21. 02. 2007 im Deutschlandfunk: „Zwischen Tradition und Öffnung. Ein Blick von außen auf die Neuapostolische Kirche (NAK) in Deutschland“.
(6) Vgl. Siegfried Dannwolf, Gottes verlorene Kinder. Ein Ex-Priester der Neuapostolischen Kirche klagt an, Gütersloh 1996; s. auch Helmut Obst, Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche? (Reihe Apologetische Themen, 8) Neukirchen-Vluyn 1996.
(7) Andreas Fincke, Die Neuapostolische Kirche im Umbruch. Zwischen Wachstum und Reformstau, (EZW-Texte 146) 1999, 3.
(8) www.apostolischekritiek.nl/nieuw_hamburger_gemeente_blanken.htm
(9) www.adfontes.apostolic.de/fremd/nak_ddr.pdf
(10) Kurt Hutten, Seher, Grübler, Enthusiasten, Stuttgart 1966, 640.
(11) Christian Pietsch, Im Benehmen mit dem Staate. Kirche im Sozialismus 3/1986, 122.
(12 )Obst, Neuapostolische Kirche, 45.
(13) Ebd., 54.
(14 )Pietsch, 122.
(15) Martin Greschat (Hg.), Die Schuld der Kirchen. Dokumente und Reflexionen zur Stuttgarter Schulderklärung vom 18./19. Oktober 1945, München 1982, 20-24.
FF 16 ( 2007 )
Copyright Verlag des Vereins für Freikirchenforschung _________________ Wenn das Herz verletzt ist, dann ist die Sprache stürmischer als der Wind auf dem Meer. |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 27 Nov 2007 9:35 Titel: |
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Olaf Wieland Reformationstag, 31.10.2007
Gesprächskreis
„Toleranz im Glauben“ Hamburg
Neuapostolische Kirche International
Stammapostel Dr. Wilhelm Leber
Überlandstrasse 243
CH – 8051 Zürich / Schweiz
Offener Brief zum zweiten Informationsabend der NAK am 04.12.2007 in Zürich
Lieber Stammapostel Leber,
im Vorfeld des bevorstehenden Informationsabends der NAK am 04.12.2007 in Zürich, der sich nach Ihren Aussagen in einem Interview in der neuapostolischen Hauszeitschrift „Unsere Familie“ vom 05.01.2007 mit der Geschichte der NAK beschäftigen wird, möchte ich mich im Namen der Mitglieder des Gesprächskreises „Toleranz im Glauben“ Hamburg an Sie wenden.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag, dem 09.09.2007, in Hamburg-Eppendorf für den Bezirk Hamburg-Mitte, in dem Sie Apostel Rüdiger Krause und seiner Frau Doris den Segen zur silbernen Hochzeit erteilten, konnten Sie mir im persönlichen Gespräch beim Abschied auf meine Nachfrage keine konkreten Auskünfte geben, zu welchen kirchengeschichtlichen Themen die NAK am 04.12.2007 öffentlich Stellung beziehen wird.
Als Mitglied des Vereins für Freikirchenforschung hatte ich Gelegenheit, mit Vertretern verschiedener Denominationen in Kontakt zu treten. Vom 11.10. – 13.10.2007 befasste sich der Verein für Freikirchenforschung auf seiner Herbsttagung in Niedenstein bei Kassel in der Tagesstätte des Mühlheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden mit dem Thema „Freikirchen als Aussenseiter. Ihr Verhältnis zu Staaten und Kirchen in Deutschland des 19. Jahrhunderts.“
In einem von gegenseitiger Achtung und ökumenischen Geist geprägten Miteinander eröffneten sich mir als Vertreter der NAK neue Glaubenserkenntnisse und –perspektiven. Vorträge von Referenten mit hoher Fachkompetenz gaben Auskunft darüber, wie auf freikirchliche Anfänge reagiert wurde. Prof. Helmut Obst analysierte in der Frühjahrstagung 2007 des Vereins für Freikirchenforschung die Haltung der Landeskirchen des 19. Jahrhunderts zu den Freikirchen und der Assistent am Johann-Adam-Möhler-Institut Paderborn Dr. Tim Lindfeld hielt auf der Herbsttagung 2007 anknüpfend einen Vortrag über „Freikirchen und römisch-katholische Kirche aus der Sicht Johann Adam Möhlers“.
In Wortmeldungen und Nachfragen nach den Vorträgen konnte ich u.a. darauf hinweisen, dass die NAK nicht als Freikirche bezeichnet werden kann, sondern mehr in der „Sektenecke“ wahrgenommen wird, obwohl aktuell in verschiedenen Tageszeitungen (z.B. im Tagesspiegel vom 06. Oktober 2007, S. 9, „Aus Kirchen werden Moscheen“) im Zusammenhang mit dem Verkauf neuapostolischer Kirchen an muslimische Vereine in Berlin – was vom Ratsvorsitzenden der EKD Wolfgang Huber als nicht für richtig eingeschätzt wurde – von einer „Freikirche“ gesprochen wird. Von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen Berlin wird die NAK zu den „klassischen Sondergemeinschaften“ gezählt, zu der auch die Zeugen Jehovas gehören.
Selbst der Medienreferent der NAKI ( Neuapostolische Kirche International ) Peter Johanning spricht sich gegen eine Bezeichnung der NAK als „Freikirche“ aus und begründete seine Feststellung mir gegenüber in einer schriftlichen Stellungnahme vom 29.08.2002:
„Wieland: Der Stammapostel hat im Rahmen eines Jubiläums der NAK Schweiz die NAK als Freikirche bezeichnet. Diese Aussage des Stammapostels wurde in der „UF“ veröffentlicht. Um welche Ausgabe der „UF“ handelt es sich?
Johanning: Das Jubiläum der NAK Schweiz fand im Frühjahr 1996 statt; ich war damals noch nicht als Pressesprecher tätig. Die Ereignisse vorher und nachher sind mir nicht bewusst. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass seinerzeit unsere Kirche als „Freikirche“ definiert wurde, zumal in der Schweiz, wo die theologische Begrifflichkeit des Wortes nicht sehr populär ist. Dort verwendet man „Freikirche“ als soziologischen Terminus im Sinne von: unabhängig vom Staat. In Deutschland können wir diesen Begriff deshalb nicht benutzen, weil er theologisch-historisch definiert ist als eine Kirche, die sich innerhalb des protestantischen/lutherischen Bekenntnis unabhängig von den evangelischen Landeskirchen entwickelt hat. Zwar gilt, dass auch hier die Übergänge fließend sind (beispielsweise bei den Siebenten-Tags-Adventisten ), doch wir können den Namen „Freikirche“ nicht auf uns beziehen.“
Deutlich wurde der Wunsch der NAK, in der öffentlichen Wahrnehmung nicht als Sekte zu gelten, auf dem 28. Evangelischen Kirchentag 1999 in Stuttgart. Apostel Volker Kühnle erkundigte sich nach einer Nachmittagsveranstaltung am 19. Juni 1999 in der Stadtkirche in Bad Cannstatt (Stuttgart) mit dem Thema „Zwischen Weltverneinung und Weltverantwortung“ bei dem Leiter des Adventistischen Pressedienstes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten(1) Herrn Holger Teubert, wie sie es geschafft hätten, aus der „Sektenecke“ heraus zu kommen. Herr Teubert teilte mir im Gespräch auf der Herbsttagung 2007 des Vereins für Freikirchenforschung in Niedenstein mit, dass er auf diese Frage dem Apostel Kühnle den Rat gab, der Basis im komplizierten Prozess der Öffnung der NAK bei gleichzeitigem Bestreben nach Bewahrung ihrer Identität Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen.
Das Forscherteam des Gesprächskreises „Toleranz im Glauben“ kann dem Vorschlag von Herrn Teubert nur zustimmen und stellt darum einen Antrag auf Einsicht in die kircheninternen Archive der NAK, der diesem Schreiben beigefügt ist.
Für den kommenden Informationsabend erhoffen wir uns Stellungnahmen der Kirchenleitung zur jüngsten Geschichte der NAK, konkret zu ihrer Rolle im Nationalsozialismus und ihrem Verhalten in den 40 Jahren Deutsche Demokratische Republik. Gespannt sind wir auf die Arbeitsergebnisse des Apostels Dieter Böttcher aus Mecklenburg-Vorpommern, der nach Aussage des Bezirksevangelisten Gerisch aus dem Apostelbezirk Sachsen/Thüringen in einem Telefonat am 23.02.2005 vom damaligen Stammapostel Fehr die Weisung erhielt, sich speziell dem Thema „NAK in der DDR“ und in diesem Zusammenhang dem sensiblen Bereich der IM-Tätigkeit hochrangiger Vertreter der NAK (z.B. des Leipziger Bezirksapostels Kurt Kortüm als langjähriger IM „Kurt Sigmund“) über quellenkritische Auswertung der herausgegebenen Unterlagen der Birthler-Behörde zu widmen.
Es muss erwähnt werden, dass der Vorgänger von Apostel Böttcher und noch lebende Zeitzeuge Bezirksapostel i.R. Willy Adam als IM „Willy“ aktenkundig ist, dieser aber bis heute keine Bereitschaft zeigte, als Betroffener am Aufarbeitungsprozess zum Guten mitzuwirken. Der Bezirksapostel Kurt Kortüm und der jetzige Bezirksapostel i.R. Willy Adam können damit öffentlich als Spitzel bezeichnet werden, denn es liegen keine Gegendarstellungen der neuapostolischen Kirchenleitung vor.
Weiterhin erwarten wir eine Stellungnahme der Kirchenleitung zu den zahlreichen Fälschungen im Schrifttum der NAK. Auf der Homepage www.nak-info.de wurde unter „Denkwürdiges“ mit meiner Genehmigung eine Übersicht eines 70jährigen neuapostolischen Bruders aus unserem Gesprächskreis über die eklatanten Fälschungen der NAK veröffentlicht mit der Überschrift „Fälschungen und Gedankenklau im Schrifttum der NAK!“ Weitere uns vorliegende Fälschungen, die bis jetzt nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und den 375.000 Mitgliedern der NAK in ihrer Unkenntnis mangels Archivwissens unbekannt sind, müssen noch einer speziellen Überprüfung unterzogen werden.
Heute am Reformationstag wird Martin Luther geehrt. Die grosse Bedeutung der Reformation für die NAK haben Sie in Ihrem Interview im evangelischen Wochenmagazin „IdeaSpektrum“ mit folgenden Worten gewürdigt:
„Die Reformation hat uns enorm genützt. Ohne sie hätte sich unsere Kirche kaum entwickeln können.“(2)
Es ist aber nicht vertretbar, dass der Reformator Martin Luther von der neuapostolischen Kirchenleitung als NAK-Mitglied angesehen wird. Gleiches gilt für die Reformatoren Calvin, Zwingli und Melanchthon, auch wenn sie von Apostel Schwarz im Rahmen sakramentaler Handlungen der NAK, in denen auch Verstorbenen Heil angeboten werden kann, nachträglich neuapostolisch versiegelt wurden.(3) Sorgen Sie hier bitte auf dem Informationsabend der NAK am 04.12.2007 für Klärung.
Schon überfällig ist eine Entschuldigung bei den deutschen Aposteln, die in unwürdiger Weise im Kontext mit der unbiblischen Botschaft des Stammapostels Bischoff exkommuniziert wurden. Versöhnung gibt es nicht an den Opfern vorbei und nicht ohne Bearbeitung der Konflikte mit ihnen. Sehr am Herzen liegt einem Mitglied aus unserem Gesprächskreis die nachträgliche Rehabilitierung von Bruder Prof. Dr. Waldemar Schreckenberger, der wegen drei liebevoller Briefe an die neuapostolische Kirchenleitung auch im Zusammenhang mit der Botschaft des Stammapostels Bischoff zusammen mit seinen Eltern (Sippenhaft) durch Ihren Schwiegervater Bezirksapostel Friedrich Bischoff aus der NAK ausgeschlossen wurde.
Prof. Dr. Waldemar Schreckenberger war drei Jahrzehnte Mitglied der NAK und in dieser Zeit langjährig sehr aktiv im Amt eines Diakons tätig. Da er verständlicherweise seinen Ausschluss nicht akzeptierte, besuchte er trotz alledem weiterhin die neuapostolische Ludwigshafener Gemeinde. Dort wurde er in zutiefst unchristlicher Weise ungeachtet seines Protestes körperlich aus der Kirche hinausgedrängt.
Das oben genannte Mitglied des Gesprächskreises hat im Juni 2000 stellvertretend für die mangelnde Versöhnungsbereitschaft der neuapostolischen Kirchenleitung das Kreuz auf sich genommen und sich bei Prof. Dr. Waldemar Schreckenberger entschuldigt. Er erhielt vom Universitätsprofessor und Staatssekretär a.D. Dr. Waldemar Schreckenberger im gleichen Monat einen ausführlichen zu Herzen gehenden handgeschriebenen Antwortbrief, aus dem keine Anklage spricht, sondern nur Trauer und Scham über das Handeln der Kirchenleitung der NAK. Dieser Briefwechsel ist bisher noch unveröffentlicht.
Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl äussert sich in seinen Erinnerungen in hoher Wertschätzung über Prof. Dr. Waldemar Schreckenberger:
„Für mich zählt Waldemar Schreckenberger zu den weltweit bedeutendsten Experten für Rechtsphilosophie. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie in Mainz und Heidelberg war er mit einer Untersuchung über den Rechtsbegriff bei Immanuel Kant zum Dr. Jur. promoviert worden und hatte sich 1976 an der Universität Mainz habilitiert. Dort wurde er im gleichen Jahr Professor für Rechtspolitik, Sozialphilosophie und Rechtssoziologie. Als Chef des Bundeskanzleramts hatte er keinen leichten Stand und musste gegen viele Widersacher kämpfen, die ihm das Leben ausserordentlich schwer machten...
Auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin nahm Staatssekretär Waldemar Schreckenberger auch nach Schäubles Amtsantritt 1984 weiterhin wichtige Aufgaben im Kanzleramt wahr. Er blieb mir unmittelbar zugeordnet und koordinierte die Europapolitik, die Medienpolitik und die Kommunikationstechnologie sowie vor allem die Nachrichtendienste und die Dienstaufsicht über den Bundesnachrichtendienst (BND). Das war einer der schwierigsten Jobs, die in Bonn zu vergeben waren. Das Gerangel zwischen Geheimdiensten und Bundeskanzleramt führte immer wieder zu unerquicklichen Auseinandersetzungen.
1989 verließ Schreckenberger das Bundeskanzleramt, um zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer zurückzukehren. Sein Nachfolger als Geheimdienstkoordinator wurde Lutz Stavenhagen.“(4)
Erlauben Sie uns noch kurz einige kritische Anmerkungen zu Ihrem Umgang als Stammapostel mit der Geschichte der NAK.
Am 4. und 5. Mai 2001 führte das Institut für Stadtgeschichte, Abteilung Sonderforschung, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Arnoldsheim und der Katholischen Akademie Rabaunus Maurus sowie den Weltanschauungsbeauftragten der evangelischen und katholischen Kirche in Frankfurt/Main eine Tagung mir dem Titel „Verfolgung-Widerstand-Anpassung, Religionsgemeinschaften in Frankfurt am Main im Nationalsozialismus“ durch. Anwesend waren Vertreter der Zeugen Jehovas, der Altkatholischen Kirche, der Siebenten-Tags-Adventisten und der Freien Unitarischen Gemeinde. Es wurden Referate gehalten zur Christengemeinschaft, christlichen Wissenschaft und zur Franz.-ref. Gemeinde. Die NAK wurde eingeladen, sagte aber ab.
Der am Frankfurter Institut für Stadtgeschichte tätige Historiker Lutz Becht teilte mir am 20.12.2002 schriftlich den Grund der Absage mit:
„ ... Leider kann unsere Religionsgemeinschaft aber zur Thematik gegenwärtig nichts beitragen. Wir haben erst vor einiger Zeit begonnen, unsere Vergangenheit, insbesondere die NS-Zeit, zu analysieren und aufzuarbeiten ... .“
Unverständlich bleibt, warum die NAK bei ihrer verspäteten Analyse und Aufarbeitung der NS-Zeit die von Prof. Helmut Obst in seinem Buch „Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?“ empfohlene „kritische, mit reichem, bisher einmaligem Originalmaterial ausgestattete Dokumentation von Michael König und Jürgen Marschall, „Die Neuapostolische Kirche in der N.S.-Zeit und die Auswirkungen bis zur Gegenwart, Feldafing 1994“(5) nicht zur Kenntnis nehmen möchte. Es sei am Rande erwähnt, dass dem Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ Hamburg alle NSDAP-Karteikarten von 13 neuapostolischen Aposteln – teilweise mit Bild – sowie die des neuapostolischen Reichstagsabgeordneten Wolkersdörfer vorliegen.
Ungefähr zwei Jahre später konnte die NAK mit einem kurzen Vortrag zur Akademietagung in Rüdesheim „Rückkehr zur völkischen Religion? Glaube und Nation im Nationalsozialismus und heute?“ aufwarten, der am 01. Februar 2003 vom Medienreferenten Peter Johanning unter dem Titel „Alte und neue Zeit – Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Neuapostolischen Kirche“ gehalten wurde.
Dieser Beitrag ist nicht ausreichend für eine objektive und sachgemässe Bewertung des Verhaltens der NAK in der NS-Zeit. Die Dokumentation von Dr. Michael König und Dr. Jürgen Marschall blieb unerwähnt. Lediglich der Erkenntnis zum Ende des Vortrages „Die Glaubwürdigkeit der Lehre und der sie vertretenden Personen stehen im Vordergrund. Die Jugend als die Zukunft der Kirche lässt sich nicht mit Äusserlichkeiten beeindrucken, sondern wünscht Tiefgang in der theologischen Auseinandersetzung.“(6) ist voll zuzustimmen. Es wäre nicht ratsam, die eigene Geschichte einfach abtrennen und wegstellen zu wollen, denn das führt zu Identitätsverlust. „Christi Jugend“ ohne Identität auf dem kommenden neuapostolischen Europa-Jugendtag 2009 in Düsseldorf? Identität ist nicht denkbar ohne Geschichte. Freier und befreiender Umgang auch mit eigener Schuldvergangenheit schafft Annahme, Vertrauen und letztendlich Versöhnung.
Welche Identifikationsprobleme es bei den Amtsträgern der NAK geben kann („ein gewisses Unwohlsein“), wenn die neuapostolische Kirchenleitung keine wissenschaftliche Geschichtsschreibung betreibt, neutrale Historiker ablehnt, unangenehme Vorfälle verschweigt, vertuscht und verdrängt (z.B. die Einstufung hochrangiger Vertreter der NAK von der Birthler-Behörde nach Stasiunterlagengesetz als inoffizielle Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR) und die kircheneigenen Archive für die Forschung weiter verschlossen hält, zeigt das Interview mit dem Evangelisten Andreas Hebestreit vom 28. Juli 2007 auf der ökumenisch ausgerichteten Webseite „Christ im Dialog“:
„Für unser heutiges Verständnis ist ja relativ wenig darüber berichtet, wie die Anfänge in Schottland, England oder dem Donaumoos waren. Wenn man darüber referiert, wie jemand Gesichte hatte oder jemand in einer Gemeinde aufgestanden ist, um gewissermassen prophetisch zu reden, da kann man schon mal den Gedanken haben: Die spinnen! Vieles ist hier halt zu wenig `handfest`, nur vage dokumentiert und eben nur eingeschränkt dazu geeignet, einen Theologen der Neuzeit nachhaltig zu überzeugen. Diesen Tatsachen muß man sich selbst schon bewußt sein. Daher kann ich auch nicht verhehlen, an einigen `wackeligen` Passagen in den Vorträgen ein gewisses Unwohlsein verspürt zu haben, weil ich - durch die Brille meiner Zuhörer gesehen-, wusste, wie die Wirkung sein würde. Ich hab den Vortrag ja nicht vor einem Kindergarten gehalten, sondern vor studierten Theologen, die mir in jeder Hinsicht über den Kopf wachsen könnten, wenn sie es denn nur mal wollten." (7)
Der federführende Leiter der AG "Geschichte der NAK" Apostel Walter Drave offenbarte in einer Unterredung mit zwei Mitgliedern des Gesprächskreises "Toleranz im Glauben" am 18. 07. 2005 in der Kirchenverwaltung Hamburg-Eppendorf leider Defizite im Geschichtsverständnis. Das Gedächtnisprotokoll (8) zeigt auf, dass hier Nachholbedarf besteht. Auch die offiziellen Verlautbarungen der PG "Geschichte der NAK" halten einer kritischen Prüfung nicht stand. Erwähnt sei nur die offizielle Verlautbarung vom 22. 06. 2005 "Argumente in Zeitungsartikel sind in allen Punkten zu widerlegen!" (9)
In dem besagten Artikel berichtete die satirische Wochenzeitung "Frankfurter Laterne" vom 27. April 1933 ( Nr. 17 ) über "Eigenmächtigkeiten der Apostelfamilie Bischoff". Der Bezirksälteste Wilhelm Neuer wurde wegen Kritik an der NAK mit seiner Familie und anderen Glaubensgeschwistern aus der NAK ausgeschlossen und vom Stammapostel Johann Gottfried Bischoff aus "Rachsucht" (10) bei den Organen des NS-Staates angezeigt. Wir wollen aber dem Informationsabend der NAK nicht vorgreifen und den Mitarbeitern der Projektgruppe "Geschichte der NAK" unter Leitung von Apostel Drave die Chance geben, klärend zu wirken.
Ihre Äußerung "Wir haben den Staat weder unterstützt noch Widerstand geleistet. Das unpolitische Handeln ist schon immer ein Kennzeichen der Neuapostolischen Kirche gewesen." (11) im Interview in der evangelischen Wochenzeitung "IdeaSpektrum" ist pauschal und taugt nicht für weitere Schlußfolgerungen.
In der Frage der Aufarbeitung der Vergangenheit kann und muß die NAK von den anderen Kirchen wirklich viel lernen. Unser Gesprächskreis hat in den letzten Tagen eine 87-seitige von Dokumenten aus dem Zeitraum von 1918 bis 1989 erhalten, welche belegen, dass die NAK nicht unpolitisch gehandelt hat, sondern durch ihre Aussagen höchst politisch war. Nicole Kögel konnte in ihrer wissenschaftlichen Hausarbeit nachweisen, "daß sich die NAK in ihrer Geschichte keineswegs politisch neutral verhalten hat. Sie hat sich dagegen, wie an den Beispielen der NS-Zeit und der DDR deutlich wurde, den jeweiligen Regimen angepaßt und mit ihnen kooperiert."(12)
Es gereicht der NAK als sich christlich nennnende Religionsgemeinschaft mit einer daraus resultierenden moralisch-ethischen Leitfunktion nicht zum Ruhme, zu Unrecht des Staates geschwiegen zu haben. Sie stand in bösen Zeiten auf der Seite der Mächtigen, übte keine moralisch gebotene Verweigerung und trat nicht für die Schwachen und Verfolgten ein. Nach ihrem eigenen Anspruch als alleinige Fortsetzung der Urkirche kann sie sich nicht mit dem Hinweis auf vorhandene äußere Zwangsverhältnisse aus der Verantwortung und Schuld stehlen. Auch das Argument "Überlebensstrategie" ist kein Freibrief für das Unterlassen eines schon lange geforderten notwendigen Mitschuldbekenntnisses. Die selbstgerechte Haltung der NAK ist ein Affront gegen diejenigen Gläubigen, die Widerstand aus christlichen Glauben übten. Die NAK ist Nutznießer des Mutes dieser Menschen.
Beispielsweise hat Benedicta Maria Kempner in ihrem Buch "Priester vor Hitlers Tribunalen" (13) den Leidensweg der etwa 4000 Priester seit vielen Jahren erforscht, die von 1933 bis 1945 für ihren Glauben in Deutschland während des Krieges und in den besetzten Ländern mit ihrem Leben bezahlen mußten. Ein Kapitel wurde über die Selige Restituta geschrieben, die auch ihr Leben lassen musste.
Wir möchten Ihre pauschale Aussage anhand von nur zwei Zitaten aus unserer Forschung widerlegen:
1. Die Unterstützung jedoch, die die NAK der nationalsozialistischen Regierung gewährte, war vorbehaltlos, intensiv und die praktische Umsetzung lange bestehender politischer Ansichten. Diese Gruppe hatte ihre Unterstützung schon zu einer Zeit angeboten, als die Nazis noch versuchten, eine politische Macht zu werden. Ihre positive Reaktion auf die nationalsozialistische Regierung lässt sich am ehesten als aufrichtiger Ausdruck ihrer Pro-Nazi-Ansichten verstehen."
2. Daher unterstützte diese Sekte die Nazis nicht, weil sie überleben wollte oder aufgrund eines Kompromisses, den sie bewusst gemacht hatte, als die Partei schon an der Macht war, sondern aufgrund lange währender Sympathien, die einige ihrer Mitglieder längst durch ihre Arbeit für die Nazipartei hatte konkret werden lassen. Im März 1933 hieß die Kirche auf einer Konferenz in Potsdam den neuen Führer Deutschlands als `von Gott gesandt` willkommen."(14)
Ich verweise zu der Problematik auf meinen Forschungsbericht im aktuellen Jahrbuch für Freikirchenforschung 2007 unter dem Titel "Von einer `Sèkte`zur `Freikirche`? Klärungsversuche innerhalb der Neuapostolischen Kirche am Beispiel der Diskussion zur DDR-Geschichte".(15)
Wer zu Unrechtstaten des Staates schweigt, hat die Loyalität zum Staat überzogen und wer als sich christlich nennende Kirche "das Schuldbekenntnis der Kirche erstickt oder verdirbt, der wird in hoffnungsloser Weise schuldig an Christus ( Bonhoeffer ).(16)
Die Unterstützung und Mithilfe der neuapostolischen Kirchenleitung bei der Verfolgung der religiösen Minderheit der Zeugen Jehovas im Schulterschluß und Zusammenspiel mit den Verfolgungsbehörden des Staates - dokumentiert in den Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland" und in Treffberichten des inoffiziellen Mitarbeiters der Sicherheitsorgane der DDR Bezirksapostel Kurt Kortüm ( IM "Kurt Sigmund" )- muß aufgearbeitet werden.
Beenden möchten wir diesen Offenen Brief mit Gedanken von Bundeskanzler i. R. Helmut Schmidt:
"Wie kann aber jemand Herr seiner selbst bleiben, der darauf verzichtet, den Staat mitzuformen, in dem er lebt und Bedingungen zu schaffen oder zu erhalten, die sein eigenes Leben in Freiheit ermöglichen! Wer sich gedankenlos und eigensüchtig auf das Funktionieren einer freiheitlichen Verfassung, einer starken Regierung und einer reibungslosen Verwaltungsmaschinerie verläßt, der ist selbst Keim für Despotie.
Denken Sie an die Verhältnisse, die 1930 und vor allem 1933 einsetzten: `Die da oben`waren es, die gehandelt haben. Die Masse der Bürger aber stand abwartend abseits, viele glaubten an die unsinnige These "Ein Reich ein Volk, ein Führer`und überließen dieser Obrigkeit unkontrolliert die Macht. Am Ende waren Millionen tot, und ganze Völker waren geschlagen und zerschlagen. Dieses Schicksal können wir durchaus als schreckliche Strafe dafür ansehen, dass allzu viele der Regierten mitlaufende Untertanen waren und nur allzuwenige eigenverantwortliche Bürger.
Aber der Prophet Jeremia wandte sich nicht an die wenigen, nein: Wir alle, alle Bürger, sollen der Stadt Bestes suchen. Und wir alle haben in unserem Gewissen vor Gott zu verantworten, ob wir und wie wir uns um das Beste der Stadt und das Beste des Staates kümmern.
So wird uns deutlich, dass das Staatsbürger-Sein grundsätzlich unteilbar ist: es umschliesst Freiheiten und Pflichten gleichermassen. Das schliesst natürlich nicht aus, dass einzelne aus Berufung oder auf Grund ihres Berufes spezielle Pflichten haben. Der Aufruf aber, das Beste der Stadt zu suchen, richtet sich auch an die anderen. Wer passiv bleibt, wer die Gegebenheiten nur hinnimmt, wer die Gestaltung seiner Umwelt ausschliesslich anderen überlässt, der handelt dem Gemeinwohl zuwider und muss damit rechnen, dass über kurz oder lang sein eigenes Wohl in Gefahr gerät.“.(17)
Bundeskanzler i.R. Helmut Schmidt betonte in seiner Weltethosrede im Jahr 2007 im historischen Festsaal der Tübinger Universität seine kritische Haltung gegenüber Fehlentwicklungen in der Religion:
„Was mich bis heute bei der Berufung auf den christlichen Gott immer wieder stört – sowohl bei manchen Kirchenleuten als auch bei manchen Politikern –, das ist die Tendenz zur Ausschliesslichkeit, die wir im Christentum antreffen, - und ebenso auch in anderen religiösen Bekenntnissen: Du hast unrecht, ich aber bin erleuchtet, meine Überzeugungen und Ziele sind gottgefällig.“(18)
Wir erwarten auf diesen Offenen Brief keine Antwort von Ihnen, sondern nur die Bearbeitung unseres Antrages auf Einsichtnahme in die kircheninternen Archive. Er dient ausschliesslich der Information und Aufklärung und erfüllt damit seine Funktion als Offener Brief. Der Informationsabend der NAK am 04.12.2007 aus Zürich wird für alle Geschwister und Interessierten die Antwort sein. Stellvertretend für die Amtsträger der NAK kann man einen Leserbrief eines Priesters der NAK auf der Homepage „Christ im Dialog“ vom 26.09.2007 werten, der für sich und die Öffentlichkeit eine klare Aussage zur „Botschafts-Ära“ fordert.
Bei meinem Tagungsbesuch in Niedenstein bei Kassel spürte ich bei Gesprächen mit anwesenden Theologen der verschiedenen Glaubensgemeinschaften (z.B. Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Römisch-Katholische Kirche, Baptisten, Pfingstl.-charism. Freikirche, Heilsarmee) des Vereins für Freikirchenforschung grosses Interesse an der NAK und ihrer weiteren Entwicklung. Der Verein für Freikirchenforschung hat heute Mitglieder aus 27 Denominationen und es gehören ihm Fach- und Laienhistoriker aus 12 verschiedenen Ländern an.(19)
Unterlassen Sie bitte nicht im Prozess der Kirchwerdung der NAK die Klärung der von uns angesprochenen Punkte. Ihr Schwiegervater Bezirksapostel Friedrich Bischoff hat vor Unterlassungen gewarnt unter der Überschrift „Was ihr nicht getan habt...“:
„Was nicht geschah, was unterblieb oder verhindert wurde, hat auch Folgen. Aber während die Ereignisse allen sichtbar sind und sich uns aufdrängen, muss man den Unterlassungen nachspüren, um ihrer überhaupt gewahr zu werden.
Wer sich nicht regte, hat damit vielleicht noch kein Unglück hervorgerufen. Trotzdem hat das Ungeschehene einen grossen Einfluss. Was wir nicht getan haben, klagt uns häufig sehr viel heftiger an als die Tat, ein Missgeschick vielleicht, oder ein wirklicher Fehler.“(20)
Wir können uns diesem Zitat Ihres Schwiegervaters Friedrich Bischoff aus der Ewigkeit nur anschliessen. In Ihrem grossen Gottesdienst in Graz/Österreich am 29. Juli 2007 im Stefaniensaal des „Grazer Congress“(21) haben Sie selbst im Sinne Ihres Schwiegervaters auf die Inanspruchnahme von Augensalbe hingewiesen, um die Geister unterscheiden zu können und Unterlassungen mit bösen Folgen, wie wir sie geschildert haben, vermeiden zu helfen. Erinnert sei auch an Ihre bekannte „Predigt von Osnabrück“, wo Sie feststellten:
„Man darf nichts zur Wahrheit dazutun, dann wird sie verschwommen. Man darf auch nichts weglassen. Damit hat man sich als Kind manches Mal beholfen, ich weiss das aus meiner Kindheit. Man versuchte, bei der Wahrheit zu bleiben, aber wenn man nicht danach gefragt wurde, hat man gewisse Dinge einfach weggelassen, hat sie nicht erzählt. Dann war man für sich selbst beruhigt; aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Die ganze Wahrheit wollen wir pflegen, sie soll uns durchdringen, soll uns bestimmen in unserem Leben.“(22)
Wir wünschen Ihnen Gesundheit und Gottes Segen.
Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ Hamburg
Quellen:
1.www.adventisten.de
2.„Von anderen Kirchen können wir viel lernen“, IdeaSpektrum 25/2006, 17.
3.www.apostolische-gemeinde-des-saarlandes.de/html/erstlinge.html
4.Helmut Kohl, Erinnerungen 1982-1989, München 2005, 43-44, 334
5.Helmut Obst, Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche? (Reihe apologetische Themen, 8) Neukirchen-Vluyn 1996, 51.
6.Lutz Becht/Hermann Düringer/Ansgar Koschel (Hrsg.), Rückkehr zur völkischen Religion? – Glaube und Nation im Nationalsozialismus und heute, Arnoldsheim/Frankfurt am Main 2003
7.www.christ-im-dialog.de
8.www.adfontes.apostolic.de/Fremd/nak_ddr.pdf
9.www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/13010
10.Michael König / Jürgen Marschall (Hrsg.), Die Neuapostolische Kirche in der N.S.-Zeit und die Auswirkungen bis zur Gegenwart, Feldafing 1994, 30.
11.„Von anderen Kirchen können wir viel lernen“, IdeaSpektrum 25/2006, 17.
12.Nicole Kögel, Wissenschaftliche Hausarbeit, Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen, Thema: Der Unterschied zwischen religiösen Sondergemeinschaften und der Kirche. Dargestellt am Beispiel der Neuapostolischen Kirche. Ein Beitrag zur Behandlung religiöser Sondergemeinschaften im Unterricht., eingereicht bei der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Heidelberg, den 07.01.2000, 229–230.
13.Benedicta Maria Kempner, Priester vor Hitlers Tribunalen, Bertelsmann, 1996.
14.Christine Elisabeth King, The Nazi State and the New Religions: Five Case Studies in Non-Conformity. (Studies in Religion and Society 4) New York/Toronto o.J. (1982), 121, 127.
15.Freikirchenforschung 2007 Nr. 16, Freikirchen und Spätaussiedler, Die freikirchlich/römisch-katholischen Dialoge, Münster/Westf. 2007.
16.Martin Greschat (Hg.), Die Schuld der Kirchen, Dokumente und Reflexionen zur Stuttgarter Schulderklärung vom 18./19. Oktober 1945, München 1982, 20-24.
17.Helmut Schmidt, Als Christ in der politischen Entscheidung, Gütersloh 1976, 54-55.
18.www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/highligts/download/h52-weltethosrede2007.pdf
19.www.freikirchenforschung.de
20.Friedrich Bischoff, Einsichten und Erfahrungen – Eine Auswahl aus den Leitartikeln der Zeitschrift UNSERE FAMILIE, Band 1, Friedrich Bischoff, Druckerei und Verlag, o.J., 262-264.
21.Zeitschrift UNSERE FAMILIE vom 20. Oktober 2007.
22.Zeitschrift UNSERE FAMILIE vom 20. Januar 2007
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Olaf Wieland Reformationstag, 31. 10. 2007
Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ Hamburg
Neuapostolische Kirche International
Stammapostel Dr. Wilhelm Leber
Überlandstrasse 243
CH – 8051 Zürich / Schweiz
Antrag auf Einsichtnahme in die kircheninternen Archive der Neuapostolischen Kirche
Lieber Stammapostel Leber,
wir stellen hiermit einen Antrag auf Einsichtnahme in die kircheninternen Archive der NAK für unsere Forschungsarbeit und bitten um Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
Olaf Wieland
Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ Hamburg
Mitglied im Verein für Freikirchenforschung e.V. Münster
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Zuletzt bearbeitet von Olaf Wieland am 29 Nov 2007 21:03, insgesamt 27-mal bearbeitet |
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lorenz Foren-King

Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 4887 Wohnort: Middle World

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Verfasst am: 27 Nov 2007 10:41 Titel: |
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| Zitat: | | wir stellen hiermit einen Antrag auf Einsichtnahme in die kircheninternen Archive der NAK für unsere Forschungsarbeit und bitten um Ihre Antwort. |
Daraus wird wohl nix.
Denn erstens regiert der große Nebelwerfer, und zweitens existiert wahrscheinlich gar kein vernünftiges Archiv, das über das Sammeln von Gedrucktem hinausginge.
Und was den Appell an "Toleranz" angeht: Der fruchtet nicht wirklich, schon weil Toleranz zutiefst unchristlich ist. Darauf hat sich die NAK in der Vergangenheit mit Erfolg berufen. Der Jesus der Bibel war wirklich nicht tolerant, die Christenheit hat denn auch eine ausgeprägte Geschichte der Intoleranz. Und wenn es heute gelingt, Toleranz als Merkmal des Christlichen darzustellen, dann muss man dagegen sagen, dass das die Toleranz der Machtlosigkeit ist. Ganz ähnlich wie bei den Muslimen, die ja bekanntlich auch genau so lange tolerant sind, wie sie (noch) nicht die Macht dazu haben, intolerant zu sein. _________________ Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/ |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 27 Nov 2007 12:41 Titel: |
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Hallo, liebe Leser,
aufgrund eines Übertragungsfehlers war der Offene Brief unvollständig. Der Fehler wurde behoben und der Text um die fehlenden Passagen vervollständigt. Ich bitte um Entschuldigung.
Gruß
Olaf |
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indu Forenprofi

Anmeldungsdatum: 31.08.2006 Beiträge: 65

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Verfasst am: 27 Nov 2007 20:08 Titel: |
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ein netter Brief....vor allem der "Antrag auf Einsichtnahme in die Akten" wird im luftleeren Raum verhallen _________________ http://nak-aussteiger.foren-city.de/ |
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Loreley 61 Foren-Queen

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 2966 Wohnort: Rheinland-Pfalz

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Verfasst am: 28 Nov 2007 6:24 Titel: |
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Moin Olaf,
mittlerweile ist ja bekannt, um welchen Zeitraum referiert werden soll. Von 1938 - 1955. Das heißt, die Anbiederung davor, ab etwa 1933 bleibt außen vor. Könnte man auch schwer erklären, wieso die NAK schon da, zu diesem Zeitpunkt, dem Führer A.H. freundlichst ergeben war. Uns Internetschreiberlingen kann man nichts vormachen, aber die Masse wird schon schlucken, dass man ja nur einem Verbot entgehen wollte. Und wieso hört man schon 1955 auf? Es hätte mindestens bis Ende 1960 gehen müssen.
LG, Lory _________________ Gott schläft im Stein,
atmet in der Pflanze
träumt im Tier –
und erwacht im Menschen.
S. Painadath SJ, Indien http://www.sunnyseminars.de/
______________
Namaste |
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isa Admin


Anmeldungsdatum: 26.07.2006 Beiträge: 11712 Wohnort: Sanitz

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Verfasst am: 28 Nov 2007 11:00 Titel: |
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Einen Teufel werden die tun und bis 1960 gehen, denn dann müssten sie ja das heiße Eisen "die Botschaft" sowie deren Nichterfüllung erklären und dass ist nun weiß Gott das Allerletzte, was Herr Leber will. Alles nur nicht das. _________________ Ein Mensch wird mit vielen Persönlichkeiten geboren, und stirbt als eine Persönlichkeit. |
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Hypnos Foren-Prinz
Anmeldungsdatum: 10.08.2007 Beiträge: 1011

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Verfasst am: 28 Nov 2007 12:09 Titel: |
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Täuschen, tricksen, tarnen, ausweichen und sich um die Wahrheit außen rum drücken, was habt ihr denn sonst erwartet? Diese Kirche ist nicht reformierbar, zumindest nicht in den nächsten Jahren. Schaut euch doch die Führungsmannschaft an, intern große Klappe, aber einem kritischen Gespräch weichen sie alle aus. Von der Führungsmannschaft eines Unternehmens erwarte ich mehr, viel mehr. Dazu gehören Fachkompetenz (die haben in normalen Unternehmen sogar viele, die NAK-Führungsriege hat nicht einmal gute Bibelkenntnisse) und Sozialkompetenz (die fehlt in der Wirtschaft bei fast 80 % der Führungkräfte), welche die NAK-Führungsriege überhaupt nicht hat.
Von so einer schwachen Führung ist nichts anderes zu erwarten. Sie werden wieder alles schönreden, aber die wirklich brisanten Themen scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Das zieht sich durch diese ganze Organisation durch wie ein roter Faden. Selbst die Diskussion mit kleinen AT´s ist ein Abbild des Verhaltens der Führungsriege. Nur Ausweichen, ja nicht konkret werden und sonst wie ein Fähnchen im Wind. Immer sich in die gerade herrschende Windrichtung drehen. In Anlehnung an die Gruppe um Olaf Wieland, die aus meiner Sicht Großartiges leistet nenne ich das "Arroganz im Glauben", was ich da an der Spitze feststelle! Und da es sich da um die "Vorangänger" handelt finden sich viele AT´s, die da im Denken und Handeln blauäugig hinterherwatscheln. Es wäre ja auch zu schwer mal die eigenen grauen Zellen anzustrengen und mal kritisch zu hinterfragen, man könnte ja zu einer "Erkenntnis" gelangen oder eine "Erleuchtung" bekommen. Immer schön bequem, so haben es halt die meisten Schäfchen gern
LG
Hypnos |
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Kopernikus Foren-King
Anmeldungsdatum: 19.04.2007 Beiträge: 1085

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Verfasst am: 29 Nov 2007 2:36 Titel: |
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Da hat sich der Gesprächskreis 'Toleranz im Glauben' mit seinen Nachforschungen und dem 'Offenen Brief' wirklich viel Mühe gemacht. Den Verfassern des Briefes dürfte aber wohl klar sein, dass Sie am 4.12. keine Antworten auf die vielen nur zu berechtigten Fragen bekommen werden. So hat dieser 'Offene Brief' wohl mehr die Funktion, auf die vielen Ungereimtheiten und Verfehlungen in der Geschichte der NAK öffentlich hinzuweisen.
In der Tat ist es so, dass die NAK am 4.12. Farbe bekennen muss, ob sie will oder nicht. Sie steckt gewissermassen in einer Zwickmühle. Räumt die NAK mit ihrer teils unrühmlichen Vergangenheit auf, wird der Exklusivitätsanspruch und die Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes schwerlich zu halten sein. Verschweigt und verschleiert die NAK ihre Vergangenheit, oder betreibt Sie sogar Geschichtskliterung, werden sich alle getäuscht fühlen, die die NAK auf dem Weg in die Ökumene in Richtung Freikirche sahen. Sie wird dann, mehr denn je, in die Sektenecke gestellt werden.
Ich denke wir werden am 4.12. erleben, dass es der NAK keineswegs darum geht, ihre Geschichte aufzuarbeiten, sondern im Gegenteil darum geht, ihre Geschichte schönzureden. Nicht nur die KL, sondern auch viele NAKler wollen mit den harten historischen Fakten nicht konfrontiert werden, weil Sie den schönen Traum von der auserwählten Schar, die auf ewig bei dem Herrn sein wird, während alle anderen Menschen dem furchtbaren Verderben zum Opfer fallen, weiterträumen möchten. Ja, ich unterstelle sogar, dass diese exklusivistische, apokalyptische Endzeitdenke für nicht wenige NAKler DIE Motivation darstellt, neuapostolisch zu sein.
Eine schonungslose Aufklärung der Geschichte birgt für die NAK ein viel zu grosses Risiko, auf dem hartem Boden der Realität aufzuschlagen! Das will nicht nur die KL nicht, das wollen auch viele NAKler nicht! Daher bin ich im zunehmenden Masse der Meinung, dass das Bild von dem armen, verblendeten NAKler, der durch die böse KL hinter's Licht geführt wird, zu einfach ist! Es mag sein, dass es innerhalb der NAK heutzutage viele Menschen gibt, die sich, so wie der Gesprächskreis 'Toleranz im Glauben', aufrichtig für eine Reformierung der NAK einsetzen. Auf der anderen Seite gibt es nicht wenige NAKler, die KEINE Veränderungen wollen. Diese werden sich, da bin ich mir sicher, auf Dauer durchsetzen, da die NAK-Ideologie keinen Raum für Veränderungen lässt. Was gestern richtig war, kann heute nicht falsch sein, erst recht nicht, wenn es sich um 'Gottes Werk auf Erden' handelt. Auf die Reformer kann die NAK also locker verzichten! Leute, die lästige Fragen stellen z.B. in Form eines 'Offenen Briefes', stören doch nur innerhalb der NAK.
Daher wünsche ich Olaf und seinen Mitstreitern, sowie allen Reformern innerhalb der NAK, dass Sie bald erkennen mögen, dass es keinen Sinn macht, innerhalb der NAK gegen Windmühlen zu kämpfen. Sinn macht es hingegen, die Öffentlichkeit über diese Sekte aufzuklären, um die NAK möglichst zu isolieren, und in die Bedeutungslosigkeit zu verbannen.
Grüsse Kopernikus |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 05 Dez 2007 23:35 Titel: |
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Hallo Kopernikus und alle,
ich hatte am 03.12.2007 in der Kirchenverwaltung Hamburg-Eppendorf im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten des Gesprächskreises "Toleranz im Glauben" von 15.00-17.00 Uhr ein Gespräch mit dem Bezirksapostel Schumacher und dem zu Hilfe gerufenen Apostel Rüdiger Krause und muß leider feststellen, dieses Gespräch war wie der Informationsabend der NAK am 04.12.2007 in Zürich in meinen Augen eine Katastrophe.
Ein Bericht über das Treffen am 03.12.07 wird von mir nachgereicht.
Gruß
Olaf |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 18 Dez 2007 19:39 Titel: |
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Man könnte sagen, es geschehen noch Zeichen und Wunder, denn auf meinem Antrag vom
31.10.2007 auf die Einsichtnahme der kircheninternen Archive der NAK im Rahmen des Offenen
Briefes an den Stammapostel Leber kam aus Zürich eine Anwort. Auf die Anliegen im Offenen
Brief wurde auf dem Informationsabend mit keinem Wort eingegangen. Apostel Böttcher, der sich
der IM-Problematik hochrangiger Vertreter der NAK auf Weisung des damaligen Stammapostel
Fehr annehmen sollte, glänzte durch Untätigkeit, denn es konnten durch Apostel Drave keine
Arbeitsergebnisse präsentiert werden. Ich zitiere den Direktor der Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des
DDR-Staatssicherheitsdienstes Hubertus Knabe, der zu den profiliertesten Historikern der
Bundesrepublik gehört, zur Charakterisierung dieses unsäglichen Informationsabends der NAK am
04.12.2007:
“Wie Mitglieder einer Sekte ( Anm.: NAK ) montieren sich die Stasi-Offiziere die Wirklichkeit
zurecht, um ihren eigenem Scheitern nicht ins Auge sehen zu müssen.Keiner hat die Stärke,
einzuräumen, dass er sich einem Irrglauben verschrieben hatte... .”
( Hubertus Knabe, Die Täter sind unter uns - Über das Schönreden der SED-Diktatur, Propyläen,
2007, S.273. )
Der Apostel Drave führte in seinem Vortrag am 04. 12. 2007 am Informationsabend in Zürich aus,
dass “die Sammlung und die Auswertung der Quellen sehr zeitintensiv waren, da unsere Kirche
nicht über ein Zentralarchiv verfügt und die Archive der Gebietskirchen zum Teil nur mit Schwierigkeiten zugänglich waren und sind."
http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/Infoabend_041207_Geschichte_Internetversion.pdf
Die neuapostolische Hauszeitschrift “Unsere Familie” vom 05. März 2007 ( Nr.5, S.41 ) informierte
unter der Überschrift “Grundstein für neues Verwaltungsgebäude gelegt” über ihr Vorhaben, ein
entsprechendes Archiv einzurichten. Es heißt dort:
“Der für das Versenken der Kassette bestimmte Ort wurde nicht zufällig ausgewählt. Über dieser
Stelle befindet sich später das Archiv. Dort werden die kircheninternen Informationen zu finden
sein, die Aufschluss über die Vergangenheit geben. In deren unmittelbarer Nähe wird somit auch die
Kassette gut aufbewahrt sein.”
Auf dem linken Bild ist eine ca. 10x40m große Baugrube zu sehen und auf dem rechten Bild der
Stammapostel Fehr, der sich mit dem Zuschütten der Grube beschäftigt, in der der Grundstein
versenkt wurde.
Gruß
Olaf |
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Winni Lange Forenprofi

Anmeldungsdatum: 06.09.2006 Beiträge: 71

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Verfasst am: 07 Jan 2008 9:54 Titel: |
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Hallo Olaf! Na dann überlege mal wann und wie etwas eine wissenschaftlich sinnvolle Anfrage wird!? Wahrscheinlich mußt Du da noch ganz doll und viel an Dir arbeiten. Liebe Grüße und gute Wünsche für ein <brauchbares> 2008 nach Hamburg- Winni _________________ Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
Aldous Huxley (14)
26.07.1894 - 22.11.1963
engl. Schriftsteller und Kritiker |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 09 Jan 2008 12:46 Titel: |
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Hallo Winni,
beste Neujahrsgrüße sende ich Dir nach good old Mecklenburg. Die Anfragen, die ich zur endgültigen Fertigstellung meiner Forschungsarbeit an die NAK stellen werde, sind formuliert.
Ob diese Anfragen auch als wissenschaftlich sinnvoll beurteilt werden können, lasse ich durch die überaus seriösen Experten des Freikirchenforscherverbandes prüfen, in dem ich ja seit langem Mitglied bin und auch meinen Forschungsbericht über die NAK veröffentlichen konnte.
http://www.freikirchenforschung.de/pages/impressum/impressum.html
Gruß
Olaf |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 23 Jul 2008 16:32 Titel: |
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Am 12. Juni 2008 kontaktierte ich den für die Aufarbeitung der Spitzeltätigkeit hochrangiger Vertreter der NAK zuständigen Apostel Dieter Böttcher:
"Lieber Apostel Böttcher,
nach Ihrem letzten Brief an den Gesprächskreis “Toleranz im Glauben” Hamburg vom 08. 09. 2004
und unserer am 24. 09. 2004 erfolgten Antwort sowie dem Gespräch mit dem Apostel Walter Drave
als Vorsitzenden der AG “Geschichte der NAK” (GNK) in der Kirchenverwaltung
Hamburg-Eppendorf am 18. 07.2005 möchten wir uns wieder an Sie wenden und erfragen, welche
Arbeits- und Zwischenergebnisse Sie im Kontext mit der Thematik “Neuapostolische Kirche und
Ministerium für Staaatssicherheit ( MfS )” erreicht haben.
http://www.adfontes.apostolic.de/Fremd/nak_ddr.pdf
Von unserer Seite als neuapostolischer Gesprächskreis können wir Sie darüber informieren, dass die
ersten Forschungsergebnisse in geeigneter Form im Jahrbuch für Freikirchenforschung 2007 unter
dem Titel “Von einer `Sekte`zur `Freikirche`- Klärungsversuche in der Neuapostolischen Kirche am
Beispiel der Diskussion zur DDR-Geschichte” publiziert und damit der breiten Öffentlichkeit
zugänglich gemacht wurden.
http://www.amazon.de/Freikirchenforschung-Freikirchenforschung-Sp%C3%A4taussiedler-freikirchlich-r%C3%B6misch-katholischen/dp/393410908X/ref=sr_1_31?ie=UTF8&s=books&qid=1213256488&sr=8-31"
Der Informationsgehalt der Antwort des Apostels Böttcher war gleich null. Er beklagte sich sozusagen selbst über seine Untätigkeit. Heinz Peter Tjaden hat die Problematik in seiner Artikelserie sehr gut dargestellt.
http://www.readers-edition.de/2008/07/03/neuapostolische-kirche-geschichtsvortrag-ging-gruendlich-daneben-xii/
Zu der Thematik möchte ich aus einem Brief eines NAK-Mitgliedes zitieren, der mir bei meinen Recherchen wieder in die Hände fiel:
"Olaf, Du weisst, ich lebte bis 1980 in der DDR. Als 1961 die Mauer gebaut wurde, durfte ich nicht mehr nach West-Berlin zu meinen Eltern und zu meiner Schwester, auch nicht zu Onkel und Tante, Cousin und alles, was dazugehört, fahren. Ich wurde nach allen Regeln der Kunst bearbeitet, für die Stasi tätig zu werden. Man versprach mir, monatlich nach West-Berlin zu den Eltern fahren zu dürfen usw. usf.. Ich lehnte alles ab. Nie im Leben wollte ich als Spitzel und Denunziant tätig sein.
Ergebnis: Viele lange Jahre durfte ich nicht nach Hause zu den Eltern fahren. Auch nicht zu Weihnachten. Auch nicht, als Mutti schwerkrank in dem einen und der Vater schwerkrank in einem anderen Krankenhaus in West-Berlin lagen.
Meine Arbeitsstelle als Obermeisterin im Betrieb - zuständig für 500 Arbeitskräfte - war vorbei und damit auch mein Gehalt. Aber ich habe ein reines Gewissen behalten!
Es stimmt also nicht, dass man mitmachen musste! Jeder kann für sich selbst entscheiden im Leben -so, wie auch Dein lieber Opa sich nicht hat fangen lassen, sondern hat geholfen, wo er konnte.
Hätte ich damals mitgemacht, müsste ich heute noch Angst haben bedroht oder erpresst zu werden. Schliesslich kannten sich diese Leute doch auch untereinander. Heute haben viele Angst, enttarnt zu werden.
Es gab ja nicht nur DDR-Leute, die der Stasi dienten. Im Westen gab es auch solche Gehilfen, garantiert. Mir waren einige damalige Rentner bekannt, die i. A. der NAK nach dem Westen fuhren, um z. Bsp. neue Liedernoten für den Chor beim Bischoff Verlag abzuholen, um sie kofferweise in die DDR zu bringen. Niemals wurden diese alten Leute bzw. deren schwere Koffer voller Papier kontrolliert! Also hat doch die West-NAK, unsere Rentner in der DDR zur Lüge, zum Schmuggel, beauftragt!
Man darf gar nicht daran darüber nachdenken. Ein streng gläubiger Bruder - ehemals im Diakonenamt - war als Rentner dringenst auf Spray aus dem Westen angewiesen, weil es in der DDR solche Qualität noch nicht gab. Er hätte als Rentner in den Westen reisen dürfen, war aber zu krank dafür. Meinst Du, Olaf, jemand hätte für diesen Bruder mal eine Sprayflasche mitgebracht ?
Jedenfalls niemals ein Glaubensbruder, der zum Bischoff Verlag fuhr, um Schmuggelware in Form von Noten abzuholen.
Mir erzähle keiner solche Märchen, von wegen: Wer in der DDR lebte, musste mitmachen, ob er wollte oder nicht." |
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Gast
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Verfasst am: 23 Jul 2008 21:07 Titel: |
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also, die stärke dieser frau ( ? ) bewundere ich wirklich. denn, finanziell wäre sie sicherlich besser gestellt gewesen.
diskrete frage: geht sie noch zur nak??
wo wir hier bei vergangenheit und ddr sind. gibts eigentlich eine sammlung der dokumente von ddr- und ns-zeit in gefasster form? vielleicht auch in form von diplomarbeiten???
das würde mich mal interessieren.
man könnte das auch per cd dann mal machen. ich würde gerne ein paar leute damit konfrontieren.
lg |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 29 Jul 2008 13:01 Titel: |
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Hallo mogli,
ich weiß nur, dass das von mir zitierte NAK-Mitglied vor ca. drei Jahren die Gottesdienste sporadisch aufsuchte. Mittlerweile habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr.
Die ausführlichste Sammlung von Dokumenten aus der NS-Zeit und der DDR befindet sich nach meinem Dafürhalten auf diesem Forum.
Dr. Andreas Fincke von der EZW Berlin gab im Materialdienst 09/2004 zwar seiner Hoffnung Ausdruck, dass man sich in Form von Dissertationen auch der NAK zuwenden würde, aber bis heute habe ich davon noch nichts gesehen.
"Für diese Bedenken gibt es gute Gründe, denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Dissertationen zum Thema "NAK in der DDR" geschrieben werden. Zumal vergleichbare Stoffe inzwischen mehr oder weniger erschöpft sind: So sind inzwischen z. B. zahlreiche Arbeiten zur Geschichte der Zeugen Jehovas in der DDR erschienen. Was liegt da näher als sich der NAK zuzuwenden, die in der DDR wesentlich mehr Mitglieder als die (verbotenen) Zeugen Jehovas hatte und zudem aufgrund ihres Staatsverständnisses eine gewisse Anpassungsleistung an die politischen Verhältnisse erwarten lässt?"
http://www.ekd.de/ezw/42714_informationen_nak_diskussion_um_stasi_kontakte.php
Ich habe versucht, die Aufarbeitung zu unterstützen und zu beschleunigen, aber die neuapostolische Kirchenleitung - in diesem Fall der Apostel Böttcher - handelt entgegen ihrem Anspruch auf Wahrhaftigkeit und versucht weiterhin zu vertuschen.
Eine vom Gesprächskreis dem Apostel Böttcher zugesandte Einwilligungserklärung ( s. Formular ) für den aktenkundig gewordenen IM "WillY" ( Bezirksapostel i. R. Willy Adam ) wurde nicht zur Kenntnis genommen. Damit ist bewiesen, dass die NAK nicht im Ansatz willens ist, sich der Verantwortung zu stellen.
Spitzeltätigkeit kirchlicher Amtsträger für das MfS zum Schaden der Menschen, die verfolgt und drangsaliert wurden und christliche Glaubwürdigkeit stellen für die NAK keinen Gegensatz dar.
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lorenz Foren-King

Anmeldungsdatum: 19.08.2007 Beiträge: 4887 Wohnort: Middle World

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Verfasst am: 29 Jul 2008 15:59 Titel: |
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| Zitat: | | Spitzeltätigkeit kirchlicher Amtsträger für das MfS zum Schaden der Menschen, die verfolgt und drangsaliert wurden und christliche Glaubwürdigkeit stellen für die NAK keinen Gegensatz dar. |
Naja: Irgendwelche Übel in der NAK könnte man als Indiz dafür sehen, dass das NICHT "Gottes" Werk sei sondern eben so ein menschliches Machwerk wie andere christl. Gemeinschaften auch. Man könnte aber auch sagen: Gerade WEIL das "Gottes Werk" ist, ist der Teufel besonders darauf aus, in der NAK Schaden anzurichten, usw... Das ist alles "Glaubenssache", sprich beliebig auslegbar. Eigentlich gibt das Thema kaum etwas handfestes her. Jeder kann sich zurechtlegen, wonach ihm ist. _________________ Warum sollte Gott einen Teil von sich auf die Erde schicken, um ihn von einer antiken Besatzungsmacht hinrichten zu lassen, nur um den Menschen ihre Sünden vergeben zu können, für die er doch als Allmächtiger obendrein selbst verantwortlich wäre? - Empfehlung: ==> http://www.bibelkritik.ch/ |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 16 Nov 2008 18:54 Titel: |
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Mein Brief vom 19.06.2008 an Apostel Drave:
"Lieber Apostel Drave,
nach unserem letzten Gespräch am 18. 07. 2007 bei Ihnen in der Kirchenverwaltung Hamburg-Eppendorf zum Thema "Unterstützung des Herrschaftsapparates der SED durch die Neuapostolische Kirche" und dem zweiten Informationsabend der NAK am 04. 12. 2007, welcher "per Satellit in rund 1400 Gemeinden in 18 Ländern in Europa ausgestrahlt wurde" und der bei der Behandlung der zwei Themen "Selbstbild der NAK" sowie "schwieriger Verwerfungen innerhalb der eigenen Tradition" breite Enttäuschung auslöste ( Bericht im Materialdienst der EZW 02/2008 von Folkmar Schiek "Bewegt sie sich doch nicht ?" mit einem Vorwort von Dr.Michael Utsch, wissenschaftlicher Referent der EZW und zuständig für religiöse Sondergenmeinschaften ) möchte ich zu Ihrer Unterstützung auf meinen ersten Forschungsbericht "Von einer `Sekte`zur Freikirche-Klärungsversuche in der Neuapostolischen Kirche am Beispiel der Diskussion zur DDR-Geschichte" im Jahrbuch für Freikirchenforschung 2007 hinweisen.
Das Jahrbuch für Freikirchenforschung 2007 ist im Buchhandel zu beziehen.
http://www.amazon.de/Freikirchenforschung-Freikirchenforschung-Sp%C3%A4taussiedler-freikirchlich-r%C3%B6misch-katholischen/dp/393410908X/ref=sr_1_31?ie=UTF8&s=books&qid=1213256488&sr=8-31
Neben meiner hauptsächlichen Beschäftigung mit der Thematik "NAK in der DDR" wurde eine Anfrage eines Teilnehmers aus dem Gesprächskreis aufgegriffen, mit der wir uns am 19. Mai 2008 an den Stammapostel Leber wandten. Es erfolgte seitens unseres Stammapostels in seiner Antwort am 28. Mai 2008 die Empfehlung einer Kontaktaufnahme mit Ihnen als federführenden Leiter der AG "Geschichte der NAK".
Nachfolgend füge ich die Anfrage des Gesprächskreisteilnehmers an, so wie Sie an den Stammapostel am 19. Mai 2008 formuliert wurde:
"Anknüpfend an unser Schreiben vom 25. 04. 2008, welches von Ihnen noch nicht
beantwortet wurde, möchten wir die Gelegenheit nutzen zur Ergänzung einer
Nachfrage zum Vortrag von Apostel Drave am 04. 12. 2008 “Die Neuapostolische
Kirche von 1938 bis 1955-Entwicklungen und Probleme” durch ein engagiertes
Mitglied unseres Gesprächskreises:
Im Vortrag ( Internetversion S. 19 ) wird darauf hingewiesen, dass Apostel
Güttinger Sonderlehren entwickelte. Hier im besonderen, dass das Sonnenweib
mit Flugzeugen entrückt werden sollte. Wir haben versucht, uns diese Quelle
selber zu erschließen.
Zu diesem Zweck haben wir das Werk: „Die Neuapostolische Gemeinde, Ihre
Geschichte und Lehre dargestellt und beurteilt“, von Oswald Eggenberger
(Schweizer Theologe), Ausgabe 1953, erschienen im Chr.Kaiser Verlag
München, Beiträge zur evangelischen Theologie, Theologische Abhandlungen,
herausgegeben von E.Wolf, Band 18, genauestens studiert.
Im 6.Kapitel unter der Überschrift: III. Teil Beurteilung der Neuapostolischen
Lehre nach der Bibel, Untertitel:
“Zukunft und Ewigkeit“, auf den Seiten 144 bis 151, wird die Eschatologie
unserer Kirche beleuchtet. Aus dem Quellenanhang auf Seite 197 – 199
werden 35 Quellen benannt. In der Quelle 33 wird auf den Theologen K.Hutten
verwiesen, der über die Praxis der Segenshandlungen des
Entschlafenenwesens kurz berichtet. Der bedeutendste Satz daraus:“In der
Schweiz ist mir nichts derartiges bekannt geworden“. Das heißt natürlich nicht,
dass es doch hier und da gepredigt wurde, auch die Heimholung durch
Flugzeuge.
Für uns stellt sich hier die Frage, in welcher Schrift es Apostel Güttinger
publiziert hat.
Da Apostel Drave von 3000 Quellen in seinem Vortrag sprach, erbitten wir die
Quellenbenennung und Einsichtnahme bei Apostel Drave in Hamburg.
Eggenberger hat immerhin 869 Quellen aufgezeichnet, wir finden bei ihm
keinen einzigen Hinweis über diese Sonderlehre, mit den Flugzeugen.
Eggenberger hat in 8-und 9-stündigen Vorlesungen am 6. und 7. September
1950 dem Bezirksapostel Schneider und den Aposteln Ernst und Otto Güttinger
sein Werk vorgelesen. Es wurde von diesen auch anerkannt und genehmigt. Er
war nicht nur ein sehr sorgfältiger Rechercheur, sondern ließ sich es auch noch
durch Apostelmund bestätigen.
Aus den Seiten 7 – 12 listet Eggenberger nochmals das fast vollständige
Spektrum apostolischer Literatur auf. Wir haben nicht alles, aber einen großen
Teil selber im Archiv. Sollte es in einem dieser Werke zu finden sein, so haben
wir es überlesen, oder wir haben es doch nicht in unserem Archiv liegen.
Es stellt sich uns weiter die Frage, ob es noch Mitapostel z.B. in Südafrika oder
Amerika gab, die eine Achse bildeten mit den Aposteln Güttinger, in Hinsicht
der Heimholung der Braut Christi mit Flugzeugen, Eisenbahnzügen oder
anderen irdischen Beförderungsmitteln. Ein älterer Gesprächsteilnehmer
erinnert sich sehr genau, wie seit 1951 immer von einem Zug gesprochen
wurde. Deren letzte Zahl war immer verschwommen nicht lesbar. So hat man
sich bis 1959 von Jahr zu Jahr in der Sicherheit gefühlt, das der Herr Jesus in
diesem Zeitraum die Braut heimholt."
Mit herzlichen Grüßen
Olaf Wieland
Gesprächskreis "Toleranz im Glauben" Hamburg
Mitglied im Verein für Freikirchenforschung e.V.
http://www.freikirchenforschung.de/" |
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Olaf Wieland Großmeister

Anmeldungsdatum: 27.07.2006 Beiträge: 272 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: 05 Apr 2009 17:20 Titel: |
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Ich möchte auf ein Referat von Apostel Detlef Lieberth im neu erschienenen Jahrbuch für Freikirchenforschung 2009 ( S. 239-246 ) unter dem Titel "Die Apostolische Gemeinschaft-Geschichte, Identität, Wandlungsprozesse" hinweisen. Auf den Seiten 241-241 wird im Kapitel 3.2 "Die Neuapostolische Kirche-NAK" kritisch eingeschätzt.
Als Ergebnisse der Entwicklung der NAK mit ihrem jetzigen Selbstbild führt Detlef Liebert auf:
"-einem Leben aus `zweiter Hand`,
- dem Verlust eines geistlichen Urteilsvermögens,
- der Distanzierung von anderen Christen,
- der Abhängigkeit von Menschen,
- und einem eingeschränkten Gottesbild.
Auf diese Weise werden Kirchenmitglieder und keine Jünger Jesu gewonnen!."
Zur Thematik passend ist auch mein Forschungsbericht "In der Stille den Glaubensweg gehen- Die Neuapostolische Kirche in der DDR" ( S. 265-280 ) mit neuen Rechercheergebnissen in diesem meiner Meinung nach äußerst interessanten Jahrbuch für Freikirchenforschung 2009 veröffentlicht worden. Direkt vorab bezogen werden kann das Jahrbuch telefonisch über:
Geschäftsstelle des Vereins für Freikirchenforschung
Pastor Reimer Dietze
Industriestraße 6-8, 64390 Erzhausen
Telefon 06150 - 976825
Das Jahrbuch wird demnächst im Buchhandel erhältlich sein ( ISBN 3-934109-10-1 ).
http://www.freikirchenforschung.de/resources/publikationen/katalog.pdf
Herzliche Grüße
Olaf |
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